• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
Phytotherapie Seminare
  • Gutscheine
  • Publikationen
  • Presse
  • Buchtipps
  • Fotogalerien
  • Austauschplattform
  • Interessante Links
  • Newsletter
  • Kontakt
  • koradi@phytotherapie-seminare.ch
Phytotherapie Seminare

Phytotherapie Seminare

Ausbildungen | Heilpflanzen-Kurse | Kräuterwanderungen

  • Lehrgänge / Kurse
    • Phytotherapie-Ausbildung
    • Lehrgang Heilpflanzen-Seminar
    • Kräuterwanderungen
    • Phytotherapie Tagesseminare
  • Kurskalender
  • Martin Koradi
  • Infothek
    • Info-Blog
    • Phytotherapie in der Pflege
    • Phytotherapie für Ärztinnen und Ärzte
    • Phytotherapie-Wissen für medizinische Laien
    • Phytotherapie – was ist das?
    • Qualitätssicherung in der Phytotherapie
    • Phytotherapie & Forschung
    • Arzneiformen in der Phytotherapie
    • Infothek Phytotherapie in der Pflege

Wirkstoffe der Heilpflanzen: Alkaloide

Phytotherapie

Avatar-FotoMartin Koradi29.11.2011

„Alkaloide sind im Pflanzenreich sehr verbreitet, von heilsam bis tödlich ist dabei alles vertreten. So reichen schon fünf bis zehn Milligramm des aus dem Eisenhut gewonnenen Aconitin, um einen Menschen zu töten. Das gleiche Gift entfaltet jedoch in geringeren Dosen durchaus eine heilsame Wirkung: Es kann beispielsweise als schweißtreibendes Mittel eingesetzt werden. Ebenso giftig, aber dabei auf das Nervensystem wirkend, sind Alkaloide wie Strychnin. Die in den Samen der Brechnuss enthaltene Verbindung führt bei Säugetieren und beim Menschen zu heftigsten Krämpfen. Das Gift führt dazu, dass die hemmenden Synapsen, im Nervensystem gewissermaßen die ‚Sicherungen’ gegen Überreizungen, ausfallen. Umgekehrt bewirkt das Chelidonin aus dem Milchsaft des Schöllkrauts das Gegenteil: Es lindert Krämpfe bei Epilepsie und wird auch als Schmerzmittel eingesetzt.

Ein ‚Januskopf’ unter den Alkaloiden ist das Opium, gewonnen aus dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns. Als Suchtmittel verschrien, geht in der modernen Schmerzmedizin jedoch kaum mehr etwas ohne Opiate. Nahezu jede Narkose oder örtliche Betäubung beruht auf der Wirkung eines Opium-Abkömmlings. Opium, das Rohmaterial sowohl für Suchtmittel als auch für Schmerzmittel, ist zu 20 bis 25 Prozent ein Gemisch verschiedener Alkaloide, darunter Morphin (Morphium), Noskapin, Thebain, Codein, Papaverin und Narcein.

Weitere bekannte Alkaloide sind die Solanine, die in den grünen Teilen der Nachtschattengewächsen, wie in den Früchten der Kartoffelpflanze oder vergrünten Kartoffelknollen, in unreifen, grünen Tomate oder der Tollkirsche, enthalten sind. Tödlich, wenn geschluckt oder getrunken, helfen sie rein äußerlich angewendet jedoch gut gegen Ekzeme.

Und auch in unserer täglichen Tasse Tee oder Kaffee geht es nicht ohne Alkaloid: Auch Koffein und Teein gehören zu diesen Pflanzeninhaltsstoffen.

Quelle:

https://www.scinexx.de/dossier-detail-340-8.html

Kommentar & Ergänzung:

Alkaloide sind wichtige Pflanzeninhaltsstoffe, doch haben viele Alkaloide eine kleine therapeutische Breite. Das heisst: Die wirksame und die giftige Dosis liegen nahe beieinander. Viele Alkaloid-Pflanzen eigenen sich daher nicht für die Selbstbehandlung. So soll bitte niemand auf die Idee kommen, mit Eisenhut bzw. Aconitin zu experimentieren. Blauer Eisenhut wird nur in der Homöopathie verwendet. Dort wird die Giftpflanze aber so stark verdünnt, dass gar nicht mehr drin ist, was auf der Etikette drauf steht.

