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Flavonoide zur Vorbeugung gegen Diabetes?

Bestimmte Nahrungsmittel können das Diabetesrisiko reduzieren. Dazu zählen Tee, Schokolade und Beerenobst – alles Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Flavonoiden. Die gesunden Pflanzenstoffe sollen demnach den Blutzuckerspiegel und das Maß der Insulinresistenz senken.

Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Flavonoiden können das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommen englische Wissenschaftler um die Ernährungswissenschaftlerin Aedin Cassidy. Die Studie konzentrierte sich auf die positive Wirkung bestimmter Flavonoide. Dazu zählen die blau-rot gefärbten Anthocyane in Beeren und Wein, aber auch Flavone, wie sie beispielsweise in Sellerie, Petersilie und Thymian vorkommen.

Die Studie sei eine der ersten großen zum Thema, wie diese bioaktiven Substanzen das Diabetesrisiko senken können, sagt Cassidy. Die Forscher untersuchten Blutproben von knapp 2.000 britischen Frauen auf Entzündungsmarker und prüften, wie gut die Regulierung des Blutzuckerspiegels bei den Testpersonen funktionierte. Die Insulinresistenz berechneten die Wissenschaftler aus Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin. Ihre Ernährungsgewohnheiten dokumentierten die Frauen in einem umfangreichen Fragebogen.

Wie sich in der Studie zeigte, entwickelten Probandinnen, die mit der täglichen Ernährung viele Flavonoide aufnahmen, seltener eine Insulinresistenzwie sie für Diabetes charakteristisch ist.

Speziell Anthocyane zeigten darüber hinaus noch einen weiteren Vorteil: Sie verringerten das Risiko für chronische Entzündungsprozesse, die an der Entstehung von Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Professor Tim Spector, der ebenfalls an der Studie beteiligt war, äusserte sich angesichts der “aufregenden Ergebnisse” zuversichtlich: “Sie zeigen, dass auch Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, die wir für ungesund halten – zum Beispiel Wein oder Schokolade – einen gesundheitlichen Nutzen haben könnten.“

Allerdings müssten die Resultate noch gründlich überprüft werden, bevor die Wissenschaftler eine generelle Empfehlung aussprechen wollen.

Ein Freibrief für Diabetiker, häufiger zur Zuckerbombe Schokolade zu greifen, ist die Studie daher nicht – zumal die gesunden Pflanzenstoffe hauptsächlich in Bitterschokolade mit hohem Kakao-Gehalt in grösseren Mengen vorkommen. Zudem wissen die Forsscher noch nicht, ab welcher Menge die Flavonoide ihren Diabetesschutz entfalten.

Flavonoide schützen das Erbgut vor Schäden

Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und umfassen neben den Anthocyanen und Flavonen Viele weitere Untergruppen wie Isoflavone und Chalkone. Im Laborversuch zeigen Flavonoide antioxidative Effekte, das bedeutet: sie haben die Fähigkeit, Schäden vom Erbgut und anderen Molekülen abzuwehren und möglicherweise die Entstehung von Krebs zu verhindern. Tiere können keine Flavonoide produzieren. Im Pflanzenreich findet man sie dagegen vom Apfel bis zur Zwiebel fast überall.

 

Quelle:

https://www.morgenpost.de/web-wissen/gesundheit/article215583715/Flavonoide-im-Essen-So-gut-schmeckt-Diabetesschutz.html

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide sind sowohl in der Ernährung interessante Inhaltsstoffe als auch in der Phytotherapie wichtige Wirkstoffe.

Allerdings kann man es nicht genug sagen: diese Art von Studie kann nie einen eindeutigen ursächlichen Zusammenhang belegen, sondern nur Hinweise auf mögliche Zusammenhänge liefern.

Hier wird das Ernährungsverhalten von Bevölkerungsgruppen erfasst und mit Krankheiten und Störungen in Beziehung gesetzt. So sollen Zusammenhänge gefunden werden wie in dieser Studie: Wer viele Lebensmittel mit hohem Gehalt an Flavonoiden isst, bekommt weniger Diabetes. Der Knackpunkt: Es könnte sein, dass Menschen, die viele Lebensmittel mit hohem Flavonoidgehalt essen – Zum Beispiel Früchte, Beeren – auch sonst einen gesünderen Lebensstil pflegen als der Durchschnitt. So könnte es sein, dass der günstige Effekt auf Diabetes durch einen anderen Faktor ausgelöst wird, der noch nicht bekannt ist.

Solche epidemiologischen Studien, so nennt man die, werden oft durchgeführt in der Ernährungswissenschaft und oft wird ihre begrenzte Aussagekraft nicht erwähnt, wie auch in diesem Artikel in der Berliner Morgenpost.

Siehe dazu:

Ernährungswissenschaft: Fragwürdige Studien stiften mehr Verwirrung als Nutzen

So ist also nicht einwandfrei geklärt, ob Flavonoide das Diabetesrisiko senken. Dass sie antioxidativ wirken ist geklärt, allerdings im Labor. Damit ist auch hier nicht geklärt, ob ein positiver Effekt auch ausserhalb des Reagenzglases auftritt, im lebendigen Menschen.

Es spricht aber sehr viel dafür, dass Flavonoide als Bestandteil einer vielfältigen Ernährung  sinnvoll sind. Äpfel sind reich an Flavonoiden, blaue Beeren mit hohemn Gehalt an Anthocyanen wie Heidelbeeren, Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Kirschen..

In der Phytotherapie gibt es eine ganze Reihe von Heilpflanzen, deren Wirkung insbesondere auf Flavonoide zurückgeführt wird. Zum Beispiel Weissdorn, Ginkgo, Mariendistel, Buchweizenkraut.

Flavonoid-Pflanzen sind im allgemeinen sehr gut verträglich. Das hat auch damit zu tun, dass Flavonoide rasch wieder ausgeschieden werden. Darum müssen die Dosierungen hoch genug sein.

Wenn Sie interessiert sind daran, Wirkstoffe, Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten der Heilpflanzen fundiert kennenzulernen, dann können Sie das in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.

