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EFSA publiziert Sicherheitsevaluation für Catechine im Grüntee

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Evaluation der Sicherheitsdaten von Catechinen im Grüntee durchgeführt. Grund dafür waren Meldungen von Leberschäden, die möglicherweise in Zusammenhang mit der Verwendung von Grünteeprodukten stehen.

Catechine sind die wichtigsten Flavonoide, die im Grüntee enthalten sind, wobei mengenmässig Epigallocatechingallat (EGCG) dominiert.

Die EFSA kommt in ihrer Untersuchung zum Schluss, dass Catechine in Aufgüssen und anderen Grünteegetränken generell sicher sind.

In Europa wird die aufgenommene Tagesmenge an EGCG über traditionelle Grünteeaufgüsse auf 90 bis 300 mg geschätzt.

Bei Erwachsenen, die Grünteegetränke in grossen Mengen konsumieren, kann sie bis zu 866 mg erreichen. Der regelmässige Genuss von Grüntee ist sehr beliebt. Beobachtungsstudien vor allem aus China und Japan zeigen, dass Grünteekonsumenten ein verringertes Risiko für Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen haben.

Andererseits können mit Schlankheitsprodukten auf der Basis von Grüntee für Erwachsene durchaus Catechindosen von über 800 mg/Tag zugeführt werden.

Bei so hohen Tagesdosen ist der Verdacht auf Leberschädigung aufgetaucht. Fachleute konnten bisher noch keine sichere Dosis definieren.

Bei Tagesdosen unter 800 mg gibt es keine Hinweise auf Leberschädigung.

Bei Recherchen wurden sehr variable Mengen an EGCG-Tagesdosen aus Nahrungsergänzungsmitteln mit Grüntee (5-1000 mg Catechine) gefunden.

Eine Rolle könnte auch die unterschiedliche Art der Einnahme spielen: Während Teeaufgüsse üblicherweise mit der Nahrung und über den Tag verteilt getrunken werden, werden Nahrungsergänzungsmittel eher nüchtern und als einzelne Tagesdosis eingenommen.

Um den Verbraucherschutz zu verbessern empfiehlt die EFSA, Grünteeprodukte deutlicher zu kennzeichnen mit Angabe des Catechingehalts. Darüber hinaus rät sie zu weiteren Studien zur Wirkung von Grünteecatechinen.

Literatur:

_European Food Safety Authority, Scientific opinion on the safety of green tea catechins, 18.04.2018

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5685&NMID=5685&LANGID=2

 

Kommentar & Ergänzung:

Dass Grünteekonsum in Mengen, wie sie in China und Japan üblich sind, unschädlich ist, erscheint jedenfalls plausibel. Mit Nahrungsergänzungsmitteln kann man aber EGCG in Dosen aufnehmen, die weit darüber hinaus gehen. Hier ist Vorsicht durchaus angebracht. Die Empfehlung der EFSA, den Catechingehalt bzw. EGCG-Gehalt von Grünteeprodukten besser zu deklarieren, ist daher sinnvoll.

Bei Grüntee-Extrakten würde ich auch eine Angabe des DEV begrüssen. Dadurch lässt sich mindestens annähernd umrechnen, wieviel Tassen Grüntee eine Kapsel mit Grüntee-Extrakt entspricht. DEV = Droge-Extrakt-Verhältnis („Droge“ meint hier: getrocknete Arzneipflanze). Eine Erklärung zum DEV findet sich auf Wikipedia:

« Das Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV), genau genommen das „native“ Droge-Extrakt-Verhältnis (DEVnativ), wird bei Drogenextrakten deklariert. Es gibt an, welche Ausgangsmenge an Droge für die Bereitung einer bestimmten Menge des Extraktes eingesetzt wurde. Für einen Trockenextrakt mit einem DEV von z. B. 10:1 bedeutet dies, dass 1 Teil Trockenextrakt aus 10 Teilen Droge gewonnen wurde, also wurde für die Bereitung von 10 g Trockenextrakt 100 g Droge eingesetzt. Mit dieser Zahl kann bei der Dosierung des pflanzlichen Arzneimittels immer auf die dafür eingesetzte Drogenmenge umgerechnet werden. Damit können auch verschiedene Trockenextrakte einer Droge in ihrer Qualität verglichen werden und Rückschlüsse auf die Anreicherung der Inhaltsstoffe gezogen werden. Trockenextrakte haben je nach eingesetztem Pflanzenteil ein DEV von 5 bis etwa 50:1, Fluidextrakte (Flüssigextrakte) haben ein DEV von 1:1 bis 1:2, Dickextrakte (zähflüssige Extrakte) beispielsweise 3-6:1, Tinkturen und andere alkoholische Extrakte meist 1:7 bis 1:9 bzw. 1:4 bis 1:4,5, je nachdem welche Menge Alkohol für die Extraktion der Droge eingesetzt wurde.»

Quelle: Wikipedia

Die erwähnten Beobachtungsstudien, die auf ein verringertes Risiko für Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen bei Grünteekonsumenten hinweisen, sind zwar interessant, können aber eine Wirksamkeit nie einwandfrei belegen.

Bei Beobachtungsstudien werden Bevölkerungsgruppen verglichen und es wird nach Zusammenhängen zwischen dem Auftreten von bestimmten Krankheiten und zum Beispiel bestimmten Ernährungsgewohnheiten geforscht.

Wenn man aber nun beispielsweise eine japanische und eine europäische Bevölkerungsgruppe vergleicht und dabei feststellt, dass in der japanischen Gruppe – die deutlich mehr Grüntee konsumiert – bestimmte Krebsarten seltener sind, dann ist damit noch nicht klar belegt, dass dieser Unterschied auf den Grünteekonsum zurückzuführen ist. Menschen in Japan unterscheiden sind an vielen Punkten von Menschen in Europa. Sie essen zum Beispiel auch mehr Soya, mehr Fisch, mehr Gemüse, weniger Fleisch….

In den Beobachtungsstudien zeigten sich die positiven Effekte von Grüntee zudem erst bei Gruppen, die relativ hohe Dosen täglich konsumierten, etwas 8 – 10 (japanische) Tassen.

Fazit: Wer Grüntee gern hat, kann ihn problemlos als Genusstee trinken, aber lieber nicht in exzessiv hohen Dosen. Mit konzentrierten Grüntee-Präparaten wäre ich zurückhaltend, vor allem, wenn es ausschliesslich um Vorbeugung geht.

Wer trotz fehlendem eindeutigem Wirksamkeitsnachweis Grüntee zum Beispiel zur Metastasen-Prophylaxe bei Krebserkrankungen einsetzen möchte, muss tägliche mehrere Tassen Grüntee trinken, allerdings nicht direkt wärhend einer Chemotherapie, da Grüntee die Wirksamkeit der Chemotherapie reduzieren kann.

Für den erwähnten Einsatz von Grüntee-Präparaten als Schlankheitsprodukte fehlen überzeugende Wirksamkeitsbelege.

Siehe dazu:

Grüntee zur Gewichtsreduktion? (1)

Grüntee zur Gewichtsreduktion? (2)

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Grüntee zur Gewichtsreduktion

Der „Tages-Anzeiger hat gerade einen Artikel publiziert mit dem Titel „Was beim Abnehmen wirklich hilft – 10 Methoden im Vergleich.“

Aus phytotherapeutischer Sicht ist dabei der Abschnitt über Grüntee am interesssantesten:

„Grüntee-Extrakte finden sich in vielen Abnehmsupplementen. Etliche Studien haben gezeigt, dass Epigallocatechingallat (EGCG), ein Hauptinhaltsstoff von Grüntee, beim Fettverbrennen helfen kann. Forscher vermuten, dass Grüntee die Aktivität des Hormons Noradrenalin ankurbelt und so zur verstärkten Fettverbrennung beiträgt. Diverse Studien haben gezeigt, dass Grüntee-Extrakte zu einem moderaten Gewichtsverlust beitragen können, vor allem beim Bauchfett.“

Zu den Nebenwirkungen stellt der Autor fest, dass Grüntee in der Regel gut vertragen wird.

Der Abschnitt endet mit folgendem Fazit:

„Grüntee und Grüntee-Extrakte können die Fettverbrennung leicht ankurbeln und möglicherweise mithelfen, Bauchfett zu verlieren.“

Quelle:

https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/was-beim-abnehmen-wirklich-hilft-10-methoden-im-vergleich/story/22217708

Kommentar & Ergänzung:

Als Quellen für seine Auswertung gibt der Autor an:

„National Institutes of Health, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Healthline, The Conversation u.a.“

Das Thema ist interessant. Grüntee wird ja für eine ganze Reihe von Anwendungsbereichen erforscht und empfohlen, darunter auch zur Gewichtsreduktion.

Die Ergebnisse aus Studien sind dabei allerdings oft nicht so eindeutig, wie die Werbung sie uns darstellt.