Bei Aconitum D6 mit einer Verdünnung von 1: 1 Million und auch bei Aconitum D12 mit einer Verdünnung von 1 : 1 000 000 000 000 sind noch minimale Spuren zu finden. Bei Aconitum C30 (30 mal 1: 100 verdünnt) und Aconitum C200 (200 mal 1: 100 verdünnt) ist in dem Präparat kein Molekül aus dem Eisenhut mehr vorhanden.

So verschwindet jede Giftigkeit, allerdings gibt es auch keine Belege für eine spezifische Wirksamkeit.

Sehr giftig ist auch das Alkaloid Colchicin aus der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).

Auch Chelidonin aus dem Schöllkraut gegen Epilepsie und als Schmerzmittel einzusetzen, ist ganz und gar nicht zu empfehlen. Schöllkraut wird aber in der traditionellen Pflanzenheilkunde gern äusserlich gegen Warzen eingesetzt (Schöllkrautsaft auftragen).

Opium wird aus dem Schlafmohn gewonnen und ist ein Gemisch verschiedener Alkaloide.

Tollkirsche (Atropa belladonna) enthält nicht die erwähnten Solanine, sondern die Tropanalkaloide Hyoscyamin (Atropin), Scopolamin, Apoatropin, Belladonnin und Scopoletin.

Zu den Alkaloiden gehört auch die Droge Kokain.

Und bei Koffein und Teein handelt es sich um identische Stoffe.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

Seitenspalte

Phytotherapie-Ausbildung

Ein fundierter Lehrgang über 30 Kurstage für Pflegende und andere Gesundheitsberufe, mit begrenzten Plätzen auch für Teilnehmende ohne medizinische Grundlage (nach Vorgespräch).

Mehr erfahren

Heilpflanzen-Seminar

Das Heilpflanzen-Seminar vermittelt fundiertes, professionelles Heilpflanzen-Wissen in kompakter, verständlicher Form

Mehr erfahren

Gutscheine kaufen

Verschenken Sie zu besonderen Anlässen einen Gutschein für Heilpflanzen-Kurse und Kräuterwanderungen mit Martin Koradi

Zu den Gutscheinen

Kategorien

  • Buchshop (204)
  • Diverses (12)
  • Gesellschaftliches (508)
  • Gesundheitliches (1.264)
  • Kurzfutter & Fragmente (4)
  • Natur (395)
  • Naturheilkunde-Debatte (599)
  • Philosophisches (144)
  • Phytotherapie (2.185)

Unsere aktuellsten Kurse

09.03.2026

9. März 2026: Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden

Course price: CHF 130
Read more
All courses

Telefonische Beratung

Bei Fragen zu Heilpflanzen, Naturheilkunde, Gesundheit

Telefon-Beratung buchen

Follow Us

Möglicherweise interessiert Sie:

Phytotherapie
Wirkstoffe der Heilpflanzen: Alkaloide

Avatar-FotoMartin Koradi29.11.2011

Johanniskraut gegen Stimmungstiefs

Alkaloide wie Morphin, Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin, Codein, Colchicin, Aconitin sind wichtige Pflanzeninhaltsstoffe. Mehr dazu hier.

Mehr erfahren

Phytotherapie
Wirkstoffe der Heilpflanzen: Alkaloide

Avatar-FotoMartin Koradi29.11.2011

Enzianschnaps – so oder so?

Alkaloide wie Morphin, Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin, Codein, Colchicin, Aconitin sind wichtige Pflanzeninhaltsstoffe. Mehr dazu hier.

Mehr erfahren

Phytotherapie

Avatar-FotoMartin Koradi29.11.2011

Lehrgänge, Einzelseminare, Kräuterwanderungen – jetzt buchen!

Alkaloide wie Morphin, Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin, Codein, Colchicin, Aconitin sind wichtige Pflanzeninhaltsstoffe. Mehr dazu hier.

Mehr erfahren

  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum