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Was ist Chai?

Chai Tee ist ein Gewürztee aus Indien, der sich in Europa seit einiger Zeit zum Trendgetränk entwickelt hat. Die Chai-Teemischung besteht aus Schwarztee sowie Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Pfeffer, Nelken und Kardamom. Doch auch Anis, Fenchel, Schokolade oder Muskat können einem Chai-Tee spezielle Geschmacksnoten verleihen. Den Chai-Tee trinkt man mit (aufgeschäumter) Milch. Der Begriff „Chai“ in zahlreiche Sprachen nur die Übersetzung des Wortes „Tee“. 

Quelle:

https://www.teeverband.de/alles-ueber-tee/tee-abc/

Kommentar & Ergänzung:

Wahrscheinlich kommt die Idee der charakteristischen Chai-Gewürzmischung mit Zimt, Ingwer, Pfeffer, Nelken und Kardamom aus der ayurvedischen Gesundheitslehre.

Spätestens jedoch seit im 19. Jahrhundert im indischen Assam eine heimische Teepflanze entdeckt wurde, kam auch der Schwarztee zu den Hauptzutaten dazu. Nun konnte Tee auch in den britischen Kronkolonien kultiviert werden und wurde auch für Inder einigermaßen erschwinglich. Dies war die Geburtstunde des indischen Chai.

(Quelle: https://www.teepod.de/chai-tee/#Der_Ursprung_des_Chai_Tee)

 

Die Gewürze im Chai-Tee enthalten ätherische Öle und wirken verdauungsfördernd und blähungswidrig. Interessant an der Chai-Mischung ist nun die Kombination mit Milch und Schwarztee. Werden die Gewürzkräuter mit Milch angesetzt bzw. aufgekocht, wird der Fettanteil in der Milch die Löslichkeit der ätherischen Öle verbessern, so dass sie leichter ins Teewasser übergehen.

Kommt Schwarztee mit Milch zusammen, kann es zu Verbindungen zwischen dem Milcheiweiss und den Polyphenolen aus dem Schwarztee kommt. Dies könnte die Aufnahme der Polyphenole in den Organismus hemmen, doch sind die Studienergebnisse zu dieser Frage widersprüchlich. Siehe dazu:

Pflanzenheilkunde: Schwarztee bei 7 minütigem ziehen lassen am gesündesten

Wer mehr über die Wirkungen von Schwarztee, Gewürzen und weiteren Heilpflanzen lernen mächte, kann das vertieft in meinen Lehrgängen, in der Phytotherapie-Ausbildung und im Heilpflanzen-Seminar.

Teebaumöl gegen Akne

Im Phyto-Forum der AerzteZeitung geht Dr. Rainer C. Görne auf das Thema Teebaumöl bei Akne ein.

„In der internationalen Literatur finden sich fünf randomisierte Studien, die die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Behandlung von Akne belegen. In diesem Zusammenhang muss jedoch auf das Risiko der Entwicklung von Kontaktallergien hingewiesen werden.“

Auslöser dieser Kontaktallergien seien unterschiedliche Bestandteile des ätherischen Öls, wie beispielsweise α-Terpinen und dessen Oxidationsprodukt 1,2,4-Trihydroxymenthan, das nach längerer Lagerung durch Licht oder Luftsauerstoff entsteht. Deshalb können nach der örtlichen Anwendung von Teebaumöl allergische Hautreaktionen auftreten.

Die Hautausschläge können mild und lediglich juckend sein, doch wurde auch schon über schwere Blasenbildung berichtet.

Personen mit bekannten Allergien gegenüber anderen Arten der Myrte (Myrtaceae), wie Eukalyptus, Guave, Nelken oder Piment haben ein höheres Allergie-Risiko gegenüber Teebaumöl. Das gilt vergleichbar auch für Menschen, die gegenüber Zubereitungen aus Bestandteilen von Koniferen oder Terpentin allergisch sind.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/default.aspx?sid=857127&sh=8&h=913370612&ticket=ST-8427-5tWREdY0ZIvfkvkggSIgnEGLy1yXQ3e6DyQ-20

Kommentar & Ergänzung:

Teebaumöl oxidiert an der Luft schnell. Daher ist es wichtig, dass Teebaumöl nur in gut gefüllten Flaschen aufbewahrt wird und wenn es seinen Geruch Richtung „Terpentin“ verändert, sollte es nicht mehr verwendet werden.

