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Lavendelöl gegen Pilze und gegen Hautkrankheiten

Die „Glückspost“ publizierte einen Artikel zum Thema „Antibiotika aus der Natur helfen“. Darin warnt die Autorin sehr zu Recht vor der zunehmenden Gefahr der Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen durch den unsachgemässen Einsatz von Antibiotika.

In vielen Fällen könne man sich bei frühzeitiger Behandlung auch mit Antibiotika aus der Natur von seinen Leiden befreien. Dann verrät die Autorin uns einen Zusatzeffekt dieser Mittel: „Natürliche Antibiotika stärken erst noch das Immunsystem!“ – Das tönt natürlich (!) sehr gut, ist aber so pauschal behauptet einfach Unsinn.

Aber schauen wir uns eines der empfohlenen „natürlichen Mittel“ genauer an:

„Lavendelöl wirkt gegen Pilze und gegen Hautkrankheiten wie Akne, Schuppenflechte oder Neurodermitis.

So geht’s: 10 Deziliter destilliertes Wasser und 12 Tropfen Lavendelöl gut vermischen und mit einer Kompresse auf die betroffene Hautstelle legen.“

Quelle: https://www.glueckspost.ch/gesundheit/antibiotika-aus-der-natur-helfen/

 

Kommentar & Ergänzung:

Lavendelöl wirkt tatsächlich hemmend auf Hautpilze und Bakterien. Allerdings braucht es zu diesem Tipp noch eine Reihe von ergänzenden Informationen, damit er sinnvoll angewendet werden kann.

Die pilzhemmende und bakterienhemmende Wirkung von Lavendelöl ist sehr gut dokumentiert im Labor. Dort wird aber Lavendelöl meistens unverdünnt in Pilzkulturen oder Bakterienkulturen getestet. Daher stellt sich bei der Anwendung am Menschen die Frage, in welcher Konzentration es noch wirksam ist. Und wenn es verdünnt werden soll ist zu klären, ob eine fetthaltige oder wässerige Grundlage im konkreten Fall besser passt.

Bei Neurodermitis und Schuppenflechte spielen Bakterien oder Pilze ursächlich keine relevante Rolle. Antimikrobielle Mittel wie Lavendelöl sind hier nur sinnvoll, wenn eine übermäßige Besiedlung der Haut mit Bakterien oder Pilzen vorliegt.

Und eine wässige Lösung ist bei Ekzemen, d. h. auch bei Neurodermitis, eigentlich nur in akuten, nässenden Stadien passend. Phytotherapeutisch steht dann aber die Anwendung von Gerbstoffen im Vordergrund (Eichenrinde, Schwarztee).

In der Regel wir man die Haut eher mit fetthaltigen Emulsionen pflegen (O/W-Emulsionen, bei stark trockenr haut W/O-Emulsionen). Dort könnte man bei Bedarf auch ein paar Tropfen Lavendelöl in die Emulsion einrühren.

Zur Linderung des Juckreizes, der bei Neurodermitis oft sehr belastend ist, reicht Lavendelöl in der Regel nicht aus. Hier wäre eher eine Lotion mit Mentholzusatz zu empfehlen. Menthol wirkt in Konzentrationen von etwa 0,5 – 1 % in einer Salbengrundlage gut juckreizlindernd. Menthol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Pfefferminzöls.

Bei Schuppenflechte (Psoriasis) stehen phytotherapeutisch als unterstützende Behandlung zwischen den Schüben Salben mit einem alkoholischen Auszug aus Mahonia aquifolium im Vordergrund (= Gewöhnliche Mahonie, Zierberberitze, Präparat Rubisan N Salbe), ausserdem gibt espositive Daten mit Aloe-vera-Gel.

Bei Akne und Fusspilz ist die antimikrobielle Wirkung von Lavendelöl passend, doch dürfte die von der „Glückspost“ angegebene Konzentration von acht Tropfen auf einen Liter eher zu schwach sein. Hier könnte Lavendelöl pur aufgetragen werden oder dann 10 % in einer öligen Lösung, zum Beispiel in Mandelöl.

Zur wässrigen Lösung der „Glückspost“ ist zudem noch zu erwähnen, dass ätherische Öle sich schlecht mit Wasser mischen. Empfehlenswert wäre deshalb, das Lavendelöl zuerst in einer Portion Kaffeerahm zu verrühren und die Mischung anschliessend ins Wasser zu geben. So wird das Lavendelöl besser emulgiert.

Meines Erachtens ist zudem die Verwendung von destilliertem Waser unnötig. Leitungswasser reicht.

Heilpflanzen-Anwendungen müssen sorgfältig und differenziert eingesetzt werden. Es reicht meistens nicht, einen Kürzest-Tipp in zwei Sätzen in die Welt zu setzen, wie das die „Glückspost“ gerade gemacht hat. Aber ein Titel wie „Antibiotika aus der Natur helfen“ wird jedenfalls für Klicks sorgen.

Wenn Sie interessiert sind an fundiertem Wissen über pflanzliche Arzneimittel, können Sie das erwerben in meinen Lehrgängen, der Phytotherapie-Ausbildung und dem Heilpflanzen-Seminar.

 

Inhaltsverzeichnis: Phytotherapie im Bereich „Hauterkrankungen & Wunden“

Hier finden Sie die wichtigsten Themen, die ich im Heilpflanzen-Seminar und in der Phytotherapie-Ausbildung im Bereich „Hauterkrankungen & Wunden“ vermittle.

Bei den Hauterkrankungenist es nicht nur wichtig, welche Heilpflanzen zur Behandlung geeignet sind. Zentral ist auch die Frage, welche Arzneiform gewählt wird. Bei Ekzemen zum Beispiel muss die Arzneiform zum Ekzemstadium passen. Es kommt sehr darauf an, ob das Ekzem in einer akuten oder chronischen Phase ist. Entsprechend muss die Heilpflanzen-Anwendung in einer wässrigen Form (Bad, Umschlag) oder in einer fettarmen oder fettreichen Emulsion (Lotionen, Salben, Cremen) durchgeführt werden.  Deshalb sprechen wir in meinen Lehrgängen beim Thema „Phytotherapie in der Dermatologie“ auch über diese grundlegenden Arzneiformen. In manchen Situationen ist es zudem sinnvoll, Heilpflanzen-Anwendungen mit synthetischen Medikamenten zu kombinieren. Wann und wie das zum Beispiel bei Ekzemen möglich ist,  kommt in den Lehrgängen ebenfalls zur Sprache. In der Phytotherapie-Ausbildung werden zudem phytotherapeutische und nichtmedikamentöse Möglichkeiten zur Juckreizstillung aufgezeigt.

In den Lehrgängen stehen insbesondere Heilpflanzen-Anwendungen für folgende Hautprobleme auf dem Programm:

☛ Ekzeme (z. B. Kontaktekzeme, Neurodermitis)

☛ Juckreiz

☛ Warzen

☛ Fieberbläschen

☛ Fusspilz

☛ Furunkel

☛ Psoriasis (Schuppenflechte)

☛ Sonnenbrand

☛ Akne

Auch im Bereich der Wundbehandlung müssen bei der Anwendung von Heilpflanzen die Stadien der Wundheilung und die passenden Arzneiformen berücksichtigt werden.

Da die Wundbehandlung insbesondere in der Pflege eine wichtige Rolle spielt, gehen wir vor allem in der Phytotherapie-Ausbildung vertiefter auf die verschiedenen Wundheilungsphasen und auf unterschiedliche Wundarten ein, zum Beispiel auf das Unterschenkelgeschwür, bei dem neben äusserlichen Heilpflanzen-Anwendungen auch innerliche Möglichkeiten der Phytotherapie zur Verbesserung der Wundheilung erläutert werden. In der Phytotherapie-Ausbildung kommen zudem als Wundbehandlungsmittel Honig (Medihoney), Propolis (Bienenkittharz) und Perubalsam zur Sprache.

Neben den offenen Verletzungen geht es bei diesem Thema auch um stumpfe Verletzungen (Verstauchungen, Blutergüsse etc.).

Im Vordergrund stehen beim Thema Wundbehandlung die folgenden Anwendungsbereiche:

☛ Kleine Schürf- und Schnittwunden (Blutstillung, Desinfektion mit Pflanzentinkturen und ätherischen Ölen)

☛ Wunden mit schlechter Heilungstendenz (z. B. Unterschenkelgeschwüre)

☛ Verbrennungen

☛ Insektenstiche

☛ Narbenpflege

☛ Stumpfe Verletzungen (Bluterguss, Vertauchung, Prellung)

Und hier eine Aufstellung der wichtigsten Heilpflanzen, mit denen wir  uns beim Thema „Hauterkrankungen & Wunden“ befassen:

Quercus Cortex – Eichenrinde

Juglandis folium – Walnussblätter

Theae nigrae folium – Schwarzteeblatt

Tormentillae rhizoma – Blutwurz, Tormentill

Cardiospermum-Urtinktur / Cardiospermum-Salbe

Hamamelidis folium / -cortex – Hamamelisblatt / -rinde

Hyperici oleum – Johannisöl

Mahoniae cortex – Mahoniarinde

Violae tricoloris herba – Stiefmütterchenkraut

Menthae piperitae aetheroleum – Pfefferminzöl

Melaleucae alternifoliae aetheroleum – Teebaumöl

Lavandulae aetheroleum – Lavendelöl

Calendulae flos – Ringelblumenblüte

Symphyti radix – Beinwellwurzel

Matricariae flos – Kamillenblüte

Aloe – Aloe

Oenotherae biennis oleum – Nachtkerzenöl

Chelidonii herba – Schöllkraut

Bei diesen Heilpflanzen bekommen Sie das nötige Wissen über Wirkstoffe, Wirkung, Anwendungsbereiche (Indikationen), geeignete Zubereitungsformen, Dosierungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, wichtige erhältliche Naturheilmittel.

Das Heilpflanzen-Seminar vermittelt einen kompakten Überblick über diese Themen. In der Phytotherapie-Ausbildung, die doppelt so lange geht, haben wir mehr Zeit für Vertiefung und Repetition.

Melden Sie sich jetzt für das Heilpflanzen-Seminar oder die Phytotherapie-Ausbildung an, wenn Sie fundiertes, verständliches Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen erwerben möchten.

 

 

Aloe vera bei Schuppenflechte?

Lindert Aloe vera Beschwerden durch Psoriasis (Schuppenflechte)? Diese Frage hat das Portal Medizin-Transparent untersucht und ist dabei auf eine widersprüchliche Studienlage gestossen.

Immerhin finden sich einige Studien, die den Nutzen von Aloe vera bei Schuppenflechte (Psoriasis) untersucht haben. Diese Studien entsprechen laut der Beurteilung durch Medizin-Transparent zumindest den Grundanforderungen an aussagekräftige, wissenschaftliche Arbeiten.

Leider widersprechen sich aber deren Resultate stark. Deshalb lasse sich nicht sagen, ob Aloe vera tatsächlich etwas gegen Schuppenflechte ausrichten kann, schreibt Medizin-Transparent.

Forscher haben zum Thema „Aloe & Schuppenflechte“ insgesamt drei randomisiert-kontrollierte, klinische Studien gefunden, die die Wirksamkeit von Aloe vera als Einzelwirkstoff untersucht haben. Auch wenn darin jeweils nur zwischen 40 und 80 Testpersonen untersucht wurden, wären sie prinzipiell von ausreichender Qualität, um aussagekräftig zu sein. Die Resultate waren jedoch widersprüchlich. In einer der Studien wirkte Aloe vera besser als ein wirkstoffloses Gel, in einer anderen Studie war Aloe vera sogar gleich wirksam wie ein oft verwendetes, Kortison-ähnliches Mittel. In der dritten Untersuchung wirkte Aloe vera dagegen schlechter als ein wirkstoffloses Scheinpräparat. Für mehr Klarheit seien auf jeden Fall weitere Studien notwendig, schlussfolgert Medizin-Transparent.

Schuppenflechte betrifft zumeist Erwachsene und verläuft in Schüben. Das Hautbild kann sich spontan verbessern, jedoch auch plötzlich wieder verschlechtern.

Die Krankheit gilt bislang als nicht heilbar. Die Symptome werden dermatologisch im ersten Schritt mit feuchtigkeitsspendenden Salben bekämpft, dazu kommen Kortikoid-Präparate, Retionoid-Präparate und Vitamin-D-Präparate; wenn das nicht hilft, kann eine Kombination aus Lichttherapie und Badetherapie versucht werden.

Quelle:

http://www.medizin-transparent.at/wie-gut-ist-aloe-vera-fuer-die-haut

 

Kommentar & Ergänzung:

Der stark schubweise Verlauf der Schuppenflechte erschwert die Beurteilung von Therapieerfolgen im Einzelfall. Daher sind Studien zur Klärung der Wirksamkeit sehr wichtig. Schwierig ist dabei, dass Aloe-vera-Präparate in sehr unterschiedlicher Qualität produziert und verkauft werden. Wenn also drei Studien zusammenfassend beurteilt werden, können Widersprüche in den Resultaten auch durch Qualitätsunterschiede der Produkte verursacht sein.

Siehe auch:

Aloe vera als Wundheilmittel

Aloe vera verbessert Wundheilung nach Hämorrhoidenoperation

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Saathafer – die Arzneipflanze des Jahres 2017

Der Saathafer wurde vom Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gewählt.