Das Portal „Medizin Transparent“ verweist auf eine Cochrane-Metaanalyse aus dem Jahr 2012:

„ In einer 2012 publizierte Arbeit der Cochrane Collaboration haben sich Hinweise verdichtet, dass Grüntee-Mittel möglicherweise nicht hilfreich für ein gesundes, langfristiges Abnehmen zur Reduktion von Gesundheitsrisiken sind – dies würde nämlich eine Gewichtsreduktion von mindestens fünf Prozent erforderlich machen.“

Mit anderen Worten:

In den zusammengefassten Studien zeigte sich eine geringe Gewichtsreduktion, die aber unterhalb von 5% lag. Damit ist sie nach Ansicht der Autoren zu klein, um gesundheitlichen Nutzen zu bringen.

Hier gibt’s einen Auszug aus der Cochrane-Studie

 

Ungeklärt ist zudem die Frage, wieviel Grüntee oder Grüntee-Extrakt ich einnehmen muss, damit diese Gewichtsreduktion von weniger als 5 % eintritt.

Von den Erkenntnissen aus anderen Anwendungsbereichen übertragen könnten es ziemlich hohe Mengen sein.

Ich selber trinke gerne ab und zu einen Grüntee, aber nicht als Wundermittel zur Gewichtsreduktion, sondern eher als Bereicherung und Abwechslung in der Ernährung.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Medikamentenverkauf: Migros versus Apotheken & Drogerien

Ab 2019 werden in der Schweiz gewisse Medikamente auch im Detailhandel erhältlich sein. Dabei geht es auch um Heilpflanzen-Präparate.

Gegenwärtig prüft die Heilmittelbehörde Swissmedic, welche Arzneimittel in Zukunft von dieser Liberalisierung betroffen sind. Damit setzt Swissmedic die im revidierten Heilmittelgesetz angestrebte Förderung der Selbstmedikation um.

Grossverteiler wie Migros und COOP begrüssen diese Entwicklung selbstverständlich und möchten möglichst viele Präparate verkaufen dürfen.

Die Branchenvertreter der Apotheken und Drogerien sind ebenso selbstverständlich dagegen und warnen vor Gefahren.

Beide Seiten operieren mit fragwürdigen Argumenten.

Bisher sind in der Schweiz die meisten Medikamente nur in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Migros strebt aber deutsche Verhältnisse an. In Deutschland werden viel mehr Arzneimittel im Detailhandel verkauft.

Martin Bangerter, Zentralpräsident des Schweizerischen Drogistenverbandes, macht auf die Gefahren aufmerksam, wenn man sich unbesehen an den Verkaufsvorschriften anderer Länder orientiere, etwa wenn in Deutschland Johanniskraut-Dragées im Supermarkt verkauft werden. Diese gegen Depressionen und Stimmungsschwankungen eingesetzten pflanzlichen Mittel könnten im Zusammenhang mit anderen Medikamenten unerwünschte Nebenwirkungen haben, sagt Bangeter. Er weist darauf hin, dass Johanniskraut die Wirkung der Pille zur Schwangerschaftsverhütung abschwächen könne und dass dieses Beispiel zeige, weshalb eben auch bei scheinbar unproblematischen Heilmitteln eine Fachberatung nötig sei.

Diese Argumentation ist grundsätzlich nachvollziehbar. Johanniskraut-Extrakte mit ihren möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten taugen nicht für den Verkauf im Supermarkt.

Aber was sagt dazu die Migros?

Jürg Maurer, bei Migros stellvertretender Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik, kontert: «Wir fordern keine Höchstdosierungen, sondern moderat dosierte Präparate, die in Deutschland in jedem Supermarkt seit Jahren erhältlich und absolut selbstbedienungstauglich sind.»

Der Migros sei kein einziger Fall bekannt, bei welchem es mit einem frei verkäuflichen Johanniskrautpräparat zu den genannten Interaktionen gekommen sei, betont Maurer.

Damit hat er höchstwahrscheinlich Recht. Mit den niedrig dosierten Johanniskraut-Präparaten, wie sie die Supermärkte in Deutschland verkaufen, sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kaum zu erwarten.

Was Maurer nicht sagt: Von diesen niedrig dosierten Johanniskraut-Präparaten sind auch keine Wirkungen zu erwarten.

Effekte in diesem tiefen Dosisbereich sind weder plausibel noch durch Studien belegt (im Gegensatz zu den hochdosierten Extrakten).

Das scheint für die Migros aber kein Kriterium zu sein. Hauptsache, sie kann mehr Medikamente verkaufen…….

Ins Regal stellen will die Migros künftig auch Schmerzmittel auf pflanzlicher Basis mit Weidenrinde-Pulver. Das Präparat wird sich bestimmt gut verkaufen, aber auch hier fällt ein wesentlicher Punkt unter den Tisch: Studien mit positiven Ergebnissen gibt es nur für Weidenrindenextrakt-Präparate, die wesentlich konzentrierter sind und dadurch einen deutlich höheren Gehalt an schmerzstillendem Salicin haben. Wirksamkeit scheint auch hier für die Migros kein Kriterium.

Die Vertreter der Apotheken und Drogerien argumentieren aber auch nicht überzeugend.

Der Apothekerverband Pharmasuisse weist darauf hin, dass die Kundschaft im Detailhandel vermehrt durch «Pseudomedikamente» getäuscht werden könnte, speziell verpackte Medizinprodukte, Ernährungsergänzungsmittel oder Nahrungsmittel, die eine unrealistische Wirkung versprächen.

Pharmasuisse-Generalsekretär Marcel Mesnil sagt:

«Im Selbstbedienungsladen gibt es an der Kasse niemanden, der die Leute berät.»

Dort müssten sich die Patienten auf ihre eigene Einschätzung verlassen, die auch falsch sein könne. In der Apotheke oder Drogerie dagegen könne eine falsche Selbsteinschätzung im Beratungsgespräch korrigiert werden.

Das ist zumindestens schönfärberisch. Apotheken und Drogerien verkaufen selber aktiv und passiv (auf Verlangen) sehr viele „Pseudomedikamente“, ohne dass ihnen das grossen Kummer bereitet, solange es zum Umsatz beiträgt.

Für Bachblüten, Schüssler-Salze, Homöopathika und Spagyrika gibt es keine überzeugenden Belege. Unrealistische Wirkungsversprechungen dazu präsentieren die Schaufenstern von Apotheken und Drogerien aber noch und noch, ganz abgesehen von den Beratungen in den Geschäften.

Bei den Phytopharmaka ist nur eine Minderheit fundiert durch Studien belegt und viele Heilpflanzen-Präparate fallen durch unsinnige Zusammensetzung oder ungenügende Dosierung auf. Und auch eine ganze Reihe von synthetischen Medikamenten hat ihre Zulassung vor einigen Jahrzehnten bekommen auf der Grundlage von Studien, die heutigen Qualitätskriterien bei weitem nicht genügen.

Dass Mitarbeitende in Apotheken und Drogerien die Kundschaft hier kritisch beraten ist meiner Erfachrung nach eher die Ausnahme als die Regel. Wer mit fundiertem Heilpflanzen-Wissen in Apotheken und Drogerien fachliche Fragen stellt, bekommt oft falsche oder nichtssagende Antworten. Und Testkäufe von Konsumentenorganisationen zeigen immer wieder lückenhafte und falsche Beratungen.

Hier ein Beispiel für skrupellose Kundentäuschung aus der Apotheke:

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtsreduktion

Apotheken und Drogerien sollten also den Mund nicht zu voll nehmen, was ihre überragende Beratungskompetenz gegenüber den Grossverteilern angeht.

Die Migros ist jedoch genauso wenig überzeugend. Sie begründet ihren Druck zugunsten einer Liberalisierung des Medikamentenverkaufs natürlich nicht mit dem zusätzlichen Markt und dem Umsatz, den sie damit machen kann. Sie präsentiert sich als Preisbrecherin zugunsten der Konsumenten.

In Drogeriemärkten in Deutschland seien frei verkäufliche Arzneimittel zum Teil erheblich günstiger, sagt Martin Schläpfer, Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik bei der Migros. Einen Grund für die hohen Preise in der Schweiz sieht er im fehlenden Preiswettbewerb. Schläpfer ist überzeugt, dass die Konkurrenz durch die Detailhändler die Preise in der Schweiz endlich ins Rutschen bringen werde.

Das kann sein. Die Preise werden sinken, aber die Wirksamkeit der Präparate auch. Wandert ein grosser Teil des Umsatzes mit Heilpflanzen-Präparaten zu den Grossverteilern, werden die Hersteller weniger Geld in die Entwicklung hochwertiger Extrakte und in die klinische Forschung zum Nachweis der Wirksamkeit investieren.

Um beim Beispiel Johanniskraut zu bleiben: Hersteller, die ihr niedrig dosiertes Johanniskraut-Präparat im Supermarkt verkaufen, brauchen keine Forschung, weil kein Wirksamkeitsnachweis gefordert wird. Darum wird es in diesem Bereich auch keine Forschung geben.

Hersteller, die ihr hochkonzentriertes, aber teureres Johanniskraut-Präparat als Arzneimittel in Apotheken und Drogerien verkaufen, werden weniger Umsatz machen und daher weniger in Forschung investieren können. Das schadet der Phytotherapie.