Teebaumöl besitzt zweifellos gute antimikrobielle Eigenschaften, was eine nützliche Wirkung ist bei Akne.

Allerdings gibt es eine ganze Reihe von ätherischen Ölen, die für diesen Zweck in Frage kommen und für die haut in der Regel verträglicher sind – zum Beispiel Lavendelöl und Korianderöl.

Siehe dazu:

Aromatherapie / Phytotherapie: Zur Wirkung von Teebaumöl

Zur Wirkung von Korianderöl

Korianderöl bekämpft gefährliche Bakterien

Phytotherapie zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

Lavendelöl gegen Hautpilze

Teebaumöl – ein Naturheilmittel macht Karriere

Teebaumöl als Naturheilmittel

Lavendelöl – grosse Qualitätsunterschiede

Phytotherapie: Von welcher Lavendelart stammen Lavendelöl und Lavendelblüten

Zum Thema Akne und Ernährung:

Akne & Ernährung: Neue Erkenntnisse

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gewürznelke lindert Schmerzen

Die Gewürznelke hat in der Pflanzenheilkunde einen hohen Stellenwert – zum Beispiel bei Zahnschmerzen oder Herpes (Fieberbläschen)

Medizinisch bestätigt ist eine schmerzlindernde Wirkung der Gewürznelke. «Medizinisch werden die ganzen Nelken, das Nelkenöl und isolierte Inhaltsstoffe verwendet», erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. «Die Zubereitungen helfen bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund und Rachenraum.»

Schon seit Jahrhunderten werden dem Wissenschaftler zufolge Gewürznelken gegen Zahnschmerzen, in der modernen Zahnheilkunde auch zur Wurzelkanalfüllung angewendet. Beobachtet worden seien auch antivirale Effekte, speziell gegen Herpesviren. Die Volksheilkunde nutze die Gewürznelke auch als Mittel bei Verdauungsproblemen wie Blähungen, bei Insektenstichen und Hautentzündungen sowie bei Akne.

Für diese Wirkungen sei vor allem der sehr hohe Anteil an ätherischem Öl verantwortlich, der bei 14 bis 26 Prozent liege, erläutert Mayer. Unter den weiteren Inhaltsstoffen seien die Gerbstoffe mit 12 Prozent Anteil sowie kleine Mengen an Flavonoiden und Phytosterolen zu erwähnen. Wegen der schmerzlindernden Wirkung werde Nelkenöl in Gurgellösungen gegen Halsschmerzen meist zusammen mit anderen Pflanzenstoffen angeboten.

Die Gewürznelke (Syzygium aromaticum) stammt unsprünglich von den Molukken und den südlichen Philippinen. Mittlerweile wird der Baum jedoch auch in Madagaskar, Indonesien, Malaysia, Sansibar, Sri Lanka und Südamerika kultiviert.

Quelle:

http://www.stern.de/gesundheit/gewuerznelke-wirkt-schmerzlindernd-1790289.html

Kommentar & Ergänzung:

Gewürznelkenöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die schwerer sind als Wasser.

Gewürznelkenöl enthält als wichtigsten Inhaltsstoff zu 70 – 95 % Eugenol, eine ausgesprochen interessante Substanz.

Zum Vorkommen von Eugenol:

„Eugenol kommt natürlich in Gewürznelkenöl (70–95 %), in Piment- und Pimentblätteröl (60–90 %), in Bayöl (50–60 %) und Zimtölen (Zimtrindenöl: 5–10 %, Zimtblattöl über 90 %) vor. Außerdem findet es sich in Lorbeer, Basilikum, Banane, Kirsche und Muskat.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Verwendung von Gewürznelkenöl:

„Eugenol wird in großen Mengen in der Parfumindustrie für würzige Noten verwendet, insbesondere für Nelkentypen und orientalische Geruchsrichtungen. Eugenol ist neben der bei der Papierherstellung anfallenden Ligninsulfonat ein Hauptausgangsstoff (Edukt) für die Herstellung von synthetischem Vanillin.

