In der Sympathikotherapie, auch endonasale Reflextherapie genannt, werden die endonasalen Reflexzonen therapeutisch nutzt.

Mit ätherischen Ölen werden bei dieser Behandlungsmethode regulatorische Punkte des sympathischen Nervensystems stimuliert. Die behandelnde Person führt dabei ein mit ätherischen Ölen imprägniertes Stäbchen in jedes Nasenloch ein und stimuliert so die Reflexzonen der Nasenschleimhaut. Die Nasenschleimhaut weist eine hohe Dichte an sensorischen und neurovegetativen Fasern auf.

Die Sympathikotherapie ist eine schmerzfreie Therapiemethode, welche mit Erfolg in der Zahnmedizin angewendet wird. Eine Indikation ist zum Beispiel Angst vor der zahnärztlichen Behandlung. Die Applikation einer Mischung ätherischer Öle aus Basilikum, Lavendel und Majoran in Mandelöl wirkt neuroregulatorisch auf den Organismus. Auf die Patientinnen und Patienten wirkt dies beruhigend und entspannend.

Quelle:
La phytothérapie européenne, no49 spécial Pharmagora, avril 2009, p13 : Aromathérapie dans la pratique dentaire, Dr Jean-Paul Velu.
www.pharmavista.net / 6. Mai 2009

Kommentar:

Der Newsletter von Pharmavista bringt in letzter Zeit immer wieder interessante Meldungen aus der französischen Phytotherapie, die bei uns in der deutschsprachigen Schweiz viel zu wenig zur Kenntnis genommen wird. An dieser Stelle also ein Sträusschen an Pharmavista.
Dieser Hinweis auf endonasale Anwendungsmöglichkeiten von ätherischen Ölen wie Basilikum, Lavendel und Majoran zur Beruhigung und Entspannung ist sehr bemerkenswert. Er regt jedenfalls zum Nachdenken darüber an, wo denn ein solcher Effekt auch ausserhalb der Zahnmedizin eingesetzt werden könnte.
Wir haben aus der Krankenpflege zum Beispiel positive Erfahrungen mit Lavendelöl bei unruhigen Personen mit Demenz, inhalativ oder 1 – 2 Tropfen Lavendelöl auf einem Würfelzucker eingenommen. Es wäre sehr interessant zu klären, ob die endonasale Anwendung in solchen Fällen erfolgreich ist.
Leider enthält die Kurzmeldung keine Angaben zur Konzentration von Lavendelöl, Majoranöl und Basilikumöl in dem als Basis verwendeten Mandelöl. Auch die Anwendungsdauer fehlt und der genaue Applikationsort in der Nase.
Auf die als Quelle erwähnte französische Phytotherapie-Zeitschrift habe ich im Moment keinen Zugriff, werde aber noch eine Recherche starten und die Augen offen halten an diesem Punkt. Und falls jemand aus der Leserschaft dieses Blogs Erfahrungen hat mit der endonasalen Anwendung von ätherischen Ölen steht die Kommentarfunktion für eine Mitteilung offen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

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Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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