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Cannabis als Heilmittel gegen Krebs: Grosse Versprechungen und Erwartungen, aber keine sicheren Belege

Wirkstoffe aus Cannabis sind nicht nur für Kiffer interessant. Sie können auch bei verschiedenen Krankheiten wirksam eingesetzt werden. In letzter Zeit hört man immer wieder, dass Cannabis auch gegen Krebs helfen soll.

„Cannabis soll Polo (71) heilen“, titelte die Boulevard-Zeitung zu einer Cannabis-Behandlung des Mundart-Rockers Polo Hofer, der inzwischen an seinem Lungenkrebs gestorben ist. Als „alternatives Krebsheilmittel“ bezeichnete die „Blick“ Cannabis gar. Das ist sehr reisserisch ausgedrückt, wie es sich für eine wackere Boulevard-Zeitung eben gehört. Siehe dazu:

Cannabis als alternatives Krebsheilmittel

Dass Cannabis sogar gegen den Krebs selber helfen könne, wird immer wieder auch in Internetforen oder in Social-Media-Gruppen behauptet, oft begleitet von  emotionalen Fallberichten.

Derartige „Informationen˝ sprechen Patienten oder deren Angehörige nicht selten stark an – gerade dann, wenn konventionelle Krebstherapien nicht die erhofften Erfolge erzielen und sich die Betroffenen in einer Ausnahmesituation befinden.

Der Frage, ob Cannabis als Krebsheilmittel wirksam ist, ging das Portal Medizin-Transparent in einer Recherche nach.

Die kurze Antwort: wissenschaftliche Belege für eine solche Wirkung am Menschen fehlen.

Experimente mit Zellen und Tieren haben zwar einige viel versprechende Hinweise geliefert. Tetrahydrocannabinol (THC) und weitere Substanzen aus Cannabis können das Wachstum und die Blutgefäßversorgung von Tumoren bremsen – zumindest im Labor bei Zellen und bei Versuchstieren. Dabei bleibt noch zu klären, ob Hanf-Substanzen auch Krebspatienten helfen können und ob eine solche Anwendung sicher wäre.

Für verlässliche Aussagen über eine Anti-Krebs-Wirkung von Cannabis und über die Sicherheitsrisiken beim Menschen fehlt bisher die Grundlage in Form von gut gemachten Studien. Bis auf eine kleine Pilotstudie aus dem Jahr 2002 in Spanien mit neun unheilbar kranken Gehirntumor-Patienten gibt es zur Zeit (noch) keine publizierten Untersuchungen.

Die neun Probanden dieser Studien waren Patienten mit einem Glioblastoma multiforme, also mit einem bösartigen Gehirntumor. Sie waren lebensbedrohlich erkrankt und hatten sich schon diversen Therapien unterzogen.

Patienten mit dieser Krebsform haben leider keine gute Prognose undv können bislang nicht durch Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie geheilt werden. Der Tumor kommt wieder, auch wenn er sich zurückdrängen lässt  – mal früher, mal später.

Das Wissenschaftlerteam schob Röhrchen direkt in den Schädel der Patienten, die am Gehirn operiert worden waren. Über diese Verbindung sollte eine THC-Lösung direkt an die Tumorzellen geleitet werden.

Mit diesen Experimenten wollten die Autoren dieser 2006 veröffentlichten Pilotstudie in erster Linie klären, ob die Verabreichung von THC mit besonderen Risiken verbunden ist. Die Sicherheit stuften die Wissenschaftler dann auch als zufriedenstellend ein.

Die Überlebensdauer der Patienten scheint diese Intervention wohl nicht entscheidend verändert zu haben. Sie starben im Durchschnitt 24 Woche nach dem Start der Tests. Aufgrund des Pilotcharakters der Studie (geringe Probandenzahl, fehlende Verblindung, fehlende Kontrollgruppen) erscheint es allerdings kaum möglich, hier eventuelle Wirkungen verlässlich aufzuspüren und richtig einzuordnen.

Seit der Publikation der Resultate aus dieser Studie im Jahr 2006 sind keine weiteren Untersuchungen von experimentellen Cannabis-Therapien an Krebspatienten zu verzeichnen.

Aus dieser Pilotstudie lassen sich daher keine verlässlichen Aussagen bezüglich einer Wirksamkeit gegen Krebs ziehen

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirkung von Cannabis gegen Krebs beschränken sich daher sehr weitgehend auf Laborbefunde und einzelne Fallberichte, die ebensowenig aussagekräftig sind.

Cannabinoide als charakteristische Inhaltsstoffe von Cannabis sind medizinisch jedoch durchaus interessant, weil sie verschiedene Abläufe im Körper beeinflussen können, zum Beispiel im Immunsystem und im Nervensystem.

Es gibt inzwischen auch einige Medikamente, für die einzelne Cannabis-Wirkstoffe künstlich nachgebildet worden sind. Beim bekanntesten dieser Cannabinoide handelt es sich um Tetrahydrocannabiol, kurz THC.

Cannabis-Tabletten oder Cannabis-Mundsprays werden etwa gegen Muskelverspannungen bei Multipler Sklerose, gegen chronische Schmerzen oder gegen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bei HIV/Aids eingesetzt.

Vergleichsweise gut belegt ist auch ein gewisser Nutzen für Patienten mit chronischen Schmerzen. Dies berichteten zum Beispiel die Autoren einer 2015 publizierten Übersichtsarbeit samt Meta-Analyse. Sie haben dazu 79 Cannabis-Studien zu unterschiedlichen Krankheitsbildern mit rund 6500 Teilnehmern ausgewertet.

Auch Krebspatienten bekommen zu therapeutischen Zwecken mit unter Hanf-Wirkstoffe. Diese können zur Linderung von Nebenwirkungen der Krebstherapie beitragen: Cannabinoide helfen mitunter gegen die durch Chemotherapie ausgelöste Übelkeit samt Erbrechen, wenn andere (ältere!) Medikamente nicht wirken.

Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Verfasser einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration. Allerdings sind die Befunde aus dieser Publikation durchaus mit Vorsicht zu genießen – denn die Wissenschaftler haben bei ihrer Auswertung nur ziemlich alte Studien und Medikamente (1980er, 1990er) berücksichtigt.

Die Recherche von Medizin-Transparent hat dementsprechend ergeben:

Es wurden zwar etliche Studien zu Cannabis und Krebs publiziert. Es handelt sich aber dabei weitestgehend um Untersuchungen mit Zellen oder an Tieren (Mäuse, Ratten).

Bei diesen Experimenten zeigte sich, dass Cannabis-Substanzen (wie übrigens zahlreiche andere Substanzen auch) diverse Effekte auf Krebszellen und Tumoren von Tieren zeigen können. Cannabis-Substanzen bewirkten zum Beispiel das Absterben von Krebszellen, verhinderten die Ausbreitung von Krebszellen (Metastasierung), bremsten das Tumorwachstum oder hemmten die Blutversorgung von Tumoren.

Obwohl diese Befunde verheißungsvoll erscheinen mögen, ist es nicht möglich, von diesen präklinischen Studien mit Zellen und Tieren ohne weiteres auf eine günstige Wirkung für den tumorkranken Menschen zu schließen.

Und die erwähnte Untersuchung mit neun unheilbar erkrankten Krebspatienten ist als Pilotstudie nicht geeignet, um Aussagen über die Wirksamkeit von THC gegen Krebs zu treffen.

Daher muss als unbekannt gelten, ob Cannabis eine heilende oder zumindest lindernde Anti-Krebs-Wirkung hat bzw. für welche Krebsformen eine solche Wirkung eventuell denkbar ist.

Offen bleibt auch, ob einzelne Cannabis-Substanzen oder ein Wirkstoffgemisch besser geeignet sein könnten. Des weiteren fehlen verlässliche Informationen zu erforderlicher Dosis oder zu den Risiken bei einer Langzeiteinnahme von Cannabinoiden bei Krebspatienten. Ebenso ist nicht geklärt, wie die Cannabis-Substanzen wohl am besten eingenommen werden sollten – also zum Beispiel in Form von Mundspray, Tabletten oder Tee.

Es gibt also bei diesem Thema gewaltige Wissenslücken.

Medizin-Tansparent kann daher nicht bestätigen, dass einzelne oder mehrere Cannabis-Substanzen wirksame Anti-Krebs-Mittel sind. Die Wissenchaftler können eine positive Wirkung aber auch nicht rigoros ausschließen.

Inzwischen sollen laut Studienregister Clinicaltrials.gov  aber einige Untersuchungen mit menschlichen Probanden laufen. Es gibt offenbar etliche Wissenschaftler, die überprüfen möchten, was Cannabis-Substanzen tatsächlich gegen Krebs und andere Erkrankungen bewirken können.

Quelle

 

Kommentar & Ergänzung:

Naturstoffe werden in grosser Zahl auf eine mögliche Wirksamkeit gegen Krebs untersucht. Viele davon zeigen im Labor auch eine positive Wirkung, indem sie zum Beispiel im Reagenzglas Krebszellen töten können. Solche experimentellen Ergebnisse finden oft rasch den Weg in die Medien und werden manchmal unkritisch und vorschnell als Durchbruch in der Krebsbehandlung herumgereicht.

Dass Krebspatientinnen und Krebspatienten mit ihren verständlichen Hoffnungen auf Heilung auf solche Meldungen ansprechen, ist gut nachvollziehbar.

Krebspatientinnen und Krebspatienten sind aber keine Reaganzgläser. Ein lebendiger Organismus ist um ein Vielfaches komplexer als eine überschaubare experimentelle Laborsituation. Deshalb lassen sich Laborergebnisse nicht einfach die Krebsbehandlung übertragen. Es braucht klinische Studien mit Krebspatientinnen und Krebspatienten, um die Wirksamkeit einer Substanz zu belegen.

Wer über die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Cannabis und anderen Heilpflanzen Bescheid wissen möchte, kann sich dazu das nötige Wissen erwerben in meinen Lehrgängen, der Phytotherapie-Ausbildung und dem Heilpflanzen-Seminar.

 

Cannabis gegen Reisekrankheit?

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat vor kurzem Präparate gegen Reisekrankheit unter die Lupe genommen.

