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Sauna hilft zur Vorbeugung von Erkältungskrankeiten

Regelmässige Wechselduschen oder Saunagänge beugen Erkältungskrankheiten vor durch Aktivierung des Immunsystems..

Regelmäßig durchgeführte Wechselduschen steigern nicht nur die Anzahl peripherer zytotoxischer T-Lymphozyten und der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), sondern auch deren Aktivität.

In einer aktuellen Studie zeigte sich dieser immunaktivierende Effekt durch eine Reduktion der erkältungsbedingten Krankheitstage um 30 Prozent (PLoS One 2016; 11: e0161749).

Ähnliche Effekte wurden festgestellt bei regelmäßigen Saunagängen. Der Wechsel zwischen Heiß und Kalt regt Anpassungsprozesse des neuroendokrinen Systems sowie des Immunsystems an, was eine bessere Stresstoleranz und eine gesteigerte Krankheitsabwehr zur Folge hat (MMW 2017; 159: 42-44).

Quelle:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/947057/erkaeltungpraevention-gewappnet-husten-schnupfen-heiserkeit.html

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0161749

https://www.springermedizin.de/gesund-durch-die-erkaeltungssaison/12003366?searchBackButton=true&fulltextView=true&abEvent=detailLink

Kommentar & Ergänzung:

Wechselduschen und Sauna gehören zu den Methoden der klassischen Naturheilkunde und sind dem Bereich Hydrotherapie zugeordnet.

Bei beginnender Erkältung ist Sauna aber wirkungslos. Siehe dazu:

Bei beginnender Erkältung ist Sauna wirkungslos

Ausserdem:

Sauna & Erkältung – passt das zusammen?

 

Sport gegen Depression

Dreimal pro Woche eine Dreiviertelstunde Sport hilft über die übliche Behandlung hinaus gegen eine Depression. Zu diesem Schluss kommt eine Metaanalyse der Universität Thessalien. Ist Sport tatsächlich ein natürliches Antidepressivum?

Bewegung gilt als natürlicher Stimmungsaufheller. Sie verbessert die Laune nicht nur bei passionierten Sportlerinnen und Sportlern, sondern auch bei Menschen mit Depressionen.

Allerdings fällt es Depressiven krankheitsbedingt speziell schwer, sich zu regelmäßigen sportlichen Aktivitäten zu motivieren. Wie häufig und wie lange sich die Betroffenen sportlich betätigen müssen, zeigt eine Metaanalyse, die in der  Fachzeitschrift »Depression and Anxiety« publiziert wurde: Bereits bei dreimal wöchentlich einer Dreiviertelstunde über eine Dauer von einem Monat soll ein deutlicher antidepressiver Effekt nachzuweisen sein.

Die Daten der Metaanalyse stammen aus randomisierten klinischen Kontrollstudien, bei denen erkrankte Versuchspersonen ambulant oder stationär mit Medikamenten und/oder Psychotherapie behandelt wurden und ein zufällig ausgewählter Teil sich darüber hinaus regelmäßig unter Aufsicht sportlich betätigte. Das zusätzliche Training reduzierte die depressiven Symptome bei den insgesamt 455 Patientinnen und Patienten zwischen 18 und 65 Jahren. Die Depressionswerte der Trainingsgruppe sanken beträchtlich stärker als die der Kontrollgruppe ohne Training.

Wie das Wissenschaftlerteam um den Sportpsychologen Yiannis Theodorakis von der Universität Thessalien weiter schreibt, wirkte das Training unabhängig von der Schwere der Depression und der Sportart.  Die Patientinnen und Patienten hatten allerdings in allen Studien an moderat anstrengenden körperlichen Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren teilgenommen. Durchschnittlich hatten sie mehr als neun Wochen trainiert; doch bereits die vierwöchigen Programme erzielten einen starken Effekt.

Die antidepressive Wirkung von Sport ist allerdings nicht unumstritten.

Einerseits gibt es längst Hinweise darauf, wie der antidepressive Effekt zu Stande kommen könnte, zum Beispiel über die Regulation des neuronalen Wachstumsfaktors BDNF im Gehirn. Andererseits kamen Gesundheitsforscher der Universität Kopenhagen 2017 in einem Review im »British Medical Journal« zum Schluss, dass die antidepressive Wirkung von Sport hauptsächlich in methodisch schwächeren Studien oder infolge eines Publikationsbias nachgewiesen wurde. Demnach wären überwiegend gewünschte Resultate publiziert worden; der antidepressive Effekt würde infolgedessen überschätzt. Bereits 2013 hatten britische Psychiater in einem Review für das Netzwerk »Cochrane Collaboration«festgestellt, dass methodisch robuste klinische Studien nur einen kleinen antidepressiven Effekt belegen. Das griechische Wissenschaftlerteam schreibt dazu, dass die von ihnen verwendeten Daten keine Anzeichen für eine verzerrte Publikationspraxis zeigten.

Quelle:

https://www.spektrum.de/news/die-richtige-dosis-sport-gegen-depression/1603770

 

Kommentar & Ergänzung:

Bewegung ist eine der fünf Säulen der klassischen Naturheilkunde, wie sie von Sebastian Kneipp (1821 – 1897)  vertreten wurde. Die anderen vier Säulen sind Hydrotherapie, Ernährung, Heilpflanzen-Anwendungen und Lebensordnung.

Siehe auch:

Naturheilkunde – was ist das?

 

Die klassische Naturheilkunde aus dem 19. Jahrhundert lässt sich sehr gut mit neuen Erkenntnissen aktualisieren und ist dann medizinkompatibel.

Das kann gut am Beispiel der „Bewegung“ gezeigt werden. Immer mehr Forschungsarbeiten weisen auf die gesundheitliche Bedeutung von Bewegung und Sport hin.

 

Siehe dazu auch:

Sport hilft gegen Depressionen

Sport gegen Depression

Sport zeigt: Sport hilft gegen Depression

Sport gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Wandern reduziert Depressionen

Bewegung beugt Schlaganfällen vor

Bewegung bessert Schlafstörungen, aber nur längerfristig

Krampfadern – viel Bewegung und frühzeitig zum Arzt

Bewegung beugt Depressionen vor

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Bewegung hilft – Heilpflanzen auch

Körperliche Bewegung beugt Dickdarmkrebs vor

Bewegung stärkt psychische Gesundheit

Ausdauersport ist gut fürs Gehirn

Aktiver Lebensstil reduziert Alzheimer-Risiko

Walking und Jogging helfen gegen Migräne

Zum Einsatz von Sport  gegen Depressionen weist der Artikel allerdings zu Recht darauf hin, dass es Depressiven krankheitsbedingt speziell schwer fällt, sich zu regelmäßigen sportlichen Aktivitäten zu motivieren. Es wird daher kaum möglich sein, mitten in einer Depression einfach „Sport“ zu verordnen. Idealerweise wird Bewegung allgemein ins Leben integriert und hat dann präventive Wirkungen auf verschiedenen Ebenen.