Der Saathafer (Avena sativa) ist ein Getreide und zählt zu den Süßgräsern (Poaceae oder Gramineae). Er bildet im Gegensatz zu Weizen, Roggen und Gerste seine Körner nicht in Ähren, sondern in vielfach verzweigten Rispen aus.

Die Haferkörner sind von Spelzen umschlossen, die durch einen speziellen Mahlgang entfernt werden müssen. Der Hafer liefert zwar tiefere Hektar-Erträge als Weizen, Roggen und Gerste, doch ist er diesen gegenüber beim Nährwert und nicht zuletzt beim Geschmack überlegen. Zudem ist Hafer weniger anspruchsvoll, denn er gedeiht auch auf kargen Böden und bei feuchter Witterung.

Drei Pflanzenteile des Saathafers stossen auf pharmazeutisches Interesse:

Haferstroh (Avenae stramentum) wird als Abkochung für Bäder bei Hautverletzungen und Juckreiz verwendet.

Für die Gewinnung von Haferkraut (Avenae herba) wird der Hafer vor seiner Blüte geerntet. Haferkraut ist reich an Flavonoiden, Saponinen und Mineralien (Kalium, Calcium, Magnesium), wobei den Flavonoiden entzündungshemmende und den Saponinen immunmodulierende Eigenschaften zugesprochen werden.

Haferkraut-Extrakte kommen daher bei trockener Haut und bei atopischer Dermatitis zur Anwendung.

In den Neunzigerjahren wurde in Frankreich durch Selektion eine Hafersorte mit einem besonders hohen Anteil an Flavonoiden und Saponinen gezüchtet, die schon sehr jung geerntet und durch ein besonderes Verfahren extrahiert wird. Der aufgereinigte Extrakt ist frei von Proteinen und wird für Hautpflegemittel wie Cremes, Körpermilch und Badezusätze eingesetzt, die für Allergiker speziell gut verträglich sein sollen. Seine Bedeutung für die Dermatologie wurde schon in neueren Fachpublikationen gezeigt. Haferkrautextrakt-Produkte werden aber auch zur Pflege von empfindlicher Haut (Babys, Senioren) und zur Behandlung von Wunden, Rosacea und nicht zuletzt von Psoriasis eingesetzt.

Das Haferkorn (Avenae fructus), aus dem die allseits bekannten Haferflocken hergestellt werden, ist reich an Ballaststoffen (Polysacchariden), von denen die löslichen β-Glucane etwa die Hälfte ausmachen.

In 100 Gramm Haferflocken sind etwa 4,5 Gramm β-Glucane enthalten, in der Haferkleie sind es sogar mehr als 8 Gramm pro 100 Gramm. Die β-Glucane geben dem Haferschleim seine Konsistenz. Indem sie die Verdauung und den Stoffwechsel beeinflussen, wirken sie sich günstig auf den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel aus.

Die Fähigkeit der β-Glucane, Gallensäuren zu binden, führt wahrscheinlich zur Ausscheidung von Cholesterol und zur Reduktion des Gesamtcholesterol- und des LDL-Cholesterol-Spiegels, was einer Atherosklerose vorbeugen kann. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Jahr 2011 bestätigt, dass die Einnahme von Hafer-β-Glucanen zur Reduktion des Cholesterolspiegels beitragen kann.

Die unlöslichen Ballaststoffe regulierend ausserdem die Verdauungstätigkeit. Da sie die Aufnahme der Nährstoffe aus dem Darm in den Körper verzögern, steigt der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit zeitverzögert an, was eine geringere Ausschüttung von Insulin zur Folge hat. Schon vor 100 Jahren wurden daher diätetische „Hafertage“ für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 eingeführt. Eine neuere Studie am Diabetologikum in Berlin hat gezeigt, dass die Insulindosis bei Patienten mit einem hohen Insulinbedarf nach zwei Hafertagen um bis zu 30 Prozent reduziert werden kann. Dieser günstige Effekt soll bis zu vier Wochen nachweisbar sein.

Haferflocken zeigen aber auch günstige Auswirkungen auf die Verdauungsorgane selbst. Die Darmwand wird durch die viskösen löslichen Ballaststoffe vor Reizen aus dem Darmlumen geschützt und ein empfindlicher Magen beruhigt.

Umstritten ist noch, ob Menschen mit Zöliakie zu Haferprodukten greifen können. Bei der Zöliakie entzündet sich die Schleimhaut des Darms nach dem Verzehr von Gluten, dem Kleber-Eiweiß in verschiedenen Getreidekörnern.

Gluten ist die dominierende Eiweissfraktion im Weizenkorn, Im Haferkorn herrscht dagegen das Globulin Avenalin mit 80% vor, während Gluten nur einen Anteil von 15 Prozent hat. Hirse, Mais und Reis gelten dagegen als glutenfrei.

Die Zusammensetzung des Glutens unterscheidet sich in den einzelnen Getreidearten und ihren Sorten. Allgemein besteht Gluten aus den Proteingemischen der Prolamine und Gluteline, die wegen ihres hohen Anteils an den Aminosäuren Prolin und Glutaminsäure so benannt worden sind.

Krankheitsauslösend sind bei der Zöliakie die Prolamine, allerdings mit unterschiedlicher Intensität. Für zahlreiche Zöliakie-Patienten ist zwar das Weizen-Prolamin Gliadin, nicht jedoch das Hafer-Prolamin Avenin unverträglich. Und die relative Unverträglichkeit des Avenins hängt zudem noch von der Hafersorte ab; es gibt Hafersorten, die sogar für eine glutenfreie Ernährung infrage kommen.

Mehrere Studien zur Verträglichkeit des Hafers bei Zöliakie-Patienten haben gezeigt, dass kleinere Mengen Hafer im allgemeinen gut vertragen werden. In Schweden und Finnland gilt die Aufnahme von bis zu 50 g Hafer pro Tag als unbedenklich. Es muss sich dabei jedoch um „nicht-kontaminierten Hafer“ handeln, der nicht mit anderem Getreide verunreinigt sein darf und speziell für diesen Zweck angebaut wird.

Der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ ist überzeugt davon, dass das diätetische und therapeutische Potenzial des Hafers noch nicht ausgeschöpft ist und hofft, dass die Arzneipflanze des Jahres 2017 Gegenstand weiterer Forschungen sein wird.

Quelle:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/10/28/noch-viel-potenzial-bei-hautkrankheiten-und-zoeliakie

Kommentar & Ergänzung:

Das ist eine ungewöhnliche Wahl, zählt doch der Hafer seit je her zu den Nahrungsmitteln und nicht zu den typischen Heilpflanzen. Nimmt man ihn aber aus der Perspektive der Heilwirkungen in den Blick, steht er in einem Übergangsbereich zwischen Phytotherapie und Ernährungstherapie. Und dieser Übergangsbereich ist durchaus interessant.

Wie gewohnt begründet der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ seine Wahl der Arzneipflanze des Jahres 2017 auch dieses Mal fundiert.

2016 war der Kümmel Arzneipflanze des Jahres, 2015 das Johanniskraut, 20114 der Spitzwegerich, 2013 die Kapuzinerkresse und 2012 das Süssholz.

Hier geht’s zur Website des Studienkreises:

http://www.welterbe-klostermedizin.de/index.php

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpflanzen bei Psoriasis

Im Phyto-Forum der Ärztezeitung wurde die Frage gestellt, ob es pflanzliche Alternativen zur Therapie der Psoriasis gebe.

Die Schuppenflechte oder Psoriasis (Psoriasis vulgaris) sei eine schubweise verlaufende, entzündliche und chronische Hauterkrankung mit Hyperproliferation der Epidermis, schreibt dazu Professor Jürgen Reichling.

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand können zur Behandlung bei Psoriasis Phytopharmaka (Phyto-Dermatika) nur bei leichten Formen adjuvant eingesetzt werden.“

Bei schweren Verlaufsformen gebe es bisher weder überzeugende Studien noch entsprechende Erfahrungswerte.

Sinnvoll erscheine eine Kombinationstherapie bestehend aus äußerlich anwendbaren Phyto-Dermatika zusammen mit systemisch wirksamen Arzneimitteln wie zum Beispiel Retinoiden, Ciclosporin, Methotrexat.

Und welche Pflanzenpräparate empfiehlt Reichling konkret?

„Bei den Phyto-Dermatika haben sich zur äußerlichen Anwendung Zubereitungen aus Birkenrinde (etwa Trockenextrakt mit 80 Prozent Betulin), Mahonienrinde sowie Pflanzenteere (zum Beispiel Birkenholzteer) bewährt.“

Eine Kombination aus Pflanzenteer und Johanniskrautöl eingearbeitet in Zinkpaste werde ebenfalls als sehr hilfreich beschrieben.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/814714/akute-sinusitis-phytopharmaka-verhindern-sekretstau.html?sh=14&h=-1654080400

Kommentar & Ergänzung:

Am häufigsten im Bereich Psoriasis wird als Begleittherapie die Mahonia-Salbe angewendet (Rubisan-Salbe / Rubiderm-Salbe).

Die Gewöhnliche Mahonie (Zierberberitze, Mahonia aquifolium) gehört in die Familie der Berberitzengewäche (Berberidaceae).

Die Pflanze ist bei uns wenig bekannt, obwohl sie zum Beispiel in Parkanlagen häufig anzutreffen ist. Darum hier ein paar Informationen zur Mahonia (Foto auf Wikipedia)

Wo kommt die Mahonia ursprünglich her?

„ Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Mahonie liegt im westlichen Nordamerika von Britisch-Kolumbien in Kanada bis zum US-Bundesstaat Oregon. Dort ist die Gewöhnliche Mahonie die offizielle Staatsblume („Oregon grape“). Heute findet man sie auch kultiviert und verwildert in Mitteleuropa; besonders in Frankreich ist sie als Neophyt weit verbreitet. Die Gewöhnliche Mahonie wächst sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen, hauptsächlich in städtischen Garten- und Parklandschaften.“

(Quelle: Wikipedia)

Und zur Nutzung der Mahonia:

„ Die Pflanze ist nicht ohne Weiteres zu verwerten, da die meisten Pflanzenteile giftig sind. Die Wurzeln enthalten bis zu 1,5 % Berberin sowie diverse weitere Alkaloide. Der Alkaloid-Gehalt der Beeren liegt bei etwa 0,05 %; sie sind essbar und werden z. B. für die Herstellung von Marmeladen und Fruchtweinen verwendet.

In der Literatur finden sich Hinweise auf die medizinische Verwendung von Pflanzenextrakten, insbesondere des darin enthaltenen Berberins zur Bekämpfung von Haarschuppen und Schuppenflechte, möglicherweise auch Akne. Der Extrakt aus Rinde und Wurzel wird in der traditionellen Literatur und in der Homöopathie bei Hautausschlag empfohlen. Studien belegen einen positiven Effekt. Die Pflanze blüht schon zeitig im Frühjahr (ab März) und stellt damit eine frühe Nektar- und Pollentracht für Bienen und Hummeln dar.“

(Quelle: Wikipedia)

Der Hinweis auf die Anwendung von Mahonia-Extrakten in der Homöopathie bei Hautausschlag, bei welcher positive Studienresultate vorliegen sollen, ist etwas irreführend, weil es sich dabei um Salben auf der Basis von homöopathischen Urtinkturen handelt. Weil die Urtinktur noch nicht verschüttelt und verdünnt wurde, handelt es sich eigentlich um eine phytotherapeutische Anwendung.

Einen Überblick über Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen finden Sie hier:

Phytotherapie im Überblick: Dermatologie

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Wirkung von Glaubersalz (Natriumsulfat / Natrium sulfuricum)

Glaubersalz (Natriumsulfat, Natrium sulfuricum, Na2SO4 ) wurde 1625 von dem Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber als Bestandteil von Mineralwasser entdeckt und beschrieben.

Glaubersalz ist ein salinisches Abführmittel.

Es hält osmotisch Wasser im Darm zurück und steigert so den Flüssigkeitsanteil im Stuhl. Durch das vergrösserte Volumen wird der Entleerungsreiz ausgelöst.

Medizinisch wird Glaubersalz nur noch selten angewendet, doch ist es durchaus effektiv zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung und zur kompletten Darmentleerung vor chirurgischen und diagnostischen Eingriffen.

In der Alternativmedizin kommt Glaubersalz oft beim sogenannten Heilfasten zur Anwendung und soll zur Entschlackung beitragen.

Diese Vorstellung ist allerdings irreführend. Der Begriff Schlacke beschreibt einen Verbrennungsrückstand. Solche Rückstände im menschlichen Körper nicht an. Schlacke ist ein Abfallprodukt der Erzverhüttung. Im menschlichen Organismus entgiften Leber und Nieren die im Rahmen der Stoffwechselvorgänge anfallenden Substanzen. Eine Ablagerung von Schlacken ist im menschlichen Körper nicht nachweisbar und niemand hat bisher konkret sagen und zeigen können, woraus diese Schlacken bestehen sollen.

Siehe dazu:

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

„Karriere“ gemacht hat Glaubersalz in letzter Zeit allerdings vor allem als Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum. Wie bei Schüssler Salzen üblich wird Glaubersalz unter ritueller Verreibung 1 : 1 Million mal gestreckt mit einer Trägersubstanz und dann für eine grosse Zahl von Krankheiten empfohlen.

