Leiden Frauen abends oft unter schweren, verdickten und schmerzhaften Füssen oder Beinen, kann dies auf Venenprobleme hinweisen, denen rechtzeitig entgegengewirkt werden sollte.

“Venenbeschwerden kündigen sich oft schon in jungen Jahren an, was Frauen grundsätzlich die Chance gibt, durch entsprechende Verhaltensänderungen und regelmäßige Bewegung einer zunehmenden Venenschwäche vorzubeugen”, erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). “Besenreiser können schon im Teenager-Alter auftreten und damit erste Hinweise auf eine Bindegewebsschwäche liefern.”

Um die Entstehung von Krampfadern zu vermeiden, sollte speziell bei sitzenden oder stehenden Tätigkeiten jede Gelegenheit zur Bewegung genutzt werden. Auch empfiehlt es sich, im Sitzen die Beine nicht übereinander zu schlagen. “Der Abbau von Übergewicht, täglich zwei Liter Flüssigkeit sowie lockere Kleidung und flache Schuhabsätze sind ebenfalls vorteilhaft, um Blutstauungen zu vermeiden. Sind Venenbeschwerden bereits ausgeprägt, helfen ärztlich verordnete Kompressions-Strümpfe”, empfiehlt der Frauenarzt.

Frauen sind gegenüber Männern anfälliger für Venenleiden, weil bei ihnen die Struktur des stabilisierenden Bindegewebes eher locker und dehnbar ist. Dazu kommt noch, dass Östrogen während jeder Schwangerschaft und Geburt das Gewebe zusätzlich weicher und die Venenwände nachgiebiger macht. “Zusätzliche Risikofaktoren für einen ungenügenden Blutrückfluss aus den Beinen sind Rauchen, Übergewicht, hohe Absätze und eine familiär bedingte Veranlagung für Bindegewebsschwäche”, sagt Dr. Albring.

Krampfadern, auch Varizen genannt, zählen zu den häufigsten chronischen Krankheitsbildern bei Frauen. Jede zweite Frau über 40 Jahre ist von Venenerkrankungen unterschiedlichen Schweregrades betroffen.

Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de

Kommentar & Ergänzung:

Bewegung ist fraglos ein zentraler Aspekt jedes venenfreundlichen Lebensstils.
Der Artikel betont aber zu Recht auch die Bedeutung familiärer Veranlagung und hormoneller Einflüsse während Schwangerschaften und Geburten. So gibt es auch bei Beachtung aller aufgeführten Vorbeugemassnahmen keine Garantie für gesunde Venen.
Ergänzend könnten noch einige Heilpflanzen erwähnt werden, deren günstige Einflüsse auf Venenbeschwerden durch Studien belegt ist:
Rosskastanien-Samen
Buchweizenkraut
Rotes Weinlaub

Wichtig ist dabei allerdings auch, in welcher Form die Heilpflanzen angewendet werden, weil es viele unwirksame Präparate gibt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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