Alternative Wohnformen für ältere Menschen, bei denen unentgeltliche nachbarschaftliche Hilfe gefördert wird, können Pflege- und Betreuungskosten vermindern und die Lebenszufriedenheit der Bewohner erhöhen. Zu diesem Resultat kommt nun eine deutsche Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Untersucht wurden vier alternative Wohnprojekte für ältere Personen, die von gemeinnützigen Organisationen getragen werden. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie beispielsweise durch eine barrierefreie Architektur und Gemeinschaftsräume darauf abzielen, nachbarschaftliche Hilfe und Austausch zu fördern.

Für die Studie wurden 312 Bewohner der vier Modellprojekte interviewt. In der Kontrollgruppe, deren Mitglieder in herkömmlichen Wohnformen wie Altersheimen oder im eigenen Haushalt leben, wurden 428 Personen befragt. Das Durchschnittsalter der Befragten in den Modellprojekten liegt bei 57,8 Jahren, in der Kontrollgruppe bei 56,6 Jahren. Als Ältere im Sinne der Studie werden Menschen bezeichnet, die mindestens 50 Jahre alt sind.

Die Analysen des ZEW belegen, dass in den Modellprojekten die Kosten, welche die Bewohner, die Sozialkassen und die Betreiberorganisationen insgesamt für Unterstützung, Betreuung und Pflege aufbringen müssen, um 30 Prozent unter denen liegen, die in den herkömmlichen Wohnformen anfallen. Teilweise gehen die Differenzen darauf zurück, dass die Bewohner in den Modellprojekten eine bessere gesundheitliche Entwicklung aufweisen als in der Kontrollgruppe. Auch die größere Bedeutung nachbarschaftlicher Hilfe spielt eine wichtige Rolle. Die gegenseitige Unterstützung findet dabei weniger im Gebiet der medizinischen Pflege statt, sondern mehr in der praktischen Hilfe bei der täglichen Lebensführung. Darüber hinaus zeigt die Befragung, dass die Modellprojekt-Bewohner ein aktiveres Leben führen, weniger Zeit allein zu Hause verbringen und ihre Lebensbedingungen positiver beurteilen als die Personen in der Kontrollgruppe.

Auch wenn die Studie sich auf eine recht kleine Stichprobe bezieht, deuten die Resultate laut des ZEW auf eine mögliche Breitenentwicklung entsprechender Projekte hin.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com

Kommentar & Ergänzung:

Selbständig leben – aber nicht allein. Das ist ein Zukunftsmodell für Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Die Studie des ZEW zeigt den sozialen, gesundheitlichen und finanziellen Nutzen solcher Wohnmodelle.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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