 

Inhaltsverzeichnis: Phytotherapie im Bereich Nieren, Blase, Prostata

Krankheiten und Beschwerden im Bereich Nieren / Blase / Prostata sind ein bedeutender Bereich der Phytotherapie. Hier finden Sie die wichtigsten Themen, die ich im Heilpflanzen-Seminar und in der Phytotherapie-Ausbildung im Bereich Nieren / Blase / Prostata vermittle.

Wir befassen uns hier vor allem mit Heilpflanzen-Anwendungen bei folgenden Beschwerden / Krankheiten:

Blasenentzündung

Die Blasenentzündung ist das wichtigste Thema der Phytotherapie im Bereich Urologie. In meinen Lehrgängen vermittle ich fundiertes Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen zur Vorbeugung und Behandlung von Blasenentzündungen. Zum Einsatz kommen in diesem Bereich Heilpflanzen mit antibakterieller Wirkung in den Harnwegen sowie harntreibende Heilpflanzen zur Durchspülungstherapie. Wir werden uns aber auch anschauen, wo die Grenzen der Selbstbehandlung erreicht werden und eine ärztliche Untersuchung / Behandlung nötig ist.

Reizblase

Da die Reizblase nicht durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird, braucht sie eine komplett andere Behandlung als die Blasenentzündung. Allerdings sind die Ursachen einer Reizblase oft komplex und schwer fassbar. Deshalb kommen zur Linderung verschiedene Behandlungsstrategien zur Anwendung.

Erkrankungen der Prostata

Die Phytotherapie hat hier in erster Linie einige Heilpflanzen-Präparate anzubieten zur Linderung der Beschwerden bei der gutartigen Prostatavergrösserung bei älteren Männern. Wir schauen uns die verschiedenen pflanzlichen Möglichkeiten an und Sie lernen in den Lehrgängen, welche Präparate nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens am wirksamsten sind.

 

Und hier eine Aufstellung der wichtigsten Heilpflanzen, mit denen wir  uns beim Thema Phytotherapie für Nieren, Blase, Prostata befassen:

Juniperi fructus – Wacholderbeeren

Petroselini fructus – Petersilienfrüchte

Levistici radix – Liebstöckelwurzel

Solidaginis herba – Goldrutenkraut

Betulae folium – Birkenblatt

Ononidis radix – Hauhechelwurzel

Orthosiphonis folium – Orthosiphonblatt

Equiseti herba – 
Schachtelhalmkraut

Taraxaci radix cum herba –  Löwenzahnwurzel mit Löwenzahnkraut

Urticae folium – Brennnesselblatt

Uvae ursi folium – Bärentraubenblatt

Armoraciae rusticanae radix – Meerrettichwurzel

Cranberrysaft (= Vaccinium macrocarpon, amerikanische Preiselbeere) und Preiselbeersaft aus einheimischer Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea).

D-Mannose

Pollinis siccum extractum – Pollenextrakt

Sabalis serrulati fructus – Sägepalmenfrucht

Cucurbitae semen – Kürbissamen

Urticae radix – Brennnesselwurzel

Epilobii herba – Weidenröschenkraut

Bei diesen Heilpflanzen bekommen Sie das nötige Wissen über Wirkstoffe, Wirkung, Anwendungsbereiche (Indikationen), geeignete Zubereitungsformen, Dosierungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, wichtige erhältliche Naturheilmittel.

Das Heilpflanzen-Seminar vermittelt einen kompakten Überblick über diese Themen. In der Phytotherapie-Ausbildung, die doppelt so lange geht, haben wir mehr Zeit für Vertiefung, Repetition und für die medizinischen Zusammenhänge.

Melden Sie sich jetzt für das Heilpflanzen-Seminar oder die Phytotherapie-Ausbildung an, wenn Sie fundiertes, verständliches Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen erwerben möchten.

 

 

Wildkräuter: Löwenzahn in der Küche

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist nicht nur schön anzuschauen, sondern auch in der Küche vielseitig einsetzbar. Seine Blätter, Knospen, Blüten und sogar die Wurzeln sind essbar.

Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Wildkräutern und ist insbesondere auf stickstoffreichen Böden zu finden. Die Pflanze bevorzugt sonnige und helle Standorte wie Wiesen und Ackerränder. Sie enthält reichlich Vitamin C, Vitamin A, Magnesium, Kalzium sowie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und hat zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper. Löwenzahn soll Entzündungen hemmen und den Appetit, den Stoffwechsel und die Verdauung anregen, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in einer Mitteilung. Zur Verwendung des Löwenzahns in der Küche gibt das BzfE folgende Empfehlungen:

„Die zarten gezackten Blätter des Löwenzahns schmecken im Salat und auch in Kombination mit anderen Wildkräutern. Dabei lässt sich der etwas herbe Geschmack durch einen Schuss Sahne oder Schmand im Dressing abmildern. Die Blätter können auch ähnlich wie Spinat kurz blanchiert und als Gemüse verwendet werden. Der bitter-würzige Frühlingsbote ist dabei als Wildkräuterrisotto und Pesto, in der Suppe, in Eierspeisen und im Quark ein Genuss. Für ein Löwenzahnpesto beispielsweise werden ein Bund Löwenzahnblätter, Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, geröstete Sonnenblumenkerne und Parmesan püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.“

Wer es süss möge, könne die frischen Blüten zu einem Gelee oder einem honigartigen Sirup für einen Brotaufstrich verarbeiten. Aus den getrockneten Wurzeln des Löwenzahns lasse sich Tee und aus den jungen Knospen “Kapern” herstellen:

„Für Kapern gibt man die Löwenzahnköpfchen mit Essig, Estragon, Petersilie, Knoblauch und Zwiebelringen in ein verschließbares Glas. Nach acht bis zehn Wochen können Feinschmecker die eingelegten Blütenknospen genießen.“

Löwenzahn wird am besten im eigenen Garten oder von Wiesen an verkehrsarmen Straßen gesammelt. Die im Frühling aus der Erde spriessenden jungen, zarten Triebe enthalten weniger Bitterstoffe und sind deshalb besonders schmackhaft. Man erntet sie am besten vor der ersten Blüte. Wildkräuter sollen grundsätzlich gründlich gereinigt und möglichst noch am selben Tag verarbeitet und gegessen werden.

