Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist eine wichtige Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden und kann zu diesem Zweck als Kräutertee in Apotheken und Drogerien gekauft werden. Unkompliziert lässt sich aber auch Pfefferminze im Garten anbauen. Hier dazu die wichtigsten Informationen basierend auf einem Text des Minzmuseums in Eichenau.

Was braucht die Pfefferminze im Garten?

Passender Boden

Die Pfefferminze wächst besonders gut auf Moorboden; eventuelle Trockenzeiten sind im Hausgarten kein Problem. 

Passende Vorfrüchte 

Die Pfefferminze ist nicht speziell wählerisch, freut sich jedoch über lockeren Boden, der zum Beispiel durch den Anbau von Kartoffeln zu erreichen ist; ausgezeichnet als Vorfrüchte eignen sich auch Erbsen und Bohnen (Stickstoffsammler). Die Minze kann aber durchaus auch auf dem gleichen Beet nachgebaut werden. 

Geeignete Düngung 

Vor dem Pflanzen sollte der Boden mäßig gedüngt werden; zuviel Düngung würde den Gehalt an ätherischem Öl in der Pfefferminze vermindern. Die Erde sollte ausreichend mit Kalk versorgt sein; ebenso sollte für Spurenelemente gesorgt werden, die im Moorboden fast völlig fehlen; empfehlenswert ist darum Dünger für Blattpflanzen mit Spurenelementen (Angaben auf der Verpackung beachten!). Im biologischen Gartenbau kann mit gut verrottetem Mist, Kompost oder entsprechender Handelsware gedüngt werden. Nach der ersten Ernte (1. Schnitt, Mitte Juni) ist in jedem Fall eine Kopfdüngung zu empfehlen. 

Pflanzung / Pflege der Pfefferminze im Garten

Sobald im Frühling der Boden abgetrocknet ist, sind 10cm tiefe Furchen im Abstand von 40cm zu ziehen. Dann sind die Wurzelausläufer (Rhizome) hineinzulegen, anzudrücken und die Rinnen wieder mit Erde zu bedecken. Ab diesem Zeitpunkt soll das “Anbaugebiet” von Unkraut frei gehalten werden, bis sich der Pfefferminz-Bestand schließt. Eine chemische Unkrautbekämpfung muss unterbleiben. Für die zweite Ernte (2. Schnitt, September) ist Pflege in der gleichen Art nötig. 

Zur Ernte 

Die Pflanze wird vor der Blütenbildung an einem sonnigen Tag mit dem Messer geschnitten. Der höchste Gehalt an ätherischen Ölen wird bei einer Ernte am Vormittag erreicht. Es sollte geerntet werden, wenn die Minze vom Tau trocken ist, jedoch nicht in der prallen Sonne. Ist die Pflanze geschnitten, werden die Blätter mit der Hand in Richtung Stengelende abgestreift. Dann wird die Spitze abgezwickt. Zur Trocknung werden die Blätter im Schatten ausgelegt, idealerweise auf Gitterhorden. 

Zur Lagerung 

Wenn die abgestreiften Blätter nach zirka drei Tagen gut getrocknet sind, legt man sie in einen Korb und lässt sie ein wenig ausdünsten. Anschliessend füllt man die Pfefferminze in Büchsen oder Gläser. 

Quelle: http://www.minzmuseum.de/pfefferminze/garten/

 

Kommentar & Ergänzung:

Pfefferminze kommt nur im Anbau vor und nicht in der freien Natur. Es gibt aber auch wildwachsende Minzen.

Zur Botanik der Minzen siehe auch:

Blick ins Pflanzenlexikon: Pfefferminze und andere Minzen

Zur Heilwirkung von Pfefferminze und Pfefferminzöl habe ich zahlreiche Beiträge auf dieser Website veröffentlicht. Eine Zusammenstellung dazu gibt’s hier:

Pfefferminze / Pfefferminzöl

Wer sich vertieftes Wissen über Wirkstoffe und Heilpflanzen-Anwendungen erwerben möchte, kann das in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.