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Energydrinks: Harmlos oder riskant?

Gesundheitliches

Avatar-FotoMartin Koradi19.12.2013

Koffeinhaltige Energydrinks können die Herzgesundheit gefährden, exzessiver Konsum könne sogar zum Tod führen. Diese Meldung ging vor kurzem durch die Medien. Siehe dazu auch:

Energydrinks verstärken Kontraktionen der linken Herzkammer 

Die Studienlage dazu ist allerdings nicht so eindeutig.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Energydrinks seien kaum erforscht, schreibt das Portal Medizin-Transparent. Für eine fundierte Einschätzung des Herzrisikos durch Energydrinks müssten größere Studien über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Wie riskant sind Energydrinks wirklich?

Der Herztod eines 14-jährigen US-amerikanischen Mädchens vor einem Jahr geriet weltweit in die Schlagzeilen. Schuld an der Tragödie sollen koffeinbedingte Herzrhythmusstörungen durch Energydrinks gewesen sein, die das Mädchen tags zuvor konsumiert hatte. Die Amerikanerin hatte allerdings am Ehlers Danlos Syndrom gelitten, einer seltenen Erkrankung, die das Herz beeinträchtigen kann.

Eine kürzlich publizierte Studie scheint weiter an der Unbedenklichkeit von Energydrinks zu rütteln. Demzufolge können die koffeinhaltigen Modegetränke den Herzschlag beeinflussen. So stellten Wissenschaftler bei 18 Versuchspersonen eine Stunde nach dem Konsum eines Energydrinks mit Koffein und Taurin fest, dass die Kontraktionen des Herzens stärker geworden waren. Das sei allerdings eine bekannte Wirkung von Koffein – schreiben die Autoren auf Medizin-Transparent – und sie weisen darauf hin, dass die Wissenschaftler keine nähere Informationen zu ihrer Untersuchung geben und nur eine Kurzzusammenfassung geben. Ob der veränderte Herzschlag jedoch gesundheitliche Auswirkungen hat, bleibe unklar.

Eine Zusammenfassung bisheriger Studienresultate lieferte ein widersprüchliches Bild, aber wenig konkrete Erkenntnisse. So könnten Energydrinks möglicherweise Herzschlagfrequenz und Blutdruck kurzfristig steigern, dies sei jedoch nicht in allen Studien der Fall. Zudem überprüften die meisten Untersuchungen Herzschlagfrequenz, Blutdruck und bestimmte Blutwerte höchstens drei Stunden nach Konsum eines einzigen Energy-Getränks.

Auswirkungen über einen längeren Zeitraum untersuchte nur ein Forscherteam:

Als Probanden dienten 38 Männer, die täglich vor sportlichem Training zehn Wochen lang Energydrinks tranken. Auch zehn Wochen seien allerdings zu kurz, um langfristige Auswirkungen auf die Herzgesundheit beurteilen zu können, schreibt Medizin-Transparent. Zudem sei die Anzahl der Teilnehmer zu klein, um zu aussagekräftigen Resultaten kommen zu können.

Was neben Studien noch bleibe, seien Fallberichte wie die der verstorbenen 14-jährigen US-Amerikanerin. Solche Fallberichte bis zum Jahr 2008 habe etwa das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) oder eine US-amerikanische Forschergruppe um Kevin Clauson zusammengetragen. Gemäss einer schwedischen Untersuchung von Krankenhausaufzeichnungen seien in drei Fällen junge Personen plötzlich verstorben, die zuvor Energydrinks, teilweise in Kombination mit Alkohol, getrunken hatten. Dass die Energydrinks den Tod verursacht hatten, sei allerdings nicht gesichert. Aus solchen Fallberichten lassen sich keine sicheren Schlussfolgerungen ziehen.

Koffein nur in Maßen genossen unbedenklich

Für die meisten Erwachsenen scheinen Dosierungen bis zu 400 Milligramm (mg) Koffein pro Tag unbedenklich, was je nach Stärke etwa zwei bis vier Tassen Kaffee entspricht. In der EU zugelassene Energydrinks dürfen nicht mehr als 80 Milligramm Koffein pro Viertelliter beinhalten. Für Jugendliche und Kinder wissen Fachleute aber nicht, wie groß die noch unbedenkliche Tagesdosis ist – sehr wahrscheinlich liegt sie jedoch deutlich tiefer.