In der Zahnheilkunde dient Eugenol als schmerzstillendes (nur oberflächlich), antibakterielles und entzündungshemmendes Mittel. Es wird unter dem Handelsnamen Ledermix Zement m Eugenol Lösung® zur Prophylaxe von Pulpitis, zur Behandlung der akuten Pulpitis oder der akuten Parodontitis verwendet. Auch in provisorischen Zementen und Füllmaterialien (Zinkoxid-Eugenol-Zement) zusammen mit Eugenolether, Eugenolbenzoat, Eugenolcinnamat, Eugenolacetat kommt Eugenol zur Anwendung.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur biologischen Bedeutung und Aktivität:

Eine phytochemische Datenbank listet 68 Bereiche der biologischen Aktivität von Eugenol. Im zoologischen/mikrobiologischen Bereich wirkt es antibakteriell (u. a. gegen Salmonellen und Staphylokokken); antifungal (gegen Candida); gegen Nematoden und Trichomonaden; akarizid (d. h. gegen Milben und Zecken), insektizid und insektifugal, auch larvizid; apifugal (Bienen vertreibend); sowie gegen Termiten. Einige Insektenarten werden von Eugenol angezogen (Euglossa, Maladera).

Beim Menschen wirkt es schmerzstillend und entzündungshemmend. Im Labor hemmt es den Tumornekrosefaktor sowie die Enzyme Thromboxan, COX-1, COX-2 und Cytochrom P450. Es wurden viele weitere Einzelwirkungen festgestellt. Klinische Studien darüber sind unbekannt. Beim Metabolismus des Eugenols entstehen hauptsächlich Phase-II-Konjugate mit Glucuronsäure, Sulfat und Glutathion. Bei der radikalischen Umwandlung kann das schädliche Chinonmethid entstehen.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Toxizität von Gewürznelkenöl:

„ Eugenol wirkt zytotoxisch[10] und gentoxisch; die gentoxischen Effekte sind abhängig von Aktivierung durch das Enzym P450. Es ist sowohl ein Antioxidans als auch ein Prooxidans; auf Letzterem beruht wahrscheinlich seine (schleim)hautreizende, allergiefördernde Wirkung.“

(Quelle: Wikipedia)

Zusammenfassend hat Nelkenöl ausgesprochen gute schmerzstillende und antimikrobielle Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren. Ausserdem zeigt es entzündungswidrige Wirkung durch Prostaglandinhemmung.

Gleichzeitig kann Nelkenöl aber auch zu Hautreizungen führen und Kontaktallergien auslösen. Das setzt Sorgfalt voraus bei der Anwendung.

Siehe auch:

Gewürznelken sind effiziente natürliche Antioxidantien

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Was unterscheidet Anis und Sternanis?

Anis zählt zu den klassischen Gewürzen der Weihnachtszeit. Egal, ob als Backzutat für Kuchen und Plätzchen, für die Würze in Süßspeisen oder für den Anislikör: Der süßliche, lakritzartige Anis-Geschmack gibt den Speisen und Getränken die spezielle Note.

Konsumentinnen und Konsumenten sind beim Einkauf oft unsicher: Anis oder Sternanis? Stehen beide Namen für das gleiche Gewürz?

Nein! Obwohl Geschmack und Geruch ähnlich sind – bei Anis und Sternanis handelt es sich um zwei völlig verschiedene Pflanzen!

Anis (Pimpinella anisum): Anis zählt zur Familie der Doldenblütler, wie beispielsweise auch Dill, Kümmel und Fenchel. Die Anis-Pflanze ist einjährig und krautig, sie bevorzugt sonnige Standorte. Als Gewürz nutzt man die getrockneten Früchte (Samen), die von August bis September geerntet werden.

Das Aroma der Anisfrüchte wird schon seit Urzeiten geschätzt.

Überlieferungen zufolge schwärmte schon der griechische Philosoph Pythagoras von Anisbrot und der römische Dichter Virgil berichtete von köstlichen Aniskeksen. Anistee ist ein altes Hausmittel bei Husten oder Verdauungsbeschwerden. Anis enthält viel ätherisches Öl. Dieses Anisöl wirkt schleimlösend und lindert Krämpfe.