 

 

[Buchtipp] „Kinder – natürlich gesund,“ von Walter Dorsch

 

Thema des Buches:

Naturheilverfahren in der Kinderheilkunde

Das Buch stellt bewährte Hausmittel für die Behandlung von Kinderkrankheiten vor und nutzt dabei Verfahren aus der Naturheilkunde. Eltern bekommen dadurch nützliche Tipps, wie sie ihre Kinder mit Naturheilmitteln gesund halten können. Das Buch ist frei von übertriebenen Versprechungen und zeichnet sich durch eine hohe Glaubwürdigkeit aus. (Kurzkommentar von Martin Koradi)

 

Verlagsbeschreibung:

Naturheilverfahren, die wirklich helfen

Hilft eine Bachblütentherapie bei Neurodermitis? Kann man ADHS biodynamisch auspendeln? Welche Naturheilverfahren tatsächlich heilende Wirkung haben, weiß der renommierte Kinderarzt und überzeugte Naturheilmediziner Walter Dorsch. Dieses Buch ist seine persönliche Bilanz aus jahrzehntelanger Forschung und Praxis.
Wenn der Nachwuchs krank ist, wünschen sich viele Eltern für ihre Kinder eine möglichst natürliche Behandlung und keinen Arzt, der bei einer Erkältung Antibiotika verschreibt. Doch was genau heißt “natürlich”? Welche Naturheilverfahren sind sinnvoll? Der erfahrene Kinderarzt und Naturheilmediziner Walter Dorsch beschreibt, welche Verfahren wann zum Einsatz kommen sollten und wie sie zur Heilung beitragen können. In vielen Fällen sind Pflanzenheilkunde, Hydrotherapie und andere Naturheilverfahren unverzichtbar und ergänzen sinnvoll die klassische Medizin. Doch es gilt zu unterscheiden zwischen obskuren Angeboten und seriöser Anwendung: Dieses Buch ist ein Leitfaden für Eltern, damit sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen können.

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Zum Autor Walter Dorsch

Prof. Dr. med. Walter Dorsch, geboren 1949 in Weilheim, war Professor für Allergologie und Pneumologie an der Universitätskinderklinik Mainz. Er entdeckte u.a. die heilsame Wirkung der Hauszwiebel bei der Behandlung von Asthma bronchiale. Seit 1994 arbeitet er in eigener Praxisgemeinschaft in München. Er ist Vater von sechs Kindern, einem Stiefsohn und Großvater von acht Enkeln.

Kommentar von Martin Koradi

In der Kinderheilkunde liegt die Naturheilkunde und damit auch die Phytotherapie zunehmend im Trend, weil Eltern vermehrt nach natürlichen Alternativen fragen.

Schaut man sich die Ratgeberliteratur zu diesem Thema an, wird allerdings auch viel “Schrott” publiziert. Das Buch von Walter Dorsch ist da eine löbliche Ausnahme. Kinderarzt Dorsch ist offen für Naturheilkunde, aber nicht unkritisch. Er nimmt differenziert und fundiert Stellung zu gebräuchlichen Methoden und Massnahmen und er zeigt in einem speziellen Kapitel auf, woran man eine seriöse Naturheilkunde erkennen kann.

Der Autor orientiert sich erkennbar an den 5-Säulen nach Kneipp, die den Kern der klassischen Naturheilkunde gut ausdrücken. 

Früher wurden Hausmittel zur Behandlung von unkomplizierteren Beschwerden auch der Kinder von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Menschen machten damit in der eigenen Kindheit gute Erfahrungen. Heute fehlt dieser Wissenstransfer oft. Das hat zur Folge, dass Eltern nicht selten mit banalen Erkrankungen ihrer Kinder nicht mehr umzugehen verstehen und damit in die kinderärztliche Praxis oder sogar in Notfallstationen von Kinderspitälern kommen. Andererseits gibt es auch Eltern, die den Kontakt zur Medizin möglichst meiden und bei Erkrankungen zu lange selber “herumwursteln”.

Beides ist problematisch.

Indem das Buch von Walter Dorsch fundiertes Wissen über Naturheilkunde bei Kinderkrankheiten vermittelt, schliesst es eine Lücke. Es bietet mit konkreten Anleitungen und Rezepturen Anleitung zur Selbsthilfe, bleibt dabei aber erfreulich auf dem Boden und macht keine überzogenen Versprechungen.

Die langjährige Erfahrung des Autors in der Kinderheilkunde zeigt sich in jedem Kapitel.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen

Bewegung reduziert Risiko für schwere Schlaganfälle

Menschen, die sich regelmäßig bewegen, haben ein geringeres Risiko für schwere Schlaganfälle als körperlich Inaktive. Dazu sind keine sportlichen Höchstleistungen nötig: Eine halbe Stunde Spazierengehen am Tag reicht für eine Halbierung des Risikos.

Körperliche Bewegung reduziert bekanntermaßen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Doch wenn es trotzdem zum Schlaganfall kommt, sind Aktive auch besser dran als Bewegungsmuffel. Zu diesem Ergebniss kommen schwedische Wissenschaftler in einer Studie, die im Fachjournal »Neurology« publiziert wurde. Das Team um Dr. Malin Reinholdsson von der Sahlgrenska Universität in Göteborg untersuchte dazu 925 Patienten, die zwischen 2014 und 2016 an der dortigen Universitätsklinik aufgrund eines erstmaligen Schlaganfalls behandelt worden waren. Die Patienten lieferten den Forschern dabei Angaben zu Art und Umfang ihrer körperlichen Aktivität vor dem Schlaganfall. Dies korrelierten die Wissenschaftler mit der Schwere der Symptome.

