Seminar für Integrative Phytotherapie:

Phytotherapie-Ausbildung

Ein fundierter Lehrgang über 30 Kurstage für Pflegende und andere Gesundheitsberufe, mit begrenzten Plätzen für Teilnehmende aus anderen Bereichen.

34. Lehrgang:  Mai 2017 – Februar 2019 in Winterthur

Leitung: Martin Koradi

Phytotherapie verbindet die jahrtausendealte Erfahrung traditioneller Heilkräuterkunde mit den Ergebnissen neuzeitlicher Arzneipflanzenforschung. Das macht sie zu einer zeitgemässen Form der Pflanzenheilkunde.

Vertiefte Informationen: Was ist Phytotherapie?

Zielgruppe

Dieser Phytotherapie-Lehrgang richtet sich hauptsächlich an Personen mit einem medizinischen Grundberuf. Angesprochen sind zum Beispiel Personen aus der Krankenpflege, welche Heilpflanzen verantwortungsbewusst in ihren Praxisfeldern einsetzen wollen, beispielsweise in SPITEX, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care.
Für Pflegende besteht während und nach der Ausbildung am Seminar für Integrative Phytotherapie die Möglichkeit zu Vernetzung, Erfahrungsaustausch und Support bei der Umsetzung in die Berufspraxis über die „Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege“ (www.ig-pp.ch)

Willkommen sind aber auch Ärztinnen und Ärzte sowie Fachleute aus Pharmazie, Pharmaassistenz, Drogerie, Ernährungsberatung, Massage, Heilpraktik. Unterschiedliche Berufsfelder der Teilnehmenden haben sich als gegenseitig bereichernd erwiesen. Vorausgesetzt wird eine grundsätzliche Bereitschaft zur Kooperation mit schulmedizinischen Diensten.

Beispiele für die Umsetzung von Phytotherapie in Pflegeinstitutionen und Argumente für Phytotherapie in der Pflege finden Sie im Presse-Echo und im Dokument „Phytotherapie in der Pflege„.

Eine limitierte Zahl von Ausbildungsplätzen steht unter bestimmten Voraussetzungen auch offen für Personen ohne medizinischen Grundberuf.
Dazu ist festzuhalten:
Um Phytotherapie seriös zur Behandlung von Patientinnen und Patienten anzuwenden, braucht es die Einbettung in einen medizinischen Grundberuf und eine gute Kooperation mit medizinischen Diensten. Dieser Lehrgang ist also nicht gedacht als Schnellzug zum Therapeuten / zur Therapeutin mit einer Phytotherapie-Praxis. Im Bereich von Komplementärmedizin und Naturheilkunde werden unzählige Kurz- und Kürzestlehrgänge angeboten, die mit fragwürdigen Therapeutentiteln und „Diplomen“ abschliessen. Und leider gibt es eine grosse Nachfrage nach solchen „Scheinen“ (im doppelten Wortsinn).
Ich distanziere mich von dieser Praxis.
Andererseits habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass auch Menschen ohne medizinischen Grundberuf verantwortungsbewusst mit ihrem Phytotherapie-Wissen umgehen können (das lernt man auch in meiner Ausbildung). Und für solche Personen halte ich eine limitierte Anzahl Plätze offen.
Falls Sie ohne medizinischen Grundberuf einen solchen Ausbildungsplatz möchten, bitte ich um telefonische Kontaktaufnahme vor der Anmeldung. Im Telefongespräch können wir klären, ob Ihre Erwartungen mit diesem Lehrgang kompatibel sind. Ich will jedenfalls keine Illusionen verkaufen (und nehme dafür auch Umsatzeinbussen in Kauf).
Gegenüber ausschliesslich wissenschaftlich orientierten Veranstaltungen zeichnet sich dieser Phytotherapie-Lehrgang aus durch den didaktischen Aufbau, den sorgfältigen Einbezug geschichtlich-philosophischer Aspekte der Heilpflanzenkunde und den Naturbezug.

Weitere Information und Beratung
Falls auf den folgenden Seiten nicht alle Ihre Fragen zum Lehrgang beantwortet werden, können Sie sie auch gerne telefonisch stellen: Telefon 052 202 20 29 (Martin Koradi) oder per Mail.

Phytotherapie ist kein geschützter Begriff. Jede/r kann deshalb eine Phytotherapie-Ausbildung anbieten, was zu ausserordentlich grossen Qualitätsunterschieden führt. Wer die fachlichen Voraussetzungen erfüllt (siehe unter „Zielgruppe“ oben) und ernsthaft an einer Teilnahme interessiert ist, kann daher gerne unverbindlich in einen laufenden Lehrgang hineinschauen. Durch einen kostenlosen Schnupper-Kurstag können Sie sich vom professionellen Niveau und der anregenden Kursatmosphäre überzeugen. Sie können sich aber auch für einen der zahlreichen Wochenend- oder Wochenkurse anmelden, um einen konkreten Einblick zu gewinnen.