Hier habe ich die Ergebnisse zusammengefasst und kommentiert:

Oeko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als “gut” bewertet

Über die beurteilten Präparate hinaus gibt es in diesem Heft aber noch ein interessantes Statement von Prof. Dr. Tomas Jelinek. Der Internist und Tropenmediziner ist wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Er schreibt unter dem Titel „Auch Cannabis wirkt gegen Kinetose“:

„Auch Cannabinoide werden als Wirkstoff beschrieben, der bei Reisekrankheit funktioniert. Durch das Rauchen von Cannabis nimmt man alles etwas langsamer wahr, das Bewusstsein ist verändert. Weil es die Reizübertragung bremst, ist es naheliegend, dass es auch bei Reiseübelkeit hilft. Deshalb wird es ja auch zur Schmerztherapie eingesetzt. Praktikabel ist das natürlich nicht, denn es handelt sich um eine illegale Substanz. Zudem sind weitere Effekte schwer kalkulierbar. Bekifft sind sie nicht voll reaktions- und zurechnungsfähig.“

 

Quelle:

https://media.arbeiterkammer.at/ooe/T_2016_Reisekrankheit_OekoTest.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Cannabis ist als Arzneimittel in der Schweiz nur eingeschränkt legal anwendbar, zum Beispiel als reines THC-Präparat (Dronabinol). Im Vordergrund stehen dabei Anwendungen gegen Spastik bei Multipler Sklerose oder Querschnittlähmung, sowie bei Krebserkrankungen zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie und gegen Appetitlosigkeit. Dafür ist eine Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) nötig.

Siehe dazu:

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erhältlich

Neues Cannabis-Medikament in der Schweiz

Reisekrankheit wird aber als Indikation für Dronabinol oder ähnliche Cannabispräparate kaum eine BAG-Bewilligung bekommen.

Also ist Cannabis gegen Reisekrankheit wohl nur umsetzbar für Leute, die Erfahrung haben mit Cannabis und nicht am Steuer sitzen. Aber immerhin eine interessante Idee.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Palliativmedizin: Cannabinoide gegen Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen

Wenn schwerkranke Menschen an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen leiden, können Cannabinoide hilfreich in der Palliativtherapie sein.

Lebensqualität sei das herausragende Ziel für Menschen am Lebensende, sagte Professor Dr. Andreas S. Lübbe von der Palliativstation in Bad Lippspringe beim Münchner Fachpresse-Workshop Supportivtherapie.

Starke Schmerzen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Fatigue, Erbrechen und Übelkeit belasten zahlreiche Kranke enorm – und auch ihre Angehörigen.

Wenn Patientinnen oder Patienten nicht essen können oder wollen kann das zu starkem Gewichtsverlust und zu krankhafter, starker Abmagerung (Kachexie) führen.

Cannabis kann unter anderem den Appetit anregen. Dronabinol-Tropfen enthalten THC und können deshalb Appetit und Geschmackserleben anregen und Übelkeit vermindern.

Lübbe nannte die Cannabinoide als einen Baustein zur medikamentösen Behandlung der Anorexie (Appetitlosigkeit).

Derzeit gibt es in Deutschland nur ein entsprechendes Fertigarzneimittel auf dem Markt: den Mundspray Sativex® zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Spastik bei MS-Patienten.

Eine Alternative dazu bietet die Dronabinol-Rezeptursubstanz, die in Apotheken gemäß NRF-Vorschrift zu öligen Tropfen (25 mg/ml) oder Kapseln (2,5 oder 5 oder 10 mg/Kapsel) verarbeitet werden kann. Informationen zur Rezeptur stellt der Hersteller unter www.bionorica-ethics.de zur Verfügung.

Das Rezepturarzneimittel muss von einem Arzt oder einer Ärztin auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet werden.

Als Indikationen für Dronabinol gelten unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Anorexie bei Krebs- oder Aidspatienten sowie Spastizität und Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss).

Ebenso gebe es eine hohe Evidenz bei Patienten mit Kachexie-Syndrom, sagte Lübbe. Dronabinol könne Appetit und Geschmackserleben anregen und Übelkeit mildern.

Appetitanregung und Muskelrelaxation sind laut Hersteller die Hauptwirkungen von Dronabinol.

Weniger ausgeprägt sind die Effekte gegen Übelkeit und Erbrechen, gegen Schmerzen und Angst, sowie die beruhigenden und entzündungswidrigen Wirkungen.

Dronabinol kommt darüber hinaus zur Anwendung bei Schmerzen anstelle von oder ergänzend zu Opioiden. Lübbe hält dies vor allem für sinnvoll, wenn Patienten an weiteren Symptomen leiden, gegen die Cannabinoide wirksam sind. Als Beispiele erwähnte er Übelkeit, Anorexie, Spastizität, Hypersalivation und Schlafstörungen.

Zur Appetitstimulation sollte man mit einer tiefen Dosis anfangen und langsam auftitrieren. Das bedeutet: Zu Beginn zweimal täglich einen bis drei Tropfen der öligen Lösung (0,83 bis 2,5 mg) geben und alle drei Tage steigern. Lübbe sagte, dass die meisten Patienten nicht mehr als 10 mg pro Tag brauchen.

Höhere Dosierungen kommen in der Regel zur Anwendung bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen sowie zur Schmerzbehandlung.

Als unerwünschte Wirkungen können typischerweise auftreten: Schwindel (mehr als 10 Prozent der Patienten) sowie Müdigkeit, Amnesie, Dysarthrie (Sprechstörungen) und affektive Störungen.

Kontraindikationen für Dronabinol sind psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen, Panikattacken oder Depression sowie Krampfanfälle und Epilepsie in der Anamnese.

Lübbe hält Cannabinoide für eine Bereicherung in der Palliativmedizin und verlangte »mehr Mut zum Einsatz«.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=57248

Kommentar & Ergänzung:

Weitere Informationen zu Dronabinol, Sativa-Öl und Sativex finden Sie hier:

Dronabinol / THC vermindert Dickdarmbewegungen bei Reizdarmpatienten

Cannabis-Medikamente bereichern Schmerztherapie und Palliativmedizin / Palliative Care

Neues Cannabismedikament in der Schweiz (Sativa-Öl)

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erehältlich (Dronabinol / Cannabistinktur)

Cannabis-Wirkstoffe neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

Cannabis-Kapseln besser wirksam als ein Joint

 

Cannabis-Wirkstoff gegen Epilepsie erforscht

Cannabis als Heilmittel – Zulassung für Sativex-Spray in Deutschland

Cannabis als Heilpflanze – es tut sich was

Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie begrüsst erleichterte Zulassung für Cannabis-Medikamente

 

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Welche Bedeutung hat Cannabis für die Medizin?

Vor kurzem hat das Verwaltungsgericht in Köln entschieden, dass in begründeten Einzelfällen der Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlaubt ist.

Näheres siehe dazu hier:

Gericht erlaubt Schmerzpatienten Eigenanbau von Cannabis  (auch mit Informationen zur arzneimittelrechtlichen Situation in der Schweiz).

In der „Deutschen Apothekerzeitung“ publizierte Prof. Dr. Thomas Herdegen daraufhin eine Einschätzung bezüglich der Bedeutung von Cannabis in der Medizin:

„Auch wenn, insbesondere aus den USA, immer wieder neue Anwendungsgebiete für Cannabis propagiert werden, beschränken sich die Indikationen, für die es Hinweise auf einen belegbaren Nutzen gibt, auf Schmerzhemmung, Schmerzen und Spastik bei multipler Sklerose, Anti-Emesis und Appetitsteigerung bei Kachexie.“

Grundsätzlich seien Cannabinoid-haltige Arzneimittel zwar in der Regel gut verträglich, doch zeigten sie große individuelle Unterschiede in der Wirksamkeit. Je nach Indikation würden sie oft in ihrer Wirkung von Arzneistoffen der ersten Wahl übertroffen.

Obwohl in manchen Studien nur gering verbesserte Mittelwerte oder schwache klinische Effekte gezeigt werden konnten, sei nicht auszuschließen, dass gewisse Subgruppen der Patientinnen und Patienten von Cannabinoiden profitieren.

Nach Prof. Herdegen stellen sie daher in der Hand von erfahrenen, im Umgang mit Cannabinoiden vertrauten Therapeuten für einige Erkrankungen eine sinnvolle Therapieoption dar, wobei sie aber meist 2. Wahl seien.

Prof. Herdegen geht auch auf Risiken und Nebenwirkungen ein:

„Die gefürchteten psychogenen Wirkungen mit Missbrauch, Einschränkung kognitiver Fähigkeiten und Entzug beim Absetzen treten, ausgenommen von Einzelfällen, weit jenseits der therapeutischen Dosierungen auf. Beim medizinisch indizierten Einsatz kommt es vor allem zu folgenden, nicht-psychogenen Nebenwirkungen: Müdigkeit, Aufmerksamkeitsstörung, Schwindel, Hypotension, Mundtrockenheit, vermindertem Tränenfluss sowie gastrointestinalen Irritationen. Generell unterliegen die Nebenwirkungen aber einer mehr oder weniger raschen Toleranz (Beginn nach Tagen bis Wochen), was den Verdacht nahelegt, dass das auch bei den Wirkungen der Fall sein könnte.“

Zusammenfassend hält der Experte fest, „dass aus medizinischer Sicht die Cannabinoide zum ‚therapeutischen Arsenal’ gehören, wenn auch als Mittel der zweiten Wahl.“

Gerade in der Schmerztherapie könne dieses Arsenal aber nicht groß genug sein und auch die Standard-Therapeutika wie COX-Inhibitoren und Opioide seien im Umgang nicht weniger problematisch.

Die Kosten für standardisierte Cannabinoid-Arzneimittel sollten daher von den Krankenkassen übernommen werden, wenn ihre Anwendung medizinisch begründet ist, schreibt Herdegen.

Quelle:

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2014/08/01/wann-cannabis-helfen-kann/13472.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Ich teile die Stossrichtung dieser Einschätzung voll.

Cannabis sollte klar zum „therapeutischen Arsenal“ der Medizin gehören.

Und der medizinische Einsatz von Cannabis sollte kritisch diskutiert werden und auf Indikationen begrenzt, für welche ausreichend dokumentierte Wirksamkeit vorliegt. Fragwürdig ist es jedenfalls, Cannabis als Heilmittel für alle möglichen Beschwerden zu propagieren.

Schmerzkranke und Menschen mit Spastik, zum Beispiel bei Multipler Sklerose, sollten aber einen legalen Zugang zu Cannabis als Arznei haben, wenn sie damit ihre Beschwerden lindern können.

Dasselbe gilt für Krebspatienten zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen, die als Begleiterscheinung von Chemotherapien auftreten können, sowie zur Linderung von Appetitlosigkeit.

Zum Urteil des Verwaltungsgerichts siehe auch:

Cannabis-Eigenanbau: Pharmazeutische Bedenken 

Und weiteres zur medizinischen Anwendung von Cannabis:

Cannabis als Arznei 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Cannabis-Wirkstoffe: Neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

„Die Presse“ in Österreich publizierte vor kurzem einen Artikel von Stephan Müller zur medizinischen Anwendung von Cannabis.
Dabei wird als Cannabis-Wirkstoff interessanterweise nicht wie meist üblich das THC ins Zentrum gerückt, sondern das Cannabidiol (CBD).
Tetrahydrocannabinol (THC) wird immer wieder als Hauptwirkstoff der Cannabispflanze dargestellt. Cannabis enthält aber 66 verschiedene Cannabinoide mit unterschiedlicher Wirkung.
Bei THC ist der therapeutische Einsatz in manchen Situationen schwierig durch den berauschenden Effekt. Zudem erreichen nicht alle Patientinnen und Patienten mit einem reinen THC-Präparat – in der Schweiz als Dronabinol im Handel – ein befriedigendes Behandlungsergebnis.
Im Gegensatz zu THC entwickelt CBD keine Rauschwirkung.
Im Gegenteil: CBD soll gemäss neueren Studien den Rauscheffekt des THC’s neutralisieren oder zumindestens abschwächen. Darüber hinaus soll es auch eine krebs- und entzündungshemmende Wirkung haben. Schon länger bekannt sei dessen entkrampfende, angstlösende und Übelkeit lindernde Wirkung. Außerdem sei CBD wenig toxisch und nebenwirkungsarm, betont der Pharmazeut Rudolf Brenneisen, Spezialist für Cannabis an der Universität Bern.
Lange hat sich die Forschung rund um die Anwendung von Cannabis in der Medizin laut Brenneisen hauptsächlich auf den Wirkstoff THC konzentriert. Cannabinoide wurden bisher vor allem gegen neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Epilepsie, gegen die Nebenwirkungen von Chemotherapien oder gegen chronische Schmerzen eingesetzt. Die Entdeckung des CBD und dessen Wirkkraft verlieh der Cannabisforschung international neuen Schwung, sagt Brenneisen. Für das natürliche Heilmittel Cannabis eröffnen sich dadurch immer neue Forschungsansätze, zum Beispiel die Anwendung bei Brustkrebs oder Psychosen. Medizinalcannabis hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Eine Folge dieser Cannabis-Forschung ist die Einführung von Sativex – ein Medikament mit einer Kombination von THC und CBD, zur Linderung von Schmerzen und Beschwerden bei Multipler Sklerose beitragen kann.
Trotz dieser Fortschritte bei der Zulassung von Cannabis-Medikamenten wünscht sich Cannabisspezialist Brenneisen endlich eine „Entkriminalisierung, vielleicht sogar die partielle Legalisierung von Konsum und Handel“. Denn der Einsatz von natürlichen Cannabinoiden, die unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden, sei für die medizinische Verwendung geeignet. Zumal es auch zahlreiche Patienten gebe, die gezielt danach fragten, hauptsächlich im Bereich Krebs.
Quelle:
http://diepresse.com/home/leben/gesundheit/1556828/Cannabis-wird-als-Heilpflanze-salonfaehig?_vl_backlink=/home/leben/gesundheit/index.do
Kommentar & Ergänzung:
Zu Sativex siehe:
Zu Dronabinol:
Wikipedia schreibt zur Pharmakologie von  Cannabidiol:
„Cannabidiol bindet an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 agonistisch, jedoch kann es deren Aktivität über einen ungeklärten Mechanismus auch blockieren. Es wirkt jedoch als Antagonist an dem G-Protein gekoppeltem Rezeptor GPR55, dessen physiologische Rolle noch nicht geklärt ist.
CBD wird als Spasmolytikum bei multipler Sklerose eingesetzt. CBD wirkt immunsupprimierend und wird zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verwendet. Eine Verwendung bei affektiven Störungen wird untersucht. CBD ist Bestandteil des arzneilich genutzten Hanfextrakts Nabiximols.“
Der Artikel in der „Presse“ spricht auch eine mögliche krebshemmende Wirkung von Cannabidiol an und erwähnt als Beispiel den Brustkrebs. Cannabidiol und andere Cannabinoide stehen immer wieder im Fokus der Forschung und tauchen in diesem Zusammenhang in Medienberichten auf. CBD soll beispielsweise bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Gehirntumor und Leukämie wirksam sein und Krebszellen töten.
Natürlich ist es zu begrüssen, wenn THC, Cannabidiol und andere Cannabinoide erforscht werden. Die Meldungen darüber sind aber oft fragwürdig. So basieren die Meldungen über krebshemmende Wirkungen von Cannabidiol überwiegend auf Laborversuchen mit isolierten Zellen, teilweise auf Tierversuchen und nur in sehr geringem Mass auf Untersuchungen an Menschen. Daraus eine Meldung wie beispielsweise „Cannabidiol wirksam gegen Prostatakrebs“ zu basteln ist einfach nicht zulässig. Im Labor lassen sich isolierte Zellen verhältnisweise einfach zerstören. Ob aber aus solchen Erkenntnissen ein wirksames Medikament gegen Tumorerkrankungen entwickelt werden kann, ist in den meisten Fällen noch eine ganz und gar offene Frage – und braucht in der Regel auf jeden Fall viel Zeit.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Cannabis lindert Appetitlosigkeit – Studie klärt Wirkungsmechanismus

Heißhungerattacken sind eine charakteristische Begleiterscheinung von Cannabiskonsum. Dieser Effekt lässt sich medizinisch nutzen, beispielsweise bei der Behandlung von Appetitlosigkeit durch Strahlentherapie.
Das Fachjournal “Nature Neuroscience” publizierte eine Studie, die dem Geruchssinn und dem Cannabis-Wirkstoff THC zentrale Rollen zuschreibt. THC ähnelt den körpereigenen Endocannabinoiden. Experimente mit Mäusen zeigten, dass der Duft von Nahrung in Verbindung mit der Aktivierung körpereigener Endocannabinoid-Rezeptoren im Riechkolben verstärkt appetitanregend wirkte. Darüber hinaus intensivierte sich dadurch die Geruchswahrnehmung der Mäuse insgesamt. Dieselbe Wirkung zeigte sich durch die Gabe exogener Cannabinoide – wie Tetrahydrocannabinol. Die Wissenschaftler sich davon überzeugt, dass dieser Effekt auch auf Menschen übertragbar ist und medizinisch genutzt werden könnte.
Quelle:
http://derstandard.at/1389860065708/Warum-Cannabis-den-Heisshunger-weckt
http://www.nature.com/neuro/journal/vaop/ncurrent/full/nn.3647.html
Kommentar und Ergänzung:
Cannabis ist schon lange eine interessante Option zur Linderung von Appetitlosigkeit, vor allem in der Krebstherapie.
Siehe dazu:

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Sativex® Spray mit Cannabisextrakt gegen Spastik bei Multipler Sklerose in der Schweiz zugelassen

Der Sativex Spray mit Cannabisextrakt zur Anwendung in der Mundhöhle ist schon in mehreren europäischen Ländern im Handel (beispielsweise in Deutschland und Grossbritannien). In der Schweiz und in Frankreich bekam das Medikament vor kurzem die Marktzulassung, ist zur Zeit jedoch noch nicht im Vertrieb.

Nach Angaben des Zulassungsinhabers wird der Sativex Spray in der Schweiz voraussichtlich ab April 2014 in den Apotheken erhältlich sein (aber natürlich nicht rezeptfrei).

Im Sativex Spray enthalten ist ein Dickextrakt aus Cannabisblüten und Cannabisblättern.

Dieser Extrakt besteht zu gleichen Teilen aus den Phytocannabinoiden Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Die beiden Wirkstoffe beeinflussen das Endocannabinoidsystem, welches an der Regulierung der neuronalen und neuromuskulären Signalübertragung beteiligt ist.

Bei Multiple-Sklerose-Patienten ist dieses System stark beeinträchtigt, da es als Folge der Neurodegeneration zu einer Verminderung der körpereigenen Cannabinoide kommt.

Im Sativex Spray wird die psychoaktive Wirkung von THC durch das antipsychotisch wirksame CBD überwiegendst verhindert.

Die Indikation des Sativex Sprays ist sehr begrenzt: Sativex wird eingesetzt zur Symptomverbesserung bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose, wenn die Beschwerden nicht angemessen durch eine andere anti-spastische Arzneimitteltherapie gelindert werden können. Zudem muss ein Anfangstherapieversuch eine klinisch erhebliche Verbesserung der mit der Spastik verbundenen Symptome bewirkt haben.

Es wird eine Titrationsphase von bis zu zwei Wochen benötigt, um die optimale Dosis zur erreichen.

Der Patient kann die Dosis schrittweise um einen Sprühstoss pro Tag bis zu einem Maximum von 12 Sprühstössen täglich steigern, bis eine optimale Linderung der Symptome eintritt. Zwischen den Sprühstössen sollen Abstände von mindestens 15 Minuten eingehalten werden. Der Sativex-Spray wird unter die Zunge oder auf die Innenseite der Wange appliziert.

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?NMID=4952&LANGID=2

Kommentar & Ergänzung:

Es ist sehr zu begrüssen, wenn es zunehmend legale, sichere Wege für die Anwendung von Cannabis als Heilmittel gibt. Vor allem die Spastik bei Multipler Sklerose ist ein gut belegtes Anwendungsgebiet.

Siehe auch:

Cannabis als Heilmittel:  Zulassung für Sativex-Spray in Deutschland

Multiple Sklerose: Marihuana verschlechtert Kognition

US-Studie: Hasch wirksam gegen Spastik bei Multipler Sklerose

Cannabisextrakt hilft Multiple-Sklerose-Kranken

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Cannabis-Kapseln besser wirksam als ein Joint

Cannabis-Kapseln sind einer Studie zufolge besser wirksam für die Schmerzbekämpfung als das Rauchen von Joints. Demnach spüren Versuchspersonen nach dem Einnehmen von Kapseln des Präparats Dronabinol (THC) Schmerzen später als nach dem Rauchen von Cannabis.

Die Wirkung der Kapseln hält ausserdem länger an als die Wirkung des Joints, berichtet die Psychiaterin Ziva Cooper von der Columbia University in New York.

Dronabinol wird in einigen Ländern ärztlich verschieben gegen Schmerzen, Schwindel und Übelkeit bei Krebs-Patienten, gegen Appetitlosigkeit bei AIDS-Kranken und gegen Muskelkrämpfe. Für ihre Studie gaben die Wissenschaftlerinnen 30 Versuchspersonen, die schon regelmäßig Cannabis rauchten, über zwei Wochen lang täglich Dronabinol-Pillen mit unterschiedlicher Konzentration oder Placebos. Die Probanden rauchten zudem Joints, ohne jedoch zu wissen, ob sich darin Cannabis befand und in welcher Menge.

Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu erfassen, mussten die Probanden ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser halten. Sowohl Dronabinol als auch im Joint gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd. Die Versuchspersonen, die Dronabinol geschluckt hatten, zogen ihre Arme jedoch später aus dem eiskalten Wasser, hielten den Schmerz also länger aus.

Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis ist schon seit langer Zeit bekannt. Unklar war jedoch bis anhin, welchen Unterschied die Form der Einnahme von Cannabis ausmacht. Allerdings sind die Resultate der Studie nur bedingt aussagekräftig, da alle Versuchsteilnehmer schon zuvor Cannabis rauchten, wie die Forscherinnen einräumen. Unklar ist, ob die beobachteten Differenzen in der Wirkung auch bei Nicht-Cannabis-Rauchern auftreten würden.

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1716532/

“Comparison of the Analgesic Effects of Dronabinol and Smoked Marijuana In Daily Marijuana Smokers” ist am 22. April 2013 im “Nature”-Journal “Neuropsychopharmacology” erschienen (doi: 10.1038/npp.2013.97).

Kommentar & Ergänzung:

Bisher schon klar war, dass die Wirkung von Cannabis bei peroraler Anwendung länger anhält als beim Rauchen eines Joints.

In diesem Versuch wurden im übrigen nicht einfach unterschiedliche Anwendungsformen des selben Wirkstoffs verglichen. Dronabinol enthält isoliertes THC. Ein Joint oder auch ein Cannabistee oder eine Cannabistinktur enthalten ein Gemisch verschiedener Cannabinoide, unter denen THC ein wichtiger Vertreter ist.

Die Schmerzstillung ist meinem Eindruck nach allerdings nicht der zentrale Anwendungsbereich von Cannabis als Medikament. Wichtiger scheinen mit die Anwendung zur Linderung von Spastik zum Beispiel bei Multipler Sklerose und die Anwendung bei Appetitllosigkeit, Übelkeit und Erbrechen im Umfeld einer Krebstherapie bzw. Chemotherapie.

Zu Dronabinol siehe auch:

Dronabinol (THC) vermindert Dickdarmbewegungen bei Reizdarmpatienten

Tschechien: Cannabis bald in Apotheken erlaubt

Cannabis als Heilmittel zulassen (zu Dronabinol in der Schweiz)

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Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Dronabinol (THC) vermindert Dickdarmbewegungen bei Reizdarmpatienten

Am Institut CENTER für klinische und epidemiologische Erforschung von Darmerkrankungen in Rochester (USA) wurde eine Studie mit 75 Patienten, die an einem Reizdarm litten, durchgeführt, darunter 35 mit Reizdarm und Verstopfung, 35 mit Reizdarm und Durchfall und fünf mit Reizdarm und alternierender Verstopfung und Durchfall. Sie bekamen eine Dosis Plazebo oder 2,5 mg oder 5 mg Dronabinol. Der Wirkstoff in Dronabinol ist Tetrahydrocannabinol (THC), auch bekannt als wichtigster Inhaltsstoff der Cannabispflanze.

Gemessen wurden die Bewegungen des Dickdarms, der Tonus und die Wahrnehmung des Dickdarms im nüchternen Zustand und nach einer Mahlzeit. Ausserdem untersuchten die Forscher verschiedene Genvarianten:

– eine bestimmte Variante des Gens, das den Cannabinoid-1-Rezoptor codiert,

sowie

– eine Variante des Gens, das die Fettsäureamidhydrolase codiert, die für den Abbau des Endocannabinoids Anandamid verantwortlich ist.

Bei allen Patienten verminderte 5 mg Dronabinol die Dickdarmbewegungen im nüchternen Zustand. Die gemessenen Wirkungen waren bei Patienten, die an Durchfall oder wechselnd an Durchfall und Verstopfung litten, am stärksten ausgeprägt. Dronabinol zeigte keine Auswirkung auf den Tonus oder die Wahrnehmung. Die Motilität (Darmbewegungen) war abhängig von den untersuchten Gen-Varianten.

In tierexperimentellen Studien vermindern Dronabinol und andere CB1-Rezeptoragonisten die Darmmotilität. Verglichen mit den Opiaten ist diese Wirkung jedoch nur sehr gering ausgeprägt. Die aktuelle Studie zeigt, dass dieser Effekt vielleicht therapeutisch bei Reizdarm-Patienten mit Durchfall genutzt werden könnte.

Quellen:

– Wong BS, Camilleri M, Busciglio I, Carlson P, Szarka LA, Burton D, Zinsmeister AR. Pharmacogenetic Trial of a Cannabinoid Agonist Shows Reduced Fasting Colonic Motility in Patients with Non-Constipated Irritable Bowel Syndrome. Gastroenterology, 28. Juli 2011 [Elektronische Veröffentlichung vor dem Druck]

– THC Pharm

– http://www.journalmed.de/newsview.php?id=36032

Kommentar & Ergänzung:

Dronabinol zur Linderung der Beschwerden bei Reizdarm – diese Option ist natürlich noch weit entfernt von der Anwendung bei Reizdarm-Patienten.

Dronabinol wird bisher eingesetzt beispielsweise zur Linderung der Spastik bei Multiple-Sklerose-Kranken.

Siehe:

Cannabis als Heilmittel zulassen

Ergänzende Informationen zu Dronabinol (Quelle: Pharmawiki):

Dronabinol, besser bekannt als Tetrahydrocannabinol (THC), ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Cannabinoide, der natürlicherweise im Hanf vorkommt. In der Schweiz ist eine medizinische Anwendung mit einer Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Gesundheit möglich. Der Wirkstoff wird vorwiegend als Lösung verabreicht und kann unter anderem gegen Schmerzen, Spastik, Appetitlosigkeit und Übelkeit infolge schwerer Erkrankungen eingesetzt werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören psychotrope Effekte, Verdauungsbeschwerden und Herz-Kreislaufstörungen.“

Zur rechtlichen Situation:

„Dronabinol ist ein Betäubungsmittel. Das Bundesamt für Gesundheit kann für die beschränkte medizinische Anwendung eine Ausnahmebewilligung erteilen. Eine solche Bewilligung erfordert einen detaillierten Antrag an die Sektion Grundlagen des BAG.”

Herstellung von Dronabinol:

„Apotheken können Dronabinol-Zubereitungen als Magistralrezeptur selbst herstellen oder in Lohnherstellung herstellen lassen.“

Dabei wird unterschieden zwischen

Öligen Dronabinol-Tropfen 2.5%

und

Dronabinol-Kapseln 2.5 mg, 5 mg,

In der Praxis werden vor allem die Tropfen eingesetzt. Die Kosten für die Therapie sind vergleichsweise hoch. In den Vereinigten Staaten ist Dronabinol in Form von Kapseln im Handel (Marinol®).

Struktur und Eigenschaften von Dronabinol

„Bei Dronabinol handelt es sich um (-)-trans-Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), ein natürlicher Inhaltsstoff der Hanfpflanze Cannabis sativa L. Dronabinol (C21H30O2, Mr = 314.5 g/mol) ist ein leicht gelbliches, harziges und klebriges Öl, das bei kalter Temperatur aushärtet. Aufgrund seiner hohen Lipophilie ist es in Wasser unlöslich. Zur Zubereitung der Lösungen werden in der Regel mittelkettige Triglyceride oder Sesamöl, für die Kapseln ein Hartfett oder Sesamöl verwendet. Sesamöl hat den Nachteil, dass es oxidationsempfindlich ist.“

Wirkungen von Dronabinol

Dronabinol hat antiemetische, appetitstimulierende, schmerzlindernde, entzündungshemmende, muskelentspannende, dämpfende und psychotrope Wirkungen.

Dronabinol wirkt zentral sympathomimetisch, was die unerwünschten Effekte auf den Herz-Kreislauf erklärt. Die Wirkungen werden mit der Bindung an Cannabinoid-Rezeptoren erklärt und setzen nach etwa 30-60 Minuten ein. Die psychotropen Effekte von Dronabinol halten 4-6 Stunden an, die Appetitstimulation bis zu 24 Stunden.

Indikationen von Dronabinol

„In den USA ist Dronabinol zur Behandlung der Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust bei AIDS-Patienten und als Mittel der 2. Wahl gegen Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer Chemotherapie zugelassen. In der Schweiz wird es vorwiegend gegen chronische / neuropathische Schmerzen und Spastik eingesetzt.“

Dosierung von Dronabinol

Entsprechend der Arzneimittel-Fachinformation. Die Dosis muss individuell eingestellt werden.

„Dronabinol wird in der Regel peroral eingenommen. Es kann – ähnlich wie Cannabis – auch inhalativ in Form alkoholischer Lösungen verabreicht werden. Die öligen Tropfen sind geruch- und geschmacklos und werden zu oder nach einer Mahlzeit auf einem Stück Zucker oder Brot, auf einem Butterkeks oder in Joghurt eingenommen. Dabei soll beachtet werden, dass sie nicht wasserlöslich sind und deshalb nicht mit Tee oder Wasser verdünnt werden können. Zur Appetitsteigerung erfolgt die Einnahme vor den Mahlzeiten.“

Welche Kontraindikationen gibt es für Dronabinol?

Dronabinol darf bei Überempfindlichkeit, während der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht angewendet werden. Vorsicht ist nötig bei psychiatrischen Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aufgrund der Verminderung des Reaktionsvermögens ist eine Teilnahme am Strassenverkehr und das Bedienen von Maschinen nicht angezeigt und laut Gesetz verboten. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen sind zu finden in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen (= Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten)

Mit einer Reihe von Wirkstoffen wurden pharmakodynamische Interaktionen (Wechselwirkungen) beschrieben. Der zentral dämpfende Effekt kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Alkohol, Beruhigungsmitteln, Antidepressiva, Schmerzmitteln und Schlafmitteln verstärkt werden. Anticholinergika können die Tachykardie (Herzrasen) verstärken.

Dronabinol besitzt einen hohen First-Pass-Metabolismus und eine schwache Bioverfügbarkeit von 10-20%. Der Wirkstoff wird in der Leber von CYP450 unter anderem zum aktiven Metaboliten 11-OH-Dronabinol biotransformiert. Nach einer Einzeldosis können Dronabinol und seine Umwandlungsprodukte noch 5 Wochen später im Urin und im Stuhl in geringen Konzentrationen nachgewiesen werden.

Unerwünschte Wirkungen von Dronabinol

Die Nebenwirkungen sind dosiabhängig, werden also hauptsächlich bei hohen Dosen beobachtet. Sie lassen sich unter anderem auf die sympathomimetischen und psychotropen Eigenschaften des Wirkstoffs THC zurückführen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen zählen Schwäche, Palpitationen, schneller Herzschlag, Gefässerweiterung, Flush, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Oft sind auch zentrale Störungen wie Amnesie, Nervosität, Verwirrung, Paranoia, Euphorie, Halluzinationen, Schläfrigkeit und abnormes Denken.

