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[Buchtipp] “Populismus für Anfänger”, von Walter Ötsch und Nina Horaczek

Populismus-AnfaengerVerlagsbeschreibung

Die simple Welt der Populisten

Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich – die Populisten scheinen in Europa unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Und alle anderen agieren, als gäbe es keine Strategien gegen die rechten Volksverführer. Dabei besitzen Rechtspopulisten einen einfachen Kern, nämlich das selbstgestrickte Bild einer gespaltenen Gesellschaft: Hier sind WIR und dort sind die ANDEREN. Dieses Bild erklärt die Sprache, die Taktiken, die innere Organisation und die Eskalationsdynamiken der Rechtspopulisten auf ungemein klare Art. Der Kommunikationsexperte Walter Ötsch und die Journalistin Nina Horaczek zeigen in dieser “Anleitung zur Volksverführung” als fiktive Coaches, wie man erfolgreicher Populist wird. So entlarven sie klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen und entschlüsseln ihre Codes – und Sie erfahren, was Sie selbst gegen rechte Endzeitpropheten tun können.

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Zum Autor Walter Ötsch

Prof. Dr. Walter Ötsch ist Ökonom und Kommunikationswissenschaftler an der Johannes Kepler Universität Linz. Er leitet das Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz, ist Autor mehrerer Bücher und als Trainer und Coach für Führungskräfte tätig.

Zur Autorin Nina Horaczek

Nina Horaczek  studierte Politikwissenschaften und arbeitet seit dem Jahr 2000 bei der österreichischen Wochenzeitung „Falter“,aktuell als Chefreporterin. Horaczek widmet sich intensiv dem Thema Rechtsextremismus und ist Autorin mehrerer Sachbücher.

 

Kommentar von Martin Koradi

Während das Buch „Was ist Populismus“ von Jan-Werner Müller ein kompaktes Konzept bietet dazu, was Populismus ist (und was nicht), liefern Ötsch und Horaczek die praktische Analyse der populistischen Rhetorik. Hier wird Punkt für Punkt seziert, wie demagogische Strategien funktionieren. Das ist sehr erhellend und zudem unterhaltsam formuliert.

Ötsch und Horaczek haben sich intensiv mit den langjährigen Erfahrungen auseinandergesetzt, die Österreich mit dem Rechtspopulismus hat, angefangen mit dem „Superstar“ Jörg Haider, der mit seinen Skandalen und seiner Politik das Bundesland Kärnten gehörig ins Trudeln gebracht hat.

Im Vorwort schreiben die Autoren:

„Dieses Buch fusst auf den Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte. Es zeigt auf, mit welchen Tricks die Demagogen unserer Zeit arbeiten und welches Welt- und Menschenbild dahintersteht. In diesem buch lernen Sie, selbst zum Superdemagogen zu werden und Spass daran zu haben, die demagogischen Codes zu entschlüsseln. Sie erfahren ausserdem Gegenstrategien, was jede und jeder Einzelne, was wir alle gemeinsam gegen rechte Entzeitpropheten tun können. Denn nur wer versteht, wie Volksverführung funktioniert, ist immun gegen das Gift, das die Verführer versprühen.“

Den Kernpunkt ihres Ansatzes formulieren Ötsch und Horaczek so:

„Rechtspopulismus ist alles andere als ein Geheimnis. Im Gegenteil: Rechtspopulismus beruht auf einem einzigen Grundgedanken, einem selbstgestrickten Bild der Gesellschaft. Dieses Bild ist die Basis des Rechtspopulismus.  So sieht das Bild aus: Hier sind WIR und dort sind die ANDEREN. Diese beiden Gruppen braucht der Rechtspopulismus. Sonst nichts.“

Diese Grundeinteilung stimmt zwar, doch braucht es schon mehr für einen ausgewachsenen Populismus. Jan-Werner Müller würde wohl sagen, dass die Anführer von WIR als Populisten behaupten, dass sie und nur sie das Volk vertreten.