Ich selber bin bereit, einen höheren Preis für ein Heilpflanzen-Präparat zu bezahlen, wenn ich weiss, dass der Hersteller in Forschung und Entwicklung investiert hat. Trittbrettfahrer, die ein billiges, aber wirkungsloses Präparat in den Supermarkt werfen und vom Forschungs-, Entwicklungs- und Marketingaufwand anderer Hersteller profitieren, gehen bei mir leer aus.

Quelle der Zitate und Stellungnahmen:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/streit-um-medikamente-im-supermarkt/story/25388132

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gewichtsreduktion mit Bockshornklee – Studienlage ungenügend, aber was heisst das nun?

Die Arzneimittelinformationsplattform „Gute Pillen, Schlechte Pillen“ (GPSP) hat die Studienlage zum Thema „Abnehmen mit Bockshornklee“ unter die Lupe genommen und die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete darüber:

„Die aktuelle Forschungslage wurde geprüft. Bislang haben sich nur zwei wissenschaftliche Studien mit diesem Thema beschäftigt. Und auch die boten aufgrund ihrer geringen Zahl an Probanden keine vernünftige Bewertungsgrundlage.“

„Der Standard“ weißt zudem auf den Widerspruch hin, dass Bockshornklee auch gegen Appetitlosigkeit empfohlen wird:

„Auch Appetitlosigkeit ließe sich damit heilen. Wie paradox klingt es dann, dass Firmen damit werben, man könne mit ihren Produkten, die Bockshornklee enthalten, abnehmen.“

Quelle:

http://derstandard.at/2000053654073/Schmaeh-Abnehmen-mit-Bockshornklee

Kommentar & Ergänzung:

Bockshornkleesamen werden für alles Mögliche empfohlen – von Haarausfall bis Impotenz – und wie im „Standard“ erwähnt gegen Appetitlosigkeit und als Schlankheitsmittel. Solche „Indikationslyrik“ ist immer mehr oder weniger fragwürdig und ein Grund, genauer hinzuschauen.

Komplementärmedizin: Indikationslupe unter die Lupe nehmen!

Ich möchte hier allerdings zeigen, dass die Sachlage nicht so einfach und eindeutig ist, wie GPSP und der „Standard“ sie darstellen.

Die Einschätzung von GPSP trifft zu: Es gibt keine guten Studien, die eine Wirkung von Bockshornkleesamen zur Gewichtsreduktion beweisen.

Vor allem der „Standard“ lässt sich aber zu Aussagen hinreissen, die genauso fragwürdig sind:

„Schmäh: Abnehmen mit Bockshornklee.

Die unabhängige Plattform ‚Gute Pillen – schlechte Pillen’ entlarvt Bockshornklee als untauglich zur Gewichtsreduktion, es fehlt jeder Beweis. Es ist der alte Traum von Übergewichtigen: Wer sich zu dick fühlt, nimmt ein einen Wirkstoff aus der Natur und verliert Gewicht, weil auch der Hunger weg ist. Diese Illusionen werden mitunter auch ausgenutzt. So gibt es Produkte mit Bockshornkleesamen, die genau das versprechen.“

„Schmäh“, „entlarvt“ und „Illusionen werden ausgenutzt“ – das sind ziemlich unwissenschaftliche moralische Urteile. Gibt es dafür eine Basis? Meines Erachtens nein.

Die Tatsache, dass es keine guten, grossen Studien gibt, die eine Wirksamkeit von Bockshornklee zur Gewichtsabnahme belegen, bedeutet genau das und nur das: Es gibt für diese Wirkung keine Belege.

Das schliesst nicht aus, dass es trotzdem eine Wirkung geben könnte.

„Der Standard“ fordert:

„Weil Bockshornklee seit Jahrzehnten als heilsames Multitalent vermarktet wird, müssten endlich hochwertige Studien den Erfolg nachweisen – und somit für Verbraucherinnen und Verbraucher auch den Sinn der Geldausgabe rechtfertigen.“

Genau hier liegt aber ein Hund begraben und es wäre fair, wenn der „Standard“ das auch aufzeigen würde: Die Forderung nach hochwertigen Studien ist ziemlich naiv und kann wohl nur von jemandem stammen, der keine Ahnung hat von Forschung mit Heilpflanzen.

Hochwertige Studien sind sehr teuer. Bockshornkleesamen sind billig und nicht patentierbar. Kein Verkäufer von Bockhornkleesamen wird es sich leisten können, eine Million Franken in die Forschung zu stecken, damit ein paar grosse, hochwertige Studien durchgeführt werden können, die eine Grundlage bieten für eine gute Metastudie. Jeder Konkurrent, der ebenfalls Bockshornklee verkauft, könnte von dieser Forschung profitieren und seine Produkte ohne Forschungsaufwand viel billiger vermarkten. Die Chance, dass es zu Bockshornkleesamen jemals hochwertige Studien gibt, die den Ansprüchen der Evidence Based Medicine genügen, ist nahezu Null.

Gleichzeitig kritisiert GPSP aber natürlich zu Recht, wenn Bockshornkleesamen-Verkäufer grossartige Versprechungen betreffend Gewichtsreduktion machen, die durch keinerlei Belege plausibel gemacht werden können.

Die unabhängige Plattform „Medizin Transparent“ hat die Studienlage zur Wirksamkeit von Bockshornklee als Mittel zur Gewichtsreduktion ebenfalls untersucht und schreibt:

„Wir fanden nur eine einzige Untersuchung, in der die Teilnehmenden nach sechs Wochen kein Gewicht verloren hatten. Der Untersuchungszeitraum der Studie ist jedoch sehr kurz, die Teilnehmeranzahl gering und die Qualität mittelmäßig. Es bleibt daher unklar, ob Bockshornklee-Samen längerfristig helfen können, Gewicht zu verlieren.“

Quelle: http://www.medizin-transparent.at/bockshornklee-samen-abnehmen

Bockshornkleesamen als Mittel gegen Appetitlosigkeit?

Interessant ist der Hinweis von GPSP und „Standard“, dass Bockshornkleesamen eigenartigerweise auch gegen Appetitlosigkeit empfohlen werden.

Tatsächlich taucht die Indikation „Appetitlosigkeit“ auch in den Monografien der Qualitätssicherungsgremien „Kommission E“ und „ESCOP“ auf . Als wissenschaftlicher Beleg liegt dafür allerdings nur ein Tierversuch vor: Ein fett- und eiweissfreier Bockshornkleesamenextrakt führte bei Ratten zu einer signifikanten Steigerung der Fresslust und der Nahrungsaufnahme. Es gibt aber auch Erfahrungen aus der Tiermedizin mit der Anwendung von Bockshornkleepulver als Mittel zur Steigerung der Fresslust. Und in Nordafrika nehmen Frauen Bockshornkleesamen zu sich, wenn sie sich als zu mager empfinden und Gewicht zulegen möchten.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17333802

Die Empfehlung von Bockshornkleesamen gegen Appetitlosigkeit ist zwar auch nicht zweifelsfrei belegt. Insgesamt sprechen aber mehr Argumente für die Anwendung bei Appetitlosigkeit als für die Anwendung zur Gewichtsreduktion.

GPSP und der „Standard“ finden es „paradox“, dass Bockshornkleesamen sowohl gegen Appetitlosigkeit als auch zur Gewichtsreduktion empfohlen wird – und das ist es wahrscheinlich auch.

Aber auch hier muss man etwas tiefer in die Heilpflanzenkunde einsteigen:

Eine solche gegensätzliche Wirkung ist bei Heilpflanzen-Anwendungen nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Heilpflanzen enthalten verschiedene Wirkstoffe. Je nach Art der Zubereitung und Dosierung können daraus auch unterschiedliche Wirkungen folgen. Beim Bockshornklee könnten beispielsweise Schleimstoffe ein Sättigungsgefühl auslösen und dadurch zur Gewichtsreduktion beitragen, während Bitterstoffe in moderater Dosis den Appetit anregen. Aber das ist jetzt wirklich reine Spekulation und nur als illustrierendes Beispiel gedacht, um zu zeigen, dass die Fragen manchmal komplizierter sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Grüntee zur Gewichtsreduktion?

Grüntee wird immer wieder diskutiert und empfohlen zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion. Kann Grüntee die Versprechungen erfüllen?

Die Studienlage zu dieser Frage ist ziemlich ernüchternd. Die Cochrane Collaboration hat dazu im Jahr 2012 in einer Metaanalyse 12 Studien ausgewertet. Die Autoren kommen zum Schluss, dass die erreichte Gewichtsreduktion klein ist und wohl klinisch nicht relevant, zu gering also, um Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Für ein gesundes, langfristiges Abnehmen zur Reduktion von Gesundheitsrisiken wäre eine Gewichtsreduktion um mindestens fünf Prozent nötig.

Aus der Metastudie der Cochrane Collaboration:

“AUTHORS’ CONCLUSIONS:

Green tea preparations appear to induce a small, statistically non-significant weight loss in overweight or obese adults. Because the amount of weight loss is small, it is not likely to be clinically important. Green tea had no significant effect on the maintenance of weight loss. Of those studies recording information on adverse events, only two identified an adverse event requiring hospitalisation. The remaining adverse events were judged to be mild to moderate.”