Das Abhängigkeitspotential wird für die aufgeführten Indikationen als gering bewertet. Dronabinol kann aber abhängig machen und bei hoher Dosis ein Abstinenzsyndrom verursachen, das sich unter anderem in Reizbarkeit, Schlafstörungen und Unruhe zeigt.

Literatur: Siehe Pharmawiki

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Magnolien-Wirkstoff hemmt Knochenabbau

Gegen den Knochenabbau im menschlichen Körper wirkt anscheinend ein Molekül aus der Immergrünen Magnolie (Magnolia grandiflora). Das haben Wissenschaftler vom Institut für Biochemie und Molekular Medizin der Universität Bern festgestellt. Damit wurde erstmals ein pflanzlicher Wirkstoff identifiziert, der in diesem Bereich helfen kann.

Von ihrem Fund haben die Wissenschaftler laut ihres Berichts im Fachjournal “Chemistry & Biology” einen synthetischen Wirkstoff abgeleitet und mit ihm die zellulären Prozesse beim Knochenabbau genauer untersucht. Obwohl diese Substanz eine strukturelle Ähnlichkeit zu den Cannabinoiden aus Cannabis ausweist, besitzt er keine psychoaktive Wirkung. Stattdessen stoppt sie den Prozess, bei dem Knochen abbauenden Zellen heranreifen, wodurch die Knochensubstanz dezimiert wird. Die Forscher hoffen, mit ihrer Entdeckung eine Leitsubstanzen für neue Arzneimittel in der Behandlung von Osteoporose und Osteoarthritis gefunden zu haben.

Quellen:

http://www.cell.com/chemistry-biology/abstract/S1074-5521(11)00203-1

http://de.nachrichten.yahoo.com/magnolien-wirkstoff-hemmt-knochenabbau-081058819.html

Kommentar & Ergänzung:

Auch bei dieser interessanten Forschungsarbeit gilt: Es handelt sich um eine Laboruntersuchung. Sie zeigt, welch interessantes Potenzial an therapeutischen Wirkungen in Heilpflanzen generell und in der Magnolie im speziellen liegt.

Es bleibt auf der Basis dieser Grundlagenforschung aber noch völlig offen, ob sich auch ein nützlicher Effekt beim Menschen zeigen wird, zum Beispiel zur Vorbeugung oder Behandlung von Osteoporose. Die Entwicklung eines Medikamentes gegen Osteoporose auf der Basis eines Magnolien-Wirkstoffs hat – sofern sie angepackt wird – noch einen weiten Weg vor sich.

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Infoportal

Cannabis

CANNABIS

[Buchtipp] „Cannabis“ von Klaus Häussermann, Franjo Grotenhermen, Eva Milz

 

Verlagsbeschreibung

Cannabis auf Rezept!
1976 pries der Song „Legalize it!“ Cannabis als Medizin – und landete auf dem Index. 2016 lindert Vater Beimer in der „Lindenstraße“ seine Parkinsonsymptome mit Gras und hat die Nation auf seiner Seite. Ein weiter Weg – doch jetzt ist es so weit: Cannabis auf Rezept aus der Apotheke! Dieses Szenario ist brandneu und wirft ungewohnte Fragen auf:
Welche Sorten und Darreichungsformen von Cannabis sind verfügbar… Zum vollständigen Text hier…


Cannabis als Arzneimittel: Auf die richtige Form kommt es an

Als «hoch experimentelle Therapieform» sei die Behandlung mit Cannabisblüten derzeit einzustufen, sagte Professor Dr. Theo Dingermann von der Universität Frankfurt am Main in einem Vortrag bei der Expopharm-Pharmaworld in Düsseldorf.

Er begründet das mit den zahllosen Kreuzungen und Züchtungen mit unterschiedlichen THC- und Cannabidiol-Gehalten, die mittlerweile aus den ursprünglichen Reinformen Cannabis sativa und Cannabis indica entstanden sind. Welche Sorte man in einem bestimmten Fall verwendet, ist nicht gleichgültig. Daten, welche die postulierten Wirkungen einer bestimmten Sorte genau erfassen, liegen bislang nicht vor.

Als schwierig schätzt Dingermann auch die Anwendungsform ein… Zum vollständigen Text hier…


Bern: Cannabis bald legal aus der Apotheke

 

Bis zu 500 Kiffer in Bern sollen Cannabis bald ganz legal in der Apotheke erwerben können. Der Start des zunächst auf drei Jahre begrenzten Modellversuchs steht laut einem Bericht der SonntagsZeitung nun kurz bevor. Bewährt sich die kontrollierte Abgabe, könnte der Weg für eine Legalisierung von Verkauf und Konsum in der Schweiz frei werden.

Die Vorbereitungen für diese Studie laufen schon seit über einem Jahr. Verantwortlich dafür sind Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) und des klinischen Studienzentrums (CTU) der Universität Bern. Im März erteilte die Ethikkommission des Kantons grünes Licht und mit der Zustimmung des Bundesamts für Gesundheit wird bald gerechnet… Zum vollständigen Text hier…


Cannabis als Medizin: Unterschiedliche Wirkung von Cannabis sativa und Cannabis indica

Professor Dr. Theo Dingermann, Seniorprofessor an der Universität Frankfurt, hat auf einer Fortbildungsveranstaltung die verschiedenen Cannabisarten mit ihren unterschiedlichen Wirkungen beschrieben.

Die Pflanzengattung Hanf (Cannabis) gehört in die Familie der Hanfgewächse und besteht aus drei verschiedenen Arten, auf die sich jede erhältliche Mischung oder Kreuzung zurückführen lässt: Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis.

Zu Cannabis sativa, der bekanntesten Art, sagt Dingermann:

„Das High, das solche Sorten erzeugen, wird meist als psychedelisch, verträumt und kreativitätsfördernd beschrieben. Der Effekt ist sowohl geistig als auch körperlich spürbar… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis als alternatives Krebsheilmittel?

Die Boulevard-Zeitung „Blick“ schafft es wieder einmal, Unfug über Heilpflanzen-Wirkungen zu verbreiten. Eine reisserische Schlagzeile ist wichtiger als seriöse Information.

„Cannabis soll Polo (71) heilen“, titelt die Zeitung. Der Mundartrocker Polo Hofer hatte vor zwei Monaten bekanntgegeben, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist. Er unterzieht sich einer Chemotherapie.

Hofer mache nun auch eine amtlich bewilligte Cannabis-Kur, meldet „Blick“:

„Doch Polo setzt nicht nur auf Chemotherapie, sondern auch auf ein alternatives Krebsheilmittel. «Ich mache eine Cannabis-Kur!», verrät Hofer… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Heilpflanzen-Anwendungen für Spitex, Palliative Care, Pflegeheim und Klinik

Weiterbildung und Ausbildung in Phytotherapie für Pflegeberufe.

Tagesseminare und Lehrgänge vermitteln professionelles Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege - zur Integration in Palliative Care, Spitex, Klink, Pflegeheim.

Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP), Winterthur (Schweiz)

Programm: Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Aargau, Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Wallis, Graubünden, Luzern, Schaffhausen, Glarus, Schwyz.

Schizophrenie: Häufigere Rückfälle bei Cannabis-Konsumenten

Schizophrenie-Kranke, die nach der ersten Episode ihrer Psychose ihren Cannabis-Konsum fortsetzten, erleiden deutlich häufiger einen Rückfall als Patienten, die abstinent wurden. Zu diesem Schluss kommt eine prospektive Beobachtungsstudie, die im Fachjournal Lancet Psychiatry (2016; doi: 10.1016/S2215-0366(16)30188-2) publiziert wurde.

Riskant könnte insbesondere die Cannabis-Variante „Skunk“ sein, die einem besonders hohen Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) aufweist.

Kognitive Störungen und psychotische Symptome können zu den aktiven Wirkungen der Cannabis-Drogen gehören. Nach dem Rausch normalisiert sich die Hirnfunktion zwar, doch vermuten viele Psychiater, dass der häufige Konsum von Cannabis die Entwicklung einer dauerhaften Psychose begünstigt… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis gegen Reisekrankheit?

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat vor kurzem Präparate gegen Reisekrankheit unter die Lupe genommen.

Hier habe ich die Ergebnisse zusammengefasst und kommentiert:

Oeko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als „gut“ bewertet

Über die beurteilten Präparate hinaus gibt es in diesem Heft aber noch ein interessantes Statement von Prof. Dr. Tomas Jelinek. Der Internist und Tropenmediziner ist wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Er schreibt unter dem Titel „Auch Cannabis wirkt gegen Kinetose“:… Zum vollständigen Text hier…

Deutschland: Bundesgericht erlaubt erstmals Cannabis-Anbau für Schmerzpatienten

Cannabis als Medikament ist umstritten und der Eigenbau war bislang untersagt. Nun erging ein richtungsweisendes Urteil zu diesem Thema:

Ein schwerkranker Patient darf zu Hause Cannabis zu Behandlungszwecken kultivieren.

Diesen Entscheid fällte nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (BVerwG 3 C 10.14).

Die Klage eines an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Mannes war damit in dritter und letzter Instanz erfolgreich.

Der 52-Jährige Mann aus Mannheim ist seit 1985 an MS erkrankt und reduziert die Symptome seiner Krankheit seit vielen Jahren mit Cannabis. Die Cannabis-Pflanzen baut er selber zu Hause an… Zum vollständigen Text hier…

Palliativmedizin: Cannabinoide gegen Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen

Wenn schwerkranke Menschen an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen leiden, können Cannabinoide hilfreich in der Palliativtherapie sein.

Lebensqualität sei das herausragende Ziel für Menschen am Lebensende, sagte Professor Dr. Andreas S. Lübbe von der Palliativstation in Bad Lippspringe beim Münchner Fachpresse-Workshop Supportivtherapie.

Starke Schmerzen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Fatigue, Erbrechen und Übelkeit belasten zahlreiche Kranke enorm – und auch ihre Angehörigen… Zum vollständigen Text hier…

Kombination von Cannabis und Alkohol verstärkt Unfallgefahr

Der THC-Wert im Blut erhöht sich deutlich, wenn Cannabis und Alkohol zusammen konsumiert werden. Das belegen die Resultate einer Studie aus den USA. Tetrahydrocannabinol (THC) ist die Substanz der Cannabis-Pflanze, die überwiegend für die psychoaktive Wirkung verantwortlich ist. In ihrer Studie hatten die Wissenschaftler um Studienleiterin Marilyn A. Huestis vom National Institute on Drug Abuse in Baltimore 19 Erwachsene entweder ein Placebo oder ein Getränk mit geringem Alkoholgehalt einnehmen lassen. Zehn Minuten später inhalierten die Probanden 500 Milligramm eines Placebos beziehungsweise verdampftes Cannabis mit einer tieferen THC-Dosis (2,9 Prozent) oder höheren THC-Dosis (6,7 Prozent)… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Interessiert an Wildkräuterkursen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen in schönen Landschaften kennenlernen. Wildkräuterkurse in den Kantonen Graubünden, Bern, Basel, Wallis, Aargau, Schaffhausen, St. Gallen, Luzern, Glarus, Schwyz, Zürich....