Es zeigte sich dabei, dass bereits leichte körperliche Aktivität – zum Beispiel vier Stunden Spazierengehen pro Woche – verglichen mit körperlicher Inaktivität einen nennenswerten Schutz vor schweren Schlaganfällen bot. Das traf ebenso zu für moderate körperliche Aktivität, zwei bis drei Stunden Joggen oder Schwimmen in der Woche. In beiden Aktivitätsgruppen lag der Anteil der Patienten mit einem schweren Schlaganfall bei 3 Prozent, bei den Inaktiven war er dagegen mit 6 Prozent doppelt so hoch.

»Einmal eine halbe Stunde oder zweimal eine Viertelstunde Spazierengehen am Tag reicht aus, um das Risiko für einen schweren Schlaganfall zu senken«, schreibt Seniorautorin Professor Dr. Katharina Stibrant Sunnerhagen in einer Mitteilung der Universität. Sie unterstreicht, dass die Schwere eines Schlaganfalls entscheidend dafür ist, wie rasch sich ein Patient davon wieder erholt. Nach einem milden Schlaganfall müsse ein Patient vielleicht eine Woche im Krankenhaus bleiben, könne dann die Reha zu Hause fortsetzen und habe gute Chancen, in sein normales Leben und auch die Arbeit zurückzukehren. Nach einem schweren Schlaganfall müssen die Betroffenen deutlich länger stationär behandelt werden und anschließend unter Umständen ins Pflegeheim.

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/dem-schlaganfall-davonspazieren/

DOI: 10.1212/WNL.0000000000006354

 

Kommentar & Ergänzung:

Bewegung ist vielfältig vorbeugend und gesunderhaltend. Dabei zeigt sich in Studien immer wieder, dass es dabei nicht auf körperliche Höchstleistungen ankommt, sondern mehr um moderate, aber regelmässige Bewegung. Schon leichte Bewegung verbessert zum Beispiel das Gedächtnis im Alter.

Bewegung ist ein traditionelles Grundprinzip der Naturheilkunde und eine Säule im 5-Säulen-Modell nach Kneipp (neben Heilpflanzen-Anwendungen, Ernährung, Hydrotherapie, Lebensordnung).

Bezüglich Schlaganfall gibt es auch Hinweise, das sich das Risiko auch über die Ernährung ein Stück weit beeinflussen lässt. Einen vollständigen Schutz kann man allerdings nicht erwarten.

Siehe auch:

Fischölkapseln schützen nicht vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Kaffeegenuss in Massen reduziert Schlaganfallrisiko

Zitrusfrüchte gegen Schlaganfall

Kann Olivenöl Schlaganfällen vorbeugen?

Weisses Obst und Gemüse schützt vor Schlaganfällen

Grüntee und Schwarztee: Schutz vor Schlaganfall?

Man muss aber leider auch sagen, dass viele dieser Ernährungsstudien von begrenzter Aussagekraft sind und eher Hinweise liefern als sichere Belege.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe.

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse.

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse.

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Heilpraktiker-Ausbildung in der Kritik

Für die Ausbildung zum Heilpraktiker oder zur Heilpraktikerin gibt es weder Qualitätsstandards noch gesetzliche Regelungen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Schweiz, wo anstelle von „Heilpraktiker“ eher von „Naturheilpraktiker“ oder „Naturarzt“ die Rede ist. Entsprechend wird dann auch eher von „Naturheilkunde-Ausbildungen“ gesprochen. In der Schweiz gibt es aufgrund der Volksabstimmung 2009 inzwischen eine Höhere Fachprüfung Komplementärtherapie, die zwar gesetzlich geregelt ist, aber ebenfalls ohne auch nur annähernd fundierte Qualitätsstandards auskommt, und daher eine Qualitätssicherung vorspiegelt.

Wir haben es jedenfalls hier mit einem veritabler Begriffssalat und einem intransparenten Wirrwar zu tun.

Die Zeitschrift „Annabelle“ hat ein Interview veröffentlicht mit der deutschen Autorin Anousch Mueller. Sie wollte Heilpraktikerin werden, doch während der Ausbildung an der Berliner Paracelsus-Schule beschlichen sie immer grössere Zweifel. Über ihre Erfahrungen hat sie ein Buch geschrieben („Unheilpraktiker“, Riemann Verlag 2016)

Zum Interview geht’s hier.

Auch wenn die Kritik hart klingen mag. Sie trifft in einer ganzen Reihe von Punkten glasklar zu.

Zu Recht kritisiert wird meiner Erfahrung nach zum Beispiel:

– Die weit verbreitete, völlig unkritische Glorifizierung von allem, was als traditionelle Naturheilkunde gilt. Tradition hat dann einen Wert, wenn man sich sorgfältig, offen, aber auch kritisch mit ihr auseinandersetzt. Tradition hat jedoch nicht immer Recht. Siehe dazu:

Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

 

– Das weitgehende Fehlen einer auch nur einigermassen ernstzunehmenden Qualitätssicherung in Ausbildung und Praxis.

– Die nicht selten völlig überzogenen Versprechungen.

– Die Verwendung von Begriffen wie „Energie“, „Schwingungen“, „Ausleitung“ in völlig undefinierter Form, so dass sie willkürlich quasi als „Dienstmagd für alles“ zur Erklärung von x-Beliebigem eingesetzt werden können. Zu Recht sagt Anousch Mueller im Interview: „Wenn etwas nach Geschwurbel klingt, sollte man es kritisch hinterfragen. Das ist meine Botschaft.“

– Verbreitete Indoktrination mit irrationalen Theorien in der Ausbildung.

– Verbreitete pauschale Verteufelung von medizinischen Massnahmen, die in manchen Fällen richtig, wichtig oder gar lebensnotwendig sind (Kortison! Impfen! Chemotherapie!).

 

Ich will nicht generalisieren. Es gibt auch in diesem Bereich Leute, die ihre Arbeit sorgfältig machen, keine pauschalen Feindbilder gegen die böse „Schulmedizin“ und „Pharmaindustrie“ kultivieren und ihre Grenzen kennen. Aber das sind nach meiner Erfahrung eher die Ausnahmen als die Regel. Und das muss man klar benennen – vor allem, weil diese „Heilerszene“ meistens so sanft, ganzheitlich und menschenfreundlich daher kommt, was leider oft irreführend ist.

