Philosophie-LebenskunstVerlagsbeschreibung

Aufgabe einer Philosophie ist es, die theoretische Elemente bereitzustellen, mit deren Hilfe ein Individuum sein Leben selbst gestalten kann. Das Buch beginnt mit einem Bild: Exkursion in die Philosophie (1959 Edward Hopper). Seine Forschungsreise führt zunächst in die Geschichte der Philosophie, um aufzuzeigen, wie tief die Frage der Lebenskunst in ihr verwurzelt ist, bevor sie im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts fast gänzlich außer Blick geriet. Mit Bezug auf die Herausforderungen der Gegenwart werden dann die Umrisse einer Philosophie der Lebenskunst skizziert.
Ein neuerliches Nachdenken über die Moderne bildet den Hintergrund für die Entfaltung der Begriffe der Lebensführung, der Lebensform und des Lebensstils. Über die Frage nach dem “guten Leben” hinaus, die in den neunziger Jahren wieder an Bedeutung gewonnen hat, wird hier die weitgehende nach dem “schönen Leben” gestellt.
Die Frage nach dem Subjekt der Lebenskunst wie auch nach dem Verhältnis zwischen dem Selbst und den Anderen wird eingehend erörtert. Eigens thematisiert wird die Hermeneutik der Existenz, die erforderlich ist, um sich “aufs Leben zu verstehen”, sowie die Lehr- und Lernbarkeit dieses Vermögens. Schließlich kommt es Schmid darauf an, die Problemstellung der Ökologie in ihrer Bedeutung für eine neue Lebenskunst herauszustellen und die Grundzüge einer ökologischen Lebenskunst zu entwerfen. Diese Grundlegung einer Philosophie der Lebenskunst möchte einem einst zentralen, dann “vergessenen” Interesse der Philosophie wieder die ihm gebührende Geltung verschaffen.

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Kommentar

Philosophie der Lebenskunst

Dieses Buch von Wilhelm Schmid hat mich sehr angesprochen. Schmid schreibt gut und es ist nicht abgehobene Philosophie, die er ausbreitet. Schmid hat uns heutigen Menschen etwas zu sagen. Das Buch ist dicht geschrieben und ohne BlaBla. Für philosophieferne Menschen ist es vielleicht nicht in allen Passagen leicht verständlich, aber die Lektüre lohnt sich trotzdem. Schwerer verständliche Passagen kann man auch überspringen und von anderen Stellen wieder profitieren. Am einfachsten zu lesen und zu nutzen ist meines Erachtens das Kapitel „Asketik: Übungen und Techniken der Lebenskunst“. Hier geht es zum Beispiel um Themen wie: Das Netz der Gewohnheiten knüpfen. Die Lüste geniessen. Vom Sinn der Schmerzen. Vom Leben mit dem Tod. Die Zeit gebrauchen. Auf den Versuch hin leben. Kunst des Zorns. Kunst der Ironie. Negativ denken. Melancholie. Gelassenheit.

Ein weiteres spannendes Kapitel stellt „Die Frage der Wahl“ ins Zentrum. Es geht um Themen wie:

Haben wir eine Wahl? Vorbereitung der Wahl. Heranreifen der Wahl. Die verschiedenen Arten der Wahl.

Mir persönlich erscheint dieses frühe Buch von Wilhelm Schmid ergiebiger als seine später publizierten Werke. Und wenn Sie mich fragen würden, was ein solches Buch mit dem Thema „Heilpflanzen“ zu tun hat, dann würde ich antworten: Es gibt sehr viele unterschiedliche Aussagen, Ansichten und Behauptungen über Heilpflanzen. Philosophie hilft dabei, sie einzuordnen und zu bewerten, sich eine fundierte Meinung zu bilden, seine eigene Position und Interpretation zu reflektieren, um nicht blind und naiv im grossen Strom mitzuschwimmen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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