In Maßen konsumiert scheint Koffein nicht schädlich für die Herzgesundheit zu sein. So existieren keine Hinweise darauf, dass Koffein in moderaten Dosen Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern verursachen kann. Auch den Blutdruck scheint gemäßigter, regelmäßiger Koffeinkonsum langfristig nicht oder höchstens geringfügig zu steigern. Das Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, dürfte dadurch vergrössert werden.

Koffein in grossen Mengen kann aber sehr wohl gesundheitliche Folgen haben und zum Beispiel Herzrasen, Zittern, Erregungszustände sowie Verdauungsprobleme auslösen. Hauptsächlich bei Menschen mit Herzerkrankungen könnten größere Koffeindosen Herzrhythmusstörungen oder andere Herzprobleme hervorrufen. Bei Epilepsie-Patienten könnte Koffein auch epileptische Anfälle mitauslösen.

Unbekannte Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen

Neben Koffein und Zucker sind in zahlreichen Energydrinks noch andere Inhaltsstoffe mit angeblich belebender Wirkung enthalten, darunter beispielsweise Taurin und Glucuronolacton. Inwieweit diese Stoffe die Wirkung von Koffein oder unerwünschte Nebenwirkungen steigern könnte, ist nur unzulänglich erforscht.

Taurin ist ein bedeutender Grundstoff für zahlreiche Stoffwechselprozesse, den der Körper im Normalfall selbst produzieren kann. Taurin und Glucuronolacton kommen als natürliche Bestandteile in Lebensmitteln vor, allerdings in weit geringeren Konzentrationen. In einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 geht die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA von der Unbedenklichkeit von Taurin und Glucuronolacton als Zusätze in Energydrinks aus. Diese Einschätzung gründet auf Toxizitätsuntersuchungen an Ratten und Mäusen. Eine Sicherheitsbewertung von Energydrinks insgesamt durch die EFSA steht jedoch noch aus.

Eine europaweite Befragung zum Konsumverhalten zeigt, dass mehr als die Hälfte der Erwachsenen und Jugendlichen Energydrinks gemeinsam mit Alkohol konsumiert.  Allfällige Wechselwirkungen zwischen Alkohol und Koffein oder anderen Energydrink-Inhaltsstoffen sind jedoch ebenfalls unzureichend untersucht.

Das deutsche BfR rät jedenfalls zur Vorsicht, bis weitere Untersuchungsresultate am Menschen erschienen sind.

Quelle:

https://www.medizin-transparent.at/energydrinks-gefaehrlich-oder-harmlos

Kommentar & Ergänzung:

Wie üblich bei Medizin-Transparent eine differenzierte, fundierte, und trotzdem verständlich formulierte Darstellung einer komplexen Datenlage.

Das zeigt wieder einmal, wie viele Fragen im Bereich der Gesundheitsthemen noch offen sind und wie vereinfacht und einseitig sie in den Medien oft dargestellt werden.

Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es allerdings eine grosse Herausforderung, mit so vielen offenen Fragen umzugehen.

Darum sind wir doch so empfänglich für einfache „Weltbeschreibungen“ verschiedenster Gattung.

(P.S:  „Komplexitätskompetenz“ – das heisst die Fähigkeit, mit komplexen, widersprüchlichen Situationen und offenen Fragen umzugehen, ist etwas, das ich in meinen Phytotherapie-Lehrgängen und Heilpflanzen-Seminaren zu vermitteln versuche).

Nun aber nochmals zum Energydrink:

Man soll meines Erachtens die Risiken nicht übertreiben, aber auch die täglich konsumierte Menge nicht.

Energydrinks – die ich selber nicht konsumiere – scheinen mit jedoch ziemlich wertlos. Falls zuckerhaltig eine Kalorienbombe – und weil der Zucker zack-zack ins Blut geht, jagen sie den Blutzuckerspiegel unsinnig in die Höhe.

Und wenn schon Koffein, dann sinnvoller in Form von Kaffee, Grüntee oder Schwarztee, die noch eine Reihe von gesunden Begleitstoffen mit sich führen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie/ Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

 

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