Im Interview wird Anousch Mueller gefragt:

„Sie halten die Naturheilkunde für rückständig?“

Antwort:

„Allerdings. Paradoxerweise wird der Schulmedizin ja immer vorgehalten, sie sei rückständig und orthodox. In Wahrheit ist es genau umgekehrt.“

Diese Aussage scheint mir zu pauschal. Sie mag ja vielleicht auf die Erfahrungen der Autorin mit der Paracelsus-Schule zutreffen….

Vor allem liegt dieser Aussage aber meinem Eindruck nach ein unklarer Begriff von „Naturheilkunde“ zugrunde, wie er heute leider weit verbreitet ist. Viele der Methoden, von denen Anousch Mueller im Interview spricht – zum Beispiel Bioresonanz, Kinesiologie, Homöopathie, Bachblüten, Schüsslersalze – gehören nicht zur Naturheilkunde, wenn man den Begriff genau verwendet.

Die Naturheilkunde hat, so wie dieser Begriff entstanden ist, ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Die Idee der Naturheilkunde-Begründer war, Faktoren für die Gesundwerdung direkt aus der Natur zu nehmen. Im Kern bestand diese klassische Naturheilkunde aus dem, was später mit den 5-Säulen der Kneipptherapie umschrieben wurde:

Hydrotherapie (Wasseranwendungen)

Ernährungstherapie

Heilpflanzen-Anwendungen

Bewegung, Luft, Licht

Lebensordnung

Grundsätzlich sind diese fünf Verfahren kompatibel mit Medizin und Wissenschaft. Sie sind wissenschaftlicher Forschung zugänglich, lassen sich mit wissenschaftlichen Begriffen und Theorien beschreiben und allfällige Effekte im menschlichen Organismus sind messbar.

Wenn man nun diese Verfahren genau so anwendet, wie das vor allem im 19. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht wurde, dann sind sie tatsächlich veraltet. Zu diesem Blödsinn wird aber niemand gezwungen:

Hydrotherapie lässt sich auf neueren Erkenntnissen begründen und wird dann anschlussfähig an Physiotherapie.

Ernährungstherapie kann sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen (auch wenn Ernährungsstudien oft wenig fundiert sind, siehe dazu: Viele Ernährungsstudien mit wenig Aussagekraft.

Heilpflanzen-Anwendungen sind ein Spezialbereich der Pharmakologie. Pflanzliche Wirkstoffe lassen sich im Labor testen. Effekte von Heilpflanzen-Präparaten können in klinischen Studien an Patienten überprüft werden

Altes Wissen kann so durch neue Forschung bestätigt oder als Irrtum verworfen werden. Diese erneuerte Form der Heilpflanzen-Anwendung nennt sich dann Phytotherapie.

Die hohe Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit ist in den letzten Jahren durch zahlreiche Studien dokumentiert worden.

Lebensordnung als angejahrter Begriff kann mit neuen Inhalten gefüllt werden, nennt sich dann vielleicht psychosomatische Medizin oder „Lifestyle-Modifikation“ und gehört zur Psychologie.

Voilà. Wir kommen so vom Methodischen her schon ziemlich nah an eine keineswegs veraltete, sondern zeitgemässe Naturheilkunde.

Was es dann noch braucht für eine seriöse Anwendung sind vor allem Elemente, die mit einer bestimmten Grundhaltung verbunden sind. Zum Beispiel:

– Erkennen von Grenzen der eigenen Methoden.

– Vermeiden von pauschalen Feindbildern und Verschwörungstheorien gegen „Schulmedizin“ und „Pharmaindustrie“ (was nicht Kritiklosigkeit heisst, aber Kritik muss auf Argumenten basieren und konkrete Punkte in Frage stellen).

Siehe dazu auch:

Naturheilkunde-Ausbildung – was Sie wissen sollten (…wenn Sie sich für eine Naturheilkunde-Ausbildung interessieren)

http://heilpflanzen-info.ch/cms/2009/10/18/naturheilkunde-ausbildung-was-sie-wissen-sollten.html

Naturheilkunde: Sorgfältig prüfen lernen

Naturheilkunde-Ausbildung: Mehr kritisches Denken – weniger blinden Dogmatismus

Komplementärmedizin: Genauer Nachdenken, differenzierter argumentieren

Naturheilkunde – was ist das?

Pflanzenheilkunde: Kritische Reflexion statt Missionarismus

Komplementärmedizin: Mehr Argumente – weniger fraglose Gläubigkeit

 

Mehr Kontroverse in Komplementärmedizin, Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde

Komplementärmedizin / Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde: Nachfragen statt blind glauben

Naturheilkunde: Selber denken statt blind glauben

 

Pflanzenheilkunde / Komplementärmedizin: Vom Wert des Zweifels

Naturheilkunde und Medizin – kein Entweder-oder

…….huch, das ist ja ein ganz schöner Marathon, aber er zeigt, dass mir das Thema ernst und wichtig ist.

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

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Alternativmedizin bei Rheuma kommentiert

Eine Pressemeldung zum 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) kommentiert die Möglichkeiten und Grenzen der Alternativmedizin bei Rheuma und kommt zum Schluss, die Wirksamkeit mehrerer komplementärer Methoden sei inzwischen wissenschaftlich belegt. Im Text wird jedoch für eine kritische Gewichtung plädiert, da es auch einige «schwarze Schafe» auf dem Markt gebe.

Eine Fastendauer von sieben bis zehn Tagen einmal pro Jahr unterstütze nachweislich die medikamentöse Therapie entzündlicher Prozesse, sagt Professor Dr. Andreas Michalsen. Er arbeitet als Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus in Berlin und wendet derzeit vor allem eine Fastentherapie bei rheumatoider Arthritis an.
Schmerzlindernd wirken gemäss Michalsen auch die Kneipp’sche Hydrotherapie sowie Stressreduktion, Entspannungsübungen und Achtsamkeitsübungen. Allein, dass Betroffene sich mit ihrem Körper beschäftigen, führe oft zu einem gesünderen Lebensstil, sagt der Internist.

Die Homöopathie bewertet Michalsen wegen mangelnder Evidenz eher zurückhaltend. Er hält dazu fest, dass im Einzelfall der Placebo-Effekt die Schmerzen lindern könne und dass zumindest Nebenwirkungen in der Regel nicht zu befürchten seien.

Kritisch sieht der Fachmann in dieser Hinsicht – bezüglich Nebenwirkungen – den Einsatz verschiedener asiatischer Kräuter. Auch sei die Qualität von Arzneipflanzen aus Asien nicht immer gesichert.