Für Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum wird zum Beispiel genannt:

Abstillen, Akne, Angespanntheit, Appendicitis chronica, Aszites, Aufgedunsenes, Gesicht, Aufgeschwemmtheit, Ausdauer, Ausleitung, Ausscheidungsgastritis, Authentizität, Beharrlichkeit, Belastungs-Inkontinenz, Beliebtheit, Besserwisserei, Bewegungsmangel, Blasenschwäche, Blockierung, Brechdurchfall, Cellulite, Cholangitis, Cholelithiasis, Cholezystitis, Chronische Blinddarmentzündung, Chronische Hepatitis, Chronische Leberentzündung, Cluster-Kopfschmerz, Commotio, Darmträgheit, Denkblockade, Desinteresse, Diabetes, Diabetischer Fuss, Diarrhoe, Dogmatismus, Drehschwindel, Drüsenschwellung, Durchfall, Durstmangel, Dyspepsie, Eigenverantwortung, Eitriger Hautausschlag, Eklampsie, Emphysem, Entscheidungsschwäche, Erbrechen, Erfrierung, Ernährungsfehler, Fanatismus, Fersenschmerz, Fettleber, Fettstoffwechselstörung, Fokalgeschehen, Gallenblasenentzündung, Gallengriess, Gallenschwäche, Gallenstauung, Gallenstauung, Gallensteine, Gallenwegsentzündung, Gebärmutterrückbildung nach der Geburt, Gehirnerschütterung, Gelbsucht, Gelenk-Knacken, Gerechtigkeitssinn, Geschwollene Füsse, Geschwollene Hände, Geschwulst, Glaukom, Gleichgewichtsstörungen, Grippe, Grüner Star, Harninkontinenz, Harnträufeln, Harnverhaltung, Hautauswüchse, Hautjucken, Hautwucherungen, Hepatitis, Herd-Entzündungen, Herzensgüte, Herzlichkeit, Heuschnupfen, Hohe Cholesterinwerte, Hyperhidrosis, Hühneraugen, Ikterus, Infektiöse Mononukleose, Inkontinenz, Juckreiz, Knieschmerzen, Kollaps, Kopfschuppen, Kreislaufkollaps, Lebenskraft, Leberentzündung, Leberflecken, Leberschwäche, Leukämie, Lippen-Herpes, Lippenbläschen, Lymphangitis, Lymphgefässentzündung, Magen-Darm-Grippe, Mallorca-Akne, Mattigkeit, Meniskus-Schwäche, Missmut, Missstimmung, Morbus Meniere, Nasenröte, Nebenniereninsuffizienz, Neurodermitis, Nieren-Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Nierengriess, Nierenschwäche, Norovirus-Infektion, Obstipation, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pfortaderstauung, Phlebitis, Pickel, Pigmentflecke, Polyarthritis, Portale Hypertension, Pruritus, Psoriasis, Pusteln, Pyelonephritis, Rechthaberei, Rheuma, Roemheld-Syndrom, Rote Nase, Salmonellen-Infektion, Sauerstoffmangel, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Schuppenflechte, Schwangerschaftskopfschmerzen, Schweissausbrüche, Schweisshände, Schwindel, Schwitzen, Schädel-Hirn-Trauma, Selbstversorgung, Sodbrennen, Sonnen-Empfindlichkeit, Sonnenallergie, Spröde Haare, Stabilität, Stauungsgastritis, Stauungsleber, Steinleiden, Stoffwechselschwäche, Thrombophlebitis, Trägheit, Tränende Augen, Tränenfluss, Tumor, Ulcus cruris, Unterschenkelgeschwür, Verdauungsbeschwerden, Verdriesslichkeit, Verstopfung, Wachsamkeit, Wasserbauch, Wassereinlagerungen, Wucherungen, Xanthelasmen, Zuckerkrankheit, Zuckerstoffwechsel, Zurückhaltung, Zusammenbruch, Ödeme, Übelkeit, Überdruss, Übergewicht, Überheblichkeit.

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/natrium-sulfuricum.htm

Diese sehr umfangreiche und heterogene Liste zeigt sehr schön, wie ein ausgesprochen einfaches, billiges Mittel wie Natriumsulfat mit Heilungsvorstellungen aufgeladen wird.

Für keine dieser Heilungsversprechungen gibt es auch nur den Hauch eines Beleges. Wir haben es mit reinen Behauptungen zu tun.

Die Liste zeigt auch eine Stärke von Komplementärmedizin und Alternativmedizin, die für wirklich jede psychische oder körperliche Lebenslage eine ganze Auswahl an Heilmitteln anbieten. Von Missmut über Schweissausbrüche bis zum Zusammenbruch und zum Tumor. Das nennt sich dann Ganzheitlichkeit – ist aber in Wirklichkeit eine Medikalisierung aller Lebenslagen.

Siehe auch:

Fragwürdige Ganzheitliche Medizin

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Peter Singer: Dicke sollen für Extrakilos zahlen

Im Flugzeug verbrauchen Übergewichtige mehr Platz und Treibstoff als dünne Reisende und es wäre daher nur fair, sie dafür zur Kasse zu bitten. Das schreibt der Bioethiker Peter Singer:

„Ist das Gewicht einer Person deren Privatangelegenheit? Sollten wir einfach toleranter sein in Bezug auf unterschiedliche Körperformen? Meiner Meinung nach nicht. Fettleibigkeit ist ein ethisches Thema, denn die Gewichtszunahme der einen bedeutet höhere Kosten für andere.“

Singer beschreibt dann verschiedene Varianten, wie man Übergewichtigen ihre zusätzlichen Kilos auf Flugreisen verrechnen könnte.

Freunde, mit denen er diesen Vorschlag diskutiere, würden oft sagen, dass viele übergewichtige Menschen keinen Einfluss auf ihr Gewicht hätten – sie hätten einfach einen anderen Stoffwechsel als die anderen, schreibt Singer Aber der Zweck einer Gebühr für Übergewicht sei ja nicht, eine Sünde zu bestrafen, sei es wegen zu viel Gepäck oder zu viel Körpergewicht. Es gehe darum, dass jeder Einzelne das zahle, was es koste, ihn oder sie ans Ziel zu fliegen. Fliegen sei etwas anderes als zum Beispiel das Gesundheitswesen. Fliegen sei kein Menschenrecht.

Das tönt so, als wolle Singer diese „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ auf die Flugpreise begrenzen und nicht auf alle Bereiche ausweiten. Doch dann erweitert er die Thematik genau auf heikle Gebiete wie das Gesundheitswesen:

„Wenn die Menschen größer und schwerer werden, passen weniger in einen Bus oder einen Zug, was die Kosten für den öffentlichen Transport in die Höhe treibt. Krankenhäuser müssen jetzt stärkere Betten und OP-Tische bestellen, extra große Toiletten bauen und sogar extra große Kühlfächer in ihren Leichenhallen installieren – all dies sind zusätzliche Kosten für sie. Das bedeutet für Steuerzahler und privat Versicherte zusätzliche Gesundheitsausgaben….“

Diese Tatsachen reichen nach Ansicht von Peter Singer, um eine Politik zu rechtfertigen, die einer Gewichtszunahme entgegenwirkt: „Helfen würde eine Besteuerung von Lebensmitteln, die disproportional für Fettleibigkeit indiziert sind – besonders Lebensmittel ohne Nährwert, wie süße Getränke.

Diese Mittel könnten dann dazu verwendet werden, die zusätzlichen Kosten auszugleichen, die fettleibige Menschen anderen verursachen. Die Verteuerung dieser Lebensmittel würde auch ihren Konsum durch Menschen, die das Risiko der Fettleibigkeit haben, verringern.“

Quelle:

http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article13927646/Die-Dicken-sollten-fuer-ihre-Extrakilos-zahlen.html

Kommentar & Ergänzung:

Das Verursacherprinzip ist mir in manchen Bereichen durchaus sympathisch.

Die Forderungen Peter Singer’s werfen aber einige Fragen auf:

Adipositas ist nicht immer selbstverschuldet.

Es gibt zum Beispiel deutliche Hinweise dafür, dass Adipositas teilweise genetisch bedingt ist:

„ Zwillingsstudien deuten darauf hin, dass Übergewicht auch eine genetische Komponente hat. Sie wird in dieser Betrachtung mit 70 % angegeben. Außerdem fand man bei Adoptivkindern einen starken Zusammenhang zwischen ihrem BMI und dem ihrer leiblichen Eltern, aber keinen Zusammenhang zwischen ihrem Gewicht und dem ihrer Adoptiveltern.“

(Quelle: Wikipedia)

Nicht direkt mit Genetik erklären lässt sich allerdings die Zunahme der Adipositas in den letzen Jahrzehnten. Indirekt besteht möglicherweise aber ein Zusammenhang: Unsere genetische Ausstattung ist wohl nicht eingestellt auf einen solchen Überfluss an Nahrung kombiniert mit so wenig Bewegung. Das gab es im Verlaufe der menschlichen Evolution nur ausnahmsweise.

Es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, die Adipositas verursachen können, beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), Störungen des Kortisolhaushaltes (Cushing-Syndrom) oder Glucosestoffwechselstörungen mit Hyperinsulinismus.

Und es gibt sozio-kulturelle Einflüsse:

Je niedriger der soziale Status (bestimmt durch die drei Faktoren Höhe der Ausbildung, Haushaltseinkommen und berufliche Stellung), desto häufiger trifft man auf das Problem Übergewicht: Je höher der Schulabschluss, desto tiefer – und damit günstiger – liegt der Body-Mass-Index.

Ausgehend von diesen verschiedenen Einflüssen dürfte klar werden, dass das Mass an Eigenverantwortung für eine Adipositas von Mensch zu Mensch durchaus unterschiedlich ist. Peter Singer macht aber nicht den Eindruck, dass er bei seinen „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ einen Unterschied macht zwischen selbstverschuldeter und unverschuldeter Adipositas (abgesehen davon, dass diese Differenzierung sehr schwierig sein dürfte).

Es würde also auch eine wesentlich genetisch oder durch eine Stoffwechselkrankheit bedingte Adipositas mit einer Strafzahlung belegt.

Dann fragt sich allerdings, weshalb ausgerechnet und nur die Übergewichtigen zur Kasse gebeten werden sollen. Wenn das Verursacherprinzip auf die Genetik ausgeweitet wird – wenn ich also für Kosten, die aus meiner Genetik entstehen, haftbar gemacht werde, dann stehen wir vor einer brisanten Entwicklung.

Wikipedia führt als Krankheiten mit genetisch bedingter Disposition auf:

Adipositas

Allergien, diverse

Alzheimer-Krankheit

Autoimmunerkrankungen

Bluthochdruck

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Depression

Diabetes mellitus

Großzehenabweichung (Hallux valgus)

Haarausfall

Herzfehler

Herzinfarkt

Krebserkrankungen diverse

Laktoseintoleranz

maligne Hyperthermie

Migräne

Multiple Sklerose (MS)

Osteoporose

Parkinson-Krankheit

Psoriasis

Rheuma

Schizophrenie

Schlaganfall

Taubheit

Formen der Trisomie

Vitiligo

Machen wir diese Patienten auch verantwortlich für Kosten, die der Allgemeinheit aufgrund ihrer genetischen Disposition entstehen? So wie es Peter Singer für Übergewichtige (auch) mit genetischer Disposition fordert?

Wo hört das auf?

Und auch wenn man kontrafaktisch davon ausgeht, dass Übergewicht in jedem Fall zu 100% selbstverschuldet ist, stellen sich brisante Fragen:

Herz-Kreislauferkrankungen verursachen viele Gesundheitskosten. Wer sich wenig bewegt, leidet eher an Herz-Kreislauferkrankungen. Warum nicht ein Strafzuschlag für Leute, die sich zuwenig bewegen? Das wäre doch motivierend….

Zuviel oder falsche Bewegung ist aber auch nicht optimal. Sportunfälle sind schliesslich oft sehr kostspielig.

Wenn wir also das Verursacherprinzip generell anwenden, und nicht nur bei den Übergewichtigen, dann sehe ich nicht ein, weshalb ich für die tausenden von Beinbrüchen, die jeden Winter beim Skifahren passieren, mit bezahlen soll. Skifahren ist schliesslich genauso wie Fliegen kein Menschenrecht. Entsprechend dem Vorschlag von Peter Singer zur Besteuerung von Adipositas-fördernden Nahrungsmitteln könnte man ja die Kosten der Skiunfälle auf die Tickets der Bergbahnen und Skilifte draufschlagen. Allerdings bestraft man dann auch die sorgfältigen Skifahrer, die keine Unfälle bauen.

Genauso bestraft Peter Singer mit seinem Vorschlag, Adipositas-fördernde Nahrungmittel zu besteuern auch diejenigen, die solche Nahrungsmittel in vernünftigem Mass essen und damit nicht dick werden. Teurer wird dann auch mein Vermicelle (Foto auf Wikipedia), womit ich meines Erachtens unverdienterweise eine „Busse“ bezahlen muss.

Und wenn das Vermicelle einen Franken teurer wird, tut das der Verkäuferin aus dem Supermarkt mehr weh als dem Rechtsanwalt oder dem Banker. Ist das gerecht?

Nicht ganz einfach wäre wohl auch die Entscheidung, welche Nahrungsmittel nun konkret als Dickmacher besteuert werden sollen. Schliesslich kann ich von fast allem dick werden, wenn ich genug davon esse.