Quelle:

http://www.bzfe.de/inhalt/pressemeldung-6378.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Löwenzahn wirkt leicht harntreibend, fördet den Gallenfluss und regt Speichel- und Mangensaftproduktion an.

Die ESCOP empfiehlt Löwenzahnkraut mit Wurzeln unterstützend bei Behandlungen, bei denen ein verbesserter Harnfluss wünschenswert ist, z.B. bei Rheumatismus und zur Verhütung von Nierensteinen. Die Löwenzahnwurzel empfiehlt die ESCOP zur Wiederherstellung der Leber- und Gallefunktion; bei dyspeptischen Beschwerden und Appetitlosigkeit.

Löwenzahn wird gerne als Frühjahrskur verwendet. Dagegen ist nichts einzuwenden, wobei aber der Nutzen von Frühjahrskuren generell nicht so klar ist, wie es oft dargestellt wird. Empfehlungen in diese Richtung sind oft sehr vage, zum Beispiel wenn das BZfE schreibt, dass der Löwenzahn den Stoffwechsel anregt.

Stoffwechsel, das umfasst eine riesige Anzahl von Aufbau, Umbau und Abbauprozessen im Organismus.

Den Stoffwechsel anregen, das tönt zwar positiv, sagt aber konkret so gut wie nichts aus.

Auch die ESCOP bewegt sich mit ihren Empfehlungen auf dünnem Boden, etwa mit der Aussage, dass bei Rheumatismus ein verbesserter Harnfluss wünschenswert ist und der Löwenzahn dabe unterstützend wirken kann.

Rheumatismus ist schon ein ungenauer Begriff, der eine ganze Reihe von unterschiedlichen Erkrankungen umschreibt. Dass hier generell ein verbesserter Harnfluss anzustreben ist, lässt sich nicht überzeugend begründen.

Die verdauungsfördernde Wirkung durch die Bitterstoffe ist aber plausibel.

Zum Löwenzahn siehe auch:

Wildkräuter in der Küche: Löwenzahnpesto

Pflanzenkunde: Löwenzahn (Taraxacum) ist nicht gleich Löwenzahn (Leontodon)

Löwenzahn zur Entgiftung?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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Können Flavonoide aus Rotwein, Heidelbeeren und Schwarztee vor Grippe schützen?

Das „Aerzteblatt“ schreibt über sehr interessante Studien, die sich mit Zusammenhängen zwischen der Darmflora und Grippe-Infektionen befassen.

So haben Studien zum Beispiel gezeigt, dass die Pathogenität von Grippe-Viren von der Darmflora beeinflusst wird (Pathogenität von pathogen = eine Krankheit verursachend).

Mäuse sterben häufiger an einer Grippe, wenn ihre Darmflora zuvor durch Antibiotika beseitigt wurde. Wissenschaftler der Washington University School of Medicine in St. Louis vermuten, dass die schützende Wirkung über das Immunsystem zustande kommt. Der Darm enthält die größte Ansammlung von Immunzellen im Organismus, und die Darmbakterien sind entscheidend daran beteiligt, die Abwehrzellen für ihre Aufgabe der Infektabwehr auszubilden. Dabei spielt die Aktivierung von Typ I-Interferonen eine bedeutende Rolle, die von verschiedenen Körperzellen als Reaktion auf Virusinfektionen gebildet werden.

Mäuse, die aufgrund eines Gendefekts verstärkt Typ I-Interferone bilden, zeigten in Experimenten eine erhöhte Resistenz gegen Grippe-Infektionen.

Eine ähnliche Schutzwirkung wie die Gene entfalteten in weiteren Untersuchungen Darmbakterien. Da diese Darmbakterien nicht die Lunge als Eintrittspforte der Grippe-Viren erreichenkönen, muss es eine vermittelnde Substanz geben, die den positiven Effekt bewirkt.

Die Wissenschaftler suchten daher systematisch nach Stoffwechselprodukten der Darmbakterien, die in der Lage sein könnten, die Produktion von Typ I-Interferonen zu erhöhen. Dabei stiessen sie auf Desaminotyrosin.

Das Darmbakterium Clostridium orbiscindens, ein Verwandter des gefürchteten Durchfallerregers Clostridium difficile, kann Desaminotyrosin bei der Verstoffwechselung von Flavonoiden aus Rotwein, Heidelbeeren oder bestimmten Teesorten herstellen.

Desaminotyrosin hat in tierexperimentellen Studien die Produktion von Typ I-Interferonen angeregt und Mäuse vor tödlichen Grippe-Infektionen geschützt. Die Studie wurde in Science (2017; 357: 498-502) publiziert und wirft ein neues Licht auf die Bedeutung der Darmflora für die Infektionsabwehr, auch wenn die klinische Bedeutung für die Humanmedizin offen bleiben muss.

Flavonoide sind eine Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die in unter anderem in Petersilie, Heidelbeeren, Schwarztee, Zitrusfrüchten und Rotwein enthalten sind.

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass die orale Gabe von Desaminotyrosin Mäuse vor einer Grippe schützt. Die Substanz bewahrte die Mäuse vor einem sicheren Grippetod, der sie erwartete, wenn ihre Darmflora vor der Infektion durch einen Antbiotika-Cocktail aus Vancomycin, Neomycin, Ampicillin und Metronidazol eliminiert wurde. Das spricht dafür, dass Desaminoyrosin offenbar die Schutzwirkung der Darmflora vermittelt.

Es sind nur nur wenige Darmbakterien bekannt, die in der Lage sind, Flavonoide abzubauen. Dazu zählt Clostridium orbiscindens. Dieser normale Darmbewohner reagiert empfindlich auf die Antibiotika Vancomycin und Metronidazol, was erklären könnte, weshalb Antibiotika-Behandlungen (bei Mäusen) die Pathogenität einer Grippe steigern.

Welche Bedeutung diese Entdeckung für die klinische Medizin und damit für den Menschen hat, ist unklar.

Denkbar wäre die vorbeugende Behandlung mit Desaminotyrosin.