Programm im Portal Heilpflanzen-Info: Wildkräuterkurse Schweiz. Dort finden Sie auch Lehrgänge für Ausbildung und Weiterbildung in Kräuterheilkunde (Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar) am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur.

Neues Cannabis-Medikament in der Schweiz

Die Arzneimittelfirma Hänseler aus Herisau vertreibt ab 1. November 2014 schweizweit eine ölhaltige Cannabis-Lösung. Das sogenannte Sativa-Öl soll hauptsächlich Schmerzen lindern.

Die Abgabe ist rechtlich aufwendig, weil die Cannabis-Pflanze unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Der behandelnde Arzt muss für jeden einzelnen Patienten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Ausnahmebewilligung zur Verschreibung von THC einholen. Im Gesuch ist genau zu begründen, warum kein anderes Medikament verwendet werden kann.

Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Cannabis Schmerzen und Spastiken (Muskelverspannungen) lindern kann… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis-Medikamente bereichern Schmerztherapie und Palliativmedizin / Palliative Care

Dr. Thomas Nolte (59) leitet als Facharzt für Anästhesiologie das Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden. Bis 2009 war er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und ist auch im Hospiz- und Palliativverband Hessen aktiv.

Im Gespräch mit „dpa“ kommt Nolte auf Dronabinol zu reden, ein Präparat auf der Basis von halbsynthetischem THC.

Die Anwendung sei äußerst selten – er verordne diesen Wirkstoff vielleicht einem von 200 Schmerzpatienten pro Woche. Die Verordnung sei auf bestimmte Patientengruppen beschränkt, zum Beispiel mit Multipler Sklerose, schwerem Tumorschmerz oder Spastiken… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erhältlich?

Cannabis ist für manche Patientinnen und Patienten ein wirksames und wichtiges Heilmittel – vor allem bei Spastik (Muskelverspannungen) infolge von Multipler Sklerose und bei Schmerzen aufgrund von Krebserkrankungen, Fibromyalgie etc.

Doch wo und wie bekommt man in der Schweiz als Patientin oder Patient Cannabis-Produkte legal?

Wer in der Schweiz Cannabis legal beziehen will, hat nur eine Option: Die Bahnhof-Apotheke in Langnau im Emmental.

Inhaber Dr. Manfred Fankhauser ist der einzige Apotheker in der Schweiz, der Cannabis verarbeiten und verkaufen darf… Zum vollständigen Text hier…

Welche Bedeutung hat Cannabis für die Medizin?

Vor kurzem hat das Verwaltungsgericht in Köln entschieden, dass in begründeten Einzelfällen der Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlaubt ist.

Näheres siehe dazu hier:

Gericht erlaubt Schmerzpatienten Eigenanbau von Cannabis  (auch mit Informationen zur arzneimittelrechtlichen Situation in der Schweiz).

In der „Deutschen Apothekerzeitung“ publizierte Prof. Dr. Thomas Herdegen daraufhin eine Einschätzung bezüglich der Bedeutung von Cannabis in der Medizin:.. Zum vollständigen Text hier…

Gericht erlaubt Schmerzpatienten Eigenanbau von Cannabis

Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass Schmerzkranke für den Eigenbedarf zu therapeutischen Zwecken Cannabis anbauen dürfen.

Es sei das erste Mal, dass in Deutschland solche Genehmigungen erteilt werden, schreibt Spiegel online.

In einem spektakulären Urteil hat das Verwaltungsgericht zugunsten von drei Schmerzpatienten entschieden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) muss ihnen eine Genehmigung erteilen., damit sie Cannabis zu therapeutischen Zwecken selber anbauen können… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis als Arznei

Das Kölner Verwaltungsgericht hat vor kurzem entschieden, dass chronische Kranke (z. B. Schmerzpatienten) in Ausnahmefällen künftig für den therapeutischen Eigenbedarf Cannabis bei sich zu Hause anbauen dürfen. Die erfolgreichen Kläger in diesem Verfahren nehmen die Cannabis zur Schmerzlinderung –was eines der Hauptanwendungsgebiete dieser Pflanze in der Medizin ist.

Cannabis hat aber eine ganze Reihe von nützlichen Wirkungen, durch welche die Pflanze aus medizinischer Sicht interessant wird… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Weiterbildung in Kräuterheilkunde

Ausbildung und Weiterbildung in Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Lehrgänge, Seminare, Kurse für Berufsleute aus Pflege (Spitex, Palliative Care, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin, sowie für weitere Interessierte auch ohne medizinische Grundausbildung.

Kräuterkurse / Kräuterwanderungen in verschiedenen schönen Landschaften der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Luzern, Bern, Basel, Schaffhausen, St.Gallen, Wallis, Graubünden, Zürich, Schwyz, Glarus, Aargau.

Programm in Portal Heilpflanzen-Info über die Rubrik „Kurse“.

Cannabis-Eigenanbau: Pharmazeutische Bedenken

Das Verwaltungsgericht in Köln hat vor kurzem entschieden, dass Schmerzpatienten in Ausnahmefällen Cannabis zu Therapiezwecken selbst zu Hause anbauen dürfen.

Der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Andreas Kiefer, äusserte sich nun kritisch zu diesem Urteil. Wenn Cannabis gegen Schmerzen eingesetzt werde und die Funktion eines Arzneimittels habe, dann müsse es auch wie ein Arzneimittel behandelt werden, sagte er. Cannabis solle vom Arzt verordnet, von der Krankenkasse bezahlt und von der Apotheke unter kontrollierten Bedingungen abgegeben werden… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis lindert Appetitlosigkeit – Studie klärt Wirkungsmechanismus

Heißhungerattacken sind eine charakteristische Begleiterscheinung von Cannabiskonsum. Dieser Effekt lässt sich medizinisch nutzen, beispielsweise bei der Behandlung von Appetitlosigkeit durch Strahlentherapie.

Das Fachjournal „Nature Neuroscience“ publizierte eine Studie, die dem Geruchssinn und dem Cannabis-Wirkstoff THC zentrale Rollen zuschreibt. THC ähnelt den körpereigenen Endocannabinoiden. Experimente mit Mäusen zeigten, dass der Duft von Nahrung in Verbindung mit der Aktivierung körpereigener Endocannabinoid-Rezeptoren im Riechkolben verstärkt appetitanregend wirkte… Zum vollständigen Text hier…

Cannabis-Wirkstoffe: Neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

„Die Presse“ in Österreich publizierte vor kurzem einen Artikel von Stephan Müller zur medizinischen Anwendung von Cannabis.

Dabei wird als Cannabis-Wirkstoff interessanterweise nicht wie meist üblich das THC ins Zentrum gerückt, sondern das Cannabidiol (CBD).

Tetrahydrocannabinol (THC) wird immer wieder als Hauptwirkstoff der Cannabispflanze dargestellt. Cannabis enthält aber 66 verschiedene Cannabinoide mit unterschiedlicher Wirkung.

Bei THC ist der therapeutische Einsatz in manchen Situationen schwierig durch den berauschenden Effekt… Zum vollständigen Text hier…

Sativex® Spray mit Cannabisextrakt gegen Spastik bei Multipler Sklerose in der Schweiz zugelassen

Der Sativex Spray mit Cannabisextrakt zur Anwendung in der Mundhöhle ist schon in mehreren europäischen Ländern im Handel (beispielsweise in Deutschland und Grossbritannien). In der Schweiz und in Frankreich bekam das Medikament vor kurzem die Marktzulassung, ist zur Zeit jedoch noch nicht im Vertrieb.

Nach Angaben des Zulassungsinhabers wird der Sativex Spray in der Schweiz voraussichtlich ab April 2014 in den Apotheken erhältlich sein (aber natürlich nicht rezeptfrei).

Im Sativex Spray enthalten ist ein Dickextrakt aus Cannabisblüten und Cannabisblättern… Zum vollständigen Text hier…

MARIHUANA-KONSUM IN DER JUGEND KANN BLEIBENDE SCHÄDEN VERURSACHEN

Regelmäßiger Konsum von Marihuana in der Jugend kann die Gehirnfunktion und kognitiven Fähigkeiten dauerhaft schwächen sowie die Gefahr von schweren psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie steigern. Zu diesem Resultat kam eine Studie von Wissenschaftlern der University of Maryland School of Medicine, die im Fachjournal «Neuropsycho­pharmacology» publiziert wurde.

Die Adoleszenz sei die Lebensphase, in der Marihuanakonsum besonders kritisch sei, erklärte die leitende Autorin der Studie, Sylvina Mullins Raver.

Und Studienleiter Professor Asaf Keller weist auf Untersuchungen hin, die zeigten, dass Kinder, die mit dem Marihuana-Konsum vor dem 16. Lebensjahr beginnen, ein erhöhtes Risiko für dauerhafte kognitive Schäden haben sowie eine deutlich höhere Inzidenz für psychiatrische Störungen… Zum vollständigen Text hier…

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Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur (Schweiz)

Fundiertes Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen für Berufsleute aus Pflege (Spitex, Palliative Care, Pflegeheim, Klinik), Naturheilkunde, Medizin, Ernährungsberatung, Massage u. ä.

Einzelne Plätze frei für Interessierte ohne medizinischen Grundberuf (nach Klärungsgespräch).

Info: Was ist Phytotherapie?

Programm für Kurse, Ausbildung und Weiterbildung:

Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur (Schweiz)

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Glarus, Zürich, Schwyz, Wallis, Graubünden, Schaffhausen, Luzern, Bern, Basel, Aargau, St. Gallen.

CANNABIS-KAPSELN BESSER WIRKSAM ALS EIN JOINT

Cannabis-Kapseln sind einer Studie zufolge besser wirksam für die Schmerzbekämpfung als das Rauchen von Joints. Demnach spüren Versuchspersonen nach dem Einnehmen von Kapseln des Präparats Dronabinol (THC) Schmerzen später als nach dem Rauchen von Cannabis.

Die Wirkung der Kapseln hält ausserdem länger an als die Wirkung des Joints, berichtet die Psychiaterin Ziva Cooper von der Columbia University in New York.