Und wenn wir schon vom Verursacherprinzip reden: Gemäss US-Studien verlieren adipöse Personen 6-7 Lebensjahre, extrem Fettleibige (BMI ab 40) sogar 5 bis 20 Jahre. Sollte man also bei adipösen Menschen nicht die Rente erhöhen? Sie beziehen ja weniger lange Geld.

Bei Herz-Kreislauferkrankungen spielt zudem nicht nur das Gewicht, sondern auch die Fettverteilung im Körper eine wichtige Rolle („inneres Bauchfett“). Sollte man – wenn man gen Ansatz von Peter Singer verfolgt, dieses unterschiedliche Risiko nicht berücksichtigen?

Ich halte den Vorschlag von Peter Singer für populistisch. Er nutzt Ressentiments gegen die „Dicken“ aus, bietet einfache Scheinlösungen und unterschlägt die komplexen Fragen, die mit dem Verursacherprinzip im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit verbunden sind.

Damit will ich keineswegs negieren, dass die Zunahme der Adipositas in unserer Gesellschaft ein Problem darstellt.

Und die Gesundheitsbehörden sollen sich durchaus Gedanken machen, wie man dieser Entwicklung entgegen steuern kann.

Einfache Lösungen wird es für dieses Problem aber nicht geben.

Genauso wenig wie für die Zunahme der Kosten im Gesundheitswesen. Nur gerade auf die „Dicken“ einzuhacken, ist mir etwas zu billig.

Bezüglich Adipositas halte ich nichtdiskriminierendes Vorgehen für adäquater. Ein guter Beitrag zu einer sinnvollen Prävention wäre zum Beispiel fundierte Bildung im Bereich Ernährungslehre / Kochen. Damit läst sich eine allfällige genetische Disposition nicht wegzaubern, aber der Umgang mit ihr kann möglicherweise optimiert werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Weihrauch als Heilpflanze bei Rheuma und Darmentzündungen

Die „Welt“ publizierte einen informativen Beitrag über Weihrauch.

Dabei kam auch die medizinische Wirkung zur Sprache:

„Sogar eine kleine medizinische Renaissance könnte das Weihrauchharz erleben, nachdem es als Arzneimittel weitgehend durch wirksamere synthetische Stoffe ersetzt worden war. In den 90er-Jahren fanden Pharmakologen im Harz eine Reihe von Substanzen, unter anderem die Boswellia-Säuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben sollen. So könnten sie möglicherweise Rheuma, chronische Darmentzündungen, Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Asthma und die Beschwerden von Hirntumoren lindern

Die Forschung, in Deutschland vor allem an den Unis in Tübingen und Saarland, ist aber noch nicht abgeschlossen, es gibt erst wenige Studien mit Patienten. Eine Arzneimittelzulassung gibt es nicht.“

Quelle:

http://www.welt.de/wissenschaft/article13771012/Weihrauch-ist-eine-Wissenschaft-fuer-sich.html

Kommentar & Ergänzung:

In der Schweiz ist ein Weihrauchpräparat (H 15 Gufic) im Kanton Appenzell als Heilmittel zugelassen. Bei Rheuma (Arthritis) und Darmentzündungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) kommt Weihrauch in Tablettenform innerlich zur Anwendung. Weihrauchsalben, die seit einiger Zeit ebenfalls im Handel sind, eignen sich allenfalls bei Hautentzündungen (Neurodermitis, Psoriasis), aber nicht bei Rheuma. Es ist nämlich völlig ungeklärt, ob die Wirkstoffe durch die Haut aufgenommen werden können und auf diesem Weg eine Wirkung entfalten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Garten: Weissdorn, Holunder, Wacholder statt Mahonie, Cotoneaster & Co.

Einheimische Sträucher im Garten vorziehen

Wer in seinen Garten Tiere locken und sie beobachten möchte, sollte auf jeden Fall auch einheimische Sträucher pflanzen. Oft werden bevorzugt fremdländische Ziergehölze und Nadelbäume gepflanzt, die für die einheimische Tierwelt nur von bescheidenem ökologischem Nutzen sind. Zwar werden zum Beispiel auch die Blüten der Zwergmispel (Cotoneaster) von Bienen umschwärmt und die Beeren der Mahonie von Amseln gefressen. Das ist aber kein Vergleich zu dem überaus reichen Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern.

Sie bieten unseren Wildvögeln einen wichtigen Lebensraum.

Die Früchte des heimischen Weißdorns (Crataegus spec.) werden zum Beispiel von 32 Vogelarten gefressen, die des nahverwandten nordamerikanischen Scharlachdorns dagegen nur von zwei Arten. Der heimische Wacholder ernährt sogar 43 Vogelarten, der oft in Gärten gepflanzte Chinesische Wacholder jedoch nur eine einzige Art.

Ähnlich verhält es sich mit Insekten, deren Larven oftmals auf wenige oder gar nur eine einzige Nahrungspflanze spezialisiert sind. Während heimische Wildsträucher ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für viele Insekten in allen Entwicklungsstadien bieten, wird man an exotischen Gehölzen in unseren Gärten kaum jemals Fraßspuren von Raupen entdecken. Ein gutes Beispiel hierfür ist der beliebte, aber nichtheimische Sommerflieder (Buddleja) oder Schmetterlingsstrauch – für erwachsene Falter zwar eine sehr begehrte Nektarquelle, als Raupenfutterpflanze jedoch absolut wertlos. Ohne Raupen fehlt aber die Nahrungsgrundlage für Meisen und andere Vögel. Auch ein wohlmeinend aufgehängter Nistkasten nützt dann nicht mehr viel.

Dagegen nisten im schützenden Dickicht von Sträuchern wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen gerne zahlreiche Vögel wie Heckenbraunelle und Nachtigall. Im Herbst bieten die bunten Beeren den Vögeln einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich zum Beispiel jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch zahlreiche Säugetiere wie Mäuse und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.
Zahlreiche gute Gründe also, im Herbst einige einzelne Sträucher zu setzen oder eine ganze Hecke aus mehreren Arten anzulegen. Im übrigen sind einheimische Sträucher anspruchsloser und widerstandsfähiger, auch gegen witterungsbedingte Einflüsse und gegen Schädlinge. Zudem ist für jeden Gartenstandort etwas dabei: Weißdorn und Wildrosen lieben es sonnig, Haselnuss und Pfaffenhütchen genügt ein halbschattiger Standort und die Heckenkirsche gibt sich sogar mit einem schattigen Plätzchen zufrieden. Einheimische Sträucher sind jedoch nicht nur nützlich, sondern sehen auch hübsch aus. Und sie bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Quelle:

http://hamburg.nabu.de/projekte/garten/gartentipps/05228.html

www.nabu.de

Kommentar & Ergänzung:

Für Naturbeobachtungen empfehle ich Ihnen meine Naturseminare

– Weissdorn, Holunder und Wacholder sind im Übrigen auch wichtige Heilpflanzen:

Weissdorn ist die wichtigste Herzpflanze der Phytotherapie, Schwarzer Holunder wirkt gegen Erkältungskrankheiten und Wacholderbeeren lindern Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl.

– Aus der Mahonie (Mahonia aquifolium, Zierberberitze) werden Salben hergestellt, die unterstützend eingesetzt werden bei Psoriasis, also bei Schuppenflechte.

– Beim Weissdorn-Strauch ist ein Problem im Auge zu behalten: Weissdorn überträgt – wie z. B. Cotoneaster, Loorbeermispel (Photinia davidiana), Vogelbeere – die Pflanzenkrankheit Feuerbrand, die durch Bakterien (Erwinia amylovora) verursacht wird.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

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Ätherische Öle: Hilfsstoffe und Dosierung

Reines ätherisches Öl lässt sich nicht mit Wasser mischen. Daher macht beispielsweise die Herstellung eines Bades mit ätherischen Ölen den Einsatz eines geeigneten Emulgators (z.B. Disper, Labrafil, Labrasol) in einer vierfach grösseren Menge nötig.

Ein aromatisches Bad enthält maximal 10 Tropfen ätherisches Öl auf 100 Liter Wasser. Ohne Zusatz eines Emulgators schwimmt das ätherische Öl auf dem 40°C warmen Wasser und könnte bei direktem Hautkontakt Reizungen auslösen – vor allem wenn es sich um hautätzende ätherische Öle wie beispielsweise Zimtöl handelt.

Oral können ätherische Öle gemischt mit Honig eingenommen werden: Zu diesem Zweck werden 2-3 Tropfen ätherisches Öl auf einen Kaffeelöffel Honig gegeben. Ahornsirup oder ein Stück Rohrzucker sind ebenso geeignet. Ätherische Öle lassen sich auch mit pflanzlichen Urtinkturen verdünnen, deren Eigenschaften die Wirkung der ätherischen Öle ergänzen.

Für den äusserlichen Einsatz der ätherischen Öle sind pflanzliche Öle als Hilfsstoffe ideal. Die Auswahl des passenden Öls richtet sich nach der gewünschten therapeutischen Wirkung: eher visköses Öl wie Avocadoöl oder Olivenöl eignet sich zur Behandlung einer in der verhornten Schicht der Epidermis lokalisierten Mykose (Pilzerkrankung). Weizenkeimöl oder Jojobaöl dienen zur Wirkung auf Stufe der Epidermis, beispielsweise um eine Psoriasis (Schuppenflechte) oder ein Ekzem zu behandeln; um Beschwerden in der Dermis zu lindern, einen Juckreiz oder einen Ausschlag beispiesweise, wird Haselnussöl oder Mandelöl gewählt. Soll schliesslich die Unterhaut, die Synovia oder die Muskulatur erreicht werden, fällt die Wahl auf Sesamöl oder Haselnussöl.

Beachtet werden sollte unbedingt, dass Phenol- oder Aldehyd-haltige ätherische Öle oftmals aggressiv auf die Haut wirken und daher immer mindestens 5-fach verdünnt werden sollten.

Crèmes können ätherische Öle in Konzentrationen von 1-30% aufnehmen. Bei der Herstellung von Gelen (Carbopol oder Methylcellulose) sollte eine Konzentration von 10-12% nicht überschritten werden.

Je nach Grösse können Zäpfchen und Ovula, hergestellt auf der Basis von speziell konzipierten Wachsen, folgende Mengen ätherischer Öle enthalten:

1-2 Tropfen für ein Zäpfchen von 1 g für Säuglinge

2-3 Tropfen für ein Zäpfchen von 2 g für Kinder

3-4 Tropfen für ein Zäpfchen von 2 g für Erwachsene

6-10 Tropfen für ein Ovule von 4 g

Wichtig ist zudem, dass ätherische Öle keinesfalls unverdünnt in die Nase, das Ohr oder auf ano-genitale Schleimhäute appliziert werden sollten: eine Verdünnung von 5% in Haselnussöl oder Sesamöl gerstattet die Anwendung auf den sensiblen Schleimhäuten.

Lit.:

L’aromathérapie, D. Baudoux, Editions Amyris, 2e édition 2008, p31

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=4416&NMID=1400&LANGID=2

Kommentar & Ergänzung:

Ätherische Öle werden sowohl in der Phytotherapie also auch in der Aromatherapie eingesetzt. Die richtige Dosierung und die passende Anwendungsform sind dabei zentral.

Interessant an diesen Informationen sind meines Erachtens vor allem die differenzierten  Vorschläge zu Wahl der fetten Öle, je nach zu behandelnder Krankheit.

Für Bäder mit ätherischen Ölen eignen sich als Emulgator auch Kaffeerahm (Kaffeesahne) und Vollmilch.

Für die Herstellung von Zäpfchen (Suppositorien) und Ovula sind Apotheken oder Pharmabetriebe zuständig.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infoportal

Aloe

ALOE

Aloe vera bei Schuppenflechte?

Lindert Aloe vera Beschwerden durch Psoriasis (Schuppenflechte)? Diese Frage hat das Portal Medizin-Transparent untersucht und ist dabei auf eine widersprüchliche Studienlage gestossen.

Immerhin finden sich einige Studien, die den Nutzen von Aloe vera bei Schuppenflechte (Psoriasis) untersucht haben. Diese Studien entsprechen laut der Beurteilung durch Medizin-Transparent zumindest den Grundanforderungen an aussagekräftige, wissenschaftliche Arbeiten… Zum vollständigen Text hier…


Aloe vera als Wundheilmittel

In der Zeitschrift für Phytotherapie (2/2016) befasst sich Prof. Karin Kraft mit dem Thema „Phytotherapie in der Wundbehandlung“. Dabei geht es in einem Kapitel um Aloe-Gel als Wundheilmittel. Die Autorin Karin Kraft ist Professorin am Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Rostock und eine ausgezeichnete Kennerin der Phytotherapie.

Nachfolgend eine Zusammenfassung dieses Abschnitts:

Aloe-Gel wird aus den Parenchymzellen der frischen oder lyophilisierten Blätter von Aloe barbadensis (Aloe vera, Aloe vulgaris) nach dem Entfernen der grünen Anteile gewonnen. Seine Hauptinhaltsstoffe sind Mucopolysaccharide, Enzyme, Anthranoide, Lignin, Saponine, Salizylsäure und Mineralstoffe… Zum vollständigen Text hier…

ALOE – WELCHE PFLANZENTEILE WERDEN GENUTZT?

Bei der Aloe-Pflanze gibt es immer wieder Unklarheiten darüber, welche Pflanzenteile genutzt werden.