Pflanzliche Mittel wie Ingwer, Grüner Tee, Granatapfel, Walnüssen oder Leinsamen zeigen laut Michalsen in Grundlagenstudien zwar entzündungshemmende Effekte. Er kommt aber zum Schluss, dass die Wirksamkeit dieser Mittel bei rheumatoider Arthritis bisher jedoch nicht belegt werden konnte.

Milde Effekte hätten sich gezeigt bei Borretschöl, Nachtkerzenöl und Katzenkralle. Die Nebenwirkungen dieser Mittel im Langzeitgebrauch seien aber noch nicht geprüft.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=59151

Kommentar & Ergänzung:

Dass Fasten temporär Entzündungsprozesse abschwächen kann, scheint mir gut belegt.

Und auch mit Hydrotherapie lassen sich manchmal Schmerzen und Entzündungen lindern, wobei die Massnahmen individuell und stadiengerecht angepasst sein müssen.

Stressreduktion, Entspannungsübungen und Achtsamkeitsübungen wirken zwar nicht direkt gegen die rheumatoide Arthritis, helfen den Patientinnen und Patienten aber oft in anspruchsvollen Umgang mit ihrer chronischen Erkrankung. Und das ist nicht wenig.

Asiatische Kräuter sind tatsächlich oft nur ungenügend auf mögliche Nebenwirkungen untersucht. Das fällt bei Thema Rheuma speziell ins Gewicht, weil in der Regel Langzeitanwendungen nötig sind. Und vor allem bei asiatischen Pflanzenpräparaten, die über das Internet bezogen werden. wurden bei Stichproben immer wieder nichtdeklarierte „chemische“ Arzneistoffe entdeckt (z. B. NSAR), die risikobehaftet sind.

Bei Ingwer, Grünem Tee, Granatapfel, Walnüssen und Leinsamen gibt es Hinweise auf günstige Wirkungen bei rheumatoider Arthritis, aber keine Gewissheit. Es fehlen grosse, einwandfreie Studien mit Patienten, die eine Wirksamkeit belegen könnten.

Bei Borretschsamenöl und Nachtkerzenöl bin ich eher skeptisch, ob das Anwendungsgebiet „rheumatoide Arthritis“ sinnvoll ist. Die Phytotherapie-Fachliteratur erwähnt bei Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl als Anwendungsbereich Neurodermitis (Atopische Dermatitis), insbesondere zur Juckreizlinderung. Zu dieser Indikation gibt es einige Studien mit positiven Ergebnissen, deren Aussagekraft allerdings auch kritisiert wird und die überwiegend sehr Hersteller-abhängig sind. gäbe es belastbare Daten aus klinischen Studien für den Anwendungsbereich rheumatoide Arthritis, würde die relevante Phytotherapie-Fachliteratur diesen Anwendungsbereich aufführen. Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl sind zudem nicht gerade billig und müssten sehr langfristig eingenommen werden. Eine allfällige Wirkung tritt erst nach 4 – 12 Wochen ein und ist schwierig zu beurteilen, da in der Regel die Gabe von Borretschsamenöl oder Nachtkerzenöl nicht die einzige therapeutische Massnahme ist.

Katzenkralle

Bei der Katzenkralle (Uncaria tomentosa) ist die Lage komplex. Inhaltsstoffe der Katzenkrallenwurzel zeigen im Experiment Wirkungen auf das Immunsystem. Sie nehmen direkt auf die T-Lymphozyten Einfluss, die bei rheumatoider Arthritis die Knorpelzellen in den Gelenken angreifen. Diese überaktiven Abwehrzellen werden beruhigt, während gleichzeitig die Bildung von harmlosen Abwehrzellen angeregt wird.
Verantwortlich für diese Effekte sind pentazyklische Oxindolalkaloide. Diese Wirkungen werden dosisabhängig durch tetrazyklische Oxindolalkaloide abgeschwächt.
Darum müssen Präparate aus Katzenkralle einen standardisierten Gehalt an pentazyklischen Oxindolalkaloiden aufweisen und frei sein von tetrazyklischen Oxindolalkaloiden. Das ist bei vielen Nahrungsergänzungsmitteln aus Katzenkralle, die im Handel sind und vor allem über das Internet vermarktet werden, keineswegs garantiert. Als Arzneimittel zugelassen ist ein standardisiertes Katzenkrallen-Präparat gegenwärtig aber nur in Österreich und untersteht dort der Rezeptpflicht.
Von Teezubereitungen aus Katzenkralle ist aufgrund des aus genetischen Gründen schwankenden Alkaloidgehalts dringend abzuraten.

Genetisch bedingt bilden nämlich nicht alle Pflanzen der Art Uncaria tomentosa die für die Wirksamkeit relevanten pentazyklischen Oxindolalkaloide. Es existieren Chemotypen die andere Inhaltsstoffe, überwiegend tetrazyklische Oxindolalkaloide, bilden.

Das in Österreich als Arzneimittel zugelassene Katzenkrallen-Präparat ist offenbar an der Uniklinik Innsbruck in einer kleinen Studie an Patienten untersucht worden, die darüber hinaus mit einer antirheumatischen Basistherapie behandelt wurden:

„Die Studie wurde drei Jahre lang an 40 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren durchgeführt. Die Personen hatten bereits etwa sieben Jahre an der »aktiven chronischen Polyarthritis« gelitten. Durch diese Erkrankung kommt es zu einer schmerzhaften Schwellung mehrerer Gelenke. 20 Patienten wurden im Zuge der klinischen Untersuchung 24 Wochen lang mit Placebos behandelt, die andere Hälfte mit dem Verum. Während sich bei diesen bereits eine Besserung der Beschwerden einstellte, verspürte die erste Gruppe keine positiven Effekte, wie Muhr erläuterte. Anschließend erhielten alle Patienten für die Dauer von sieben Monaten die südamerikanische Heilpflanze Krallendorn – Uncaria tomentosa. Die Zahl der geschwollenen Gelenke sowie die Morgensteifigkeit habe dadurch bei allen Betroffenen nachweislich abgenommen.
Im Gegensatz zu den verbreiteten Rheumatherapien gibt es bei der Einnahme von Krallendorn kaum Nebenwirkungen. Der Wirkstoff nimmt direkt auf die T-Lymphozyten Einfluss, die bei Rheumatismus die Knorpelzellen in den Gelenken angreifen. Diese überaktiven Abwehrzellen werden beruhigt, gleichzeitig wird die Bildung von harmlosen Abwehrzellen angeregt.“
Quelle:

http://web.archive.org/web/20070928015611/http://www.oeaz.at/zeitung/3aktuell/2003/01/info/info01_2003tiro.html