Das Buch „Populismus für Anfänger“ nimmt aber die rhetorischen Strategien der Populisten sehr differenziert auseinander und lohnt sich für alle, die an der Erhaltung demokratischer Gesellschaftsmodelle interessiert sind.

Wobei aber – als Wort zu Schluss – dem Populismus nicht nur auf rhetorischer Ebene begegnet werden kann. Es braucht beispielsweise auch überzeugende politische Programme und Angebote der nicht-populistischen Parteien. Manchmal werfen nämlich Populisten durchaus relevante Fragen auf, auch wenn ihre Antworten und Lösungsvorschläge noch nie irgendwo funktioniert haben.

Ausserdem: Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterkursen und Kräuterwanderungen.

 

Pflanzenschutzmittel bedrohen Fledermäuse

Fledermäuse sind als Tiergruppe sehr bedroht. Viele Menschen setzten sich aber für Fledermäuse ein und die gesamte Tiergruppe steht in Europa unter Schutz.

Eine Studie der Universität Koblenz-Landau kommt nun zum Schluss, dass die Pestizidbelastung der Nahrung zu Langzeiteffekten bei Fledermäusen führen kann.

Bevor die EU ein Pflanzenschutzmittel die Marktzulassung bekommt, wird es einer gesetzlich vorgeschriebenen Risikoabschätzung unterzogen. Anhand verschiedener Szenarien werden die Risiken für verschiedene Lebewesen geprüft – sowohl akute Auswirkungen als auch Langzeiteffekte wie zum Beispiel Auswirkungen auf die Vermehrung. Bisher wird in dieser Risikoabschätzung zwar geprüft, ob neue Pflanzenschutzmittel Vögel und Säugetiere schädigen, die Fledermaus taucht in dieser Richtlinie zur Risikobetrachtung bei der Zulassung von Pestiziden jedoch nicht auf.

Studien weisen schon darauf hin, dass Fledermäuse speziell empfindlich auf Pestizide reagieren. Dass die bedrohten Fledermausarten bei der Risikoabschätzung nach wie vor schlichtweg ignoriert werden, hängt laut Dr. Carsten Brühl und Peter Stahlschmidt vom Institut für Umweltwissenschaften Landau mit einem Datenmangel zusammen. Das habe damit zu tun, dass die meisten Untersuchungen zu Fledermäusen in Naturschutz- oder Waldgebieten stattfanden, erklärt Stahlschmidt. Bislang sei nicht untersucht worden, ob Fledermäuse für ihre Nahrungsaufnahme überhaupt in Kulturlandschaften aktiv sind. Und das, obgleich mehr als die Hälfte der Fläche der BRD landwirtschaftlich genutzt werde. In einer vorangegangenen Untersuchung konnten die Forscher auf intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen total 14 Fledermaus-Arten nachweisen.

In ihrer aktuellen Studie untersuchten die Landauer Ökotoxikologen auf einer Obstbaumplantage die Nahrung der Fledermäuse genauer. Zwei Wochen lang nach Ausbringen des kommerziellen Pflanzenschutzwirkstoffes Fenoxycarb, der das Wachstum von Insekten hemmt, maßen die Forscher die chemischen Rückstände auf Fliegen und Faltern. Die höchsten Pestizidrückstände fanden sie bei Insekten und Spinnen, die auf den Blättern der Obstbäume saßen. Weniger mit dem Pestizid belastet waren die Fluginsekten. Auf dieser Datenbasis berechneten die Wissenschaftler – wie es bei einer Risikoabschätzung üblich ist – stufenweise verschiedene Szenarien für Fledermäuse, die sich in der Plantage ernähren. Im errechneten Bestfall, in dem die Fledermäuse ihre Nahrung zum Teil auch in unbelasteten Gegenden aufnehmen können, waren Langzeiteffekte bei einer der sechs in der Berechnung verwendeten Fledermaus-Arten nicht auszuschließen, im schlechtesten Falle bei drei Fledermaus-Arten. Am stärksten betroffen waren diejenigen Fledermaus-Arten, die als Nahrung auf Obstbäumen sitzende Insekten und Spinnen verspeisen.