Unterschieden werden müssen zwei verschiedene Produkte:

  1. Eingetrockneter „Aloesaft“

„Der Gattungsname Aloe, lateinisch und griechisch belegt, wird mit „berühmt für Ihre Bitterkeit“ übersetzt. Die Bitterkeit ist auf den gelben „Aloesaft“ zurückzuführen, der aus den fleischigen Blättern ausläuft, wenn man sie am Blattgrund abschneidet und schräg lagert… Zum vollständigen Text hier

ALOE VERA – GEGEN VERSTOPFUNG UND ZUR WUNDHEILUNG

Die Pharmaceutical Tribune veröffentlichte kürzlich einen Beitrag zur Wirkung von Aloe.

Der Text beschreibt zuerst die Anwendung von Aloe-Extrakt bzw. Aloin bei Obstipation (Verstopfung):

„Zur arzneilichen Anwendung sind zwei Arten vorgesehen: Aloe barbadensis (vera), die Curacao-Aloe vorwiegend aus Mittelamerika, und Aloe capensis (ferox), die aus dem afrikanischen Raum exportiert wird. Beide Arten sind im europäischen Arzneibuch beschrieben. Das standardisierte Aloe-Extrakt (Aloes extractum siccum normatum) zur Herstellung von Zubereitungen besteht aus der Mischung der Extrakte von Curacao und Kap-Aloe und ist ebenfalls im Arzneibuch als Monographie enthalten… Zum vollständigen Text hier…

ALOE VERA VERBESSERT WUNDHEILUNG NACH HÄMORRHOIDENOPERATION

Die wundheilende Wirkung von Aloe vera-Creme ist jetzt in einer randomisierten Doppelblindstudie bestätigt worden. Iranische Wissenschaftler randomisierten insgesamt 49 Patienten, die sich einer Hämorrhoidenresektion unterzogen hatten, in eine Verumgruppe, die dreimal täglich 3 g einer Aloe-vera-Creme auf die Wunde schmierten, und eine Placebogruppe. In der Verumgruppe verminderten sich die Wundschmerzen (gemessen mit einer 10cm VAS) innerhalb von zwei Tagen von 9,3 auf 1,8 Punkte, in der Placebogruppe nur von 9,2 auf 5,2. Selbst nach 2 Wochen war noch ein Gruppenunterschied erkennbar (1,2 bzw 2,6 Punkte), und das obwohl in der Verumgruppe deutlich weniger Schmerzmittel konsumiert wurden….. Zum vollständigen Text hier…

PFLANZENHEILKUNDE: WUNDERMITTEL ALOE VERA?

Aloe vera hat als Heilpflanze eine sehr lange Tradition. Nachdem sie bei uns längere Zeit fast in Vergessenheit geriet, erleben wir gegenwärtig einen ausgeprägten Aloe-Boom. Kann die Heilpflanze all die Versprechungen auch halten?

Der eingedickte Blattsaft aus Aloe-Pflanzen wurde über viele Jahrhunderte als rabiates Abführmittel eingesetzt. Da heute sanftere Methoden gegen Verstopfung vorgezogen werden, kommt Aloe als Heilpflanze in diesem Bereich kaum mehr zur Anwendung. Eine lange Tradition hat Aloe aber auch in zahlreichen Ländern als Mittel zur Wundheilung und gegen Verbrennungen. Dieses Anwendungsgebiet ist inzwischen gut erforscht. Aloe-Gel fördert zum Beispiel die Heilung von venösen Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris). Das zeigen auch Erfahrungen von Phytotherapie-Pflegefachfrauen in Pflegeheimen und in der Spitex….. Zum vollständigen Text hier…

Phytotherapie bei Hauterkrankungen & Wunden

PHYTOTHERAPIE FÜR HAUTERKRANKUNGEN & WUNDBEHANDLUNGEN


Grüntee gegen Zahnfleischentzündung

Mundspülungen mit Grüntee schützen genauso effektiv vor Zahnbelag und Zahnfleischentzündung wie Chlorhexidin.

Chronische Gingivitis (Zahnfleischentzündung) infolge einer verstärkten Anlagerung von krankmachenden Bakterien an Zähnen und Zahnfleisch betrifft weltweit 50 bis 90 % der Erwachsenen.

Insbesondere bei Personen mit einer entsprechenden Anfälligkeit kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Konsequente, gründliche Mundhygiene kann frühzeitig der Entstehung von Plaques und Zahnfleischentzündung vorbeugen… Zum vollständigen Text hier…

Gefrorene Ananas lindert Mukositis (Mundschleimhautentzündung) bei Strahlentherapie

Bei einer Strahlentherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung kann als Nebenwirkung eine Mundschleimhautentzündung (Mukositis) auftreten. Das Portal nachrichten.at weißt auf die Möglichkeit der Linderung dieser Beschwerden durch gefrorene Ananasstückchen hin:

„So kann eine Nebenwirkung einer Strahlentherapie eine akute Entzündung und Geschwürbildung der Mundschleimhaut sein. Bei dieser quälenden Mukositis ist das Lutschen von gefrorenen Ananasstückchen hilfreich. Die Frucht, die durch ihre Säuren in aufgetautem Zustand auf der Schleimhaut unerträglich brennen würde, bringt im gefroren Zustand Linderung… Zum vollständigen Text hier…

Teebaumöl bei Akne

Das ätherische Öl aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gilt als Geheimtipp gegen Pickel / Akne.

Das Portal „Medizin transparent“ hat recherchiert, ob die Studienlage die Wirksamkeit von Teebaumöl gegen Akne bestätigt.

Ein chinesisch-australisches Wissenschaftsteam konnte in einer umfangreichen Recherche nur eine einzige Studie zu diesem Thema finden.

Diese allerdings kleine Studie liefert zwar vorsichtige Hinweise, dass Teebaumöl gegen Pickel helfen könnte… Zum vollständigen Text hier…

Zimt und Teebaumöl gegen Fusspilz?

Das Magazin „Focus“ berichtet über die Behandlung von Fusspilz mit Zimt und Teebaumöl:

„Fußpilz ist ein großes Tabuthema. Doch es gibt gute Mittel dagegen: Geben Sie etwas Zimt in Ihre Schuhe und verteilen Sie diesen. Zimt wirkt antibakteriell und tötet so den Fußpilzerreger ab.

Zur Anwendung auf der Haut empfiehlt Mediziner Dietrich Grönemeyer Teebaumöl. Geben Sie dazu zehn Tropfen Teebaumöl in einen bis eineinhalb Liter Wasser und baden Sie Ihre Füße 15 Minuten darin… Zum vollständigen Text hier…

Menthol / Pfefferminzöl gegen Juckreiz

Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ bringt ein Gespräch mit dem Dermatologen Franz Legat, dem Leiter der Juckreizambulanz in Graz.

Dabei wird als Mittel gegen Juckreiz (Pruritus) unter anderem auch Menthol erwähnt.

Zitat: „Auch Cremes mit speziellen Inhaltsstoffen, etwa mit Urea, also Harnstoff, oder Menthol können helfen. Eine Therapie in Kältekammern oder die Phototherapie, also die Therapie mit UV-Strahlen, kann juckreizlindernd wirken.“

Quelle: http://derstandard.at/2000057056706/Pruritus-Im-Juck-Kratz-Zyklus-sein

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Heilpflanzen-Anwendungen für Spitex, Palliative Care, Pflegeheim und Klinik

Weiterbildung und Ausbildung in Phytotherapie für Pflegeberufe.

Tagesseminare und Lehrgänge vermitteln professionelles Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege - zur Integration in Palliative Care, Spitex, Klink, Pflegeheim.

Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP), Winterthur (Schweiz)

Programm: Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Aargau, Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Wallis, Graubünden, Luzern, Schaffhausen, Glarus, Schwyz.

Aloe vera bei Schuppenflechte?

Lindert Aloe vera Beschwerden durch Psoriasis (Schuppenflechte)? Diese Frage hat das Portal Medizin-Transparent untersucht und ist dabei auf eine widersprüchliche Studienlage gestossen.

Immerhin finden sich einige Studien, die den Nutzen von Aloe vera bei Schuppenflechte (Psoriasis) untersucht haben. Diese Studien entsprechen laut der Beurteilung durch Medizin-Transparent zumindest den Grundanforderungen an aussagekräftige, wissenschaftliche Arbeiten.

Leider widersprechen sich aber deren Resultate stark. Deshalb lasse sich nicht sagen, ob Aloe vera tatsächlich etwas gegen Schuppenflechte ausrichten kann, schreibt Medizin-Transparent… Zum vollständigen Text hier…


Aloe vera als Wundheilmittel

In der Zeitschrift für Phytotherapie (2/2016) befasst sich Prof. Karin Kraft mit dem Thema „Phytotherapie in der Wundbehandlung“. Dabei geht es in einem Kapitel um Aloe-Gel als Wundheilmittel. Die Autorin Karin Kraft ist Professorin am Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Rostock und eine ausgezeichnete Kennerin der Phytotherapie.

Nachfolgend eine Zusammenfassung dieses Abschnitts:

Aloe-Gel wird aus den Parenchymzellen der frischen oder lyophilisierten Blätter von Aloe barbadensis (Aloe vera, Aloe vulgaris) nach dem Entfernen der grünen Anteile gewonnen. Seine Hauptinhaltsstoffe sind Mucopolysaccharide, Enzyme, Anthranoide, Lignin, Saponine, Salizylsäure und Mineralstoffe… Zum vollständigen Text hier…

Gemüsesaft aus Spinat und Rucola bessert chronische Zahnfleischentzündungen

Blattgemüse mit hohem Nitratgehalt gilt bislang als problematisch. Doch der kritisch betrachtete Inhaltsstoff hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Das zeigt eine vor kurzem publizierte Studie der Universität Hohenheim und des Universitätsklinikums Würzburg. Nitrat aus einem handelsüblichen Gemüsesaft kann den Verlauf chronischer Zahnfleischentzündungen schon nach nur zwei Wochen merklich verbessern.

Nitrat häuft sich in den Blättern an und spielt eine bedeutende Rolle für Wachstum und Gesundheit der Pflanzen. Deshalb gehören zahlreiche Blattgemüse wie Rucola, Spinat, Mangold und verschiedene Blattsalate zu den wichtigsten Nitratquellen in der Ernährung des Menschen… Zum vollständigen Text hier…

Honig lässt Wunden rascher heilen

Durch seinen hohen Zuckergehalt und andere Inhaltsstoffe wirkt Honig antibakteriell. In seiner Wirksamkeit übertrifft Honig sogar manche Antibiotika, kann sie aber nicht gänzlich ersetzen.

Elisabeth Presterl, Leiterin der Krankenhaushygiene an der Medizinischen Universität Wien, sagt in einem Gespräch mit science.ORF.at.:

„In der Wundpflege gibt es den sogenannten ‚medizinischen Honig‘. Man konnte bei chronischen Wunden und oberflächlichen Verbrennungen zeigen, dass er nicht nur einen anti-bakteriellen Effekt hat, sondern auch zur Verbesserung der Wundheilung und Verkleinerung der Wunde führt… Zum vollständigen Text hier…

Schwarztee lindert Sonnenbrand

Schwarztee wird in der Phytotherapie oft empfohlen zur Linderung von Sonnenbrand. Interessant ist, dass dieses Hausmittel inzwischen auch Support bekommt von Hautärzten.

Beispiel 1:

Dr. Reinhard Mrotzek, Hautarzt und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), kommt auf  T-online zu Wort:

«Viel besser als Quark ist schwarzer Tee geeignet. Dieser wirkt entzündungshemmend und kühlend. „Doch dafür muss man keine Teebeutel auf die Haut legen. Wer schwarzen Tee zubereitet und ihn, nachdem er abgekühlt ist, auf die Haut aufträgt, hat den gleichen Effekt“, sagt der Sonnenschutz-Experte… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Interessiert an Wildkräuterkursen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen in schönen Landschaften kennenlernen. Wildkräuterkurse in den Kantonen Graubünden, Bern, Basel, Wallis, Aargau, Schaffhausen, St. Gallen, Luzern, Glarus, Schwyz, Zürich....

Programm im Portal Heilpflanzen-Info: Wildkräuterkurse Schweiz. Dort finden Sie auch Lehrgänge für Ausbildung und Weiterbildung in Kräuterheilkunde (Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar) am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur.

Altes Hausmittel: Hilft Quark gegen Sonnenbrand?

Diese Frage stellt die Zeitung „Express“ einem Experten, dem Oberarzt und Leiter des Hauttumorzentrums an der Charité der Universitätsmedizin Berlin, Claas Ulrich.

Antwort:

„Das ist natürlich nichts, was man wirklich empfehlen kann.“

Stattdessen empfiehlt er, etwas gegen die Entzündung zu machen. Am besten versuche man, sanft zu kühlen, folgt darauf als guter Ratschlag.

Quelle:

http://www.express.de/ratgeber/gesundheit/altbekanntes-hausmittel-hilft-quark-wirklich-gegen-sonnenbrand–24603138

Kommentar & Ergänzung:… Zum vollständigen Text hier…

Hilft Schöllkraut gegen Warzen?

Schöllkrautsaft ist ein altbekanntes Hausmittel der traditionellen Pflanzenheilkunde zur Behandlung von Warzen.