Tatsächlich überlebten Mäuse die für sie im Normalfall tödliche Grippe, wenn sie vorgängig eine Woche lang mit Desaminotyrosin behandelt wurden. Die Behandlung blieb wirkungslos, wenn die Behandlung erst zwei Tage nach der Infektion mit den Grippe-Viren begonnen wurde. Die Sterblichkeit war dann laut sogar erhöht. Eine andere Konsequenz aus diesen Erkenntnissen könnte die Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapien sein.

 

Allerdings fehlt es weitgehend an epidemiologischen Daten, die eine gesteigerte Anfälligkeit von Menschen für grippale Infekte nach Antibiotikatherapien zeigen. Eine vorbeugende Wirkung von Desaminotyrosin müsste zudem noch in klinischen Studien untersucht und bestätigt werden.

Das „Aerzteblatt“ schliesst mit der Bemerkung:

„Die Nutzen-Schadenbilanz von Rotwein dürfte eher negativ ausfallen. Gegen eine gesunde ausgewogene Ernährung mit anderen Flavonoid-haltigen Nahrungsmitteln dürfte nichts einzuwenden sein.“

 

Quelle:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Grippe%2FInfluenza?nid=77460

http://science.sciencemag.org/content/357/6350/498

 

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide gehören zur Gruppe der Polyphenole und sind eine sehr interessante Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie. Über mögliche indirekte Wirkungen von Polyphenolen im Zusammenhang mit Verstoffwechselungsprozessen der Darmflora gibt es bereits einige Forschungsarbeiten.

Die hier präsentierten Forschungen zum Thema Grippeprophylaxe sind sehr spannend. Es zeigt sich dabei aber auch, dass diese Ergebnisse aus dem Labor und mit Mäusen noch sehr viele Fragen offen lassen, was eine wirksame Anwendung beim Menschen angeht.

Noch ist überhaupt nicht klar, ob Menschen von diesen Erkenntnissen profitieren, und falls das irgendwann der Fall sein sollte, wird wohl ein Pharmaprodukt auf der Basis von Desaminotyrosin daraus hervorgehen. Das lässt sich dann patentieren, wodurch die Forschungskosten wieder hereingespielt werden können. So funktionieren halt unsere Forschung und unsere Wirtschaft. Dass die Weinproduzenten eine klinische Studie mit Rotwein sponsern ist kaum anzunehmen.

Für die Phytotherapie scheint mir ein interessanter Punkt, dass Flavonoide über dieses Zusammenspiel mit der Darmflora eine ganz neue Kategorie von Wirkungen haben könnten. Auch unterstreichen diese Studien die grosse Bedeutung einer intakten Darmflora. Und dass flavonoidreiche Nahrungsmittel ein wichtiger Bestandteil einer vielfältigen Ernährung sind, wird durch diese Erkenntnisse erneut unterstrichen.

Beachtenswert sind dabei insbesondere die Anthocyane, eine Untergruppe der Flavonoide, die als blaue und rote Farbstoffe zum Beispiel in Beeren vorkommen (Heidelbeeren, Aroniabeeren, Schwarze Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeern, Brombeeren, Himbeeren). Beiträge zum Thema „Anthocyane“ finden Sie, wenn Sie diesen Begriff als Suchwort oben rechts auf dieser Website ins Suchfeld eingeben.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Rangliste der gesündesten Gemüse- und Obstarten: Spitzenplatz für die Brunnenkresse

Eine Forscherin der William Paterson University in New Jersey hat eine Rangliste der gesündesten Gemüse- und Obstsorten erstellt. Eine Zusammenfassung der Studie wurde in der Onlineversion des Fachmagazins Preventing Chronic Disease veröffentlicht. Jennifer Di Noia analysierte 47 Gemüse- und Obstsorten auf 17 Nährstoffe wie zum Beispiel Calcium, Eisen, Zink und Vitamine.

Die Wissenschaftlerin beurteilte die untersuchten Pflanzen danach, wie hoch der Anteil der wichtigen Inhaltsstoffe in dem jeweiligen Gemüse oder Obst (pro 100 Gramm) ist und inwiefern damit der tägliche Bedarf an den jeweiligen Stoffen gedeckt wird. Zehn Prozent oder mehr des täglichen Bedarfs musste ein Gemüse oder Obst aufweisen, um in das Ranking aufgenommen zu werden. Dadurch Von fielen von 47 untersuchten Pflanzenarten sechs durch das Raster: nämlich Himbeere, Mandarine, Cranberry, Knoblauch, Zwiebel und Blaubeere.

Als Spitzenreiter auf Platz eins ihrer Liste sieht die Wissenschaftlerin die Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Sie deckt nach Di Noias Berechnung 100 Prozent des Tagesbedarfs der im Ranking ausgewerteten wichtigen Nährstoffe ab.

Die weitere Rangliste der ersten 10 Gemüse – Obst schaffte es keines auf einen Spitzenplatz – mit Prozentangaben zum jeweils gedeckten Tagesbedarf:

2. Chinakohl (fast 92 Prozent)

3. Mangold (90 Prozent)

4. Rote Beete (= Randen, 87 Prozent)

5. Spinat (fast 87 Prozent)

6. Chicoree (73 Prozent)

7. Kopfsalat (fast 71 Prozent)

8. Petersilie (fast 66 Prozent)

9. Romana-Salat (63 Prozent)

10. Markstammkohl (62 Prozent)

 

Quelle:

http://www.fr-online.de/ernaehrung/studie-diese-zehn-gemuesesorten-sind-am-gesuendesten,9563634,27862246.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Na dann, Gratulation an die Brunnenkresse. Das hat sie fraglos verdient. Die Brunnenkresse war früher wichtig als Vitamin-C-Lieferant, weil sie schon im Winter geerntet werden kann.

Die Rangliste als Ganzes ist allerdings nicht sehr aussagekräftig.