Das tatsächliche Risiko könnte für die Tiere sogar noch höher liegen als errechnet, vermutet Stahlschmidt. Weil für die Fledermaus keine Sensitivitätsdaten existieren, verwenden die Berechnungsformeln im Bewertungsverfahren die Toxizitätsdaten der Hausmaus und kalkulieren einen Sicherheitsfaktor von 5 mit ein. Die Fledermaus sei jedoch aufgrund ihrer ökologischen Eigenschaften wie einer langen Lebenszeit und geringen Nachkommenschaft mit meistens einem Jungtier ein sehr empfindlicher Organismus, sagt Stahlschmidt. Deshalb könne wahrscheinlich sogar ein Empfindlichkeitsunterschied größer als 5 zwischen der Hausmaus und der Fledermaus liegen. Das könnte bedeuten, dass auch bei den Fledermaus-Arten, die nur die weniger belasteten Fluginsekten bevorzugen, ein nicht akzeptables Risiko existiert.

Wenn die gefährdeten Flugsäuger nachhaltig geschützt werden sollen, muss sich also dringend etwas ändern. Das aktuelle Zulassungsverfahren für Pestizide müsse auf Fledermäuse ausgeweitet werden und weitere Forschungsarbeiten zur Empfindlichkeit der Säugergruppe gegenüber Pestiziden seien umgehend notwendig, sagt Stahlschmidt.

Die Studie „Bats at risk? Bat activity and insecticide residue analysis of food items in an apple orchard”, Peter Stahlschmidt and Carsten A. Brühl ist in der internationalen Fachzeitschrift “Environmental Toxicology and Chemistry publiziert worden und online abrufbar unter:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/etc.1834/abstract

Quelle:

http://idw-online.de/pages/de/news493080

Kommentar & Ergänzung:

Fledermäuse sind eine interessante Tiergruppe, doch braucht es einige Grundkenntnisse (Wo? Wann?), wenn man sie intensiver beobachten will.

Die Studie der Universität Koblenz-Landau zur Pestizidbelastung von Fledermäusen spricht meines Erachtens für die Bevorzugung der Biolandwirtschaft.

In der Diskussion um biologisch angebaute Lebensmittel geht es oft um die Frage, ob solche Produkte für die Konsumentinnen und Konsumenten gesünder oder im Geschmack überlegen seien.

Dazu gebt es durchaus widersprüchliche Studienergebnisse.

Aber das die Biolandwirtschaft weniger Pestizide in die Umwelt zerstäubt und damit viele Tiere schont, schleckt einfach keine Geiss weg. Das reicht mir als Argument, um wo möglich Bioprodukte vorzuziehen.

Es gibt übrigens 30 verschiedene Fledermausarten in der Schweiz:

