Honig hat als Wundheilmittel eine lange Tradition. Nun können dank einer Neuentwicklung auch infizierte Problemwunden erfolgreich mit Honig behandelt werden.

Die hohe Osmolarität des Honigs entzieht den Bakterien Wasser und hindert sie so an der Vermehrung. Zudem fügen die Bienen dem Honig das Enzym Glucose-Oxidase bei. Dieses Enzym bewirkt, dass aus dem Zucker im Honig fortlaufend in kleinen Mengen Wasserstoffperoxid entsteht, ein wirksames Antiseptikum. Den Flavonoiden und aromatischen Säuren im Honig werden ebenfalls antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben.

Ausserdem wirkt Honig entzündungshemmend und unterstützt das Wachstum von Fibroblasten und damit die Geweberegeneration.

Zur Wundbehandlung ist “Haushaltshonig” allerdings nicht geeignet, weil er mit Sporen von Krankheitserregern verunreinigt sein kann. Speziell gefürchtet sind Sporen von Clostridien.

Daher gibt es Honig nun in einer vorbehandelten Form, die für Heilzwecke geeignet ist.
Medihoney ™ ist bereits in Deutschland im Handel und seit kurzem auch in der Schweiz verfügbar. Es sind auch Kompressen erhältlich(Melmax ).

Quelle:
http://www.pharmavista.net
Deutsche Apotheker Zeitung 33/2006/p3404

Kommentar: Honig: Altes Wundheilmittel im Aufwind

Honig gehört zwar nicht direkt zum Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, ist aber indirekt schon ein Produkt auf Pflanzenbasis.
Vor allem aber ist Honig ein altbewährtes Naturheilmittel zur Wundbehandlung. Dass Honig nun in Form von Medihoney™ als Heilmittel zugelassen ist, könnte seine Akzeptanz in Spital und Pflegeheim erhöhen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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