Hilft Schöllkraut wirklich gegen Warzen? Auf diese Frage antwortete eine Ärztin in einem Artikel der „FAZ“.

Nachfolgend daraus Zitate mit eingeschobenen Kommentaren von mir:

„Schöllkraut (Chelidonium majus) ist eine Pflanze aus der Familie der Mohngewächse, die auf vielen deutschen Wiesen zu finden ist, bevorzugt nahe Wohnstätten oder in Mauerspalten, und die durchaus heilende Wirkung hat. Tatsächlich sind im gelb-orangen Saft, der beim Brechen der Stengel oder Einreißen der Blätter austritt, reichlich Alkaloide enthalten, bei denen antientzündliche, antibakterielle, antimykotische, antivirale und schwach zytotoxische Effekte nachgewiesen werden konnten… Zum vollständigen Text hier…


Zitronengrasöl wirksam gegen Hautpilz

Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) wird durch Malassezia-Hefen ausgelöst. Die Erkrankung verursacht zwar keine gravierenden Beschwerden, doch der Leidensdruck bei Betroffenen ist trotzdem hoch.

Forscher untersuchten daher in einer Studie, ob sich die Pilzinfektion durch eine spezielle Zubereitung aus Zitronengras (Cymbopogon citratus) lindern lässt. Patienten, die Shampoos und Cremes mit Zusatz von Zitronengrasöl auf der betroffenen Kopfhaut verwendeten, profitierten von der pflanzlichen Behandlung ebensosehr wie Patienten in der Kontrollgruppe, die ein herkömmliches Antipilzmittel (Ketoconazol) einsetzten… Zum vollständigen Text hier…


Forschungsberichte oft übertrieben optimistisch formuliert

Dass Medienberichte über medizinische Studien oft allzu reisserisch formuliert sind, ist ein bekanntes Phänomen.

Ein Team um die Epidemiologin Isabelle Boutron von der Universität Paris Descartes hat nun in einer Studie gezeigt, dass auch die Berichte der Forscher selber oft mit einer allzu rosaroten Brille verfasst sind: Die Zusammenfassung ihrer Resultate ist oft spektakulärer als die zugrunde liegenden Daten.

Wie Boutron im Fachblatt „PLoS Medicine“ berichtet, ist die angebotene Interpretation oft zu optimistisch, und zwar sowohl bei den Forschern selbst, als auch bei den PR-Abteilungen der Universitäten und nicht zuletzt auch bei den Medien… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Weiterbildung in Kräuterheilkunde

Ausbildung und Weiterbildung in Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Lehrgänge, Seminare, Kurse für Berufsleute aus Pflege (Spitex, Palliative Care, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin, sowie für weitere Interessierte auch ohne medizinische Grundausbildung.

Kräuterkurse / Kräuterwanderungen in verschiedenen schönen Landschaften der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Luzern, Bern, Basel, Schaffhausen, St.Gallen, Wallis, Graubünden, Zürich, Schwyz, Glarus, Aargau.

Programm in Portal Heilpflanzen-Info über die Rubrik „Kurse“.

Antivirale Wirkung von Pfefferminzöl und Melissenöl gegen Herpes-simplex-Viren

In einer Dissertation untersuchte Dr. med. Anja Schuhmacher die Wirkung von Pfefferminzöl und Melissenöl gegen Herpesviren.

Herpes simplex Viren sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Krankheitserregern. Sie verursachen beim Menschen in der Regel schmerzhafte, bläschenförmige Hautläsionen in und um die Mundhöhle (Lippenherpes, Fieberbläschen) und im Genitalbereich (Genitalherpes), können jedoch auch insbesondere bei Immunsupprimierten zu lebensbedrohlichen systemischen Infektionen führen… Zum vollständigen Text hier…

Teebaumöl gegen Akne

Im Phyto-Forum der AerzteZeitung geht Dr. Rainer C. Görne auf das Thema Teebaumöl bei Akne ein.

„In der internationalen Literatur finden sich fünf randomisierte Studien, die die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Behandlung von Akne belegen. In diesem Zusammenhang muss jedoch auf das Risiko der Entwicklung von Kontaktallergien hingewiesen werden.“

Auslöser dieser Kontaktallergien seien unterschiedliche Bestandteile des ätherischen Öls, wie beispielsweise α-Terpinen und dessen Oxidationsprodukt 1,2,4-Trihydroxymenthan, das nach längerer Lagerung durch Licht oder Luftsauerstoff entsteht. Deshalb können nach der örtlichen Anwendung von Teebaumöl allergische Hautreaktionen auftreten… Zum vollständigen Text hier…

Beschleunigte Wundheilung mit Betulin aus Birkenkork

Seit Jahrhunderten gelten Extrakte aus Birkenrinde als traditionelle Heilmittel, die dafür sorgen, dass sich verletzte Haut rascher regeneriert.

Forscherinnen um Prof. Dr. Irmgard Merfort vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau haben nun auf molekularer Ebene geklärt, wie die wundheilende Wirkung eines Birkenextraktes aus der äußeren, weißen Schicht der Rinde des Baumes zustande kommt.

Ihre Resultate haben die Wissenschaftlerinnen in der Fachzeitschrift „Plos One“ publiziert… Zum vollständigen Text hier…


Cochrane-Studie findet keine Evidenz für Borretschöl und Nachtkerzenöl bei Neurodermitis

Borretschöl oder Nachtkerzenöl, die als Kapseln oder in flüssiger Form als Naturheilmittel zur Behandlung der Neurodermitis eingesetzt werden, haben in klinischen Studien keinen nachweisbare Wirkung gezeigt. Das berichten US-Dermatologen in der Cochrane Library (2013; doi: 10.1002/14651858.CD004416.pub2).

Das Wissenschaftlerteam um Joel Bamford von Essential Health System, einem Gesundheitsanbieter mit Sitz in Duluth / Minnesota, machte total 27 Studien mit 1.596 Patienten (Erwachsene und Kinder) in 27 Ländern ausfindig, in denen die Wirkung von Borretschöl oder Nachtkerzenöl im Vergleich zu Placebo untersucht wurde.

Die Studiendauer betrug zwischen 3 und 24 Wochen. Eine Meta-Analyse konnte nur für Nachtkerzenöl erstellt werden… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur (Schweiz)

Fundiertes Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen für Berufsleute aus Pflege (Spitex, Palliative Care, Pflegeheim, Klinik), Naturheilkunde, Medizin, Ernährungsberatung, Massage u. ä.

Einzelne Plätze frei für Interessierte ohne medizinischen Grundberuf (nach Klärungsgespräch).

Info: Was ist Phytotherapie?

Programm für Kurse, Ausbildung und Weiterbildung:

Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur (Schweiz)

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Glarus, Zürich, Schwyz, Wallis, Graubünden, Schaffhausen, Luzern, Bern, Basel, Aargau, St. Gallen.

Kleopatrabad bei Neurodermitis und trockener Haut

Wer an Neurodermitis und/oder trockener Haut leidet, dem wird oft empfohlen, anstelle eines Vollbades eine kurz Dusche zu nehmen, weil diese die Haut weniger entfettet.

Wer trotzdem ein Vollbad nehmen möchte, sollte für eine rückfettende Wirkung sorgen.

Dazu kann man ein Spezialbad für Neurodermitis-Patienten in der Apotheke kaufen oder ein rückfettendes Bad selber herstellen.

Das geht sehr einfach mit einem traditionellen Hausmittel mit dem verheissungsvollen Namen „Kleopatrabad“… Zum vollständigen Text hier…

Heilpflanzenkunde: Kamille für Haut und Magen

Die „Welt online* stellt verschiedene Heilpflanzen vor, darunter auch die Kamille:

„Kamillenblüten gehören in die Hausapotheke. Aus der Echten Kamille lässt sich durch Destillation ein tiefdunkelblaues, ätherisches Öl gewinnen. Die Kamille war schon bei den Ärzten des Altertums bekannt, schon die Römer haben sie beschrieben. Sie wirkt entzündungshemmend, wundheilend und krampflösend. Die meisten trinken sie als Tee – aber auch als Dampfbad zum Inhalieren tut sie gut. Was viele nicht wissen: Sie hilft auch äußerlich – zum Beispiel bei Hautverletzungen.“

Quelle:

http://www.welt.de/wissenschaft/article13771012/Weihrauch-ist-eine-Wissenschaft-fuer-sich.html

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…


Heilpflanzen bei Psoriasis

Im Phyto-Forum der Ärztezeitung wurde die Frage gestellt, ob es pflanzliche Alternativen zur Therapie der Psoriasis gebe.

Die Schuppenflechte oder Psoriasis (Psoriasis vulgaris) sei eine schubweise verlaufende, entzündliche und chronische Hauterkrankung mit Hyperproliferation der Epidermis, schreibt dazu Professor Jürgen Reichling.

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand können zur Behandlung bei Psoriasis Phytopharmaka (Phyto-Dermatika) nur bei leichten Formen adjuvant eingesetzt werden.“

Bei schweren Verlaufsformen gebe es bisher weder überzeugende Studien noch entsprechende Erfahrungswerte.

Sinnvoll erscheine eine Kombinationstherapie bestehend aus äußerlich anwendbaren Phyto-Dermatika zusammen mit systemisch wirksamen Arzneimitteln wie zum Beispiel Retinoiden, Ciclosporin, Methotrexat… Zum vollständigen Text hier…

Ananas-Enzym Bromelain löst Schorf von Brandwunden

Enzyme aus der Ananaspflanze können den festsitzenden Schorf in Brandwunden ablösen.

Das Bromelain-Präparat eines Herstellers aus Israel steht nach dem erfolgreichen Abschluss klinischer Studien in Europa vor der Einführung.

Bromelain, eine 1957 erstmals beschriebene Mischung von proteolytischen ( = eiweissspaltenden) Enzymen aus dem Stamm und den Früchten der Ananaspflanze, wird gegenwärtig in Apotheken als Naturheilmittel gegen „Schwellungen und Entzündungen“ nach Operationen oder Verletzungen als Tabletten zur oralen Anwendung angeboten. Die Enzyme erzielen jedoch auch bei einer topischen ( = örtlichen) Anwendung eine Wirkung… Zum vollständigen Text hier…

Zitrusöle auf der Haut steigern Sonnenbrandrisiko

Zitrusöle auf der Haut steigern das Sonnenbrandrisiko. Nach der Massage mit solchen ätherischen Ölen sollten deshalb starke UV-Strahlen gemieden werden. Zitrusöle enthalten phototoxische Substanzen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Die Haut kann mit Rötungen bis hin zur Brandblasenbildung reagieren, wenn nach Applikation von Zitrusölen Sonnenbestrahlung folgt.

Es empfiehlt sich daher genau nachzufragen, welche Bestandteile ein Massageöl enthält. Neben Zitrusölen machen auch Lavendelöl, Lindenöl, Sandelholzöl und Zedernöl die Haut lichtempfindlicher, heisst es in der Pressemeldung, die vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen stammt. Wer mit diesen ätherischen Ölen massiert wurde, solle die Sonne für rund zwölf Stunden meiden.

Gewarnt wird auch vor dem Besuch im Solarium mit Zitrusölen auf der Haut… Zum vollständigen Text hier…

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Weiterbildung & Ausbildung für Pflegeberufe in Phytotherapie (Heilpflanzen-Anwendungen)

Heilpflanzen-Anwendungen für Pflegeheim, Spitex, Klinik, Palliative Care.

Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende, Tagesseminare zu speziellen Themen.

Am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Kursprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Graubünden, Schwyz, Wallis, Luzern, Basel, Bern, Aargau, Zürich, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen.

 

Phytotherapie bei Hautpilzen

Im Phyto-Forum der Aerztezeitung ging es vor einiger Zeit um das Thema Hautpilze.

Ätherische Öle oder Eichenrindenbäder könnten bei Hautpilzen als zusätzliche, nicht aber als alleinige, Maßnahme empfohlen werden, schrieb Professor Jürgen Reichling.

In einer Beobachtungsstudie habe beispielsweise Teebaumöl die Symptome einer Nagelpilzinfektion – hauptsächlich Juckreiz und Hautrötung – signifikant vermindert. Der Nagelpilz selbst konnte jedoch nicht abgetötet werden.

Abschliessend kam die Empfehlung, dass in jedem Fall ätherische Öle nur verdünnt (1-3 %) verwendet werden sollten, da sie prinzipiell hautreizend seien… Zum vollständigen Text hier…

Johanniskraut: Hyperforin gegen Hautentzündungen

Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) berichteten zwei Forscherinnen über die Anwendung von Hyperforin bei Hauterkrankungen.

Dr. Ute Wölfle und Dr. Frederica Casetti, Freiburg, stellten neue experimentelle und klinische Daten zu Hyperforin als lipophilem Hauptwirkstoff von Johanniskraut (Hypericum perforatum L.) vor.

Hautpflegeprodukte mit Hyperforin werden zur Pflege der trockenen, juckenden, schuppenden Haut verwendet.

Aktuelle Untersuchungen bestätigen nun, dass der Naturstoff Hyperforin ausgeprägte entzündungshemmende, antioxidative, bakterizide und differenzierungsfördernde Eigenschaften besitzt… Zum vollständigen Text hier…

Wirkstoffe in der Phytotherapie: Gerbstoffe

Gerbstoffe sind wichtige Wirkstoffe in der Phytotherapie. Sie bestimmen die Wirkung vieler Heilpflanzen.

