Phytotherapie lindert Nebenwirkungen bei Chemotherapie & Bestrahlung

Die Sendung „Hauptsache gesund“ auf MDR fasst einige Tipps zusammen zur Linderung der Nebenwirkungen bei Chemotherapie / Strahlentherapie:

„Chemotherapie und Bestrahlung sind die bislang wirksamsten Waffen gegen Krebs. Sie lassen sich jedoch nicht so ausrichten, dass ausschließlich Tumorgewebe zerstört wird. Deshalb kommt es zu typischen Nebenwirkungen.“

Doch dagegen gebe es natürliche Hilfe:

„- Entzündungen der Mundschleimhaut lassen sich mit Spülungen mit Kamille oder Salbei behandeln

– Gegen Durchfälle ist geriebener Apfel empfehlenswert

– Übelkeit ist ein häufiges Problem. Ein Tee aus kleinen Ingwerstücken, der morgens aufgebrüht und über den Tag hinweg getrunken wird, kann helfen. Auch Akupressur hat sich bewährt.

– Appetitlosigkeit lässt sich mit Bittermitteln wie Enzian bekämpfen.

– Erschöpfungsgefühle können mit Ginseng, Ginkgo oder Taiga-Wurzel gemildert werden. Auch Bewegung ist hilfreich.“

Quelle:

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/aktuelle-sendung/artikel14662.html

Kommentar & Ergänzung:

– Kamille und Salbei gegen Mundschleimhautentzündungen sind als Tipp in Ordnung. Es fehlen hier allerdings die Schleimstoffe (Leinsamen, Eibischwurzel), die sich sehr bewährt haben. Kurzfristig und eher lokal sind auch Gerbstoff-Pflanzen wie Tormentill (Blutwurz) Ratanhia, Schwarztee oder „Chäslichrut“ (Malvenblätter) geeignet.

Vorbeugend oder heilend helfen oft gefrorene Ananasstückchen

Siehe dazu: Phytotherapie kann bei Krebs manche Beschwerden lindern

– Gegen Durchfall helfen kurzfristig ebenfalls Gerbstoffpflanzen wie Schwarztee (lang ziehen lassen) oder Tormentill (Blutwurz).  Schleimstoffe ( Flohsamen / Flohsamenschalen) könnten bei Durchfall ebenfalls hilfreich sein.

– Neben Ingwer helfen bei Übelkeit manchmal Eiswürfel aus Pfefferminztee.

– Enzianwurzel gehört zu den stärksten Bitterstoffpflanzen. Ich würde gegen Appetitlosigkeit ausprobieren, welche Bitterstoffpflanze am besten „ankommt“, zum Beispiel Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Wermutkraut, Engelwurz,  Kardobenediktenkraut, Bitterklee.

– Bei Erschöpfungsgefühlen / Müdigkeit ist Ginkgo als Empfehlung nicht ganz nachvollziehbar, Ginsengwurzel und Taigawurzel aber schon, wobei beide eine längere Anwendungsdauer brauchen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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