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Ist zuviel Vitamin D ungesund?

Nicht nur tiefe, sondern auch hohe Werte von Vitamin D im Blut sind offenbar ungesund. Das berichten Wissenschaftler der Universität von Kopenhagen.

Sie haben die Resultate der Blutproben von 247.574 Menschen aus der dänischen Hauptstadt untersucht. Danach war im Vergleich zu normalen Vitamin-D-Werten bei tieferen Werten unter 10 nmol pro Liter Serum die Sterberate um das 2,31-Fache höher.

Bei hohen Werten von mehr als 140 nmol/l war die Sterberate 1,42-fach erhöht. Bei 50 nmol/l war die Sterberate am niedrigsten.

Quellen:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/ernaehrung/article/814474/zuviel-vitamin-d-offenbar-ungesund.html?sh=6&h=-1179570343

J Clin Endocrinol & Metabol 2012; online 9. Mai.

http://jcem.endojournals.org/content/early/2012/05/09/jc.2012-1176.abstracti

Kommentar & Ergänzung:

Gegenüber den Versprechungen der Vitaminproduzenten ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht. Nicht nur, dass der wohl grössere Teil der versprochenen Wirkungen nicht annähernd belegt ist. Es gibt auch zunehmend Hinweise darauf, dass ein zuviel an Vitaminpräparaten schädlich wirken kann. Diese Studie weckt diesen Verdacht bezüglich Vitamin D.

Allerdings muss dabei beachtet werden, dass eine Korrelation noch keine Kausalität belegt. Oder einfacher ausgedruckt: Wenn ein hoher Vitamin-D-Spiegel und eine hohe Sterblichkeit zusammen auftreten (Korrelation), heisst das noch nicht, dass der hohe Vitamin-D-Spiegel für die erhöhte Sterblichkeit auch ursächlich (Kausal) verantwortlich ist. Es könnten mit dem erhöhten Vitamin-D-Spiegel verbundene unbekannte Faktoren die erhöhte Sterblichkeit bewirken.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Einige Gewürze senken Blutfettwerte und Insulinproduktion

Einige Gewürze reduzieren die Blutfettwerte und die Insulinproduktion. Das hat jetzt ein Wissenschaftlerteam der Pennsylvania State University herausgefunden. Vor allem die Triglyzeridwerte konnten nach einer fettreichen Mahlzeit durch den Verzehr von Gewürzen um 30 Prozent vermindert werden, schreiben die Forscher im “Journal of Nutrition”.

Entsprechende Resultate erzielten die Wissenschaftler durch Testessen, die von sechs gesunden, übergewichtigen Männern eingenommen wurden. Den Testpersonen wurde an einem Tag ein Drei-Gänge-Menü ohne Gewürze und an einem anderen Tag mit Kräutern und Gewürzen serviert. Bei den Gewürzen wurden Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzen Pfeffer verwendet, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Nach den Mahlzeiten wurde den Teilnehmern in 30minütigen Abständen sechs Mal eine Blutprobe entnommen, die auf ihre Werte untersucht wurde – mit dem Resultat, dass die Werte nach den gewürzten Speisen deutlich besser waren als bei den Mahlzeiten ohne diese Bestandteile. Neben der geringeren Zahl an Triglyzeriden wurde auch eine um 20 Prozent reduzierte Insulinausschüttung festgestellt. Ein Freibrief für den Konsum fettiger, wenn auch stark gewürzter Speisen, seien die Resultate allerdings nicht. Die Kalorien der Mahlzeiten setzen dem Organismus auch trotz der antioxidativen Wirkung einiger Gewürze zu (http://dx.doi.org/10.3945/jn.111.138966).

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/gegen-blutfettwerte-würzen-084928482.html

http://jn.nutrition.org/content/141/8/1451

Kommentar & Ergänzung:

Dass Gewürze wie Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzer Pfeffer nicht nur für den Gaumen gut sind, ist schon lange bekannt. Im Zentrum des Interesses standen aber meistens Wirkungen der Gewürze bei Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit. Deshalb ist es sehr interessant, wenn in dieser Studie nun günstige Wirkungen auf die Blutfettwerte und auf die Insulinausschüttung festgestellt wurden.

Gewürze stehen am Übergang zwischen Ernährungslehre und Kochkunst einerseits und Phytotherapie andererseits.

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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