Die Forscherin Di Noia räumt selber ein, dass das Ranking nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls einen günstigen Effekt auf die Gesundheit haben können, wurden wegen der mangelnden Datenlage nicht berücksichtigt. Das ist zwar nachvollziehbar, weil es bei sekundären Pflanzenstoffen keinen festgelegten Tagesbedarf gibt, den man für solche Berechnungen heranziehen könnte. Dieser Ausschluss verzerrt die Rangliste aber schon arg. Wären sekundäre Inhaltsstoffe (z. Bsp. Flavonoide, Anthocyane, Glukosinolate) mitberücksichtigt worden, hätten es auch Obstsorten in die Spitzenränge geschafft.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Glukosinolate (Senfölglykoside) sind auch wichtige Wirkstoffe in der Phytotherapie.

Die Brunnenkresse zum Beispiel enthält wie auch Kapuzinerkresse, Rettich und Meerrettich Glukosinolate mit antimikrobieller Wirkung. Auch für die gesunden Wirkungen von Kohlarten (z. B. Blumenkohl, Brokkoli) dürften Senfölglykoside eine Rolle spielen.

Sie dazu:

Glukosinolate aus Brokkoli & Co. im Fokus der Forschung

Senfölglykoside gegen Infektionen

Wirkstoffkunde: Was sind Senfölglykoside? / Welche Wirkung haben sie? 

Kräuter und ihre Wirkungen: Kapuzinerkresse 

Phytotherapie: Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse hemmen Grippeviren vom Typ H1N1  

Brokkoli-Wirkstoffe unterstützen Krebstherapie

Kapuzinerkresse: Breitbandantibiotikum aus der Natur

 

Bei der gesundheitlichen Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe geht es eher darum, dass wir eine breite Palette davon einnehmen (sofern sie nicht toxisch sind).

Deshalb ist auch bei Gemüse und Obst Abwechslung ein gutes Motto. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln wollen uns nicht selten einreden, dass wir einen ganz bestimmten sekundären Pflanzenstoff in hohen Mengen brauchen – nämlich den, der unzufälligerweise gerade in ihren Produkten enthalten ist. In solchen Fällen scheint mir eher Skepsis angebracht.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Petersilientee unterstützt die Entgiftungsarbeit der Leber…

…schreibt die österreichische Zeitung „Der Standard“ in einem Beitrag über die Wirkung der Frühlingskräuter:

„Ein Bund Petersilie enthält mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen. Petersilie unterstützt auch die Entgiftungsarbeit der Leber, regt die Verdauung an und wirkt gegen Blähungen. Was kaum bekannt ist: Petersilientee ist stark harntreibend.“

Quelle:

http://derstandard.at/1363711122225/Die-Wirkung-der-Fruehlingskraeuter

Kommentar & Ergänzung:

Nirgendwo in der Phytotherapie-Fachliteratur finde ich einen Hinweis darauf, dass Petersilie die „Entgiftungsarbeit der Leber“ unterstützt.

Wenn ein Autor oder eine Autorin eine derart ausgefallene Behauptung aufstellt, dann müsste er oder sie begründen, wie er oder sie darauf kommt.

Nur so lässt sich die Glaubwürdigkeit einer solchen Aussage einschätzen.

Es gibt tatsächlich Heilpflanzen, welche die Entgiftungsarbeit der Leber aktivieren.

Das bekannteste Beispiel ist Johanniskraut (Hypericum perforatum). Es aktiviert in der Leber ein Enzym, das gewisse Fremdstoffe abbaut.  Dazu gehören auch gewisse Medikamente, zum Beispiel Digoxin, Marcoumar, Östrogene (Antibaby-Pille), Immunsuppressiva, gewisse Chemotherapeutika und HIV-Medis. Sie werden bei gleichzeitiger Johanniskrauteinnahme schneller abgebaut.

Es treten hier also konkrete Interaktionen (Wechselwirkungen) auf, die beachtet werden müssen.

Sollte Petersilie also die Entgiftungsarbeit der Leber ebenso anregen – wovon ich nicht ausgehe – dann müsste man konkret angeben können, welches Enzymsysteme aktiviert und welche Fremdstoffe dadurch rascher abgebaut werden. Dann müssten auch allfällige Interaktionen thematisiert werden, beispielsweise durch den Hinweis, bei welchen Medikamenten eine gleichzeitige Einnahme von Petersilie zu unterlassen ist.

Davon steht aber nichts im Artikel des „Standard“. Entweder werden hier Interaktionen fahrlässig unterschlagen oder das Ganze ist nicht so ernst zu nehmen……

Was stimmt im Zitat aus dem „Standard“ ist, dass Petersilientee harntreibend wirkt. Genauer: Es wird vermehrt Wasser ausgeschieden.

Ob das so generell sinnvoll und gesund ist, wäre allerdings eine noch zu klärende Frage. Zumal der harntreibende Effekt der Petersilie über eine Reizwirkung des ätherischen Öls auf die Nieren zustande kommt.

Petersilienöl enthält als Hauptbestandteile Apiol, Myristicin und Allyltetramethoxybenzol.

Reines Apiol kann in höheren Dosen abortiv wirken (= Fehlgeburt auslösend). Myristicin wird für erregende und rauschähnliche Zustände nach Einnahme von Petersilienöl in grösseren Mengen verantwortlich gemacht.
Petersilienöl in hohen Dosen kann das Nierenepithel schädigen.
Bei normaler Anwendung von Petersilie als Gewürz oder moderater Anwendung von Petersilientee aus Petersilienkraut sind Vergiftungen allerdings nicht zu befürchten. Langzeitanwendungen von Petersilientee sollten allerdings vermieden werden, die Anwendung von isoliertem Petersilienöl sowieso.

Panikmache bezüglich Einnahme von Petersilie ist also nicht angebracht, aber ebenso wenig die naive Empfehlung als Entgiftungsmittel.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Unkritisches Porträt des Homöopathie-Gründers Samuel Hahnemann

RadioWissen auf Bayern 2 bringt oft informative Sendungen. Das kürzlich ausgestrahlte Porträt Samuel Hahnemanns strotzt aber vor unkritischer Naivität und Einseitigkeit.