Knoblauch-Liebhaber schätzen Anissamen, denn gut zerkaut vertreiben ein paar Aniskörner rasch den Knoblauchgeruch im Mund.

Sternanis (Illicium verum) besteht aus jeweils 6 bis 10 sternförmig angeordneten Kapseln mit je einem Samenkorn.  Vermahlen werden beim Sternanis nicht nur die Samen, sondern die ganzen Früchte. Auch wenn Sternanis wie Anissamen duftet – im Geschmack ist er intensiver, süßlich-scharf bis feurig. Sternanis gehört zusammen mit Pfeffer, Zimt, Nelken und Fenchel in das bekannte Fünf-Gewürze-Pulver der chinesischen Küche.

Anis oder Sternanis einsetzten? In Europa wird Sternanis ähnlich genutzt wie Anis, auch in seiner Anwendung als Naturheilmittel. Denn beide Pflanzen bzw. Samen oder Früchte enthalten im ätherischen Öl den gleichen Hauptwirkstoff: Anethol. In der Praxis macht es deshalb kaum einen Unterschied, ob man mit Anis oder Sternanis würzt. Zu beachten ist lediglich, dass Sternanis kräftiger im Aroma ist.

Ganze Sternanisfrüchte kann man zudem gut in ein Duftpotpourri mischen oder für weihnachtliche Dekorationen nutzen. Die kleinen Sterne sehen nicht nur schön aus, sie verbreiten auch einen angenehm beruhigenden Duft.

Quelle:

http://www.topagrar.com/news/Familie-Kochen-Backen-Kuechentipps-Anis-Sternanis-Was-ist-was-629339.html

Kommentar & Ergänzung:

Anethol kommt in den ätherischen Ölen von Fenchel, Anis und Sternanis vor und ist „zuständig“ für das charakteristische Anisaroma.

Anethol wird sehr vielseitig eingesetzt:

„Anethol kommt als Duft- und Aromastoff vor allem in Seifen und Mundpflegemitteln zum Einsatz. Wichtig ist daneben die Verwendung in der Spirituosenfabrikation als Aromatiseur für Liköre (Pernod, Anisette, Ouzo) und in der Lebensmitteltechnologie als Bestandteil von Aromen, hauptsächlich in Fruchtaromamischungen mit der Geschmacksrichtung Himbeere und Erdbeere.“

(Quelle: Wikipedia)

Zudem zeigt Anethol interessante Heilwirkungen:

„ Anethol wirkt in der Lunge schleimlösend (sekretolytisch, sekretomotorisch) und schwach antibakteriell. Gleichzeitig zeigt es eine spasmolytische Wirkung, weswegen es als Expektorans und Karminativum eingesetzt werden kann.“

(Quelle: Wikipedia)

Expektorans = auswurfförderndes Mittel bei Husten

Karminativum = Mittel gegen Blähungen

Das sind die beiden Hauptanwendungsgebiete der anetholhaltigen Heilpflanzen Anis, Fenchel und Sternanis.

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Kräuter und ihre Wirkung: Zitronenmelisse

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Zitronenmelisse steht dort:

„ Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Der Duft der Zitronenmelisse entfaltet sich, wenn man die Blätter leicht zerreibt. Am besten werden die jungen Blätter und Triebspitzen vor der Blüte geerntet. Sie schmecken frisch oder getrocknet zu Salaten, Saucen, Obstsalat oder Fisch (nur kurz mitkochen). Sehr erfrischend im Sommer ist angesetzter Melissensirup verdünnt mit Wasser.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Die Heilwirkung der Zitronenmelisse kommt hier  zu kurz.

Hier eine Ergänzung dazu:

Die Melisse (Melissa officinalis, = Zitronenmelisse) gehört zu den Lippenblütlern. Melissenblätter enthalten ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Citral und Citronellal, die für das zitronenartige Aroma verantwortlich sind. Zudem Lamiaceen-Gerbstoffe (Hauptvertreter: Rosmarinsäure) und Flavonoide.

Als medizinisch anerkannt gelten folgende Anwendungsbereiche:

Innerlich bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden sowie bei nervös bedingten Einschlafbeschwerden. Äußerlich gegen Herpesinfektionen (Lippenbläschen durch Herpes simplex). Bei Fieberbläschen wirkt der Melissenextrakt mit dem Lamiaceen-Gerbstoff (in Salbenform angewendet), aber auch das Melissenöl. Echtes Melissenöl ist allerdings sehr teuer.