Familie Rhinolophidae

Gattung Rhinolophus

Grosse Hufeisennase                Rhinolophus ferrumequinum

Kleine Hufeisennase                 Rhinolophus hipposideros

Mittelmeer Hufeisennase        Rhinolophus euryale

Familie Vespertilionidae

Gattung Myotis

Bartfledermaus                         Myotis mystacinus

Brandtfledermaus                     Myotis brandtii

Wimperfledermaus                  Myotis emarginatus

Fransenfledermaus                  Myotis nattereri

Bechsteinfledermaus               Myotis bechsteinii

Grosses Mausohr                     Myotis myotis

Kleines Mausohr                      Myotis blythii

Wasserfledermaus                   Myotis daubentonii

Langfussfledermaus                Myotis capaccinii

Nymphenfledermaus               Myotis alcathoe

Gattung Pipistrellus

Zwergfledermaus                    Pipistrellus pipistrellus

Rauhautfledermaus                Pipistrellus nathusii

Weissrandfledermaus           Pipistrellus kuhlii

Mückenfledermaus                Pipistrellus pygmaeus

Gattung Nyctalus

Kleiner Abendsegler             Nyctalus leisleri

Grosser Abendsegler            Nyctalus noctula

Riesenabendsegler                Nyctalus lasiopterus

Gattung Eptesicus

Nordfledermaus                    Eptesicus nilssonii

Breitflügelfledermaus          Eptesicus serotinus

Gattung Hypsugo

Alpenfledermaus                   Hypsugo savii

Gattung Vespertilio

Zweifarbenfledermaus          Vespertilio murinus

Gattung Barbastella

Mopsfledermaus                    Barbastella barbastellus

Gattung Plecotus

Braunes Langohr                    Plecotus auritus

Graues Langohr                     Plecotus austriacus

Alpenlangohr                          Plecotus macrobullaris

Gattung Miniopterus

Langflügelfledermaus            Miniopterus schreibersii

Familie Molossidae

Gattung Tadarida

Bulldoggfledermaus               Tadarida teniotis

Weitere Infos:

Stiftung Fledermausschutz

http://www.fledermausschutz.ch/

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Garten: Weissdorn, Holunder, Wacholder statt Mahonie, Cotoneaster & Co.

Einheimische Sträucher im Garten vorziehen

Wer in seinen Garten Tiere locken und sie beobachten möchte, sollte auf jeden Fall auch einheimische Sträucher pflanzen. Oft werden bevorzugt fremdländische Ziergehölze und Nadelbäume gepflanzt, die für die einheimische Tierwelt nur von bescheidenem ökologischem Nutzen sind. Zwar werden zum Beispiel auch die Blüten der Zwergmispel (Cotoneaster) von Bienen umschwärmt und die Beeren der Mahonie von Amseln gefressen. Das ist aber kein Vergleich zu dem überaus reichen Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern.

Sie bieten unseren Wildvögeln einen wichtigen Lebensraum.

Die Früchte des heimischen Weißdorns (Crataegus spec.) werden zum Beispiel von 32 Vogelarten gefressen, die des nahverwandten nordamerikanischen Scharlachdorns dagegen nur von zwei Arten. Der heimische Wacholder ernährt sogar 43 Vogelarten, der oft in Gärten gepflanzte Chinesische Wacholder jedoch nur eine einzige Art.

Ähnlich verhält es sich mit Insekten, deren Larven oftmals auf wenige oder gar nur eine einzige Nahrungspflanze spezialisiert sind. Während heimische Wildsträucher ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für viele Insekten in allen Entwicklungsstadien bieten, wird man an exotischen Gehölzen in unseren Gärten kaum jemals Fraßspuren von Raupen entdecken. Ein gutes Beispiel hierfür ist der beliebte, aber nichtheimische Sommerflieder (Buddleja) oder Schmetterlingsstrauch – für erwachsene Falter zwar eine sehr begehrte Nektarquelle, als Raupenfutterpflanze jedoch absolut wertlos. Ohne Raupen fehlt aber die Nahrungsgrundlage für Meisen und andere Vögel. Auch ein wohlmeinend aufgehängter Nistkasten nützt dann nicht mehr viel.

Dagegen nisten im schützenden Dickicht von Sträuchern wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen gerne zahlreiche Vögel wie Heckenbraunelle und Nachtigall. Im Herbst bieten die bunten Beeren den Vögeln einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich zum Beispiel jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch zahlreiche Säugetiere wie Mäuse und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.
Zahlreiche gute Gründe also, im Herbst einige einzelne Sträucher zu setzen oder eine ganze Hecke aus mehreren Arten anzulegen. Im übrigen sind einheimische Sträucher anspruchsloser und widerstandsfähiger, auch gegen witterungsbedingte Einflüsse und gegen Schädlinge. Zudem ist für jeden Gartenstandort etwas dabei: Weißdorn und Wildrosen lieben es sonnig, Haselnuss und Pfaffenhütchen genügt ein halbschattiger Standort und die Heckenkirsche gibt sich sogar mit einem schattigen Plätzchen zufrieden. Einheimische Sträucher sind jedoch nicht nur nützlich, sondern sehen auch hübsch aus. Und sie bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Quelle:

http://hamburg.nabu.de/projekte/garten/gartentipps/05228.html

www.nabu.de

Kommentar & Ergänzung:

Für Naturbeobachtungen empfehle ich Ihnen meine Naturseminare

– Weissdorn, Holunder und Wacholder sind im Übrigen auch wichtige Heilpflanzen:

Weissdorn ist die wichtigste Herzpflanze der Phytotherapie, Schwarzer Holunder wirkt gegen Erkältungskrankheiten und Wacholderbeeren lindern Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl.

– Aus der Mahonie (Mahonia aquifolium, Zierberberitze) werden Salben hergestellt, die unterstützend eingesetzt werden bei Psoriasis, also bei Schuppenflechte.

– Beim Weissdorn-Strauch ist ein Problem im Auge zu behalten: Weissdorn überträgt – wie z. B. Cotoneaster, Loorbeermispel (Photinia davidiana), Vogelbeere – die Pflanzenkrankheit Feuerbrand, die durch Bakterien (Erwinia amylovora) verursacht wird.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

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Efeu als wichtige Nektarquelle im Herbst

Eine Umfrage unter Bienen, Wespen, Fliegen und Schmetterlingen würde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen. Die Kletterpflanze blüht nämlich erst, wenn sonst nur noch wenige Nektarquellen zur Verfügung stehen; meist ab Ende August und dann bis in den November oder sogar Dezember hinein. Die in einer Halbkugel angeordneten, unscheinbar gelbgrünen Blüten sind völlig offen, so dass Insekten aller Art einen offen gedeckten Tisch vorfinden. Praktisch alles, was sechs Beine hat, kommt im Herbst hier zu Besuch vorbei, von Ameisen über Fliegen, Schwebfliegen aller Art, Wespen, Bienen und Falter. Selbst Marienkäfer weichen nun mangels Blattläusen gerne auf energiereichen Efeu-Blütennektar um.

Und nach dem Verblühen ist der Efeu eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Die im Winter blauschwarz heranreifenden Früchte werden hauptsächlich von Staren, Amseln und anderen Drosseln gerne gefressen.

Quelle:

http://www.nabu.de/nabu/nh/2009/4/11635.html

Kommentar & Ergänzung:

Extrakte aus Efeublättern zeigen schleimlösende und krampflösende Wirkung gegen Husten. Efeu eignet sich aber nicht als Kräutertee. Extraktpräparate mit standardisiertem Wirkstoffgehalt verwenden.

Achten Sie jetzt im Herbst doch einmal auf den Efeu mit seinen vielen Besuchern und schneiden Sie den Efeu nicht ausgerechnet jetzt in der Blütezeit zurück.

Wenn Sie mehr über die Wunder der Natur lernen möchten, dann kommen Sie einfach in eines meiner Natur-Seminare, wenn Sie an Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie oben über den Menüpunkt „Kurse“ die aktuellen Lehrgänge und Kurse.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Mehr Chancen für Schmetterlinge

Schmetterlinge sind wohl die beliebtesten Insekten. Viele Schmetterlingsarten sind aber bedroht, hauptsächlich durch Zerstörung ihrer Lebensräume. Um ihre Existenzgrundlage zu sichern, braucht es hauptsächlich politische Massnahmen.

Ein Stück weit können aber auch alle Menschen direkt Schmetterlinge fördern durch Verbesserung ihrer Nahrungsgrundlagen.

Während Raupen an Blättern, Blüten, Zweigen, Holz oder Wurzeln fressen, ernähren sich Schmetterlinge hauptsächlich von Nektar. Sie benutzen ihren langen, meist eingerollten Rüssel, um die zuckerhaltige Flüssigkeit aus den Blütenkelchen zu saugen. Bei dieser Gelegenheit werden sie mit Blütenstaub eingepudert. Zahlreiche Falter sind durch ihre Rüssellänge an eine bestimmte Blütenart angepasst. So wird für die Pflanze sichergestellt, dass der Falter, wenn er von Blüte zu Blüte fliegt, den Pollen nur auf gleichartige Blüten trägt und deren Bestäubung gewährleistet. Auch zahlreiche Raupen fressen ausschließlich an einer Pflanzenart.