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23235664

 

Da Grüntee keine Kalorien enthält ist jedoch klar, dass er im Hinblick auf eine Gewichtsreduktion zuckerhaltigen Getränken vorzuziehen ist. Zudem hat Grüntee wohl durchaus noch ein paar positive Effekte für die Gesundheit – auch wenn diesbezügliche Versprechungen manchmal gar arg ins Kraut schiessen. Wer Grüntee gern hat, soll ihn doch trinken. Wer ihn nicht gern hat, soll sich aber nicht dazu zwingen, nur weil überall zu hören ist, wie gesund dieses Getränk sei.

 

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Zügiger Spaziergang dämpft Lust auf Süsses

Ein zügiger viertelstündiger Spaziergang dämpft die Lust auf Süsses – auch bei Übergewichtigen. Das konnten Tiroler Wissenschaftler nun in einer Studie zeigen.

Doch wie kommt es zur Lust auf Süßes und wie lässt sie sich vermindern?

Mit Hunger zeigt uns der Organismus, dass er Nahrung braucht. Ob der Magen voll ist, ist dabei jedoch nicht unbedingt entscheidend.

Mitwirkend an diesem Geschehen sind biochemische Botenstoffe im Gehirn, das Glukoseniveau, aber auch der Insulinspiegel. Wer Süsses nascht, führt seinem Organismus in kurzer Zeit viel Energie zu und unterbricht diese Regulationskette. Oft sind es jedoch auch Stress oder negative Emotionen, die Essgelüste auslösen. Wie sich diese bremsen lassen, haben Wissenschaftler der Universität Innsbruck nun erstmals bei Übergewichtigen zeigen können: Bereits eine Viertelstunde zügiges Spazieren – „als ob man schnell zum Bus geht“ – genügt schon, um die Lust auf Süßes zu bremsen.

Für ihr Experiment luden die Forscher um den Sportpsychologen Martin Kopp 47 Versuchspersonen ins Labor, die über soziale Medien rekrutiert wurden. Beim ersten Termin saß eine Gruppe und las Zeitschriften, die andere Gruppe marschierte auf dem Laufband. Beim zweiten Termin war es umgekehrt. Beide Male wurde anschliessen ein psychologischer Test vorgelegt, der Stress auslöst. Danach wurde Süßes angeboten.

Resultat: Wer eine Bewegungseinheit hinter sich hatte, zeigte weniger Bedürfnis nach Süßem.

Eine Erkenntnis, die sich nach Ansicht des Sportpsychologen relativ einfach im Alltag nutzen ließe. Er empfiehlt deshalb, auch kurze Arbeitswege zu Fuß zurückzulegen.

Bisher wurde nämlich eher angenommen, dass ausdauerndere Bewegung einen Effekt hat. Die neue Erkenntnis könnte man daher künftig auch gezielter in Verhaltensprogrammen zur Gewichtsreduktion berücksichtigen, raten der Wissenschaftler.

Quelle:

http://diepresse.com/home/science/forschungsfrage/4695886/Wie-laesst-sich-die-Lust-auf-Susses-zugeln?_vl_backlink=/home/science/index.do

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0119278

Acute Effects of Brisk Walking on Sugary Snack Cravings in Overweight People, Affect and Responses to a Manipulated Stress Situation and to a Sugary Snack Cue: A Crossover Study

Autoren: Larissa Ledochowski , Gerhard Ruedl, Adrian H. Taylor, Martin Kopp

Published: March 11, 2015

DOI: 10.1371/journal.pone.0119278

Kommentar & Ergänzung:

Der Zeitpunkt der Spaziergänge könnte auch noch eine Rolle spielen.

US-Forscher feststellten nämlich fest, dass Tageslicht am Morgen fast wie ein Schlankheitsmittel wirkt: Versuchsperesonen, die morgens rausgingen, hatten bereits nach einer Woche einen geringeren BMI als erst später auftauchende Morgenmuffel – trotz gleicher Ernährung und Bewegung. Offenbar beeinflusst der Zeitpunkt der Lichtexposition unsere innere Uhr und unseren Stoffwechsel erstaunlich stark, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin “PloS ONE” erklären.

Quelle:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17417-2014-04-03.html

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Fasten zur Entschlackung?

Das Magazin „Focus“ publizierte zusammen mit dem Ernährungsexperten Thomas Ellrott einen Beitrag zum Thema „50 Mythen über unser Essen, die einfach nicht stimmen“.

Als Mythos Nr. 19 führt „Focus“ auf: „Fasten entschlackt“ – und schreibt dazu:

„Unser Körper scheidet permanent unverwertbare Stoffwechselprodukte über Haut, Nieren, Darm und Lunge aus. Per Fastenkur kommt nicht mehr heraus als normal. Ausnahme: In unseren Fettdepots sind auch fettlösliche Umweltgifte eingelagert. Radikales Fasten kann sie herauslösen. Die Abbauprodukte verteilen sich im Körper und belasten den Stoffwechsel. Gerade stark übergewichtige Menschen sollten – wenn überhaupt – nur unter ärztlicher Aufsicht an eine radikale Fastenkur herangehen. Während der Stillzeit ist Fasten absolut tabu!“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/titel-50-mythen-ueber-unser-essen-die-einfach-nicht-stimmen_id_4018331.html

Kommentar & Ergänzung:

Schön, wenn wieder mal jemand sagt, dass Fasten nicht zur Entschlackung taugt.

Schon der Begriff „Entschlackung“ ist fragwürdig.

Siehe dazu:

Entschlackung – was ist das?

Entschlackung – unnötig und ungesund

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtsreduktion 

Fastenmythen – entschlacken durch Fasten 

Fasten & entschlacken  

“Schlackenstoffe” – ein Phantom macht Karriere 

Entgiften und entschlacken – höchst fragwürdige Versprechungen 

Wenn mir jemand sagt, dass er oder sie beim Fasten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Nahrung macht, dann habe ich dagegen nichts einzuwenden.

Infrage stellen würde ich aber mit Nachdruck, dass Fasten eine sinnvolle Methode zur Gewichtsreduktion ist, und dass Fasten zur Entschlackung führt.

Diese windigen Geschichten müssten meines Erachtens endlich einmal entsorgt werden.

 

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“Basenbäder für die Bikinifigur”

Das empfiehlt „d-inside“, die Zeitschrift des Schweizerischen Drogistenverbandes (April 2013), und die Drogistinnen und Drogisten sollen nun Basenbäder ihren Kundinnen verkaufen.

Uff – einen solchen Humbug hätte ich allenfalls in einer Boulevard-Zeitung oder in einem „Frauenheftli“ erwartet, aber nicht in einer Zeitschrift, die ich bisher doch noch irgendwie zu den Fachmedien gezählt habe.

„Basenbäder können während einer Diät die Gewichtsabnahme fördern“, steht da geschrieben. Eine ebenso kühne wie faktenfreie Behauptung.

Und wie soll diese Gewichtsabnahme zu Stande kommen?

„Ein basisches Bad hat etwa einen pH-Wert von 8,5 . Dadurch wird der Säureschutzmantel der Haut gepuffert und neutralisiert. Zusätzlich entsteht ein osmotischer Druck zwischen den Körperflüssigkeiten und dem basischen Badewasser: Aus dem Bindegewebe lösen sich Säuren und abgelagerte Stoffe und werden über die Haut ausgeschieden.“

Zuerst zum Säureschutzmantel:

Der Säureschutzmantel – deshalb heisst er so – soll die Haut vor bakterieller Besiedelung schützen. Ob das wirklich so funktioniert, ist inzwischen durch Studien in Frage gestellt worden. Was aber eine Neutralisation des Säureschutzmantels bringen soll, ist sehr unklar. Hält „d-inside“ Säure grundsätzlich für schlecht? Das wäre etwas gar naiv.

Aber nehmen wir einmal an, die Neutralisation des Säureschutzmantels durch Basenbäder sei nützlich. Neutralisiert man ihn zum Beispiel mit Seife, so regeneriert er sich in spätestens einigen Stunden wieder. Soll also mit Basenbädern ein nachhaltiger Effekt auf den Säureschutzmantel erzielt werden, braucht es alle paar Stunden ein Basenbad. Das ist aber dann wirklich gut für den verkaufenden Drogisten……..

Und nun zum Thema Osmose:

Osmose soll also bewirken, dass „Säuren und abgelagerte Stoffe“ durch die Haut ausgeschieden werden. Na bravo. Osmose braucht eine semipermeable Membran, die Salzlösungen unterschiedlicher Konzentration trennt. Das Wasser bewegt sich dann durch die Membran in Richtung der höher konzentrierten Lösung. Wenn Osmose durch die Haut funktionieren würde, hätten wir Probleme in der Badewanne – das Badewasser würde in unseren Körper strömen und uns wie einen Ballon aufblähen – und wir hätten Probleme bei einem Bad im Meerwasser, weil das Wasser aus unserem Körper das Meer „verdünnen“ würde.  Begleitet von entsprechenden Abnehm- und Schrumpfeffekten auf Seiten unseres Organismus.