Diese placebokontrolliert geführte Studie wurde Original publiziert im Journal of Rheumatology (2002;29:678 – 681). Ihre Aussagekraft ist sehr eingeschränkt durch die kleine Probandenzahl. Darüber hinaus gibt es eine Anwendungsbeobachtung mit 112 Patienten, der aber die Placebokontrolle fehlt. Ein klinischer Wirkungseintritt bei der rheumatoiden Arthritis kann erst nach 3-4 Monaten erwartet werden. Eine kürzere Einnahmedauer von Krallendorn ist daher nicht sinnvoll.
Zentrale Werke der Phytotherapie-Fachliteratur zeigen sich von diesen klinischen Studien allerdings nicht sehr überzeugt und bewerten ihre Aussagekraft kritisch (z. B. Schilcher, Leitfaden Phytotherapie; Wyk / Wink / Wink, Handbuch der Arzneipflanzen).

Damit dürfte deutlich geworden sein, wie komplex die Geschichte mit der Katzenkralle ist.

Mir fehlt in der Pressemeldung ein Kommentar zum Thema „Weihrauch bei rheumatoider Arthritis“. Da gibt es ebenfalls einige Patientenstudien, die auf eine Wirksamkeit hinweisen, aber auch keine Gewissheit verschaffen.

Begriff klären: Alternativmedizin, Komplementärmedizin, Naturheilkunde

Darüber hinaus bietet die Pressemeldung eine Illustration dafür, wie vage und unklar Begriffe wie Alternativmedizin, Komplementärmedizin und Naturheilkunde oft verwendet werden.
Prof. Andreas Michalsen ist Chefarzt einer Abteilung für Naturheilkunde.
Klassische Naturheilkunde lässt sich etwa umreissen mit den 5 Säulen nach Kneipp:

Ernährung
Heilpflanzen-Anwendungen
Hydrotherapie
Bewegung, Luft, Licht
Lebensordnung

Das von Michalsen erwähnte Fasten gehört zweifellos zur Naturheilkunde.
Ebenso Achtsamkeitsübungen, Entspannungsübungen und Stressreduktion, die samt und sonders zur Lebensordnung gezählt werden können. Und dass die aufgeführten pflanzlichen Präparate zur Naturheilkunde gehören, steht ausser Frage.
Aufgeführt werden die erwähnten Verfahren aber unter den Begriffen Alternativmedizin und Komplementärmedizin, die ihrerseits auch nicht differenziert werden.

Meiner Ansicht nach gibt es aber keine plausiblen Argumente, um Verfahren der Naturheilkunde zu den Bereichen Alternativmedizin oder Komplementärmedizin zu zählen. Naturheilkunde ist meines Erachtens klar ein (randständiger) Bereich der Medizin. Alle „Säulen“ der Naturheilkunde sind grundsätzlich kompatibel mit wissenschaftlich-medizinischem Denken.

Siehe auch:
Naturheilkunde – was ist das?
Demgegenüber gehört Homöopathie nicht zur Naturheilkunde. Sie setzt keine „Wirkfaktoren“ aus der Natur ein, sondern – glaubt man Hahnemann – eine „geistartige Kraft“, die nicht in der Natur vorkommt und durch ein spezielles Ritual – schrittweise Verdünnung, Verschüttelung – ausgelöst wird. Und da Homöopathie den Grundlagen von Physik, Chemie und Biologie widerspricht und daher mit wissenschaftlich-medizinischem Denken nicht kompatibel ist, gehört sie in die Bereiche Komplementärmedizin oder Alternativmedizin – je nach dem, wie Alternativmedizin und Komplementärmedizin definiert werden und welche Vorstellungen von Homöopathie man vertritt.

Wenn Begriffe wie Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Alternativmedizin ungeklärt und ohne klare Definition wild durcheinander gemixt verwendet werden, dann redet man aneinander vorbei, weil jede und jeder sich etwas anderes darunter vorstellt.

Darum bin ich immer vorsichtiger geworden mit ihrer Verwendung.
Das gibt auch für den unsäglichen Begriff „Schulmedizin“.

Siehe dazu:
Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

Komplementärmedizin – ein fragwürdiger Begriff

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Bewegung bessert Schlafstörungen – aber nur längerfristig

Oft wird Menschen mit Schlafstörungen geraten, sie sollen mehr Sport treiben. Falsch wäre es dabei allerdings zu erwarten, dass mehr Sport die Schlafstörungen sofort lindert. Wissenschaftler aus den USA haben in einer Studie herausgefunden, dass es etwa vier Monate dauern kann, bis sich mehr Bewegung positiv auf den Schlaf auswirkt.

Die Forscher der Feinberg School of Medicine an der  Northwestern University in Chicago schreiben, man müsse mit dem Sport eine langfristige Beziehung eingehen. Denn Menschen mit Schlafstörungen hätten eine höhere Gehirnaktivität und es dauere einige Monate, bis diese durch den Sport auf ein normales Level gesunken sei.

Die Forscher fanden auch heraus, dass Menschen, die wenig schlafen, auch weniger Sport treiben, weil sie sich zu erschöpft fühlen. Man müsse aber auch dann Sport machen, wenn man kaum geschlafen habe, um einen langfristigen Effekt zu erreichen

Die Resultate der Studie wurden im Journal of Clinical Sleep Medicine publiziert.

Quelle:

http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=253984

http://www.aasmnet.org/JCSM/ViewAbstract.aspx?pid=29078

Kommentar & Ergänzung:

„Bewegung“ gehört zu den klassischen Therapie-Elementen der Naturheilkunde, genauso wie beispielsweise Pflanzenheilkunde, Ernährung oder Hydrotherapie (Wasseranwendungen).

Der Begriff „Naturheilkunde“ wir heute leider ziemlich unreflektiert auf alles mögliche angewendet.

Siehe dazu auch:

Naturheilkunde – was ist das?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Lehmpackungen lindern Stauungsbeschwerden bei Venenschwäche

Bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz (Venenschwäche) sind kalte Lehmpackungen wirksam. Sie verbessern die Lebensqualität und reduzieren die Stauungsbeschwerden.

