Melissenblätterextrakt wird in der Phytotherapie zur lokalen Behandlung von Fieberbläschchen eingesetzt. Bis ins Jahr 2014 war dazu ein der Schweiz die Valverde® Fieberbläschen Creme im Handel. Nach dem dieses Präparat vom Markt genommen wurde, mussten Nutzer auf das in Deutschland zugelassene  „Lomaherpan“ ausweichen.

Viele Nutzer haben aber nicht mitbekommen, dass die Lomaherpan® Creme seit 2016 auch in der Schweiz als Arzneimittel zugelassen und im Handel ist.

Das Phytopharmkon enthält einen standardisierten Trockenextrakt aus Melissenblättern mit einem definierten Anteil Rosmarinsäure ((DEV 70:1, mindestens 4 – 10 % Rosmarinsäure). Der Lamiaceen-Gerbstoff Rosmarinsäure gilt als Hauptwirkstoff. Der Gerbstoff verbindet sich mit Eiweissstrukturen der Viren und schützt dadurch die Zellen vor dem Eindringen der Viren. Die Melissencreme lindert die Symptome und verkürzt die Krankheitsdauer bei Herpes-simplex-Infektionen (Fieberbläschen), wenn sie bei den ersten Anzeichen aufgetragen wird.

Als phytotherapeutische Fieberbläschencreme gibt es in der Schweiz neben der Melissencreme noch die Parsenn Herpes Crème mit der Kombination von Salbeiextrakt und Rhabarberwurzelextrakt. Dieses Präparat ist auch unter dem Namen Phytovir-Creme im Handel und dann mit ärztlicher Verschreibung kassenzulässig aus der Grundversicherung.

Im Übrigen wirken auch Melissenöl und Pfefferminzöl gegen Herpes-Viren und können im Frühstadium von Fieberbläschen verwendet werden.

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