Gegen Einschlafstörungen wird Melissentee, Melissenöl (inhalativ, als Einreibung) oder Melissenextrakt eingesetzt.

Melissenextrakt wird oft kombiniert mit anderen Pflanzenextrakten, die beruhigende und einschlaffördernde Wirkungen zeigen: Hopfenextrakt, Passionsblumenextrakt, Baldrianextrakt.

Ein traditionelles Melissen-Präparat ist der „Melissengeist“.

Es handelt sich dabei um ein alkoholisches Mischdestillat. Melissenblätter, Orangenschalen, Ingwerwurzel, Nelken, Zimtrinde, Angelikawurzel und andere Heilpflanzen werden gemeinsam in Alkohol angesetzt und dann destilliert. „Karmelitergeist“ (Spiritus Melissae compositus) ist eine Mischung verschiedener ätherischer Öle, unter anderem Melissenöl (häufig ausgetauscht gegen das billigere Citronellöl), in Alkohol gelöst.

Zum „Melissengeist“ siehe auch:

Klosterfrau Melissengeist & Alkoholismus

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Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Das Magazin „Focus“ veröffentlichte eine Serie von Beiträgen über Hausmittel gegen Beschwerden der Verdauungsorgane.

Hier ein Zitat zur Wirkung von Ingwertee:

„Ingwertee

Ingwer ist eine Allzweckwaffe: Er hilft zum Beispiel gegen Husten, Schnupfen, Halsentzündungen und Kopfschmerzen. Seine Hauptwirkstoffe sind Gingerol und Shogaol, die auch für die Schärfe des Ingwers verantwortlich sind. Gegen Übelkeit hilft besonders das Gingerol, denn es absorbiert Säuren im Magen. Entweder können Betroffene eine Scheibe frischen Ingwer kauen oder ihn in Form von Tee einnehmen.

Für den Ingwertee ein paar Scheiben (je nach eigenem Geschmack) frischen geschälten Ingwer mit kochendem Wasser übergießen und etwa eine Viertelstunde zugedeckt ziehen lassen. Anschließend gegebenenfalls mit etwas Honig süßen und möglichst heiß trinken.

Vorsicht: Gegen Schwangerschaftsübelkeit sollten Frauen den Tee nicht trinken, denn Ingwer kann in größeren Mengen vorzeitige Wehen auslösen. Übrigens: Auch Kardamom, Nelken und Zimt sollen diese wehenfördernde Wirkung haben.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/tid-21554/hausmittel-uebelkeit-und-erbrechen-beruhigung-fuer-den-flauen-magen_aid_605249.html

Kommentar & Ergänzung:

Ingwer ist eine spannende Heilpflanze, vor allem gegen Übelkeit und Erbrechen, aber auch bei Erkältungskrankheiten und gegen Verdauungsbeschwerden wie Appetitlosigkeit und Völlegefühl.

Der Anwendungsbereich Schwangerschaftsübelkeit / Schwangerschaftserbrechen wird kontrovers diskutiert.

Siehe auch:

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer  vermindert Muskelschmerzen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

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Einige Gewürze senken Blutfettwerte und Insulinproduktion

Einige Gewürze reduzieren die Blutfettwerte und die Insulinproduktion. Das hat jetzt ein Wissenschaftlerteam der Pennsylvania State University herausgefunden. Vor allem die Triglyzeridwerte konnten nach einer fettreichen Mahlzeit durch den Verzehr von Gewürzen um 30 Prozent vermindert werden, schreiben die Forscher im “Journal of Nutrition”.