Hier einige ausgewählte Infos über Gerbstoffe aus Wikipedia mit Kommentaren und Ergänzungen von mir.

„Ein Gerbstoff ist ein Stoff, der sich bei Kontakt mit Eiweiß (Protein) mit diesem verbindet. Die Eigenschaften der Proteine werden dadurch verändert.

Das in den Proteinen gebundene Wasser wird durch die Gerbstoffe verdrängt und es kommt zu einer Entwässerung.

Die Proteine können durch Mikroorganismen nicht mehr oder nur mehr sehr schwer abgebaut werden.

Das Quellvermögen in Wasser, Säuren und Laugen ist stark vermindert.

Die Temperaturbeständigkeit wird erhöht… Zum vollständigen Text hier…

Wirkstoff aus Garten-Wolfsmilch gegen aktinische Keratose getestet

Ein Wirkstoff aus der Garten-Wolfsmilch Euphorbia peplus, einer in Europa weit verbreiteten Pflanze, könnte sich als Medikament zur Behandlung der aktinischen Keratose eignen. Die US-Arzneibehörde FDA hat vor kurzem ein Präparat zugelassen, das in einer Studie im New England Journal of Medicine (2012; 366: 1010-1019) vorgestellt wurde.

Die aktinische Keratose ist eine bei hellhäutigen Personen weit verbreitete Präkanzerose. Zwei Drittel aller Spinalzellkarzinome sollen sich auf der Basis einer aktinischen Keratose entstehen. Auch wenn nicht genau bekannt ist, wie viele aktinische Keratosen sich zum Karzinom weiter entwickeln und das Spinaliom bei rechtzeitiger Entfernung in der Regel kein Risiko darstellt, wird allgemein die Behandlung der aktinischen Keratose empfohlen… Zum vollständigen Text hier…

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Interessiert an Kräuterkurse & Kräuterwanderungen?

Fundiertes Heilpflanzenwissen in Lehrgängen für Weiterbildung und Ausbildung:

Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar.

Kräuterwanderungen zum Kennenlernen von Heilpflanzen, Wildkräutern und Alpenblumen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen Schwyz, Wallis, Aargau, Bern, Graubünden, St. Gallen, Basel, Zürich, Schaffhausen, Glarus, Luzern.

Programm: Seminar für Integrative Phytotherapie.

Tagesseminare und Lehrgänge auch für Pflegende aus Spitex, Pflegeheim, Palliative Care und Klinik, die fundierte Heilpflanzen-Anwendungen für ihr Berufsfeld kennenlernen möchten.

Heilpflanzen bei Aphthen

Aphthen sind schmerzhafte und oft wiederkehrende Läsionen der Mundschleimhaut, die rasch entstehen und je nach Grösse einige Tage bis Wochen bis zur Abheilung berauchen. Die genaue Ursache von Aphthen ist noch nicht aufgeklärt worden. Einige mögliche Auslöser sind jedoch bekannt.

Die Vererbung scheint eine gewisse Rolle zu spielen.

Bestimmte Nahrungsmittel sollen als Auslöser fungieren, beispielsweise Nüsse, Farbstoffe, Schokolade, Gluten, Käse, Konservierungsmittel, Natriumlaurylsulfat (Sodium lauryl sulphate, SLS) in Zahnpflegeprodukten), Allergien, eine schlechte Mundhygiene und kleinere Verletzungen… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE BEI KONTAKTEKZEM

Im „Phyto-Forum“ der „Aerzte-Zeitung“ wurde vor kurzem folgende Frage gestellt: „Welche Möglichkeiten gibt es, bei einem Kontaktekzem mit pflanzlichen Wirkstoffen etwas auszurichten?“

Beantwortet hat die Frage Professor Jürgen Reichling. Er führte zuerst aus, dass Kontaktekzeme durch Allergene (allergisches Kontaktekzem) oder durch Haut irritierende Stoffe (toxisches Kontaktekzem) hervorgerufen werden. Im Vordergrund stehe daher zunächst die Erkennung und Meidung der infrage kommenden Allergene oder irritierenden Stoffe… Zum vollständigen Text hier…


RINGELBLUMENSALBE / RINGELBLUMENTINKTUR ZUR WUNDHEILUNG

Ringelblume ist ein altes Hausmittel bei Wunden und Verletzungen.

Hier eine kurze Beschreibung der wundheilenden Wirkung von Ringelblumensalbe (Calendulasalbe) und Ringelblumentinktur (Calendulatinktur):

„Wundheilende Wirkung: Eine Salbe mit 5 % Calendulaextrakt förderte im Tierversuch die physiologische Regeneration und Epithelisierung von Wunden. Ringelblumensalbe bewirkt eine Steigerung der Phagozytoseaktivität, Differenzierung der Makrophagen und eine Verstärkung der Fibrinbildung (rascherer Wundverschluß und gute Granulatbildung)… Zum vollständigen Text hier…


HEILPFLANZEN FÜR WUNDHEILUNG UND BEI HAUTPROBLEMEN

Verschiedene Heilpflanzen verbessern die Wundheilung, lindern Hautentzündungen oder wirken abschwellend. Es sollten jedoch nur Heilpflanzen verwendet werden, deren Wirkung wissenschaftlich belegt ist. Eine Fachperson erläutert, welche Kräuter das sind und welche Wirkung sie haben.

Ob Kamille, Fenchel oder Salbei: Viele Heilpflanzen eignen sich als Kräutertee für die Selbstbehandlung.

«Die klassische Kräutermedizin – in der Natur selbst Pflanzen sammeln und daraus zum Beispiel einen Tee kochen -, hat den Nachteil, dass die Inhaltsstoffe oft unterdosiert sind», sagt Andreas Kiefer, Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer in Berlin… Zum vollständigen Text hier…


ZWIEBEL GEGEN JUCKREIZ NACH INSEKTENSTICHEN

Im „Standard“ berichtet Stechmücken-Experte Bernhard Seidel von einer Vergrößerung der Stechmücken-Population in Österreich um mehr als das 200-fache. Schuld daran sei der frühe und besonders milde Frühling, welcher den Stechmücken Zeit gelassen habe, mindestens zwei Mücken-Generationen mehr in die Welt zu setzten.

Und was rät der Experte?

Um sich vor Mückenstichen zu schützen, sind laut Bernhard Seidel folgende Maßnahmen empfehlenswert:… Zum vollständigen Text hier…

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Kräuterwanderungen und Kräuterkurse in der Schweiz

Lernen Sie Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen in der Natur kennen.

Kräuterwanderungen und Kräuterkurse in den Kantonen Aargau, St. Gallen, Basel, Bern, Luzern, Zürich, Schaffhausen, Glarus, Graubünden, Wallis, Schwyz.....

Ausserdem: Phytotherapie-Ausbildung in Winterthur für Berufsleute aus Pflege (z. B. Spitex, Pflegeheim, Palliative Care, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin. Lehrgang Heilpflanzen-Seminar für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.

Detailprogramm im Portal Heilpflanzen-Info: Kräuterwanderungen & Kräuterkurse.


SONNENBRAND & INSEKTENSTICHE IN PHYTOTHERAPIE & AROMATHERAPIE

Im Sommer kommt es oft zu Sonnenbrand und Insektenstichen. Die Phytotherapie und die Aromatherapie bieten in beiden Fällen effiziente Behandlungsmöglichkeiten.

In Newsletter von pharmavista.net werden einige dieser Möglichkeiten vorgestellt. Hier die wichtigsten Infos als Zitate (kursiv) mit anschliessendem Kommentar:

„Im Sommer kommt es häufig zu Sonnenbrand und Insektenstichen. Die Phyto- und Aromatherapie bieten in beiden Fällen effiziente Behandlungsmöglichkeiten… Zum vollständigen Text hier…


HEILPFLANZEN BEI PILZERKRANKUNGEN (MYKOSEN)

Im „Phyto-Forum“ der Aerztezeitung wurde vor kurzem folgende Frage gestellt:

„Gibt es Pflanzenextrakte gegen Hautpilze? Ich habe vor einiger Zeit etwas von Lavendelöl gehört. In welcher Form oder Zubereitung bei welchen Mykosen wäre das denn geeignet – falls ich mich recht erinnere.“

Auf diese Frage antwortete Professor Jürgen Reichling. Hier die wichtigsten Aussagen und dazu kurze Zwischenbemerkungen von mir.

Wer verursacht die Mykosen?… Zum vollständigen Text hier…


BEHANDLUNG VON FIEBERBLÄSCHEN: ZINKSALBE? MELISSE? ALKOHOL?

Die „Welt“ schreibt über die Behandlung von Lippenherpes / Fieberbläschen:

„Anfangs, wenn sich neue Bläschen bilden, können noch antivirale Salben die Vermehrung der Viren hemmen, erläutert Dermatologe Reinholz. Ist die Lippe aber bereits voll ‚erblüht’, können allenfalls Zinksalbe, Melisse oder Alkohol die Beschwerden lindern.“… Zum vollständigen Text hier…


HEILPFLANZEN-ANWENDUNGEN BEI HAUTKRANKHEITEN

Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Naturheilkunde-Tipps gegen Hautkrankheiten, basierend auf Empfehlungen der „TV-Ärztin“ Franziska Rubin:

„• Pfefferminzöl: Täglich 20 Tropfen Pfefferminzöl (in der Apotheke 5–10%-Lösung in Pflanzenöl mischen lassen) auf juckende Hautstellen einreiben. Beruhigt die Haut.

• Ballonrebenkraut: Halicarsäure, Phytosterole und Tannine wirken bei Juckreiz entzündungshemmend und spenden Feuchtigkeit. Gibt es als fertige Salbe in der Apotheke… Zum vollständigen Text hier…

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Heilpflanzen-Anwendungen für die Pflege

Fundierte Weiterbildung & Ausbildung für Pflegende aus Spitex, Palliative Care, Pflegeheim und Klinik am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Schweiz).

Info: Phytotherapie in der Pflege

Kursprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderung für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen St. Gallen, Zürich, Bern, Basel, Luzern, Glarus, Schwyz, Graubünden, Wallis, Schaffhausen, Aargau.


HAUSMITTEL GEGEN INSEKTENSTICHE, PRELLUNGEN UND JUCKREIZ

Ob Insektenstiche, Prellungen oder Juckreiz, zahlreiche Patienten möchten ihre Hautprobleme am liebsten mit Heilpflanzen behandeln. Und die Natur hat tatsächlich auch einiges zu bieten.

Kamille und Ringelblume als pflanzliche Antiphlogistika (Entzündungshemmer) sind vielen Menschen bekannt. Aber auch Cardiospermum halicacabum (Ballonrebe), Solanum dulcamara (Bittersüß) und Hamamelis virginiana (Zaubernuss) werden oft eingesetzt. Allerdings handelt es sich bei diesen Heilpflanzen um sehr mild wirksame Therapeutika. Ihr entzündungshemmender Effekt ist deutlich schwächer als von 0,5%igem Hydrocortison und erst recht von starken Kortikoiden, erklärte der in Bonn niedergelassene Allgemeinarzt Dr. Detmar Jobst in einem Seminar der practica… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE: BEI FIEBERBLÄSCHEN MELISSEN-EXTRAKT

Melissen-Extrakt wird schon seit Jahren in Fieberbläschensalben gegen Herpes-Viren eingesetzt. Eine knappe und fundierte Beschreibung dieser Anwendung publizierte vor kurzem die Zeitschrift „Die PTA IN DER APOTHEKE“ (01/2011). Zitat:

„Zur Behandlung des Lippenherpes gibt es eine gut verträgliche Therapieoption aus der Natur: Die Zitronenmelisse ist eine Heilpflanze mit einer alten Geschichte. Schon lange ist die positive Wirkung von Melissenextrakten aus den Blättern von Melissa officinalis bekannt.“

Und wie genau kommt die Wirkung des Melissenextraktes zustande?… Zum vollständigen Text hier…

LAVENDELÖL WIRKSAM GEGEN HAUTPILZE

Portugiesische Wissenschaftler haben ein unerwartet durchschlagendes Naturheilmittel für den Kampf gegen notorisch schwer zu behandelnde Pilzerkrankungen gefunden: Lavendelöl. Schon in tiefen Konzentrationen tötet Lavendelöl verschiedene Hefepilze und Fadenpilze ab, die beim Menschen Hautpilz- und Nagelpilzerkrankungen auslösen können. Die Bedeutung der Entdeckung erklärt Lígia Salgueiro von der Universität in Coimbra, eine der Leiterinnen der Studie: „In den vergangenen paar Jahren treten vermehrt Pilzerkrankungen auf, besonders bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Unglücklicherweise steigen auch die Resistenzen gegen Medikamente, die diese Pilze bekämpfen. Die Forschungen unserer Gruppe und anderer zeigen nun, dass ätherische Öle eine günstige und effiziente Alternative mit minimalen Nebeneffekten sein können.“… Zum vollständigen Text hier…

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Interessiert an Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen kennenlernen auf Kräuterwanderungen / Kräuterkursen in den Kantonen Luzern, Glarus, Aargau, Basel, Bern, Zürich, St. Gallen, Schaffhausen, Graubünden, Wallis, Obwalden, Schwyz....

Lehrgänge:

Phytotherapie-Ausbildung am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur zum Kennenlernen von fundierten Heilpflanzen-Anwendungen für Berufsleute aus Pflege (z.B. aus Spitex, Klinik, Pflegeheim, Palliative Care), Naturheilkunde und Medizin.