Was erwartet Sie im Phytotherapie-Lehrgang?

Im „Seminar für Integrative Phytotherapie“ (SIP) erwartet Sie ein professioneller, konzentrierter, gut verständlicher und anregender Lernprozess. Das Wort „Seminar“ stammt vom lateinischen „seminarium“ ab, das „Pflanzschule, Baumschule“ bedeutet und von lat. „semen“ (Samen, Setzling, Sprössling) abgeleitet ist. In diesem Sinne lässt sich unser Lehrgang als „Pflanzgarten“ verstehen. Angepflanzt werden soll eine fundierte Phytotherapie in den Köpfen und Herzen der Teilnehmenden sowie in den verschiedenen Praxisfeldern von Krankenpflege, Medizin und Naturheilkunde. Wachsen kann in diesem Lehrgang aber auch Ihr Wissen über die Natur und Ihre Beziehung zur Pflanzenwelt. Über die Phytotherapie hinaus werden Sie in diesem „Pflanzgarten“ zudem vielfältige Anregungen „ernten“ können: Wo es für ein vertieftes Verständnis und eine gute, menschenfreundliche Umsetzung der Phytotherapie wichtig ist, fliessen ergänzende Hinweise auf naturheilkundliche, psychosomatische, biologische, philosophische oder geschichtliche Aspekte ein.

Wo liegen die Wurzeln dieses Lehrganges?

Konzept und Kursunterlagen des SIP wurden in achtjähriger Arbeit entwickelt für den Unterricht an der „Akademie für Naturheilkunde Basel“ und bewährten sich dort von 1994-2005 im Rahmen des vierjährigen Vollzeitstudiums zur Vorbereitung angehender Naturärzte/Naturärztinnen auf die kantonalen Prüfungen. Kern aller Bestrebungen ist es dabei seit über 20 Jahren, möglichst den fundiertesten Phytotherapie-Lehrgang im deutschsprachigen Raum anzubieten. Dazu gehört die sorgfältige Auswahl wissenschaftlicher Erkenntnisse, der kompetente Einbezug geschichtlich-philosophischer Wurzeln der Heilpflanzenkunde, die engagierte Vermittlung von Naturverständnis und Naturbezug sowie ein gut verständlicher Aufbau. Die Verknüpfung dieser Elemente ist ein Charakteristikum des SIP’s, das in dieser Art wohl nur bei uns vermittelt wird. Martin Koradi als Dozent am SIP lehrt Phytotherapie hauptberuflich seit 1983 in verschiedensten Zielgruppen, verfügt daher über langjährige Erfahrung und kann Heilpflanzenwissen verständlich weitergeben.

Kursinhalt:

Dieser Phytotherapie-Lehrgang bietet Ihnen:

Fundierte und aktuelle Kenntnisse der Phytotherapie:

Sie werden befähigt, Heilpflanzen und phytotherapeutische Präparate – wo nötig in Kooperation mit schulmedizinischen Diensten – sorgfältig und professionell einzusetzen. Sie lernen Wirkungen, Anwendungsbereiche, aber auch allfällige Nebenwirkungen oder Kontraindikationen von allen phytotherapeutisch wichtigen Heilpflanzen kennen.

Präparate-Kunde:

Sie lernen zu jedem Krankheitsbereich die wichtigen phytotherapeutischen Naturheilmittel kennen, so dass Sie Teemischungen, Tinkturen, Extrakte, Salben etc. aufgrund ihrer Zusammensetzung verstehen und beurteilen können. Dabei werden Sie auch vertraut mitf Phyto-Produkten und Phyto-Herstellern, die in der Schweiz Bedeutung haben – ein wichtiger Punkt, den Phyto-Kurse im Ausland nicht bieten können.

Gesundheitsberatung:

Zu jedem besprochenen Krankheitsbereich bekommen Sie ergänzend wesentliche naturheilkundliche Empfehlungen, beispielsweise zu Psychosomatik, Ernährung, Bewegung etc. Das erhöht Ihre gesundheitsberaterische Kompetenz und integriert die Phytotherapie in einem weiteren naturheilkundlichen Rahmen.