Durch den Kältereiz und den Eigendruck der feuchten Lehmmasse kommt es zur Zusammenziehung von Gefässen (Vasokonstriktion) und zur Tonusabnahme in der Muskulatur.

Bei einer chronisch venösen Insuffizienz (CVI) gibt es vielfältige Behandlungsmethoden: Neben operativen, endovaskulären und medikamentösen Maßnahmen kommen auch physikalische Behandlungen (Kompression, Hydrotherapie) zur Anwendung.

Für einige physikalische Verfahren ist mittlerweile auch eine klinische Wirksamkeit belegt. Zum Nutzen kalter Lehmpackungen (Peloide) existierten bislang vor allem gute klinische Erfahrungsberichte, jedoch keine wissenschaftlichen Untersuchungen.

Dr. Karin Redlich hat im Rahmen ihrer Dissertation am Uniklinikum Frankfurt a. M. mit einer Studie untersucht, wie kalte Lehmpackungen auf die Beine die Lebensqualität und die Stauungsbeschwerden bei symptomatischer CVI beeinflussen.

Als Nebenziele wurden in der Studie erfasst die subjektiven Parameter Schmerzen, Schweregefühl und Juckreiz in den Beinen sowie die objektiv messbaren Parameter Waden- und Knöchelumfang, transkutaner Sauerstoffpartialdruck und die venöse Wiederauffüllzeit.

Teilgenommen an der Studie haben 66 Probanden (57 Frauen und 9 Männer) im Alter von 45 bis 85 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte per Fragebogen und visueller Analogskala, die Messungen wurden unmittelbar vor Beginn, nach Ende und drei Monate nach Abschluss der Behandlung durchgeführt.

Die Therapiegruppe bekam über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen insgesamt sechs kalte Lehmpackungen verabreicht – und zwar für rund eine Stunde auf beide Beine.

Die Resultate: Nach erfolgter Lehmanwendung kam es in der Therapiegruppe bei allen subjektiven Parametern – erfasst mit dem SF-36-Fragebogen – ebenso wie bei den über die visuelle Analogskala erhobenen Beschwerden Schmerzen, Schweregefühl und Juckreiz zu signifikanten Verbesserungen, die nach drei Monaten eine Tendenz in Richtung Ausgangswerte zeigten, ohne allerdings diesen zu erreichen.

Die Studienleiterin zieht daraus den Schluss, dass die Behandlung einen nachhaltigen Effekt hat.

Leichte Reduktion des Knöchelumfangs

Bei den objektiven Messparametern zeigten sich tendenzielle Verbesserungen, die allerdings nicht signifikant waren. So nahm der Knöchelumfang links kontinuierlich ab und lag auch drei Monate nach dem Ende der Behandlung noch tiefer als der Ausgangswert.

Beim rechten Knöchelumfang kam es zu einer ähnlichen, jedoch weniger ausgeprägten Verminderung. Der Sauerstoffpartialdruck verbesserte sich unmittelbar nach der Therapie, fiel jedoch drei Monate später unter das Ausgangsniveau.

Als Resultat der Behandlung verlängerte sich die venöse Wiederauffüllzeit mit einer Tendenz nach drei Monaten in Richtung Ausgangswert – allerdings nur im linken Bein.

Die Wirkung der Lehmwickel wird wie folgt erklärt: Durch den Kältereiz und den Eigendruck der feuchten Lehmmasse komme es zu einer Gefässverengung (Vasokonstriktion) und einer Tonusverminderung der Muskulatur.

Der äußere Abschluss wiederum bewirke eine Erwärmung tiefer liegender Gewebeabschnitte. Und beim Trocknungsvorgang entstünden Sorptionskräfte mit einem von innen nach außen gerichteten Flüssigkeitsstrom, der eine Verminderung überschüssiger Gewebeflüssigkeit zur Folge habe.

Der Stoffwechsel werde durch die Lehmanwendungen angeregt und das Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/827701/kaeltereiz-lehmpackungen-venenstau.html

Kommentar & Ergänzung:

Lehmwickel und Lehmkuren sind ein traditioneller Bestandteil der Naturheilkunde.

Erfreulich, dass in diesem Bereich einmal eine Studie mit Patientinnen und Patienten durchgeführt wurde. Dass Lehm einen kühlenden und damit auch abschwellenden Effekt hat, der bei Veneninsuffizienz günstig wirkt, liegt eigentlich ziemlich auf der Hand. Eine Linderung von Beschwerden ist daher plausibel, auch wenn die objektiv messbaren Parameter offenbar nicht sehr stark verändert  wurde.

Als Lehmpastor  galt übrigens Erdmann Leopold Stephanus Emanuel Felke (1856- 1926).  Der evangelische Pastor war ein Verfechter der Naturheilkunde und propagierte die nach ihm benannte Felkekur.

Siehe auch: Was ist Naturheilkunde?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Sport gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Ein Teil der Frauen in den Wechseljahren leidet an Hitzewallungen. Wissenschaftler empfehlen hier sportliche Bewegung.

Übergewichtige Frauen mit wenig körperlicher Bewegung leiden in den Wechseljahren häufiger unter den Symptomen einer Hitzewallung, erklärt Steriani Elavsky von der Abteilung Kinesiologie der Universität Penn State. Darüber hinaus konnten die Forschenden durch ein neues Studiendesign unterscheiden zwischen objektiven und subjektiven Hitzewallungen.

Sie beobachtete 92 menopausale Frauen für 15 Tage. Die Probandinnen, im Alter zwischen 40 – 59 Jahren und ohne aktueller Hormontherapie, bekamen einen Beschleunigungssensor zur Messung der körperlichen Aktivität. Außerdem wurden ihre Hautleitfähigkeit kontrolliert, um eine Hitzewallung zu objektivieren.

Die Annahme, dass Sport Hitzewallungen fördert, da es die Körperkerntemperatur steigert, konnte widerlegt werden. Die Untersuchungen  zeigten, dass Frauen nach sportlicher Bewegung weniger Hitzewallungen erlebten als ihre inaktiven Geschlechtsgenossinnen. Zudem zeigen die Untersuchungen, dass Übergewichtige häufiger unter den Beschwerden der Wechseljahre leiden.

Ob eine gezielte Gewichtsreduktion und regelmäßige körperliche Bewegung Symptome der Menopause lindern können, müsse nun in weiteren Studien überprüft werden, betonen die Wissenschaftler.