Dronabinol wird in einigen Ländern ärztlich verschieben gegen Schmerzen, Schwindel und Übelkeit bei Krebs-Patienten, gegen Appetitlosigkeit bei AIDS-Kranken und gegen Muskelkrämpfe… Zum vollständigen Text hier…

TSCHECHIEN: CANNABIS BALD IN APOTHEKEN ERLAUBT

In Tschechien sollen Patienten künftig Cannabis auch in Apotheken erhalten.

Das meldet das Tschechische Radio und verweist dabei auf Gesundheitsminister Leos Heger. Vorgängig war ein Gesetz in Kraft getreten, wonach Mediziner Cannabis in gewissen Fällen als Medikament verschreiben dürfen. Die Menge darf jedoch 80 Dollar monatlich nicht überschreiten. Auch wird Cannabis nicht von den Krankenkassen übernommen.

Zu den Krankheiten, bei denen Cannabis zur Behandlung angewendet wird, zählen unter anderem Multiple Sklerose, Parkinson, Krebs und Aids… Zum vollständigen Text hier…

TSCHECHIEN: PARLAMENT GIBT CANNABIS AUF REZEPT FREI

Cannabis darf in Tschechien in Zukunft für medizinische Zwecke genutzt werden. Der Senat als zweite Parlamentskammer hat einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Nun braucht es noch die Unterschrift des Präsidenten. Es isei ein Heilmittel, das unerträgliche und chronische Schmerzen zu ertragen helfe, erklärte der konservative Abgeordnete und Arzt Pavel Bem, welcher die Vorlage eingebracht hatte. Menschen, die schwer erkrankt sind – beispielsweise an Krebs oder Multipler Sklerose – bekommen Cannabis-Medikamente künftig auf ärztliches Rezept. Für die Kosten müssen sie jedoch selber aufkommen… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS-WIRKSTOFF GEGEN EPILEPSIE ERFORSCHT

Für Cannabis sativa könnte es bald ein weiteres Anwendungsgebiet geben, schreiben Wissenschaftler der University of Reading im „British Journal of Pharmacology“. Sie haben gezeigt, dass das Cannabinoid mit dem Namen Cannabidivarin zur Therapie von Epilepsie eingesetzt werden könnte.

Der nicht psychoaktive Cannabis-Wirkstoff hatte im Tierversuch eine krampflösende Wirkung gezeigt. Klinische Studien sollen Ende des Jahres beendet werden.

In Deutschland sind Cannabis-Extrakte bislang in dem Fertigarzneimittel Sativex (Almirall) enthalten. Als Rezeptursubstanz gibt es darüber hinaus das synthetisch hergestellte Dronabinol… Zum vollständigen Text hier…

LANGZEITKONSUM VON CANNABIS REDUZIERT INTELLIGENZQUOTIENT (IQ)

US-Wissenschaftler kamen in einer fast 40 Jahre andauernden Studie zum Schluss, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) vermindern kann. Der IQ sinkt umso stärker, je früher die Menschen beginnen, Cannabis zu konsumieren.

Bei Langzeitkonsum von Cannabis stellten die Wissenschaftler um Madeline Meier von der Duke University in Durham fest, dass sich gewisse regionen des Gehirns deutlich verschlechterten und dieser Zustand über Jahre anhält.

Zudem zeigte die Studie, dass Langzeitkiffer mehr Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren oder sich an etwas zu erinnern… Zum vollständigen Text hier…

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Weiterbildung & Ausbildung für Pflegeberufe in Phytotherapie (Heilpflanzen-Anwendungen)

Heilpflanzen-Anwendungen für Pflegeheim, Spitex, Klinik, Palliative Care.

Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende, Tagesseminare zu speziellen Themen.

Am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Kursprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Graubünden, Schwyz, Wallis, Luzern, Basel, Bern, Aargau, Zürich, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen.

 

DRONABINOL (THC) VERMINDERT DICKDARMBEWEGUNGEN BEI REIZDARMPATIENTEN

Am Institut CENTER für klinische und epidemiologische Erforschung von Darmerkrankungen in Rochester (USA) wurde eine Studie mit 75 Patienten, die an einem Reizdarm litten, durchgeführt, darunter 35 mit Reizdarm und Verstopfung, 35 mit Reizdarm und Durchfall und fünf mit Reizdarm und alternierender Verstopfung und Durchfall. Sie bekamen eine Dosis Plazebo oder 2,5 mg oder 5 mg Dronabinol. Der Wirkstoff in Dronabinol ist Tetrahydrocannabinol (THC), auch bekannt als wichtigster Inhaltsstoff der Cannabispflanze… Zum vollständigen Text hier…

KALIFORNIEN: BEHANDLUNG MIT „MEDIZINISCHEM MARIHUANA“ GESTOPPT

Die US-amerikanische Bundesregierung hat entschieden, die in etwa 15 Bundesstaaten praktizierte Abgabe von Cannabis zu therapeutischen Zwecken nicht länger zu dulden. Dieser Beschluss trifft vor allem den bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien, wo „medizinisches Marihuana“ im Jahr 2003 durch ein Landesgesetz legalisiert worden war.

Den Landesgesetzen, die die Anwendung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken gestatten, steht ein Bundesgesetz von 1970 entgegen, das Cannabis als Betäubungsmittel mit hohem Suchtpotenzial einstuft und darum dessen medizinische Anwendung generell verbietet… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS ALS HEILMITTEL: ZULASSUNG FÜR SATIVEX®-SPRAY IN DEUTSCHLAND

Sativex® ist seit einigen Jahren schon in verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Kanada und Grossbritannien im Handel. Seit dem 1. Juli 2011 ist Sativex® nun auch in Deutschland offiziell erhältlich. Für die Schweiz ist allerdings bis jetzt noch kein Markteinführungstermin in Sicht.

Der Sativex-Spray ist zugelassen als Zusatztherapie bei MS-Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik, die nicht angemessen auf eine andere antispastische Arzneimittelbehandlung angesprochen haben.

Ein Sprühstoss beinhaltet 2.7mg Tetrahydrocannabinol (THC) und 2.5mg Cannabidiol (CBD)… Zum vollständigen Text hier…

MULTIPLE SKLEROSE: MARIHUANA VERSCHLECHTERT KOGNITION

Der langjährige Marihuana-Konsum war in einer kleinen Fall-Kontroll-Studie in Neurology (2011; 76: 1153-1160) bei Patienten mit multipler Sklerose (MS) mit signifikant schlechteren Resultaten in kognitiven Tests verbunden.

Einige MS-Kranke verwenden Marihuana, um Schmerzen zu lindern und Spastiken zu reduzieren.

Die Praxis ist in Deutschland illegal und der medizinische Wert unter Fachleuten umstritten. Jeder mögliche Vorteil müsse zudem sorgfältig gegen die möglichen Konsequenzen für die kognitive Leistungsfähigkeit abgewogen werden, erklärt die American Academy of Neurology in ihrer Pressemitteilung zu den Resultaten einer Studie aus Kanada… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS & PSYCHOSE

Der Cannabis-Konsum von Jugendlichen wird immer wieder mit der Entstehung von Psychosen in Verbindung gebracht. Gemäss den Berechnungen von Meta-Analytikern in den Archives of General Psychiatry (2011; doi: 10.1001/­archgen­psychiatry.­2011.5) setzen die Psychose-Erkrankungen bei Cannabis-Konsumenten signifikant früher ein.

Zahlreiche jugendliche Psychose-Patienten sind Cannabis­abhängig. Doch dies muss nicht heissen, dass die Rauschdroge die Ursache der Psychose ist. Möglich wäre auch eine umgekehrte Kausalität, nach der die Psychose die Patienten empfänglicher macht für eine Droge mit psychoaktiver Wirkung. Die meisten Fachleute neigen allerdings zu der Ansicht, dass Cannabis bei vulnerablen Personen der letzte Auslöser für eine Psychose sein kann oder aber deren Symptome verstärkt… Zum vollständigen Text hier…

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Interessiert an Kräuterkurse & Kräuterwanderungen?

Fundiertes Heilpflanzenwissen in Lehrgängen für Weiterbildung und Ausbildung:

Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar.

Kräuterwanderungen zum Kennenlernen von Heilpflanzen, Wildkräutern und Alpenblumen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Schwyz, Wallis, Aargau, Bern, Graubünden, St. Gallen, Basel, Zürich, Schaffhausen, Glarus, Luzern.

Programm: Seminar für Integrative Phytotherapie.

Tagesseminare und Lehrgänge auch für Pflegende aus Spitex, Pflegeheim, Palliative Care und Klinik, die fundierte Heilpflanzen-Anwendungen für ihr Berufsfeld kennenlernen möchten.

CANNABIS-WIRKSTOFF THC LINDERT APPETITLOSIGKEIT WÄHREND TUMORTHERAPIE

Tetrahydrocannabinol, der rauschauslösende Hauptwirkstoff der Hanfpflanze, der beim Konsum von Cannabis die berühmten Essanfälle bewirkt, könnte einer Studie zufolge auch in der Krebsbehandlung hilfreich sein. Tetrahydrocannabinol (THC) kann den Appetit von Krebspatienten anregen, wie die Studie zeigte.

Eine Krebserkrankung oder die damit einhergehende Therapie führe häufig dazu, dass der Patient keinen Appetit mehr habe und zu wenig esse, schreibt Wendy Wismer von der kanadischen Universität Alberta in der Studie. „Lange Zeit hat man gedacht, dass man nichts dagegen tun kann.“ Eine erste Vergleichsstudie habe jetzt jedoch gezeigt, dass der im Cannabis enthaltene Wirkstoff THC auch den Appetit von Krebspatienten steigere… Zum vollständigen Text hier…

FÖRDERT CANNABIS-KONSUM INFEKTIONEN UND KREBS?

Der Konsum von Cannabis beim Rauchen von Marihuana schwäche das Immunsystem deutlich und mache damit das Auftreten von bestimmten Infektionen und Krebsarten wahrscheinlicher. Das fanden Forscher der University of South Carolina heraus und veröffentlichten die Studie im European Journal of Immunology (doi: 10.1002/eji.201040667).

Verantwortlich dafür ist ein spezieller Typ von Abwehrzellen, die sogenannten myeloischen Suppressorzellen. Deren Aktivität wird bei Cannabis-Konsumenten gefördert, was das Immunsystem schwächt… Zum vollständigen Text hier…


NEUROPATHIESCHMERZ: GERINGFÜGIGE LINDERUNG DURCH CANNABIS

Die Inhalation von Cannabis hat in einer kleinen placebokontrollierten Studie neuropathische Schmerzen signifikant gelindert. Die Resultate der Studie wurden im kanadischen Ärzteblatt (CMAJ 2010; doi: 10.1503/cmaj.091414) publiziert. Die Konzentration der Droge und die Effektstärke der Wirkung waren allerdings gering.