Samuel Hahnemann kommt das Verdienst zu, dass er die grösstenteils unwirksamen und zugleich belastenden Behandlungsmethoden der Medizin seiner Zeit (z. B. Aderlass, Quecksilberbehandlungen) weggelassen und durch ebenfalls unwirksame, aber unschädliche Interventionen ersetzt hat. Davon haben seine Patientinnen und Patienten profitiert. Er hat aber auch mit ausgesprochen missionarischem Gestus ein hoch dogmatisches System aufgebaut, das viele seiner Anhängerinnen und Anhänger bis heute unkritisch nachbeten.

Dass RadioWissen die doch ziemlich weit hergeholten Überzeugungen Hahnemanns ohne jedes Fragezeichen und ohne jede Distanz als Fakt wiedergibt, ist schon sehr bemerkenswert.

Auch im Bereich Komplementärmedizin / Alternativmedizin zeigt sich eine Tendenz im Journalismus, dem Publikum einfach zu liefern, was es zu hören, zu sehen oder zu lesen wünscht. Das mag gut sein für Quoten und Verkaufszahlen, nicht aber für die notwendige sorgfältig-kritische Auseinandersetzung mit solchen Themen.

Hier finden Sie die Radiosendung zum Nachhören.

Und hier ein Aufzählung Samuel Hahnemanns mit all den Faktoren und Einflüssen,  die eine homöopathische Behandlung unwirksam machen (aus dem Organon der Heilkunst):

„Kaffee, feiner chinesischer und anderer Kräuterthee; Biere mit arzneilichen, für den Zustand des Kranken unangemessenen Gewächssubstanzen angemacht, sogenannte feine, mit arzneilichen Gewürzen bereitete Liqueure, alle Arten Punsch, gewürzte Schokolade, Riechwasser und Parfümerieen mancher Art, stark duftende Blumen im Zimmer, aus Arzneien zusammengesetzte Zahnpulver und Zahnspiritus. Riechkißchen, hochgewürzte Speisen und Saucen, gewürztes Backwerk und Gefrornes mit arzneilichen Stoffen, z.B. Kaffee, Vanille u.s.w. bereitet, rohe, arzneiliche Kräuter auf Suppen, Gemüße von Kräutern, Wurzeln und Keim-Stengeln (wie Spargel mit langen, grünen Spitzen), Hopfenkeime und alle Vegetabilien, welche Arzneikraft besitzen, Selerie, Petersilie, Sauerampfer, Dragun, alle Zwiebel-Arten, u.s.w.; alter Käse und Thierspeisen, welche faulicht sind, (Fleisch und Fett von Schweinen, Enten und Gänsen, oder allzu junges Kalbfleisch und saure Speisen; Salate aller Art), welche arzneiliche Nebenwirkungen haben, sind eben so sehr von Kranken dieser Art zu entfernen als jedes Uebermaß, selbst das des Zuckers und Kochsalzes, so wie geistige, nicht mit viel Wasser verdünnte Getränke; Stubenhitze, schafwollene Haut-Bekleidung, sitzende Lebensart in eingesperrter Stuben-Luft, oder öftere, bloß negative Bewegung (durch Reiten, Fahren, Schaukeln), übermäßiges Kind-Säugen, langer Mittagsschlaf im Liegen (in Betten), Lesen in wagerechter Lage, Nachtleben, Unreinlichkeit, unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf; Gegenstände des Zornes, des Grames, des Aergernisses, leidenschaftliches Spiel, übertriebene Anstrengung des Geistes und Körpers, vorzüglich gleich nach der Mahlzeit; sumpfige Wohngegend und dumpfige Zimmer; karges Darben~ u.s.w. Alle diese Dinge müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll.“

Da fragt es sich doch, wie Homöopathie überhaupt möglich ist, wenn man die Aussagen Samuel Hahnemanns ernst nimmt. Aber RadioWissen blendet aus, was nicht ins harmonische Hahnemann-Bild passt. Eine derart schlagseitige, geglättete Darstellung trägt zur Verdummung bei und passt nicht so recht in ein Sendegefäss mit dem Namen RadioWissen. Meine Erwartung an ein solches Porträt wäre, dass ein Menschen auch in seinen Widersprüchen fassbar gemacht wird. Bei Politikern, Kaisern, Philosophen, Schriftstellern etc. gelingt das der Redaktion von RadioWissen doch auch – warum nicht bei Hahnemann?

Quellenangabe siehe:

Menthol & Kampfer – warum nicht zusammen mit Homöopathie?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Was ist Pastinak?

Pastinak (Pastinaca sativa)  ist ein gelbblühender Doldenblütler (Apiaceae). Foto auf Wikipedia.

Pastinak wächst  in Wiesen, hauptsächlich in Wegnähe, an Böschungen, in lückigen Unkrautfluren, im Eisenbahngelände, in Steinbrüchen oder im Getreide und auf lehmigen Böden.

Eine Kulturform des Pastinak  wird seit der Antike als Wurzelgemüse, Futterpflanze und Heilpflanze angebaut.

Im Römischen Reich zählte Pastinak zu den beliebtesten Wurzelgemüsen. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war der Pastinak auch in Mitteleuropa wegen seiner geringen Krankheitsanfälligkeit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, wurde jedoch von Kartoffeln und Karotten weitgehend verdrängt. In Großbritannien, Irland, den USA, Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien, Ungarn ist Pastinak aber bis heute als Gemüse und Würzpflanze beliebt. Besonders durch die Biolandwirtschaft wurde der Pastinak auch bei uns wieder bekannter, ist aber weiterhin eher selten erhältlich.

Pastinak in der Küche

Der Geschmack der hauptsächlich im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig, zum Teil auch herb. Dieser erinnert an Karotten und Sellerie und ist dem der Petersilienwurzel ähnlich, aber milder. Pastinakwurzeln lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Pürierter Pastinak wird vor allem wegen seines tiefen Nitratgehalts als Baby-Gemüsebrei in Gläschen verkauft. Gerieben kann er wie Sellerie auch als Salat verarbeitet werden.