Ausserdem geht Wasser mittels Osmose durch die Membran, nicht „Säuren und abgelagerte Stoffe“. Und um welche Säuren und abgelagerte Stoffe soll es sich handeln? Konkrete Angaben wären da schon hilfreich.

Und wie weiss das Basenbad eigentlich, welche Stoffe es rausziehen soll und welche unbedingt im Körper verbleiben müssen?

Ausgesprochen wirr, diese Behauptungen.

Als Zusatzmassnahme empfiehlt „d-inside“:

„Vor dem Baden eine Tasse ungezuckerten Tee mit basischen Kräutern trinken und 30 Gramm Rosinen knabbern. Beides hat eine entschlackende Wirkung auf den Körper.“

Diese Aussage wirft ebenfalls eine ganze Reihe von Fragen auf:

Im Internet liest man zwar immer wieder von „basischen Kräutern“, doch wie man feststellen kann, welche Kräuter basisch sein sollen, konnte mir bisher niemand sagen (mit einer pH-Wert-Messung des Tees, was naheliegend wäre, jedenfalls nicht).

Meiner Ansicht nach ein reines Phantasieprodukt, diese basischen Kräuter.

Und wie genau wirken „basische Kräuter“ entschlackend? Indem sie Säuren (= Schlacken?) neutralisieren? Aber ein basischer Kräutertee würde bereits im Magen von der starken Salzsäure neutralisiert.

Und wie genau sollen Rosinen entschlacken?

Und welche Schlacken sollen ausgeschieden werden?

Schlacken – das ist ein weiteres Phantasieprodukt. Damit soll nichts gegen Phantasie gesagt sein, aber es kommt schon noch ein bisschen darauf an wo.

Siehe dazu:

Entschlackung – was ist das?

Entschlackung – unnötig und ungesund

“Schlackenstoffe” – ein Phantom macht Karriere

Entgiften und entschlacken – höchst fragwürdige Versprechungen

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtsreduktion

Basendiät gegen Übersäuerung des Körpers

Das basische Bad „Entspannt und reinigt Körper und Geist“ schreibt „d-inside“.

Dass ein Bad entspannen kann, liegt auf der Hand. Aber will uns „d-inside“ damit sagen, dass ein basisches Bad besonders gut entspannt? Also besser wie ein pH-neutrales Bad? Und wenn ja, wie soll das gehen?

Basenbäder reinigen den Körper. Das machen doch alle Bäder (äusserlich). Doch hier ist wohl auch die innerliche Reinigung gemeint (Osmose!). Und der Geist wird auch noch gereinigt. Wovon? Geistige Schlacken?

Wodurch? Osmose?

Wie praktisch, wenn man Körper und Geist in einem Aufwasch putzen kann! Einfach mit baden.

Fazit: Dass Basenbäder irgendeinen speziellen Nutzen haben, ist alles andere als plausibel. Und bei der Gewichtsreduktion werden sie nur helfen, wenn man so lange im Basenbad bleibt, dass man darüber zu essen vergisst, oder wenn man in der Badewasser sehr kräftig und ausdauernd strampelt.

Sollte Ihnen ihr Drogist oder ihre Drogistin demnächst ein Basenbad oder Basenpulver zum Abnehmen (oder für sonst etwas) empfehlen, sind grosse Zweifel an der Seriosität dieser Personen angebracht. Ich jedenfalls würde einen solchen Laden schnurstracks verlassen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Sport gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Ein Teil der Frauen in den Wechseljahren leidet an Hitzewallungen. Wissenschaftler empfehlen hier sportliche Bewegung.

Übergewichtige Frauen mit wenig körperlicher Bewegung leiden in den Wechseljahren häufiger unter den Symptomen einer Hitzewallung, erklärt Steriani Elavsky von der Abteilung Kinesiologie der Universität Penn State. Darüber hinaus konnten die Forschenden durch ein neues Studiendesign unterscheiden zwischen objektiven und subjektiven Hitzewallungen.

Sie beobachtete 92 menopausale Frauen für 15 Tage. Die Probandinnen, im Alter zwischen 40 – 59 Jahren und ohne aktueller Hormontherapie, bekamen einen Beschleunigungssensor zur Messung der körperlichen Aktivität. Außerdem wurden ihre Hautleitfähigkeit kontrolliert, um eine Hitzewallung zu objektivieren.

Die Annahme, dass Sport Hitzewallungen fördert, da es die Körperkerntemperatur steigert, konnte widerlegt werden. Die Untersuchungen  zeigten, dass Frauen nach sportlicher Bewegung weniger Hitzewallungen erlebten als ihre inaktiven Geschlechtsgenossinnen. Zudem zeigen die Untersuchungen, dass Übergewichtige häufiger unter den Beschwerden der Wechseljahre leiden.

Ob eine gezielte Gewichtsreduktion und regelmäßige körperliche Bewegung Symptome der Menopause lindern können, müsse nun in weiteren Studien überprüft werden, betonen die Wissenschaftler.

Quelle:

http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/menopausale-hitzewallungen-einfach-wegtrainieren.html

Steriani Elavsky et al., Menopause 2012, 25 .Juni, online first

Kommentar & Ergänzung:

„Bewegung“ ist ein zentraler Bestandteil der klassischen Naturheilkunde, wie sie sich zum Beispiel darstellt in den fünf Säulen der Naturheilkunde nach Sebastian Kneipp:

Hydrotherapie, Heilpflanzen-Anwendungen, Ernährung, Bewegung, Lebensordnung.

Die Begriffe Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Alternativmedizin werden heute oft irreführend durcheinander gemischt.

Naturheilkunde – was ist das?

Zum Thema Bewegung & Gesundheit sind in letzter Zeit zahlreiche interessante Studien publiziert worden.

Beispielsweise:

Wandern reduziert Depressionen

Gut dosierter Sport lindert Müdigkeit bei Krebs und Fibromyalgie

Regelmässiges Schwimmen hilft erhöhte Blutdruckwerte zu senken

Aktiver Lebensstil reduziert Alzheimer-Risiko

Zügig Gehen reduziert Darmkrebsrisiko

Walking und Jogging helfen gegen Migräne

Sport gegen Depressionen

Diabetes: Sport steigert Insulinproduktion

Sport vorbeugend gegen Menstruationsbeschwerden

Sport reduziert Angstsymptome

Bewegung beugt Depressionen vor

In der Phytotherapie steht bei Hitzewallungen in den Wechseljahren die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) im Vordergrund. Weniger gut geklärt sind Soja und Rotklee.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechseljahrsbeschwerden

Isoflavone aus Soja und Rotklee bei Wechseljahrsbeschwerden

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Löwenzahn als Schlankheitsmittel

„Löwenzahn macht schlank. Er enthält Kalzium, Natrium und Magnesium, das den Energiestoffwechsel fördert – dadurch werden alte Schlacken schneller aus dem Körper ausgeschieden.“

Quelle:

http://madonna.oe24.at/gesund/So-macht-Loewenzahn-schlank/74334535

Kommentar & Ergänzung:

Das Webportal Madonna schreibt hier wieder einmal einfach, was viele Leute gerne hören wollen – unabhängig vom Realitätsgehalt. Wäre doch allzu schön, wenn Löwenzahn schlank machen würde , einfach so.

Aber Kalzium, Natrium und Magnesium hat es auch in vielen anderen Wildpflanzen – weshalb solche Mineralstoffe schlank machen sollen, ist schleierhaft und Madonna erklärt es auch nicht. Genauso nebulös ist die Versprechung, dass Löwenzahn „alte Schlacken“ ausscheiden soll. „Schlacken“ gibt es bei der Erzverhüttung, aber nicht im Organismus.

Immer wenn von „Schlacken“ oder „Entschlackung“ die Rede ist, stürzt die Glaubwürdigkeit der entsprechenden Aussagen in den Keller.

Hier weitere Infos aus Wikipedia:

„Entschlackung (von Schlacke, einem Verbrennungsrückstand) ist in der Alternativmedizin ein Ausdruck für Maßnahmen, die mutmaßliche Giftstoffe und vermeintlich schädliche Stoffwechselprodukte ausscheiden sollen. Die Wirksamkeit dieser Verfahren ist nicht gegeben, die angenommenen Wirkungsweisen lassen sich nicht nachweisen.

Unschärfen bestehen sowohl in der Definition der Substanzen, die unter diese Schlacken fallen, als auch bezüglich der Maßnahmen, die als Entschlackung gelten sollen. Meist werden unter „Entschlackung“ bestimmte im Rahmen der Alternativmedizin eingesetzte Maßnahmen verstanden, die unter dem Begriff ausleitende Verfahren zusammengefasst werden, zum Beispiel Schröpfen, Cantharidenpflaster, Einläufe, Schwitzkuren, Abführmittel (Laxantien) und Fastenkur. Einige Verfahren behaupten, auch Quecksilber (beispielsweise von Amalgamzahnfüllungen), Impfstoffe oder andere Schlacken ausleiten zu können.

