Eltern mit kleinen Kindern sollten auf die Auswahl ihrer Gartenpflanzen achten. Denn zahlreiche einheimische Pflanzen seien giftig, warnt die Landesgeschäftsstelle Niedersachsen und Bremen der Barmer Ersatzkasse in Hannover. Für Kleinkinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren, die gerne alles in den Mund stecken, könnten sie lebensbedrohlich sein. Grosse Gefahr gehe von weißem und gelbem Oleander aus. Hochgiftig seien zudem Bilsenkraut, Engelstrompete, Stechapfel und die Tollkirsche. Aber auch das beliebte Maiglöckchen enthalte Giftstoffe, welche Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen können.

Tipps zur Prävention von Giftunfällen finden Eltern in der Broschüre “Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern”. Diese kann hier als pdf heruntergeladen werden:

http://www.das-sichere-haus.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/achtung_giftig.pdf

Die Broschüre beschreibt folgende Giftpflanzen:

Dieffenbachie, Alpenveilchen, Weihnachtsstern, Blauer und Gelber Eisenhut, Engelstrompete, Goldregen, Herbstzeitlose, Tollkirsche, Gefleckter Aronstab, Gemeiner Efeu, Gemeine Eibe, Roter und Gelber Fingerhut, Lebensbaum-Arten, Kartoffel, Kirschlorbeer / Lorbeerkirsche, Christrose, Feuer-Bohne / Gartenbohne, Robinie, Sadebaum / Sevenstrauch, Wiesen-Bärenklau und Riesen-Bärenklau, Buchsbaum, Buschwindröschen, Eberesche / Vogelbeerbaum, Gewöhnliche Heckenkirsche, Gemeiner Liguster, Schneebeere / Knallerbse, Ilexstrauch / Stechpalme, Schwarzer Holunder, Maiglöckchen, Scharfer Hahnenfuß / Butterblume.

Die Website www.das-sichere-haus.de schreibt:

“Gut geeignet für den “Kinder”-Garten sind unter anderem Blumen wie Kornblume, Cosmea, Tränendes Herz, Kapuzinerkresse (auch als vitaminreicher Salat!) und Lavendel. Ahorn-, Linden- und Pappelarten oder die Felsenbirne zählen zu den ungefährlichen Gehölzen.”

Quellen:
www.kinderaerzte-im-netz.de
www.das-sichere-haus.de

Kommentar:

Keine Frage, dass man mit Giftpflanzen im Garten vorsichtig sein sollte, vor allem auch wenn sich oft Kinder darin aufhalten.
Zwei fundierte Giftpflanzenbücher finden Sie in unserem Buchshop:
http://www.heilpflanzen-info.ch/cms/shop/giftpflanzen/

Ich würde das Risiko von Vergiftungen mit Pflanzen aber auch nicht dramatisieren. Weit aus häufiger werden Vergiftungsfälle bei Kindern verursacht durch Haushaltschemikalien oder Medikamente.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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