Nachfolgend eine Liste mit Futterpflanzen für Schmetterlinge und eine Liste mit Futterpflanzen für Raupen (Quelle: http://www.bund.net)

Nektarpflanzen für Falter

Bartblume (Caryopteris)

Blaukissen (Aubrietia)

Disteln – zahlreiche Arten und Gartenformen, auch Kugeldistel (Echinops) und Edeldistel (Eryngium)

Fetthenne (Sedum telephium)

Herbstaster (Aster novae-angliae)

Judastaler (Lunaria)

Lavendel (Lavandula)

Phlox

Prachtscharte (Liatris)

Sommerflieder (Buddleja)

Steinkraut (Alyssum)

Thymian (Thymus)

Fraßpflanzen für Raupen

Ampfer (Rumex): Dukatenfalter, Feuerfalter

Brennnessel (Urtica): Tagpfauenauge, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Admiral, Landkärtchen

Brombeere (Rubus): Kaisermantel, Brombeerzipfelfalter, Perlmutterfalter

Disteln (Carduus, Cirsium u.a.): Distelfalter, Admiral

Doldenblütler (Apiaceae) – z.B. Fenchel, Dill, Wilde Möhre, Möhre: Schwalbenschwanz

Faulbaum (Rhamnus): Zitronenfalter

Fetthenne (Sedum telephium): Apollo

Flockenblumen (Centaurea): Scheckenfalter

Geißblatt (Lonicera): Kleiner Eisvogel

Ginster (Genista): Bläulinge, Brombeerzipfelfalter

Gräser – z.B. Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter

Habichtskraut (Hieracium): Scheckenfalter

Himbeere (Rubus): Kaisermantel, Perlmuttfalter, Brombeerzipfelfalter

Hopfen (Humulus): Tagpfauenauge

Kreuzblütler (Brassicaceae) – z.B. Ackersenf, Kohl, Kresse, Raps, Rüben, Judastaler: Weißlinge, Resedafalter, Aurorafalter

Kronwicke (Coronilla): Heufalter, Bläulinge

Lauchkraut (Alliaria): Weißlinge

Natterkopf (Echium): Distelfalter

Phlox: Aurorafalter

Platterbse (Lathyrus): Bläulinge

Schmetterlingsblütler (Fabaceae) – z.B. Goldregen, Klee, Luzerne, Platterbse, Wicke: Senfweißling, Bläulinge, Postillon

Thymian (Thymus): Bläulinge

Veilchen (Viola): Kaisermantel, Perlmuttfalter

Wegerich (Plantago): Scheckenfalter, Kleiner Maivogel, Feuerfalter

Weg-Rauke (Sisymbrium): Weißlinge, Aurorafalter

Weide (Salix): Schillerfalter, Trauermantel, Großer Fuchs

Weißdorn (Crataegus): Segelfalter, Baumweißling

Wicke (Vicia): Heufalter, Senfweißling

Roter Wiesenklee (Trifolium pratense): Waldbläuling

Zitterpappel (Populus tremula): Großer Eisvogel

Kommentar & Ergänzung:

Schmetterlings-Bestimmungsbücher und Literatur mit Hintergrundwissen über Schmetterlinge finden Sie im Buchshop.