Ein allgemein anerkannter Nachweis, dass der Körper in diesem Sinne therapeutisch „entgiftet“ oder „entschlackt“ werden könne oder gar solle, liegt nicht vor. Während einer Fastenkur steigt sogar die Schadstoffbelastung des Blutes. Das subjektive Erleben von Heilerfolgen durch Patienten ist durch Empfindungen wie den Placeboeffekt erklärbar. Im weiteren Sinne fallen auch medizinische Therapieformen hierunter, wie etwa das Entfernen harnpflichtiger Substanzen aus dem Blut in der Dialyse durch Blutwäsche. Auch Ammoniak, der bei einer leberbedingten Hirnerkrankung im Rahmen einer Leberzirrhose vermehrt anfällt und dessen Produktion durch eine antibiotische Darmdekontamination und Lactulosebehandlung verringert wird, wäre ein Beispiel in diesem Zusammenhang.“

Und ausserdem: Wenn Löwenzahn schlank macht, dann müsste man das doch den Kühen auf Löwenzahn-reichen Wiesen ansehen……warum nur ist mir das noch nie aufgefallen?

Siehe auch:

Löwenzahn entgiftet?

Entschlackung – was ist das?

Fasten & Entschlacken

Entschlackung – unnötig und ungesund

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

Entgiften und entschlacken – höchst fragwürdige Versprechungen

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtreduktion

P.S: In der Phytotherapie sind als Anwendungsbereiche von Löwenzahnwurzel / Löwenzahnkraut anerkannt:

Störungen des Gallenflusses; zur Anregung der Diurese (Wasserausscheidung über die Nieren); Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infoportal

Grüntee

GRÜNTEE


Grüntee gegen Zahnfleischentzündung

Mundspülungen mit Grüntee schützen genauso effektiv vor Zahnbelag und Zahnfleischentzündung wie Chlorhexidin.

Chronische Gingivitis (Zahnfleischentzündung) infolge einer verstärkten Anlagerung von krankmachenden Bakterien an Zähnen und Zahnfleisch betrifft weltweit 50 bis 90 % der Erwachsenen.

Insbesondere bei Personen mit einer entsprechenden Anfälligkeit kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Konsequente, gründliche Mundhygiene kann frühzeitig der Entstehung von Plaques und Zahnfleischentzündung vorbeugen… Zum vollständigen Text hier…

Eisenpräparate nicht mit Kaffee, Grüntee, Schwarztee oder Rotwein kombinieren

Eisenpräparate sollte man nicht zusammen mit Kaffee, Schwarztee, Grüntee oder Rotwein einnehmen. Diese Getränke reduzieren die Aufnahme von Eisen in den Körper durch ihren Gerbstoffgehalt.

Gerbstoffe binden die Eisenionen.

Quelle:

http://www.t-online.de/gesundheit/id_41285508/medikamente-wechselwirkung-mit-lebensmitteln.html

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…

Grüntee vorbeugend gegen Krebs?

Hier ein “Fundstück” zur oft diskutierten Frage, ob Grüntee vorbeugend gegen Krebs wirksam ist:

“Die Polyphenole, die besonders im Grünen Tee reichlich enthalten sind, haben antimutagene und antioxidative Wirkung und hemmen im Tierversuch die Entstehung und das Wachstum von Tumoren. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass auch beim Menschen das Risiko, an Tumoren zu erkranken, durch regelmässigen Teegenuss verringert wird, allerdings in für einen Mitteleuropaer ungewöhnlich hohen Dosen (10 Tassen/Tag und mehr). Kritiker weisen darauf hin, dass die scheinbaren Wirkungen des Teegenusses auf die Häufigkeit des Auftretens von Tumoren möglicherweise auch auf die unterschiedlichen Essgewohnheiten von Teetrinkern und Menschen, die keinen Tee trinken, zurückzuführen sind… Zum vollständigen Text hier…

Grüntee zur Gewichtsreduktion?

Grüntee wird immer wieder diskutiert und empfohlen zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion. Kann Grüntee die Versprechungen erfüllen?

Die Studienlage zu dieser Frage ist ziemlich ernüchternd. Die Cochrane Collaboration hat dazu im Jahr 2012 in einer Metaanalyse 12 Studien ausgewertet. Die Autoren kommen zum Schluss, dass die erreichte Gewichtsreduktion klein ist und wohl klinisch nicht relevant, zu gering also, um Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Für ein gesundes, langfristiges Abnehmen zur Reduktion von Gesundheitsrisiken wäre eine Gewichtsreduktion um mindestens fünf Prozent nötig… Zum vollständigen Text hier…

Coffein und Thein – unterschiedlich oder dasselbe?

Letzte Woche wurde ich an einem Seminar wieder einmal gefragt, was der Unterschied sei zwischen dem Thein im Schwarztee & Grüntee, und dem Coffein im Kaffee.

Coffein und Thein sind nur zwei verschiedene Bezeichnungen für die gleiche Substanz. Heute spricht man meistens auch bei Grüntee und Schwarztee von Coffein.

Die Substanz Coffein verhält sich allerdings anders im Tee und im Kaffee.

Im Kaffee ist Coffein an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, wird nach dem Kontakt mit der Magensäure unmittelbar freigesetzt und wirkt daher rasch… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Kräuterkurse & Kräuterwanderungen

Interessiert an Kräuterwanderungen und Kräuterkursen in verschiedenen Regionen der Schweiz? Von Graubünden über die Ostschweiz bis ins Berner Oberland und Wallis: Schöne Landschaften, bunte Blumenwiesen und faszinierende Geschichten über Heilpflanzen können Sie erleben auf Kräuterwanderungen in den Kantonen Basel, Schwyz, Glarus, Wallis, Graubünden, Luzern, Bern, Zürich, St. Gallen, Schaffhausen, Aargau...

Programm: Kräuterkurse & Kräuterwanderungen. Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Lehrgänge in Phytotherapie / Pflanzenheilkunde (Heilpflanzen-Seminar, Phytotherapie-Ausbildung) in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

 

Downsyndrom: Wirkstoff EGCG aus Grüntee soll Erinnerungsvermögen verbessern

Der Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee soll einer Studie zufolge das Erinnerungsvermögen von Menschen mit Downsyndrom signifikant verbessern.

EGCG aus Grüntee kann die Gehirnaktivitäten von Menschen mit Downsyndrom deutlich verbessern. Zu diesem Resultat kommt eine Phase-2-Studie, die im Fachmagazin „The Lancet Neurology“ publiziert wurde. Nach einem einjährigen klinischen Test wiesen die Patienten ein deutlich verbessertes Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen auf, schreiben die beteiligten Forscher: Erstmalig habe hier eine Behandlung bei den kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit diesem Syndrom Wirkung gezeigt. Unabhängige Experten werteten die Befunde als vielversprechend… Zum vollständigen Text hier…

Grüntee-Extrakt zeigt im Experiment günstige Wirkung auf Gehirnfunktionen

Grüntee gehört zu den meist untersuchten Lebensmitteln der letzten Jahre. Wissenschaftler der Universität Basel fanden konnten nun mit einer experimentellen Studie zeigen, dass Grüntee-Extrakt die kognitiven Funktionen des Gehirns verbessert. Nach Ansicht der Forscher haben ihre Resultate grosses Potenzial, die Behandlung von psychischen Störungen wie Demenz zu verbessern. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «Psychopharmacology» publiziert.

In der Vergangenheit wurden Grüntee-Inhaltsstoffe (vor allem Epigallocatechingallat, EGCG) ausführlich von der Krebsforschung untersucht. Forschende interessieren sich inzwischen aber auch vermehrt für den Einfluss von Grüntee auf die Gehirnfunktionen… Zum vollständigen Text hier…

Grüntee vermindert Medikamentenwirkung

Dem Grüntee  werden eine ganze Reihe von gesundheitsfördernden oder sogar heilenden Wirkungen nachgesagt. Grüntee kann jedoch auch die Wirkung bestimmter Medikamente abschwächen. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten das nun in Zusammenarbeit mit Forschern der japanischen Universität Fukushima nachgewiesen.

Die Forscher vom Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie der FAU fanden gemeinsam mit den japanischen Wissenschaftlern heraus, dass gewiss Inhaltsstoffe des Grüntees verhindern, dass der Betablocker Nadolol vom menschlichen Organismus aufgenommen wird und seine Wirkung entfalten kann… Zum vollständigen Text hier…

Hilft Grüntee beim Abnehmen und gegen Diabetes?

Grüntee-Extrakt sei möglicherweise ein pflanzliches Arzneimittel für die Gewichtskontrolle und die Regulierung des Glukosespiegels bei Typ-2-Diabetes.

Das schreiben Wissenschaftler um Jae-Hyung Park von der Keimyung University School of Medicine in Korea im Fachblatt Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology . Sie haben die Wirkung des Pflanzenpräparats in Tierversuchen untersucht.

Bei diabetischen und fettreich ernährten Mäusen reduzierte der Grüntee-Extrakt in Kombination mit dem ungiftigen Harz Polyethylenglykol eine Gewichtszunahme sowie die Insulinresistenz und die Glukoseintoleranz… Zum vollständigen Text hier…

Regelmässiger Konsum von Grüntee kann möglicherweise Krebsrisiko vermindern

Wer regelmäßig Grüntee trinkt (etwa drei Tassen in drei Tagen pro Woche), reduziert höchstwahrscheinlich das Risiko, an einem Tumor des Verdauungssystems zu erkranken. Dieses Fazit ziehen US-Forscher aufgrund einer Langzeitstudie, an der fast 70.000 chinesische Frauen teilgenommen haben. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Magenkrebs, Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs, schreiben die Wissenschaftler im „American Journal of Clinical Nutrition“.