Entsprechende Resultate erzielten die Wissenschaftler durch Testessen, die von sechs gesunden, übergewichtigen Männern eingenommen wurden. Den Testpersonen wurde an einem Tag ein Drei-Gänge-Menü ohne Gewürze und an einem anderen Tag mit Kräutern und Gewürzen serviert. Bei den Gewürzen wurden Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzen Pfeffer verwendet, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Nach den Mahlzeiten wurde den Teilnehmern in 30minütigen Abständen sechs Mal eine Blutprobe entnommen, die auf ihre Werte untersucht wurde – mit dem Resultat, dass die Werte nach den gewürzten Speisen deutlich besser waren als bei den Mahlzeiten ohne diese Bestandteile. Neben der geringeren Zahl an Triglyzeriden wurde auch eine um 20 Prozent reduzierte Insulinausschüttung festgestellt. Ein Freibrief für den Konsum fettiger, wenn auch stark gewürzter Speisen, seien die Resultate allerdings nicht. Die Kalorien der Mahlzeiten setzen dem Organismus auch trotz der antioxidativen Wirkung einiger Gewürze zu (http://dx.doi.org/10.3945/jn.111.138966).

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/gegen-blutfettwerte-würzen-084928482.html

http://jn.nutrition.org/content/141/8/1451

Kommentar & Ergänzung:

Dass Gewürze wie Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzer Pfeffer nicht nur für den Gaumen gut sind, ist schon lange bekannt. Im Zentrum des Interesses standen aber meistens Wirkungen der Gewürze bei Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit. Deshalb ist es sehr interessant, wenn in dieser Studie nun günstige Wirkungen auf die Blutfettwerte und auf die Insulinausschüttung festgestellt wurden.

Gewürze stehen am Übergang zwischen Ernährungslehre und Kochkunst einerseits und Phytotherapie andererseits.

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Ätherische Öle gegen Bakterien

Viele ätherischen Öle hemmen das Wachstum von Bakterien. Sie könnten in manchen Fällen eine Alternative zu Antibiotika sein.

Patrick Warnke, Professor für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, hatte als Student in Australien beobachtet, dass unangenehm riechende Klimaanlagen durch Einsprühen von Eukalyptusöl geruchfrei wurden.

Daran erinnerte er sich an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel und probierte die gleiche Strategie bei Patienten mit übel riechenden Tumoren im Gesichts- und Halsbereich.

„Zweimal täglich wurden die Geschwüre mit einer Mischung aus ätherischen Ölen gespült, die überwiegend Eukalyptus enthielt. Schon am dritten oder vierten Tag war der faulige Geruch verschwunden. Auch die Entzündungen gingen zurück.

Die Kranken mussten nicht mehr isoliert werden und konnten wieder nach Hause zu ihren Angehörigen. Für die Patienten war dies ein großer Gewinn an Lebensqualität.
Der Kieferchirurg entschloss sich dazu, der Sache auf den Grund zu gehen. Am Kieler Institut für Infektionsmedizin ließ er verschiedene ätherische Öle auf ihre antimikrobielle Wirksamkeit untersuchen und mit herkömmlichen Antiseptika wie Chlorhexidin und Polyvidon-(PVP-)Jod (z. B. Betadine) sowie mit 70-prozentigem Alkohol vergleichen.
Die Tests zeigten, dass manche ätherische Öle das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen, erläutert der Kieler Mikrobiologe Professor Rainer Podschun. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie berichten, zeigen die ätherischen Öle von Eukalyptus, Teebaum, Thymian, Zitronen, Zitronengras und Nelken deutliche Hemmeffekte bei Staphylokokken, Streptokokken und Candida-Pilze.
Ätherische Öle wirksam gegen Problemkeime
Professor Warnke, sieht seine Vermutung bestätigt, dass die geruchsstoppende Wirkung der ätherischen Öle auf ihren antimikrobiellen Eigenschaften basiert. Besonders beeindruckend sei die intensive Wirkung gegen klinische Problemkeime wie den Methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA), die auf herkömmliche Antibiotika nicht mehr ansprechen. Diese Keime verursachen häufig gefährliche Wundinfektionen. Auch der Pilz Candida krusei, der bei immungeschwächten Patienten zu lebensbedrohlichen Infektionen führen kann, wurde im Laborexperiment gehemmt.

Mit ihrer Studie bestätigen die Kieler Wissenschaftler naturheilkundliche Erfahrungen:

Die Ureinwohner Australiens etwa verwenden Teebaumöl seit Jahrhunderten als Wundheilungsmittel, Nelkenöl nutzten bereits unsere Vorfahren als Hausmittel bei Zahnschmerzen und Entzündungen der Mundschleimhaut.