Dokumentation:

Sie erhalten eine umfassende, qualitativ hochstehende Phytotherapie-Dokumentation als Lehrmittel und Nachschlagewerk. Darin ist jede Heilpflanze und jeder phytotherapeutische Anwendungsbereich so weit geklärt und erklärt, wie es zur Zeit möglich ist. Die Dokumentation enthält zudem das für den sorgfältigen Einsatz von Phytotherapeutika nötige medizinische Wissen.

Geschichtliche und philosophische Aspekte:

Sie bekommen Einblicke in die Geschichte von Medizin und Naturheilkunde und reflektieren Ihr eigenes Wirken auf diesem Hintergrund. Zudem werden Sie geschult im kritische Umgang mit Wissen und angeleitet, sich im Dschungel der Versprechungen und Behauptungen eine eigenständige Meinung zu bilden.

Naturkunde:

Sie werden vertraut mit Heilpflanzen in ihren Lebensräumen, lernen wichtige Bestimmungsmerkmale und erfahren dabei auch viel Faszinierendes über Zusammenhänge in der Natur.

Hinweis:

Der Inhalt dieser Ausbildungen und Kurse wird esoterikfrei vermittelt, aber mit viel Engagement und Liebe zu den Heilpflanzen und zur Natur als Ganzem (weitere Info dazu hier).

Zeitaufwand
Sie sollten in der Lage sein, neben den Kurstagen monatlich mindestens 15 Stunden für Literaturstudium sowie Vor- und Nachbereitung des Unterrichts einzusetzen.
Für die Arbeit in regionalen Peergroups (selbständige Lerngruppen Studierender mit Lernaufträgen) ist mit 1/2 – 1 Tag pro Monat zu rechnen.

Wer eine EMR-Anerkennung anstrebt, um Phytotherapie später via Krankenkassen-Zusatzversicherung abrechnen zu können, braucht zusätzlich zu den aufgeführten Kursterminen je ein wöchiges Aufbaumodul im Sommer 2017 und 2018, um auf die dafür verlangten 300 Kursstunden zu kommen. Bevor Sie eine EMR-Anerkennung anpeilen, sollten Sie unbedingt die Voraussetzungen mit dem EMR direkt klären und mit Martin Koradi telefonisch besprechen.

Termine und Themen des 34. Phytotherapie-Lehrgangs 2017 / 2018 / 2019:

2017: 22. / 23. Mai

Einführung / Teezubereitung u. Rezeptur / Wirkstoffkunde I (z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe, Schleimstoffe usw.).

2017: 11. - 13. Juni

Heilpflanzen-Exkursion I in Trin (Graubünden), ab Sonntag 18.30 Uhr bis Dienstag 17.00 Uhr. Fotogalerie Trin hier.

2017: 18. / 19. September

Wirkstoffkunde II, Pflanzliche Arzneiformen (Tee, Tinktur, Extrakt etc.).

2017: 16. / 17. Oktober

Phytotherapie für Magen-Darmtrakt / Leber / Galle.

2017: 20. / 21. November

Phytotherapie im Bereich Herz & Kreislauf.

2018: 15. / 16. Januar

Phytotherapie für Atemwege / Immunsystem / Erkältungskrankheiten.

2018: 19. / 20. Februar

Phytotherapie in der Urologie (Niere / Blase / Prostata).

2018: 19. / 20. März

Repetition / Integration / Fallbesprechungen.

2018: 23. / 24. April

Phytotherapie bei rheumatischen Erkrankungen.

Juni 2018: Heilpflanzen-Exkursion II in Feldis (Graubünden), ab Sonntag 18.30 bis Dienstag ca. 16.00 Uhr.

2018: 17. / 18. September

Phytotherapie Schlafstörungen / Angst / Depression / Schmerz.

2018: 22. / 23. Oktober

Phytotherapie für Hauterkrankungen & Wundbehandlung.

2018: 19. / 20. November

Phytotherapie in der Gynäkologie.

2019: 21. / 22. Januar

Repetition / Integration / Phytotherapie in der Kinderheilkunde und Augenheilkunde.

2019: 18. / 19. Februar

Fallbesprechungen / Projektberatung für die weitere Umsetzung in die Berufspraxis / Prüfung.

Weitere Infos

Kurstage: Montag / Dienstag
Zeit: 9.00 – 12.30 Uhr und 13.45 – 17.15 Uhr
Ort: 26 Kurstage finden in Winterthur statt im Kulturzentrum „Alte Kaserne“, Technikumstrasse 8.
Der Schulungsraum liegt 15 Fussminuten vom Bahnhof. Anfangs- und Schlusszeiten sind auf die Züge abgestimmt. Wer von weit her anreist findet günstige Unterkunft in unmittelbarer Nähe. Für die 2 Exkursionen logieren wir in guten Pensionen in den Bergen.