Quelle:

http://derstandard.at/1350260143676/Regelmaessig-gruener-Tee-reduziert-das-Krebsrisiko

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…

Grüntee-Extrakt gegen Feigwarzen

Das Präparat Veregen® (Grüntee-Extrakt) ist zugelassen zur dermalen Therapie von äusserlichen Feigwarzen im Genitalbereich und Perianalbereich bei immunkompetenten Patienten über 18 Jahren. Die Therapie wird so lange fortgesetzt, bis alle Feigwarzen abgeheilt sind, insgesamt aber nicht länger als 16 Wochen. Der Wirkmechanismus des Grüntee-Extraktes ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass die Hauptbestandteile des Grüntee-Extraktes, die Catechine, die Keratinozytenproliferation und die redoxempfindlichen Transkriptionsfaktoren hemmen.

In zwei randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studien an 1005 Patienten erreichten in der Verumgruppe (Salbe mit 10% Grüntee-Extrakt) 53.6% und in der Placebogruppe 35.4% eine vollständige Abheilung der Warzen… Zum vollständigen Text hier…

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Kräuterkurse & Kräuterwanderungen

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Grüntee-Inhaltsstoff EGCG als Therapieoption gegen Krebs erforscht

Epigallocatechingallat (EGCG) – ein Polyphenol aus dem Grüntee – hemmt das Tumorwachstum und ist möglicherweise eine Grundlage für neue Behandlungsoptionen. Das haben Forscher der schottischen University of Strathclyde in Glasgow untersucht – allerdings bisher nur im Mausmodell. Ihre neue Studie wurde veröffentlicht im Fachjournal Nanomedicine.

Epigallocatechingallat macht etwa ein Drittel der Trockenmasse des Grüntees aus und wird für zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften des Tees verantwortlich gemacht. Neben einer entzündungshemmenden und anderen Wirkungen soll dieses Antioxidans vor allem die Angiogenese (Wachstum von Blutgefässen) beeinflussen. Die Angiogenese ist ein Vorgang, der beim Tumorwachstum eine wichtige Rolle spielt… Zum vollständigen Text hier…

Wirkstoffforschung: EGCG aus Grüntee und Curcumin aus Gelbwurz hemmen Viren

Auch pflanzliche Wirkstoffe können Grippeviren wirksam bekämpfen: wissenschaftlich belegt ist dieser Effekt beispielsweise beim Flavanol Epigallocatechingallat (EGCG) und beim Farbstoff Curcumin.

Epigallocatechingallat gilt als wichtigster Wirkstoff im Grüntee (Camellia sinensis). Deutsche und kanadische Wissenschaftler konnten in-vitro zeigen, dass EGCG Viren dabei hemmt, sich an die Zielzellen anzulagern. Für Influenzaviren ( = Grippeviren) und Hepatitis-C-Viren, HIV-1 sowie Herpes-simplex 1 und 2 konnte eine Wirksamkeit von EGCG nachgewiesen werden.

Auch Curcumin, der Farbstoff der Gelbwurz (Curcuma longa), ist einer Wissenschaftlergruppe aus Taiwan zufolge antiviral wirksam. So verhindert der Wirkstoff unter anderem die Virusreplikation, indem er die virale Hämagglutinin-Aktivität vermindert… Zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE REDUZIERT CHOLESTERIN – ABER NUR WENIG

Grüntee als Getränk oder in Kapseln trägt dazu bei, erhöhte Cholesterin-Werte zu reduzieren. Allerdings ist der Effekt nur gering. Das hat eine Übersicht über 20 Studien zu diesem Thema belegt.

Schon lange ist Grüntee als Cholesterinsenker im Gespräch, doch die zahlreichen Studien zu diesem Thema ergaben kein einheitliches Bild. Eine Übersichtsarbeit sollte die offenen Fragen klären. Die US-amerikanische Wissenschaftlergruppe suchte sich dazu 20 aktuelle Studien mit insgesamt etwa 1400 erwachsenen Teilnehmern aus, die den Zusammenhang zwischen Grüntee und Blutfetten genauer untersuchten… Zum vollständigen Text hier…

VERWIRREND STUDIENLAGE ZUR WIRKUNG VON GRÜNTEE

Mehr als 100 klinische Studien prüfen die These, dass Grüntee günstig bei verschiedenen Krankheiten wirkt. Darauf haben Forscher heute auf einer Tagung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hingewiesen.

Heilende Wirkungen soll der Grüntee unter anderem haben bei Alzheimer und Parkinson, Chorea Huntington, multipler Sklerose, Duchenne Muskeldystrophie, Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Entzündungen wie Atherosklerose sowie Krebs… Zum vollständigen Text hier…

„GRÜNER TEE SCHEINT BEI ARTHROSE ZU HELFEN“

So titelt die „Aerztezeitung“ zu einem kurzen Bericht aus der Grüntee-Forschung, und fährt fort:

„Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen sollten häufiger mal eine Tasse grünen Tee trinken.“

Begründung:

„Denn in In-vitro-Experimenten reduzierte Epigallocatechin-3-Gallat, ein Polyphenol aus grünem Tee, die über Interleukin-1β induzierten Zytokine… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Interessiert an fundierter Kräuterheilkunde?

Das Heilpflanzen-Seminar in Winterthur (Kanton Zürich) über sechs Wochenenden bietet kompaktes, verlässliches Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen. Der Lehrgang richtet sich an Personen ohne medizinische Grundausbildung, die für sich oder im familiären Umfeld Heilpflanzen sorgfältig und kompetent einsetzen wollen.

Info: Was bringt Phytotherapie-Wissen medizinischen Laien?

Gesamtprogramm im Portal Heilpflanzen-Info: Fundierte Kräuterheilkunde. Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Lehrgänge in Phytotherapie (Phytotherapie-Ausbildung), für Tagesseminare zur Weiterbildung sowie für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz.

„EGCG IN GRÜNEM TEE MACHT GIFTIGE PLAQUES BEI ALZHEIMER UNSCHÄDLICH“

Unter dieser Schlagzeile berichtet die deutsche „Aerztezeitung“ über Forschungsergebnisse mit Grüntee.

Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in Grüntee kann giftige Eiweißablagerungen, wie sie bei der Alzheimer auftreten, unschädlich machen. Diese Resultate gewannen Wissenschaftler um Jan Bieschke vom Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin. Sie publizierten ihre Resultate in der Zeitschrift PNAS (doi: 10.1073/pnas.0910723107).

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die gefährlichen Eiweißablagerungen in einem mehrstufigen Vorgang durch Proteinfehlfaltung entstehen. Sie sind für die Nervenzellen giftig und leiten deren Untergang ein… Zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE GEGEN KREBS – WAS IST DAVON ZU HALTEN?

Die Frage, ob man mit Grüntee tatsächlich Krebs verhindern kann, ist nach wie vor umstritten. Dies erklärte Jutta Hübner, Ärztliche Leiterin der Komplementären Onkologie des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen in Frankfurt auf einem Praxis Update. So erlaubt ein Cochrane-Review, das 951 Veröffentlichungen mit über 1,6 Millionen Teilnehmern auswertete, nur die folgenden Aussagen….. Zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE: KEIN SCHUTZ VOR BRUSTKREBS

Wirkstoffe aus Grüntee zeigten in Labor- und Tierversuchen eine gute anti-kanzerogene Wirkung. Durch trinken von Grüntee lässt sich aber das Brustkrebsrisiko nicht senken. Das zeigte eine japanische Studie mit knapp 54 000 Frauen, deren Lebensgewohnheiten über 13,6 Jahre erfasst wurden.
Insgesamt kam es in diesem Zeitraum zu 581 Brustkrebs-Neudiagnosen. Dabei war die Brustkrebsinzidenz bei Frauen, die täglich mehr als fünf oder sogar mehr als zehn Tassen Grüntee tranken, nicht tiefer als bei Frauen, die wenig oder keinen Grüntee tranken…… Zum vollständigen Text hier…

HILFT GRÜNTEE GEGEN MUNDKREBS-VORSTUFE?

Dem Grüntee haben Mediziner schon verschiedenste gesundheitsförderliche Eigenschaften bescheinigt. Nun konnten US-Wissenschaftler einen Aspekt ergänzen: Ein Grüntee-Extrakt kann offenbar im Kampf gegen die Vorstufe von Mundkrebs wirksam sein…… Zum vollständigen Text hier…

WIRKSTOFF AUS GRÜNTEE GÜNSTIG BEI TYP-2-DIABETES

Das im Grüntee vorkommende Catechin könnte Patienten mit Typ-2-Diabetes zu einem geringeren Taillenumfang und einer verbesserten Stoffwechselkontrolle verhelfen. In einer japanischen Untersuchung nahmen 23 Patienten 3 Monate lang täglich 583 mg des Wirkstoffs zu sich, 20 Patienten einer Kontrollgruppe nur 96 mg (Obesity 17, 2009, 310)…… Zum vollständigen Text hier…

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Heilpflanzen-Anwendungen für Pflegeheim, Spitex, Palliative Care und Klinik

Fundierte Weiterbildung und Ausbildung für Pflegeberufe am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende, Tagesseminare zu einzelnen Themen.