Cannabis sativa wurde schon im 3. Jahrtausend vor Chr. zur Behandlung von Schmerzen verwendet und seit zwölf Jahren kann diese Wirkung auch über eine Aktivierung von endogenen Cannabinoiden im Gehirn erklärt werden. Beides belegt die therapeutische Wirksamkeit aber noch nicht…… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS: PSYCHOSE-RISIKO NICHT UNTERSCHÄTZEN

Vor psychischen Erkrankungen durch die Anwendung von Cannabis-Medikamenten hat der Psychiater Ekkehard Englert gewarnt. «Zwar kann Cannabis entspannend wirken, Übelkeit reduzieren und den Appetit anregen», erklärte der Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Erfurter Helios-Klinikum im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Es bestehe jedoch das Risiko, dabei an Schizophrenie zu erkranken. Mehrere Untersuchungen belegten, dass Cannabiskonsumenten ein zwei- bis dreifach grösseres Risiko haben, eine Psychose zu erleiden…… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS: WECHSELWIRKUNGEN MIT MEDIKAMENTEN

Dass Cannabis nicht nur Droge und Genussmittel ist, sondern in manchen Bereichen auch zu den wirksamen Heilpflanzen gerechnet werden muss, ist inzwischen gut belegt. So lindert Cannabis oder sein Wirkstoff THC Muskelspastik bei Multiple Sklerose oder Nebenwirkungen von Chemotherapie bei Krebserkrankungen (Übelkeit, Appetitlosigkeit)…… Zum vollständigen Text hier…

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Kräuterwanderungen und Kräuterkurse in der Schweiz

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Kräuterwanderungen und Kräuterkurse in den Kantonen Aargau, St. Gallen, Basel, Bern, Luzern, Zürich, Schaffhausen, Glarus, Graubünden, Wallis, Schwyz.....

Ausserdem: Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur für Berufsleute aus Pflege (z. B. Spitex, Pflegeheim, Palliative Care, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin. Lehrgang Heilpflanzen-Seminar für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.

Detailprogramm im Portal Heilpflanzen-Info: Kräuterwanderungen & Kräuterkurse.

BEVÖLKERUNG AKZEPTIERT CANNABIS ALS ARZNEIMITTEL

Der Einsatz von Cannabis zur Behandlung Schwerkranker findet in Deutschland einer Umfrage zufolge breite Zustimmung. Bei einer Emnid-Befragung im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft «Cannabis als Medizin» (ACM) waren über 75 Prozent der angerufenen Bürger dafür, Cannabis-Produkte zur Behandlung chronischer Schmerzen oder zur Linderung der Spastiken bei Multipler Sklerose zuzulassen. Das teilte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“, Franjo Grotenhermen, mit…… Zum vollständigen Text hier…

DEUTSCHLAND: VERSCHREIBUNG VON CANNABIS SOLL VEREINFACHT WERDEN

In Deutschland sollen künftig Cannabis-Medikamente leichter auf Rezept zu erhalten sein. Nach FDP-Angaben haben die Koalitionsfraktionen grundsätzlich Einigung erzielt über eine entsprechende Änderung des Betäubungsmittelrechts. Die Gesetzesänderung solle ermöglichen, Cannabis-Medikamente in Deutschland herzustellen und für eine Behandlung zu verschreiben. Auch die Versorgung sterbender Menschen will die Koalition verbessern, um in der letzten Lebensphase deren Schmerzen zu lindern. Heime und Hospize dürften dann über Notfallvorräte an Betäubungsmitteln verfügen…… Zum vollständigen Text hier…

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SCHMERZTHERAPIE BEGRÜSST ERLEICHTERTE ZULASSUNG FÜR CANNABIS-MEDIKAMENTE

Die Entscheidung der Regierungskoalition, Zulassung und Verordnungsfähigkeit von Fertigarzneimitteln mit natürlichen oder synthetischen Cannabis-Wirkstoffen (Cannabinoiden) zu erleichtern, wird von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. und der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga e.V. unterstützt. „Es ist an der Zeit, Cannabis aus der Schmuddelecke zu holen“,erklärt der Göppinger Schmerzmediziner Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga…… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS & PSYCHOSE-RISIKO

Ein Cannabiskonsum von Teenagern geht, hauptsächlich wenn er früh einsetzt, mit einem vergrösserten Risiko auf eine nicht affektive Psychose einher. Dies zeigte eine prospektive Beobachtungsstudie die in den Archives of General Psychiatry (2010; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.6) publiziert wurde. Sie untermauert eine in früheren Studien aufgefallene Assoziation, ohne dass sie die Kausalität beweisen kann…… Zum vollständigen Text hier…

US-STUDIE: HASCH WIRKSAM GEGEN SPASTIK BEI MULTIPLER SKLEROSE

Extrakte der Cannabispflanze können einer neuen US-Analyse zufolge Beschwerden bei Multipler Sklerose. Die Auswertung mehrerer Studien habe gezeigt, dass eine bestimmte Kombination der Extrakte spastische Muskelbewegungen vermindere und die Mobilität der Patienten verbessere, erklären Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles.
“Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden”, stellt Lakhan im US-Fachmagazin BMC Neurology fest….. Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS-EXTRAKT HILFT MULTIPLE-SKLEROSE-KRANKEN

Eine Studie an Multiple-Skerose-Patienten in Großbritannien hat die günstige Wirkung von Cannabis-Extrakt belegt. Dies teilte das Berliner Institut für klinische Forschung (IkF) mit. Die vom IkF in Auftrag gegebene Untersuchung mit einem Cannabis-Extrakt habe das Befinden jedes dritten MS-Patienten spürbar verbessert, erklärte der Leiter der Untersuchung, Marcus Reif. «30 Prozent der Studienteilnehmer fühlten sich besser, in der Placebo-Kontrollgruppe waren es nur 15 Prozent», stellte Reif fest. Mit Blick auf Verschlechterungen der Symptome sei das Resultat genau andersherum: Bei nur rund 15 Prozent der Kranken hätte sich der Zustand verschlechtert, in der Placebo-Gruppe seien es mehr als doppelt so viel gewesen…… Zum vollständigen Text hier…

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Heilpflanzen-Anwendungen für die Pflege

Fundierte Weiterbildung & Ausbildung für Pflegende aus Spitex, Palliative Care, Pflegeheim und Klinik am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Schweiz).

Info: Phytotherapie in der Pflege

Kursprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderung für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen St. Gallen, Zürich, Bern, Basel, Luzern, Glarus, Schwyz, Graubünden, Wallis, Schaffhausen, Aargau.

CANNABIS ALS HEILPFLANZE – ES TUT SICH WAS

Schmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder Depressionen sind nur ein Teil der Beschwerden, welche bei Krankheiten wie Krebs, Aids oder Multipler Sklerose (MS) auftreten können. “Das muss man nicht erleiden”, erklärt Dr. Franjo Grotenhermen von der “Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin”. Täglich erhalte er Hilferufe von Patienten, die mehr über die Möglichkeit einer Cannabis-Behandlung wissen wollten.
Eine Heilung verspricht die Cannabis-Anwendung nicht. Nach den Erfahrungen des Mediziners aus dem sauerländischen Rüthen lindert Cannabis bei zahlreichen schweren und meist unheilbaren Krankheiten wie Krebs, Aids, MS aber einen Teil der Beschwerden…… Zum vollständigen Text hier….

US-REGIERUNG GENEHMIGT MARIHUANA ALS HEILMITTEL

Die US-Regierung hat grünes Licht für die medizinische Anwendung von Marihuana gegeben, sofern dies von Gesetzen in den Bundesstaaten gedeckt ist. «Es hat für uns keinen Vorrang, Ressourcen des Bundes für die strafrechtliche Verfolgung von Patienten oder ihren Betreuern einzusetzen, wenn dies den Gesetzen der Staaten entspricht», erklärte US-Justizminister Eric Holder. Gleichzeitig werde die Regierung jedoch nicht dulden, dass sich Drogenschmuggler hinter solchen Richtlinien versteckten…… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS-RAUCHEN IN DER PUBERTÄT: ERHÖHTES RISIKO FÜR HODENKREBS?

Starker Konsum von Cannabis (Marihuana) während der Pubertät kann das Risiko für eine speziell aggressive Form von Hodenkrebs vergrössern. Davor warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne unter Bezug auf eine aktuelle US-Studie mit rund 370 Hodenkrebspatienten im Alter zwischen 18 und 44 Jahren (siehe Fachzeitschrift Cancer Band 115(6), Seite 1215-1223, 2009)…… Zum vollständigen Text hier….

FORSCHUNG: CANNABIS ALS ANTIBIOTIKUM?

Antibakterielle Eigenschaften von Cannabis sativa sind bereits seit den Fünfzigerjahren bekannt. In den letzten Jahren hat die Forschungstätigkeit zu Tetrahydrocannabinol und seinen Abkömmlingen aber stark zugenommen.

Ein Team der Universität Ost-Piemont hat in Kooperation mit der “School of Pharmacy” London die antibiotischen Wirkungen der bekanntesten Cannabinoide untersucht: THC (Tetrahydrocannabinol), CBG (Cannabigerol), CBC (Cannabichromen), CBD (Cannabidiol) und CBN (Cannabinol). Diese Substanzen zeigten gegen Bakterienstämme Wirkung, welche gegen klassische Antibiotika Resistenzen zeigten. Dazu zählen MRSA- Stämme (methicillinresistente Staphylokokkus aureus), welche für viele nosokomiale Infektionen verantwortlich sind…… Zum vollständigen Text hier…

CANNABIS ALS HEILMITTEL ZULASSEN!

Um Cannabis als Droge tobt ein heftiger Streit. Cannabis wird einerseits idealisiert und andererseits dämonisiert. Ich selber bin in dieser Frage ziemlich nüchtern und total unbekifft. Mit Cannabis konnte ich noch nie etwas anfangen. Als Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde habe ich mich aber intensiver mit den medizinischen Wirkungen von Cannabis befasst. Das Ergebnis dieser Recherchen ist eindeutig: Sowohl die wissenschaftlichen Forschungen als auch die Erfahrungen in der Praxis deuten darauf hin, dass Cannabis zu den wichtigsten Heilpflanzen zählt.
Cannabis lindert zum Beispiel sehr effektiv Spastik bei Patienten mit Multipler Sklerose oder Querschnittlähmung. Die spastische Symptomatik zeigt sich einerseits durch Muskelschwäche, Ungeschicklichkeit und Störungen der Feinmotorik, andererseits durch einen erhöhten Tonus der Muskulatur, durch Muskelschmerzen und spontane Muskelkrämpfe….. Zum vollständigen Text hier…