Ätherische Öle können aber noch mehr,  erklärt Professor Hildebert Wagner vom Zentrum für Pharmaforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München: „Sie wirken nicht nur antimikrobiell, sondern auch entzündungshemmend und krampflösend“. Daher eignen sie sich ausgezeichnet zur Behandlung von Atemwegsinfekten und können eine Antibiotikatherapie sinnvoll unterstützen.
Gegen Erkältungskrankheiten existieren viele Fertigpräparate mit ätherischen Ölen zum Einnehmen, Gurgeln, Inhalieren und Einreiben. „Für viele ätherische Öle, beispielsweise aus Eukalyptus und Thymian, liegen umfassende wissenschaftliche Daten vor“, erklärt Heilpflanzen-Experte Wagner.

Die Wirksamkeit von Teebaumöl dagegen wurde längere Zeit kontrovers beurteilt. „Mit unserer Studie konnten wir aber zeigen, dass es tatsächlich wirkt“, erklärt Warnke. „Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten der Wundbehandlung.“
Ätherische Öle – interessant für die Zahnmedizin
Hauptsächlich ihre Effizienz gegen Problemkeime macht die ätherischen Öle als Alternative zu herkömmlichen Antibiotika therapeutisch interessant. Allerdings eignen sich ätherische Öle bisher ausschliesslich zur lokalen Anwendung.

„Äußerlich angewandt, könnten sie zur Therapie von oberflächlichen Wundinfektionen dienen oder die Zahl der Problemkeime auf Schleimhäuten reduzieren“, erklärt Mikrobiologe Rainer Podschun.

Er sieht aber noch viel Forschungsbedarf: „Bisher haben wir nur die Wirkung auf bestimmte grampositive Bakterien getestet, aber nicht auf gramnegative und anaerobe Keime“, stellt Podschun fest. Aus Laborversuchen könne zudem nicht abgeleitet werden, wie ätherische Öle wirken, wenn sie beim Menschen zur Anwendung kommen.

Auch für die Zahnmedizin ergeben sich interessante Perspektiven. Ätherische Öle könnten zur Desinfektion eingesetzt werden – zum Beispiel, wenn bei Zahnimplantaten Infektionen an der Kontaktfläche auftreten. Weil zunehmend mehr Implantate gesetzt werden, treten auch solche Infektionen häufiger auf, sagt Kieferchirurg Warnke. Bisher gebe es dafür noch keine überzeugende Therapie.

Zahnmediziner suchen darum nach Alternativen. Sollten sich die antimikrobiellen Wirkungen bei den entsprechenden Keimen bestätigen, könnten die ätherischen Öle für ein neues Therapiekonzept zur lokalen Behandlung implantatbedingter Entzündungen zur Anwendung kommen. Problematisch bei der Anwendung in der Mundhöhle sei allerdings der starke, oft bittere Eigengeschmack.

Fertigpräparate mit ätherischen Ölen für die Wundbehandlung wird es so rasch nicht geben, weil das teure und aufwendige Studien erfordern würde, die gegenwärtig niemand finanzieren möchte. Für die traditionellen Anwendungsgebiete, wie Erkältungen, Zahnschmerzen, kleinere Wunden, oder auch nur als Wohlfühlduft sind in der Apotheke hochwertige ätherische Öle und Mischungen erhältlich.

„In seltenen Fällen verursachen sie jedoch Allergien und Hautreizungen“, sagt der pharmazeutische Biologe Wagner. Stark riechende Substanzen wie Eukalyptusöl und Pfefferminzöl können bei Säuglingen und Kleinkindern zudem lebensbedrohlichen Atemstörungen führen auslösen. Auch Zahnarzt Warnke rät: „Lassen Sie sich vor der Anwendung ätherischer Öle in Ihrer Apotheke beraten.“

Zur Qualität der ätherischen Öle:

Bei handelsüblichen ätherischen Ölen sind große qualitative Unterschiede festzustellen: „Duftmischungen enthalten oft synthetische Aromastoffe und zeigten in unserer Studie keine antibakterielle Wirksamkeit“, erklärt Kieferchirurg Professor Patrick Warnke. In der Apotheke werden ätherische Öle angeboten, welche die strengen Anforderungen des Deutschen Arzneibuchs erfüllen.