Info: Phytotherapie in der Pflege Was ist Phytotherapie?

Gesamtprogramm im Portal Heilpflanzen-Info: Phytotherapie in der Pflege.

PROSTATAKREBS: GRÜNTEE-EXTRAKT REDUZIERT PSA

Ein aus Grüntee-Blättern hergestelltes Arzneimittel hat in einer offenen Studie, die in Cancer Prevention Research (2009; doi: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0167) publiziert wurde, bei Patienten mit Prostatakrebs vor einer geplanten Operation mehrere Tumormarker vermindert.Grüntee ist reich an Polyphenolen, denen – neben einer Reihe weiterer gesundheitsfördernder Eigenschaften – eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird.

Die Hinweise stammen zumeist aus experimentellen Untersuchungen oder aus epidemiologischen Beobachtungen, die eine geringe medizinische Aussagekraft besitzen. Inzwischen liegen aber erste Resultate aus klinischen Studien vor…… Zum vollständigen Text hier..

GRÜNTEE-WIRKSTOFF EGCG SENKT HIV-ÜBERTRAGUNG IM LABOR

Hamburger Wissenschaftler entdeckten, dass ein Wirkstoff aus Grüntee die Infektiosität von HIV-1 im Laborexperiment drastisch reduziert. Ilona Hauber und ihre Kollegen vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg sind der Ansicht, dass dieser Hemmstoff, wenn er in konzentrierter Form in mikrobiziden Vaginalcremes enthalten ist, vor der sexuellen Übertragung von HIV schützen könnte. Die Resultate ihrer Untersuchung publizierten die Virologen jetzt im Fachjournal PNAS (online Early Edition 18. Mai 2009)…… Zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE FÖRDERT GESUNDES ZAHNFLEISCH

Wer regelmäßig Grüntee trinkt, stärkt damit sein Zahnfleisch. Das haben japanische Forscher der Universität Kyushu in einer Studie mit annähernd 1.000 Männern herausgefunden.
Wie sich Grüntee-Konsum auf das Zahnfleisch auswirkt, beobachteten die Wissenschaftler um Yoshihiro Shimazaki bei 940 Männern im Alter zwischen 49 und 59 Jahren. Als Beurteilungskriterien wurden Vertiefungen der Zahnfleischtaschen, Zahnfleischverlust und Blutungshäufigkeit verwendet. Mit jeder Tasse Grüntee pro Tag verbesserten sich alle drei Werte, hält der Studienleiter im Journal of Periodontology fest…… zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE: UNERWÜNSCHTE WECHSELWIRKUNG MIT KREBSMEDIKAMENT

Grüntee wird intensiv erforscht. Aus diesem Grund erscheinen immer wieder Meldungen in den Medien über vermutete, bestätigte oder widerlegte Grüntee-Wirkungen.
Grüntee – eine neue Waffe gegen Krebs?
Unterstützt Grüntee die Tumorbehandlung?
So oder ähnlich lauten die Schlagzeilen, wobei es oft alles andere als einfach ist, die zugrunde liegenden Studien zu interpretieren.
Gerade weil Grüntee immer wieder im Umfeld der Onkologie / Krebstherapie auftaucht oder gar als Krebsheilmittel propagiert wird, scheint mir die folgende Meldung wichtig….. Zum vollständigen Text hier…

GRÜNTEE UND SCHWARZTEE: SCHUTZ VOR SCHLAGANFALL

Wer jeden Tag mehrere Tassen Tee trinkt, reduziert sein Apoplexie-Risiko. Offenbar existiert sogar ein linearer Zusammenhang. Dabei ist es gleichgültig, ob Grüntee oder Schwarztee konsumiert wird.

Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Lenore Arab und Kollegen von der University of California, Los Angeles (USA) in einer aktuellen Meta-Analyse. Die Wissenschaftler hatten neun Studien mit total 194.965 Teilnehmenden ausgewertet…… Zum vollständigen Text hier…

Bockshornklee

BOCKSHORNKLEE

Gewichtsreduktion mit Bockshornklee – Studienlage ungenügend, aber was heisst das nun?

Die Arzneimittelinformationsplattform „Gute Pillen, Schlechte Pillen“ (GPSP) hat die Studienlage zum Thema „Abnehmen mit Bockshornklee“ unter die Lupe genommen und die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete darüber:

„Die aktuelle Forschungslage wurde geprüft. Bislang haben sich nur zwei wissenschaftliche Studien mit diesem Thema beschäftigt. Und auch die boten aufgrund ihrer geringen Zahl an Probanden keine vernünftige Bewertungsgrundlage.“

„Der Standard“ weißt zudem auf den Widerspruch hin, dass Bockshornklee auch gegen Appetitlosigkeit empfohlen wird:

„Auch Appetitlosigkeit ließe sich damit heilen. Wie paradox klingt es dann, dass Firmen damit werben, man könne mit ihren Produkten, die Bockshornklee enthalten, abnehmen.“

Quelle: http://derstandard.at/2000053654073/Schmaeh-Abnehmen-mit-Bockshornklee

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…


Bockshornkleesamen senken Blutzuckerspiegel und Cholesterinwerte

Bockshornkleesamen reduzieren den Blutzuckerspiegel und die Cholesterinwerte. Für diese Anwendungsbereiche wird Bockshornkleesamen auch von der ESCOP empfohlen.

Siehe dazu:

Phytotherapie: Was sind ESCOP-Monografien?

Insbesondere die blutzuckersenkenden Effekte sind wissenschaftlich durch verschiedene experimentelle und klinische Studien belegt.

Die „Grüne Apotheke“ beschreibt eine Studie bei Diabetes Typ I (insulinpflichtiger Diabetes):… Zum vollständigen Text hier…

BOCKSHORNKLEE IM STILLTEE?

Im der Zeitschrift „Phytotherapie Austria“ (Nr. 1 / 2013) hat Reinhard Länger einen informativen Artikel geschrieben zum Thema Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum). Der Autor geht darin auch auf die Anwendung von Bockshornklee als Laktagogum ( = Milchfluss steigerndes Mittel) in Stilltees ein:

„Samen des Bockshornklees erfreuen sich auch als Komponente in sogenannten Stilltees großer Beliebtheit. Vereinzelt finden sich in der Literatur Hinweise, dass die Samen traditionell als Laktagogum verwendet wurden, die Datenlage dazu ist aber äußerst dürftig… Zum vollständigen Text hier…

BOCKSHORNKLEE IN DER DIABETESBEHANDLUNG

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) führt zur Reduktion des Blutzuckerspiegels und wirkt somit antidiabetisch. Grund dafür ist eine spezielle Aminosäure (4-Hydoxy-Isoleucin), die bislang nur im Bockshornklee gefunden wurde. Dies zeigten jetzt Untersuchungen an Ratten mit Diabetes Typ I.

Die an Diabetes erkrankten Ratten wurden während 4 Wochen entweder mit der besonderen Aminosäure aus dem Bockshornklee oder mit einer Kontrolllösung behandelt. Darüber hinaus wurden gesunde Ratten mit der Kontrolllösung behandelt.

In der Behandlungsgruppe konnte der Blutzuckerwert fast um die Hälfte reduziert werden, während er in der diabetischen und in der gesunden Kontrollgruppe beinahe unverändert blieb… Zum vollständigen Text hier…

BOCKSHORNKLEE – INTERESSANT ALS HEILPFLANZE UND GEWÜRZ

Bockshornklee ist eine spannende Pflanze mit einer interessanten Geschichte. Verwendung findet der Bockshornklee als Gewürz in der indischen Küche (z. B. in Curry-Mischungen) und als Heilpflanze.

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) zählt zur Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Bockshornklee ist ein naher Verwandter des Schabzigerklees (Trigonella caerulea).

Bockshornklee bevorzugt Standorte mit viel Sonnenlicht und eher lehmigem Boden.

Woher kommt der Name Bockshornklee?… Zum vollständigen Text hier…

BOCKSHORNKLEE-TEE MIT KOCHENDEM WASSER

Kräutertees mit Bockshornkleesamen sollten wie alle anderen Kräutertees mit kochendem Wasser aufgegossen werden und während mindestens fünf Minuten ziehen.

Wasser aus Heißwasserspendern sei für die Zubereitung von Kräutertees ungeeignet. Es ist nicht heiß genug, um Bakterien sicher abzutöten.

Darauf weißt das Bundesinstitut für Risikobewertung im Zusammenhang mit EHEC hin.

Bockshornkleesamen als Bestandteil von Lebensmitteln wie Käse oder Nahrungsergänzungsmitteln würden vor der Zugabe zu den Produkten aus geschmacklichen und technologischen Gründen normalerweise erhitzt… Zum vollständigen Text hier…