Abschluss
Das „Seminar für Integrative Phytotherapie“ (SIP) endet mit einer (fakultativen) schriftlichen Prüfung. Wer diese Prüfung besteht und mindestens 80% Unterrichtspräsenz hat, bekommt ein Zertifikat, das Umfang und Inhalt des Lehrganges sowie die bestandene Prüfung bescheinigt (andernfalls gibt es eine einfache Kursbestätigung).

Für Berufsleute aus der Krankenpflege ist das Zertifikat mit der Bezeichnung „Phytotherapie-Pflegefachfrau SIP“ bzw. „Phytotherapie-Pflegefachmann SIP“ verbunden. Dabei handelt es sich aber nicht um ein schweizerisch anerkanntes Berufsdiplom (solche anerkannten Diplome / Titel gibt es in diesem Bereich nicht, auch wenn oft der Eindruck von „Anerkennung“ erweckt wird). Lassen Sie sich nicht von wertlosen Diplomen / Titeln / Berufsbezeichungen täuschen – suchen Sie Qualität.

Schon ab Beginn der Ausbildung können Sie sich über die Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege (IGPP) fachlich austauschen und vernetzen. Wer als Pflegeperson das „Seminar für Integrative Phytotherapie“ absolviert und die Abschlussprüfung bestanden hat, wird von der IGPP auch nach dem Lehrgang bei der Umsetzung der Phytotherapie in die Berufspraxis unterstützt. Neben dem fachlichen Erfahrungsaustausch bietet die IGPP auch Unterstützung mit Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying für Phytotherapie in der Pflege. Die Austauschplattform der IGPP steht auch SIP-AbsolventInnen aus anderen Berufsgruppen offen.
Wir sind unseres Wissens die einzige Ausbildungsinstitution im Umfeld von Phytotherapie / Naturheilkunde / Komplementärmedizin, die einen solchen Support während und nach der Ausbildung anbietet. Weil wir überzeugt sind, dass es dies für eine erfolgreiche Umsetzung von Phytotherapie in die Pflege braucht.
Neben der SMGP, die ausschliesslich AkadmikerInnen vor allem aus Medizin und Pharmazie offensteht, ist die IGPP das einzige Netzwerk in der Schweiz, das Phytotherapie-Fachleute in ihrer Arbeit unterstützt.

Ein Dokument zum Thema Phytotherapie in der Pflege können Sie sich hier als PDF herunterladen. Es enthält Beispiele für die Umsetzung von Phytotherapie in Pflegeinstitutionen und starke Argumente für Phytotherapie in der Pflege (nützlich zum Beispiel für Gespräche mit Pflegedienstleitungen bezüglich Kostenbeteiligung des Arbeitgebers).

Kosten

Einmalzahlung:
Fr. 5400.- zahlbar bis Ende April 2017, oder
2 Teilzahlungen:
à Fr. 2900.- , zahlbar Ende April 2017 und März 2018.
Umfangreiche Kursunterlagen sind in diesen Kosten inbegriffen.
Zuzüglich:
ca. Fr. 480.- Pensionskosten für 2 x 2 Exkursionstage (direkt in den Kurshäusern zahlbar).

Annullation: Bei Abmeldung bis einen Monat vor Kursbeginn werden einbezahlte Beträge voll zurückerstattet. Verrechnet wird eine Umtriebsentschädigung von Fr. 80.-. Bei späterer Annullation wird der ganze Kursbetrag zur Zahlung fällig.

Spezielles:

– Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden. Aus juristischen Gründen muss noch erwähnt werden: Für Unfälle, die sich auf den Exkursionen ereignen, lehnt der Kursleiter jede Verantwortung ab, wobei unsere Touren nicht speziell gefährlich und bisher unfallfrei sind. Wanderfähigkeit setzen sie aber voraus. Keine Rückerstattung für nicht bezogene Leistungen.

– Wer einen Kursblock verpasst (Krankheit, unauflösbare Terminkollision) kann ihn in einer nachfolgenden Klasse nachholen.

– Kommt es während dem Lehrgang zu unvorhergesehen Ereignissen (z. B. Krankheit, privat oder beruflich schwierige Situation), die einer weiteren Teilnahme im Wege stehen, ist es möglich, den Lehrgang zu unterbrechen und später an der selben Stelle in einer folgenden Klasse wieder weiter zu fahren.

Anmeldetalon für den Lehrgang 34
Anmeldetalon zum Ausdrucken (pdf)

Hier finden Sie die Kursausschreibung für den Lehrgang 34.
Kursprogramm zum Ausdrucken (pdf)

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