Lehrgang Heilpflanzen-Seminar: Kompakte Weiterbildung über 6 Wochenenden für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.

Schauen Sie sich das Gesamtprogramm an auf Heilpflanzen-Info.

PHYTOTHERAPIE: MELISSENEXTRAKT BEI HERPESINFEKTIONEN

Lippenherpes (Fieberbläschen) und Genitalherpes sind häufige und lästige Erkrankungen. Die Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie veröffentlichte zu diesem Thema einen Text von Dr. Rainer H. WÖLBLING.
Zitat:
„Neben anderen Pflanzenextrakten aus der Familie der Lippenblütler konnten bereits 1978 erstmals für Melisse (Melissa officinalis L.) virusstatische Effekte bei Herpes simplex Typ I und Typ II nachgewiesen werden. In neueren Studien wurde dies bestätigt……..Die klinische Wirksamkeit konnte in placebo-kontrollierten, randomisierten Studien mehrfach belegt werden… Zum vollständigen Text hier…


ALOE VERA VERBESSERT WUNDHEILUNG NACH HÄMORRHOIDENOPERATION

Die wundheilende Wirkung von Aloe vera-Creme ist jetzt in einer randomisierten Doppelblindstudie bestätigt worden. Iranische Wissenschaftler randomisierten insgesamt 49 Patienten, die sich einer Hämorrhoidenresektion unterzogen hatten, in eine Verumgruppe, die dreimal täglich 3 g einer Aloe-vera-Creme auf die Wunde schmierten, und eine Placebogruppe… Zum vollständigen Text hier…


NEURODERMITIS: NACHTKERZENÖL LINDERT JUCKREIZ

Nachtkerzenöl als Bestandteil von Cremes und Badeölen kann trockene, schuppige und juckende Haut beruhigen. Gewonnen wird das Öl aus dem Samen der Nachtkerze, erklärt Johannes Gottfried Mayer von Forschungsgruppe Klostermedizin an der Universität Würzburg… Zum vollständigen Text hier…


HERPESVIREN MIT MELISSENÖL UND TEEBAUMÖL STOPPEN

Ob Herpes labialis (Fieberbläschen) oder Herpes genitalis (Genitalherpes):
Verschiedene ätherische Öle hemmen die auslösenden Viren. Im Vordergrund stehen Melissenöl und Teebaumöl.
Gerade für Patienten mit häufig wiederkehrenden Herpes-Erkankungen könnten die ätherischen Öle eine interessante Lokaltherapie darstellen.
Herpesinfektionen werden oft mit der antiviralen Substanz Aciclovir oder verwandten Medikamenten behandelt. Allerdings gibt es zunehmend Virusstämme, die gegen die üblichen antiviralen Mittel resistent sind, was hauptsächlich für Patienten mit Immundefekt problematisch ist. Vor diesem Hintergrund gewinnen antivirale und antimikrobielle Extrakte und ätherische Öle aus Heilpflanzen zunehmend an Bedeutung, stellt Prof. Dr. Jürgen Reichling vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie an der Universität Heidelberg fest… Zum vollständigen Text hier…


PRELLUNG UND HÄMATOM MIT HEILPFLANZEN BEHANDELN

Nach Stoß, Stauchung, Prellung und Quetschung heißt der Grundsatz vorerst PECH – Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Danach kann man Schmerz, Schwellung und Hämatom ausgezeichnet mit äusserlich anwendbaren Heilpflanzen zu Leibe rücken.

Bei stumpfen Verletzungen wie Hämatom (Bluterguss), Distorsion (Verstauchung), Kontusion (Prellung) sind Phytotherapeutika ähnlich wirksam wie synthetische Medikamente, schreibt Professor Dr. Karin Kraft vom Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Rostock… Zum vollständigen Text hier…

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Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in der Schweiz

Fundiertes Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen:

Tagesseminare zur Weiterbildung in speziellen Themen der Pflanzenheilkunde;

Phytotherapie-Ausbildung für Berufsleute aus Pflege (z.B. Palliative Care, Spitex, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin;

Heilpflanzen-Seminar über 6 Wochenenden für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung;

Kräuterwanderungen / Kräuterkurse in den Kantonen Aargau, Basel, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Glarus, Graubünden, Wallis, Bern, Luzern, Schwyz, Obwalden.

Gesamtprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.


KINDERHEILKUNDE: HEILPFLANZEN BEI HAUTERKRANKUNGEN

Eltern verlangen heute vermehrt nach natürlichen Alternativen in der Behandlung ihrer Kinder. Heilpflanzen-Präparate kommen diesem Bedürfnis entgegen. Prof. Karin Kraft hat sich in der Zeitschrift „ Kinderärztliche Praxis“ zur Anwendung von Heilpflanzen-Präparaten aus der Phytotherapie bei Hauterkrankungen geäussert:

„Häufige dermatologische Indikationsgebiete für Phytotherapie sind Windeldermatitis, Neurodermitis, Wunden und stumpfe Traumata, Infektion mit Herpes simplex und Insektenstiche.“… Zum vollständigen Text hier…


RINGELBLUME: GÜNSTIGE WIRKUNGEN BEI HAUTSCHÄDEN DURCH OXIDATIVEN STRESS

In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie erschien vor kurzem eine fundierte Zusammenfassung von Untersuchungsergebnissen bezüglich antioxidativer Eigenschaften von Ringelblume bei UV-B-Einwirkungen auf die Haut.

Die lokale bzw. äußerliche Anwendung der Ringelblume (Calendula officinalis L., Asteraceae) bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut bzw. bei schlecht heilenden Wunden und Verbrennungen sei schon lange bekannt und ihre Wirksamkeit in verschiedenen klinischen Studien belegt., schreibt die Pharmazeutin Astrid Obmann vom Departement für Pharmakognosie der Universität Wien… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE: HAMAMELIS-PRÄPARATE – UNTERSCHIEDLICHE ZUSAMMENSETZUNG, UNTERSCHIEDLICHE WIRKUNG

In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie porträtiert Reinhard Länger den Hamamelis (Virginianische Zaubernuss, Hamamelis virginiana, Witch hazel) . Hamamelis gehört zu den wichtigen Heilpflanzen mit Wirkung im Bereich von Wundbehandlung & Dermatologie……. Zum vollständigen Text hier…

Melissenextrakt doppelt wirksam gegen Herpes-simplex-Virus (HSV-1)

Trockenextrakte aus Melissa officinalis werden in Form von Salben gegen Lippenherpes eingesetzt. Bekannt ist schon längere Zeit, dass Melissenextrakt antivirale Eigenschaften entfaltet: Spezielle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die Kaffeesäurederivate verhindern das Eindringen der Herpesviren in die Zelle durch Rezeptorblockade… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE IM ÜBERBLICK: DERMATOLOGIE

Im Bereich Hauterkrankungen / Dermatologie werden verschiedenste Heilpflanzen-Präparate empfohlen und angewendet.
Hier als Überblick eine überarbeitete und gekürzte Zusammenstellung aus der Universität Duisburg-Essen mit den wichtigsten Heilpflanzen bei Ekzemen, Wunden, Warzen und Fieberbläschen.

Entzündlich-nässende Dermatosen (Nässende Ekzeme)
Verwendet werden Heilpflanzen mit Gerbstoffen:
– Eichenrinde (Quercus robur, Quercus cortex)
– Hamamelisblätter und Hamamelisrinde (Hamamelis virginiana)… Zum vollständigen Text hier…


EKZEME – WAS BRINGT DIE BEHANDLUNG MIT HEILPFLANZEN?

Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung von Ekzemen mit Heilpflanzen und Naturheilmitteln sind Thema am Tagesseminar “Heilpflanzen bei Hauterkrankungen und Wunden” vom 22. März 2010 in Winterthur.

Es geht um Heilpflanzen wie Cardiospermum (Ballonrebe), Hamamelis, Nachtkerzenöl, Eichenrinde, Ringelblumen, Stiefmütterchen, Mahonia (Zierberberitze), Aloe vera – und um Hautkrankheiten wie Neurodermitis (Atopische Dermatitis), Psoriasis (Schuppenflechte), Kontaktekzeme. Vermittelt wird der Stand des Wissens im Bereich Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Interessiert an Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen kennenlernen in den Kantonen St. Gallen, Zürich, Bern, Basel, Wallis, Graubünden, Aargau, Schwyz, Glarus, Schaffhausen, Luzern....

Lust auf schöne Landschaften, bunte Blumenwiesen und faszinierende Geschichten über Heilpflanzen?

Kursprogramm für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Lehrgänge zur Weiterbildung und Ausbildung:

Phytotherapie-Ausbildung für Berufsleute aus Pflege (z. B. Spitex, Palliative Care, Pflegeheim, Klinik), Naturheilkunde und Medizin. Lehrgang Heilpflanzen-Seminar für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.


KRÄUTERTEE AUF DER HAUT LINDERT AKNE

Tipp: Akne-Patienten sind meist froh, wenn sie ihre strapazierte Haut auf milde Art beruhigen können. Unterstützend zu einer Behandlung können Sie ihnen beispielsweise die tägliche äußerliche Anwendung von Kräutertee-Auszügen empfehlen.

Durch ihre entzündungswidrige und bakterienhemmende Wirkung eignen sich dazu nach Angaben von Dr. Ella Stancu von der Hautklinik Freiburg etwa Kamille, Rosmarin oder Thymian. Gut soll auch eine Mischung wirken aus je drei Teilen Kamille und Thymian und je zwei Teilen Salbei, Rosmarin und Schachtelhalm.
Speziell mild sei zudem Malve. Die Kräutertee-Auszüge werden hergestellt, indem ein Eßlöffel Kraut oder Teemischung mit einem viertel Liter heißen Wassers übergossen wird. Der Aufguß soll zehn Minuten ziehen. Danach wird ein Baumwolltuch – etwa ein Taschentuch – mit dem lauwarmen Kräutertee getränkt und zehn Minuten auf die von Akne betroffenen Hautareale gelegt…  Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE: BEHANDLUNG VON EKZEMEN – WELCHE HEILPFLANZEN SIND WIRKSAM?

Das Ekzem ist eine Hauterkrankung, welche sich in einer nicht-infektiösen Entzündungsreaktion der Haut äußert. Ekzeme können durch verschiedene Auslöser verursacht werden. Ekzeme zeigen eine typische Abfolge der Hautreaktion (Hautrötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung).

Ein grosser Teil der Ekzemformen kann auf drei Grundtypen zurückgeführt werden:
Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Allergisches Kontaktekzem
Toxisches Kontaktekzem

Obwohl sich die verschiedenen Ekzemformen hinsichtlich der Ursache (Ätiologie), Krankheitsentstehung (Pathogenese) sowie des charakteristischen Krankheitsbilds unterscheiden, besteht bei allen eine typische Ekzemreaktion. Diese zeigt sich in einer typischen Abfolge von Symptomen in verschiedenen Stadien, welche beim Kontaktekzem am ausgeprägtesten ist… Zum vollständigen Text hier…


MELISSENÖL HÄLT HERPES-VIREN IN ZELLKULTUREN IN SCHACH

Bereits die Kräutermedizin des Mittelalters setzte bei Entzündungen auf die Zitronenmelisse. Jetzt konnten Wissenschaftler am Universitätsklinikum und der Universität Heidelberg zeigen, dass sie das Herpesvirus, das bei rund 20 Prozent der Bevölkerung Entzündungen an der Lippe (Lippenherpes, Fieberbläschen) hervorruft, im Reagenzglas in Schach halten kann. Die Wissenschaftler wurden für diese Arbeit im November 2008 mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet.

Der mit 10‘000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an das Forscherteam Privatdozent Dr. Paul Schnitzler, Abteilung Virologie des Hygiene-Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Dr. Jürgen Reichling, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Veronika Butterweck, University of Florida, USA, für ihre Studien zur angstlösenden Wirkung von Arzneipflanzen… Zum vollständigen Text hier…


SCHWARZTEE GEGEN HAUTENTZÜNDUNG

Schwarztee kann entzündliche Hauterkrankungen stabilisieren, zum Beispiel bei Ekzemen und offenen Beinen. Umschläge mit Schwarztee haben bei verschiedensten Hauterscheinungen gute Erfolge gebracht.

Der Gefässmediziner Dr. Georg Gallenkemper aus Krefeld testete die Wirkung von Schwarztee-Umschlägen in seiner Praxis. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse stellte er auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie vor.
Insgesamt 26 Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen wendeten zwei- bis dreimal täglich Schwarztee-Umschläge an – zusätzlich zur jeweiligen Standardtherapie.
Die Rötung, die Gewebeschäden und die Schmerzen klangen in allen Fällen rasch ab, sagte Dr. Gallenkemper. Auch die Symptome Nässen, Juckreiz und Spannungsgefühl bei Wassereinlagerungen verminderten sich innerhalb von zwei bis drei Tagen. In keinem Fall hatte sich der Befund durch die Schwarztee-Behandlung verschlechtert.
Schwarztee-Umschläge wirken antientzündlich und antimikrobiell, wobei ihre Gerbeffekte auf die Haut entscheidend sein dürften. Dr. Gallenkemper hielt aber fest, dass die ursächliche Therapie, z.B. Antibiotika oder Kompression, weitergeführt werden müsse… Zum vollständigen Text hier…