Pastinak sollte nicht zu dunkel angebraten werden, da er andernfalls einen bitteren Geschmack bekommt. Auch zu lange Lagerung kann zu Bittergeschmack führen. Zu den Klassikern der englischen Küche zählt Pastinakenpüree, Mashed parsnips, das ebenso wie Kartoffelpüree zubereitet wird, aber deutlich aromatischer ist. Es wird traditionell zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch angeboten. Ähnlich der Kartoffel werden aus Pastinak auch Chips produziert. Seines hohen Stärkegehalts wegen wurde Pastinak in der Vergangenheit auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein verwendet. Aus dem Saft kann ein dickflüssiger Sirup gekocht werden, der als Brotaufstrich und Süßmittel diente. Die Blätter des Pastinak können, ähnlich wie Petersilie, als Würzkraut eingesetzt werden. Zur Aufbewahrung werden die Pastinakwurzeln in Würfel oder Streifen geschnitten, blanchiert und danach tiefgefroren. Auch für Suppenmischungen werden sie genutzt.

Inhaltsstoffe der Pastinaken

Verglichen mit den Karotten kommt Pastinak auf einen viermal so hohen Gehalt an Fasern, Kalium, Protein und Vitamin C. Neben einem hohen Anteil an Stärke enthält die ganze Pflanze Bergapten, Xanthotoxin und Imperatorin. Die Früchte enthalten ätherisches Öl und Calciumoxalat. Auch auf Standorten, die stark mit Stickstoff gedüngt sind, liegt der Nitratgehalt noch tiefer als 100 mg/kg Frischsubstanz.

Wirkung

Neben der Anregung des Appetits soll der Genuss von Pastinak auch harntreibend wirken. Es existieren aber keine dokumentierten Erfahrungen oder gar Studien zur Wirksamkeit der Pastink. Die Pflanze wird in der Phytotherapie daher nicht verwendet. In der Volksmedizin gibt es Anwendungen bei leichten Katarrhen der Harnwege und bei Rheuma. Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts empfahlen die Wurzel, das Kraut und die Samen der Pastinake als Wundheilmittel, als Mittel bei Schluckauf, Seitenstechen, Husten, Verstopfung, Leibschmerzen, Gebärmutterbeschwerden sowie als stein- und menstruationstreibendes Mittel. Da zeigt sich eine gewisse Indikationslyrik, wie man sie oft in der Volksmedizin findet. In solchen Fällen ist es nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen, oder mit anderen Worten zu unterscheiden, welche der unterschiedlichen Anwendungsgebiete überzeugend sind und welche nicht. Tradition hat nicht immer Recht. Siehe dazu: Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

Giftigkeit

Beim Umgang mit Pflanzenteilen der Pastinake können im Zusammenhang mit Sonnenschein auf der Haut phototoxische Reaktionen durch Furanocumarine auftreten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Lindenblüten aktivieren Immunsystem

Lindenblüten-Extrakt beschleunigt in Studien die Vermehrung von Lymphozyten.

Lindenblüten werden traditionell eingesetzt zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege. Eine bereits ältere Studie mit der Winter-Linde (Tilia cordata) zeigte eine verstärkte Vermehrung von Lymphozyten (1). Lymphozyten zählen zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und ihre Aufgabe im Immunsystems ist die Erkennung und Eliminierung von Fremdstoffen. Nun wurden mit einer weiteren Lindenart (Tilia x viridis) die Experimente zur Aktivierung der Lymphozyten wiederholt (2).

Dazu wurden zwei Extrakte aus den Lindenblüten gewonnen und an zwei Gruppen von Mäusen verabreicht. Eine dritte Gruppe bekam nur eine Kontrolllösung ohne Lindenblütenanteile. Zudem wurden isolierte Mäuse-Lymphozyten direkt mit den Lindenblüten-Extrakten (bzw. der Kontrolllösung) behandelt. Unter Einwirkung der Extrakte vermehrten sich die Lymphozyten rascher als in den Kontrollgruppen. Außerdem stieg die Überlebensfähigkeit der Lymphozyten aus den behandelten Mäusen. Die Lindenblüten-Extrakte wirkten dabei sowohl direkt aktivierend auf die Lymphozyten als auch indirekt über die Aktivierung von Makrophagen ( = Fresszellen des Immunsystems), welche dann wiederum die Lymphozyten aktivierten.

Aus den Extrakten konnte eine Substanz isoliert werden, die in der Lage war, eine ähnliche Stimulation des Immunsystems zu bewirken wie der Gesamtextrakt. Bei diesem Wirkstoff handelte es sich um Rutin aus der Gruppe der Flavonoide.

Ob weitere Inhaltsstoffe aus dem Gesamtextrakt ebenfalls immunstimulierend wirken oder ob es Synergismus-Effekte gibt, wurde nicht untersucht.

Die Carstens-Stiftung, die diese Lindenblüten-Untersuchung vorstellt, kommt zu folgender Einschätzung:

„Die Studie zeichnet mittels vielfältiger Methoden und gut überlegten Versuchen ein geschlossenes Bild, das als Erklärung für die günstigen Eigenschaften von Lindenblütenpräparaten bei Erkältungen und Entzündungen herangezogen werden kann.“

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/lindenblueten-staerken-das-immunsystem.html

Originalarbeiten:

1) Anesini C.; Werner S.; Borda E. Effect of Tilia cordata flower on lymphocyte proliferation: participation of peripheral type benzodiazepine binding sites. Fitoterapia, Volume 70, Number 4, 1 August 1999 , pp. 361-367(7)

Abstract:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0367326X99000490

2) Davicino R, Zettler G, Brizi MR, Marrassini C, Ferraro G, Filip R, Anesini C. In Vivo Immunomodulatory Effect of Tilia x viridis Extracts on Normal Lymphocyte Proliferation: A Direct and an Indirect Action. Phytother Res. 2011, Vol. 25, pp. 1342 – 1347.

Abstract:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21328620

Kommentar & Ergänzung:

Lindenblütentee ist in der traditionellen Pflanzenheilkunde gegen Erkältungen mit Fieber ein etabliertes Mittel. Gemessen an dieser Bedeutung gibt es allerdings nur wenige Studien zur Wirksamkeit der Lindenblüten.

Daher ist dieser Bericht grundsätzlich schon einmal interessant.