Quelle:

http://www.apotheken-umschau.de/Alternative-Medizin/Aetherische-Oele-gegen-Bakterien-106113.html

Kommentar & Ergänzung:

Dass sehr viele ätherische Öle gute antimikrobielle Eigenschaften haben ist schon seit langem bekannt.

Trotzdem braucht es noch viel Forschung, um offene Fragen zu klären, beispielsweise bezüglich der Verträglichkeit und der optimalen Konzentration der Anwendungen.

Für den Entscheid, welches ätherische Öl in einer bestimmten Situation vorzuziehen ist,  ist neben der Wirksamkeit gegen die vorliegenden Keime auch die Verträglichkeit bedeutsam.

Zu begrüssen ist meines Erachtens, wenn man dabei nicht immer nur auf dem trendigen Teebaumöl verharrt, sondern auch andere antimikrobielle ätherische Öle einbezieht wie Thymianöl oder Eukalyptusöl.

Das ist in den beschriebenen Untersuchungen geschehen.

Der Text wird am Schluss etwas gar stark zu Apothekenpropaganda – nicht besonders erstaunlich für eine Apothekenkundenzeitschrift. Ich würde jedenfalls nicht so weit gehen zu sagen, dass man nur in der Apotheke ätherische Öle in guter Qualität kaufen kann – und ebenso wenig, dass man in der Apotheke ausnahmslos gute Qualität bekommt.

Tatsache ist aber: In Apotheken und Drogerien (ich Rede von der Schweiz) kann man ätherische Öle in Arzneibuchqualität kaufen – wenn man dies verlangt. Viele Apotheken und Drogerien verkaufen aber auch ätherische Öle, die nicht den Vorschriften des Arzneibuches für Arzneimittel entsprechen.

Die Vorschriften des Arzneibuches kann man tatsächlich als eine Qualitätssicherung betrachten. Sie sagen allerdings nichts über die Anbaubedingungen aus (Bio oder nicht) und leider gibt es nur eine relativ beschränkte Zahl von ätherischen Ölen nach den Vorschriften des Arzneibuches. Aber zum Beispiel bei Thymianöl, Pfefferminzöl, Eukalyptusöl und Lavendelöl ziehe ich Arzneibuchqualität vor.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gewürznelken sind effiziente natürliche Antioxidantien

Gewürznelken sollen unter den Kräutern und Gewürzen der mediterranen Küche die besten natürlichen Antioxidantien sein. Das haben nun spanische Wissenschaftler in einer Studie nachgewiesen. Die Forscher der Miguel Hernández Universität haben neben den Gewürznelken auch Oregano, Thymian und Rosmarin untersucht. Laut ihrem Bericht im “Flavour and Fragrance Journal” schnitten die Nelken in den fünf untersuchten Punkten am besten ab. Das Gewürz soll unter anderem am besten Wasserstoff abgeben.
Als Antioxidantien werden Substanzen bezeichnet, die im Organismus dafür sorgen, dass empfindliche Moleküle nicht mit Sauerstoff reagieren (Oxidation). Hierbei wirken sie in der Regel als Fänger sogenannter freier Radikale. Das sind Atome oder Moleküle, welche sehr reaktionsfreudig sind und so im Organismus schädliche Stoffe erzeugen können.

Quelle:
http://de.news.yahoo.com/12/20100319/thl-gewuerznelken-sind-beste-natuerliche-d343981.html

Kommentar & Ergänzung:
Gewürznelken enthalten  bis zu 20 % ätherisches Nelkenöl, das bis zu 95 % aus Eugenol besteht. Nelkenöl und Eugenol werden / wurden in der Zahnheilkunde als antiseptisches, leicht ätzendes und schmerzstillendes Mittel angewendet.
Nelkenöl ist nicht nur ein gutes Antioxidans, es hat auch starke enzündungshemmende und antimikrobielle Wirkungen.
Allerdings kann Nelkenöl auch Allergien und Hautreizungen auslösen. In dieser Hinsicht gehört  Nelkenöl zu den heikleren ätherischen Ölen. Im Umgang mit Nelkenöl ist daher Vorsicht geboten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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