Schmetterlinge sind auch ein Thema in meinen Natur-Seminaren, die einen guten Einstieg bieten zum Kennenlernen vieler faszinierender Pflanzen und Tiere.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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[Buchtipp] Schmetterlinge, Tagfalter der Schweiz, von Thomas Bühler-Cortesi

Verlagsbeschreibung

Mit diesem Band ist nun erstmals ein handliches Bestimmungsbuch für die Tagfalter der Schweiz erhältlich, das sämtliche Arten von der Alpensüdseite bis in den Jura vorstellt. Die über 200 Schmetterlingsarten sind – mit eindrücklichen und detailgenauen Farbzeichnungen – jeweils in Originalgröße abgebildet und die wichtigsten Bestimmungsmerkmale so hervorgehoben, dass ein rasches Bestimmen möglich ist. Zudem wird von jedem Falter auch ein Farbfoto der Raupe gezeigt. Knappe und fachkundige Texte zu den Merkmalen, den Futterpflanzen der Raupen und dem Lebensraum vermitteln ein umfassendes Bild der Art. Die Verbreitungskarte und eine Tabelle zur jahreszeitlichen Entwicklung von Eier, Raupe, Puppe und Falter ergänzen die wichtigen Informationen. Mit einer Auflistung der ähnlichen Arten und den jeweiligen Unterscheidungsmerkmalen wird das Schmetterlingsporträt abgerundet. Zum Shop

Kommentar:

Schmetterlinge – Tagfalter der Schweiz

Wer sich für Schmetterlinge interessiert, ist mit diesem Bestimmungsbuch sehr gut bedient. Dank handlichem Format und geringem Gewicht ist es ausgezeichnet geeignet als Begleiter auf Wanderungen in der Natur. Es überzeugt aber auch durch präzise Abbildungen und informative Texte. Verbreitungskarten der Schmetterlinge in der Schweiz erleichtern die Bestimmung.

Dem Verlag und dem Autor kann man zu diesem Werk nur gratulieren.

Wer sich umfassend über Lebensweise und Lebensräume der Tagfalter informieren will, greift besser zum Buch „Tagfalter und ihre Lebensräume“, das sich aber aufgrund von Gewicht und Format nicht als Naturführer im Freien eignet.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

[Buchtipp] Schmetterlinge und ihre Lebensräume Tagfalter und ihre Lebensräume, Band 1, Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz

Verlagsbeschreibung

Das Leben der Schmetterlinge und ihre Entwicklung. Die Lebensräume. Der Rückgang der Schmetterlinge. Schutzmassnahmen.
Familien: Papilionidae (Ritter), Pieridae (Weisslinge), Nymphalidae (Edelfalter), Satyridae (Augenfalter), Lycaenidae (Bläulinge).
Umfang: Über 1300 Farbbilder, über 600 Strichzeichnungen, 25 Farbtafeln, XI + 516 Seiten. Zum Shop

Kommentar:

Tagfalter und ihre Lebensräume

Dieses Meisterwerk von einem Buch beschreibt die Tagfalter der Schweiz und ihre Lebensräume fundiert, umfassend und detailliert. Es entstand in jahrelangem Teamwork durch die führenden Schmetterlingskundler der deutschen Schweiz, wobei Fach- und Hobby-Lepidopterologen zusammenarbeiteten (Lepidopterologen = Schmetterlingskundler).

Das Buch stellt alle Lebensphasen der Tagfalter mit ausgezeichneten Fotos und Texten vor: Eier, Raupen, Puppen, Falter.

Auch die Gefährdung der Schmetterlinge, die Ansprüche an ihre Lebensräume und die wichtigen Futterpflanzen werden ausführlich erläutert.

Wer auf Heilpflanzen-Exkursionen mit offenen Augen unterwegs ist, begegnet immer wieder faszinierenden Tagfaltern. Ist nun das Interesse geweckt, bietet dieses Buch eine Fülle von spannenden Informationen über diese Tiere.

Allerdings eignet sich „Tagfalter und ihre Lebensräume“ nicht so gut als Bestimmungsbuch im Gelände, weil es ziemlich gross und schwer ist. Am Schluss des Buches werden aber alle Tagfalter der Schweiz übersichtlich mit Farbtafeln vorgestellt. Farbkopien von diesen Seiten lassen sich gut als Bestimmungshilfe mit ins Freie nehmen, wobei aber dann die präzise Beschreibung der Tagfalter fehlt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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