Einschränkend muss man jedoch sagen, dass solche Untersuchungen an Mäusen und isolierten Lymphozyten noch nichts aussagen darüber, ob auch bei einem Menschen mit Erkältung eine nützliche Wirkung zu erwarten ist. Das könnten nur Patientenstudien zeigen.

Traditionell wird Lindenblütentee als schweisstreibendes Mittel zur Fiebersenkung empfohlen. Dass die beschriebenen Studien die traditionelle Anwendung stützen, ist allerdings fraglich. Wenn bei einer Erkältung Fieber da ist, dürfte das Immunsystem schon ziemlich aktiviert sein. Heilpflanzen zur Immunstimulation müssen daher im allerersten Frühstadium einer Infektion eingenommen werden, wenn sie wirksam sein sollen. Lindenblütentee müsste für eine Immunstimulation also früher angewendet werden, als dies traditionell meist der Fall ist (eine ähnliche Anwendung im Frühstadium wird bei Echinacea = Sonnenhut empfohlen).

Interessant ist der Hinweis auf den Inhaltsstoff Rutin, der ähnlich wie der Gesamtextrakt eine immunstimulierende Wirkung haben soll.

Das Flavonoid Rutin kommt in relevanten Mengen im Buchweizenkraut vor und wird dort zur Linderung von Venenbeschwerden (schwere Beine, venöse Ödeme) angewendet. Das muss kein Widerspruch sein, denn Naturstoffe können selbstverständlich unterschiedliche Wirkungen im Organismus auslösen.

Sollte Rutin an der postulierten immunstimulierenden Wirkung von Lindenblüten beteiligt sein, stellt sich allerdings die Frage, ob Buchweizenkraut nicht vorzuziehen wäre. Lindenblüten enthalten etwa 1 % Flavonoide, wovon eines davon Rutin ist. Buchweizenkraut enthält aber gemäss Europäischem Arzneibuch mindestens 4% Rutin!

Buchweizenkraut ist jedoch für den Bereich der Immunstimulation gänzlich unbekannt.

Bei den Lindenblüten ist im übrigen noch ihr hoher Schleimgehalt (etwa 10%), der nützlich sein könnte bei trockenem Reizhusten, sowie das Linalool, von dem eine leichte  Sedierung erwartet werden kann.

Siehe auch:

Lindenblütentee als Beruhigungsmittel

Wo kommt Rutin sonst noch vor im Pflanzenreich?

„Die Pflanzen mit dem höchsten Rutingehalt (in der Trockenmasse) sind:

Wildes Stiefmütterchen (Viola tricolor, 25 %, Blüte), Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum, 15–20 % Blüte bzw. Blütenknospen, 4 % Blätter), Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum, 2–8 % Blätter, 4–12 % Blüte), Weiße Maulbeere (Morus alba, 6 %, Blätter), Kanadischer Holunder (Sambucus nigra subsp. canadensis, 3,5 %, Blätter), Petersilie (Petroselinum crispum, 3 % Blätter), Wasserpfeffer (Persicaria hydropiper, 3 % Blätter).

Selbst in Buchweizenmehl waren bei einer Analyse immerhin noch 0,27 Prozent Rutin enthalten.“

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Linktipp: Museum für Verhütung & Schwangerschaftsabbruch

Das Museum für Verhütung & Schwangerschaftsabbruch (MUVS) ist weltweit das einzige Museum, das sich ausschließlich den Schwerpunkten Empfängnisverhütung, Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbruch widmet.

Das Museum befindet sich in Wien, ist aber auch mit einer informativen Website im Internet präsent.

Seine Zielsetzung beschreibt das MUVS so:

„ Aufgabe ist es, jederfrau / jedermann wissenschaftlich korrekte Informationen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Verhütung, Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbruch anzubieten. Damit soll die ‚Wucht der Fruchtbarkeit’ greifbar gemacht werden: Durchschnittlich 15 Schwangerschaften pro Frauenleben sind ‚natürlich’, ‚naturgewollt’. Von den etwa 10 Geburten haben früher rund sieben Kinder überlebt. Das ist den meisten Menschen aus wirtschaftlichen, sozialen oder anderen Gründen aber zu viel, früher wie heute. Die Beschränkung der Kinderzahl war und ist daher für alle Generationen und die meisten Kulturen ein wichtiges Thema.“

Im Abschnitt „Kräutergarten der Natur“ werden Pflanzen beschrieben, die als Abtreibungsmittel gebraucht wurden und zum Teil mit grossen Risiken verbunden waren (das sind aber keine Anleitungen für Experimente):

Aloe vera

Alraune

Beifuss

Eibe

Haselwurz

Lorbeer

Mutterkorn

Mutterkraut

Petersilie

Poleiminze

Rainfarn

Römische Kamille

Rosmarin

Safran

Tollkirsche

Sadebaum

Weinraute

Wermut

Die historischen Beschreibungen zu diesen Abtreibungs-Pflanzen sind interessant, wobei ich noch nicht alle im Detail gelesen habe. Ein Irrtum ist mir allerdings aufgefallen: Wacholder und Sadebaum werden quasi gleichgesetzt. Wacholder (Juniperus communis) und Sadebaum (Sefi, Juniperus sabina) gehören zwar der gleichen Gattung Juniperus an, doch unterscheiden sie sich in ihren Inhaltsstoffen sehr deutlich.

Der Sadebaum enthält ein ätherisches Öl mit Sabinen, Sabinylacetat, Thujon und weiteren Monoterpenen, ferner das zytotoxische Podophyllotoxin, ein Lignan, das als Mitosehemmer wirkt.

Wacholder dagegen enthält vor allem Wacholderöl mit alpha-Pinen, beta-Pinen, beta-Myrcen, Sabinen, Limonen, Terpinen-4-ol.

Mit Wacholderöl muss man selbstverständlich auch sorgfältig umgehen. Wacholder hat aber nicht im Ansatz das gleiche Giftpotenzial wie die Inhaltsstoffe des Sadebaums. Mir ist bisher auch kein Hinweis unter die Augen gekommen, dass Wacholder als Abtreibungsmittel Bedeutung gehabt hätte.

Link zum Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch: http://de.muvs.org/

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