Quelle:

http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/menopausale-hitzewallungen-einfach-wegtrainieren.html

Steriani Elavsky et al., Menopause 2012, 25 .Juni, online first

Kommentar & Ergänzung:

„Bewegung“ ist ein zentraler Bestandteil der klassischen Naturheilkunde, wie sie sich zum Beispiel darstellt in den fünf Säulen der Naturheilkunde nach Sebastian Kneipp:

Hydrotherapie, Heilpflanzen-Anwendungen, Ernährung, Bewegung, Lebensordnung.

Die Begriffe Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Alternativmedizin werden heute oft irreführend durcheinander gemischt.

Naturheilkunde – was ist das?

Zum Thema Bewegung & Gesundheit sind in letzter Zeit zahlreiche interessante Studien publiziert worden.

Beispielsweise:

Wandern reduziert Depressionen

Gut dosierter Sport lindert Müdigkeit bei Krebs und Fibromyalgie

Regelmässiges Schwimmen hilft erhöhte Blutdruckwerte zu senken

Aktiver Lebensstil reduziert Alzheimer-Risiko

Zügig Gehen reduziert Darmkrebsrisiko

Walking und Jogging helfen gegen Migräne

Sport gegen Depressionen

Diabetes: Sport steigert Insulinproduktion

Sport vorbeugend gegen Menstruationsbeschwerden

Sport reduziert Angstsymptome

Bewegung beugt Depressionen vor

In der Phytotherapie steht bei Hitzewallungen in den Wechseljahren die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) im Vordergrund. Weniger gut geklärt sind Soja und Rotklee.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechseljahrsbeschwerden

Isoflavone aus Soja und Rotklee bei Wechseljahrsbeschwerden

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Wandern reduziert Depressionen

Regelmäßig wandern zu gehen lindert Depressionen und Suizidgedanken. Bei einer Studie mit 20 Patienten, die schon Suizidversuche hinter sich haben, zeigten sich durch regelmäßige Wanderungen deutliche Verbesserungen.

20 Patienten der Salzburger Christian-Doppler-Klinik, die bereits Suizidversuche hinter sich haben, wurden für die Studie ausgewählt. Die Teilnehmenden gingen abwechselnd neun Wochen lang je dreimal pro Woche in einer geführten Gruppe wandern.

Absolviert wurden kleine, moderate Touren von zwei bis drei Stunden auf den Bergen rund um die Stadt Salzburg, erklärt der Studienleiter, Sportwissenschaftler Josef Sturm.

Der Erfolg der regelmäßigen Wanderungen lag über den Erwartungen der Wissenschaftler:

Die Patienten freuten sich auf die Wanderungen und die Motivation lag deutlich höher als in vergleichbaren Studien. Dass auch die körperliche Verfassung der Patienten sich um 100 Prozent verbessert hat, bestätigte Sportmediziner Josef Niebauer durch Tests.

Vor allem aber wurde die seelische Lage der Suizid-Patienten deutlich positiver. Sechs Monate lang wurden die Teilnehmer der Studie per Onlinefragebogen täglich über ihren Gemütszustand befragt – mit einem Test, der von Günter Schiepek entwickelt wurde, dem Leiter des PMU-Instituts für Synergetic und Psychotherapieforschung. Zudem gab es am Anfang, zur Hälfte und am Schluss der Studie ein ausführliches Gespräch. Die Auswertung zeigte ganz klar, dass im Verlauf der Studie Suizidgedanken, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Depressionen deutlich seltener wurden.

Dass Bewegung in der Natur und in den Bergen gut gegen Depressionen und Suizidgefährdung ist, sei damit erstmals in einer wissenschaftlichen Studie bestätigt, kommentiert Reinhold Fartacek, ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik und Leiter der Suizidprävention Es gebe viele Studien zum Thema Depression. Sehr rar seien aber die Studien, die diese Effekte mit einer wirklich sauberen und aufwändigen Methodik untersuchen, wo man danach wirklich sagen könne: Diese Intervention hat Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken verbessert und ist nicht durch andere Faktoren erklärbar. Da sei es am Beispiel der suizidgefährdeten Patienten die weltweit erste Studie, die das sauber zeigen konnte.

Bei den Wanderungen seien die Studienteilnehmer daher auch angewiesen worden, ohne viel Reden mit den anderen Gruppenmitgliedern zu gehen, um ausschließen zu können, dass das Gruppenerlebnis zur Verbesserung des Zustandes führt, sagt Fartacek.

Quelle:

http://salzburg.orf.at/news/stories/2546925/

Kommentar & Ergänzung:

Dass Wandern bzw. Bewegung günstig wirkt gegen Depressionen, ist meines Erachtens sehr plausibel.

Schon der dänische Philosoph Søren Kierkegaard (1813 – 1855) schrieb:

“Ich laufe mir jeden Tag mein tägliches Wohlbefinden an und entlaufe so jeder Krankheit; ich habe mir meine besten Gedanken angelaufen, und kenne keinen, der so schwer wäre, dass man ihn nicht beim Gehen loswürde. Ist man so am Gehen, so geht es schon.”

Allerdings erstaunt es mich schon, wenn gesagt wird, dass diese Studie die Effekte erstmals „sauber“ belegt habe.

Depressionen bessern häufig auch von selber innert einiger Monate. Es fehlt hier jedoch eine Kontrollgruppe mit vergleichbarer Symptomatik, aber ohne Wanderungen. Nur mit einer Kontrollgruppe könnte man den spontanen Verlauf mit der Interventionsgruppe vergleichen.

Ausserdem bewirkt fast jede einigermassen sinnvolle Intervention eine gewisse Entlastung – nur schon dadurch, dass „etwas“ getan wird. Dieses Phänomen kann man zum Placebo-Effekt rechnen – aber gut, den Patienten kann es egal sein, ob es ihnen durch das Wandern besser geht oder durch den Placebo-Effekt.

Aber nochmals, damit ich nicht falsch verstanden werde: Wandern ist mit oder ohne Depression gesund und empfehlenswert.

Erwähnt werden soll noch, dass Bewegung eine klassische Methode der Naturheilkunde ist und eine der fünf Säulen der Naturheilkunde nach Sebastian Kneipp (neben Hydrotherapie, Ernährung, Heilpflanzen-Anwendungen, Lebensordnung).

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