Dass die klassischen Cola-Getränke eine Kalorienbombe sind und viel zu grosse Zucker-Mengen enthalten, dürfte inzwischen den meisten Leuten bekannt sein. In der „Pharmazeutischen Zeitung“ weist Professor Dr. Jan C. Galle auf ein weiteres Problem hin. Der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DgfN) rät von mit Zucker versetzten Limonaden grundsätzlich ab, bei Patienten mit vorgeschädigten Nieren außerdem von Cola.

Zitat:

»Hier wird neben dem Zucker ein zweites ‚Gift´ zugeführt. Bei Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung führt Cola zum Anstieg von Phosphat im Blut und das wiederum kann die Nierenerkrankung beschleunigen. Da viele Menschen von ihrer leichtgradigen Nierenkrankheit nichts wissen, riskieren sie, ohne es zu ahnen, ihre Nierengesundheit, wenn sie viel Cola trinken.«

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=77928

Kommentar & Ergänzung:

Interessanter Aspekt. Bei künstlich gesüssten Cola-Getränken fällt zwar das Problem der hohen Zuckermengen weg (ob die künstlichen Süssstoffe unbedenklich sind, ist nochmals eine andere Frage).

Das Problem der hohen Phosphat-Zufuhr haben aber zuckerhaltige und zuckerfreie Cola-Getränke.

Dass ein hoher Konsum von phosphathaltigen Cola-Getränken die Nieren schädigen kann, scheint mir weniger bekannt. Studien haben allerdings bereits gezeigt, dass ein hoher Cola-Konsum die Entstehung von Nierensteinen begünstigt.

Dass die Phosphorsäure neben dem Zucker eine zusätzliche Schadensquelle für den Zahnschmelz sein kann und dadurch Karies begünstigt, ist dagegen schon lange bekannt. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Phosphorsäure aus Cola in grösseren Mengen die Knochensubstanz schädigen kann.

Wer also unbedingt Cola konsumieren will, sollte damit masshalten.

Der verbreitete Ratschlag, dass Cola gut sei bei Erbrechen und Durchfall, wir von Experten im übrigen eher kritisch beurteilt.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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