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Koffein während der Schwangerschaft?

Studienresultate halten einen Verzehr von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft als unbedenklich.

Vom Konsum von Energydrinks während der Schwangerschaft wird aber abgeraten.

Während der Schwangerschaft komplett auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten ist unnötig.

Bis zu drei Tassen Kaffee täglich gelten als unbedenklich, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.

So zeigten Studienresultate beim Konsum von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Gestationsdauer und Geburtsgewicht. Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes wird allerdings vorsorglich von hohen Koffeinmengen abgeraten. Deshalb sollten Schwangere auf Energydrinks verzichten, die hohe Koffeinmengen pro Portion enthalten.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/koffein-in-der-schwangerschaft-30742.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Gemäss European Food Safety Authority (EFSA) gilt für schwangere und stillende Frauen, dass eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag für den Fötus unbedenklich ist.

(Quelle: Wikipedia)

Eine Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 30 bis 100 mg Koffein, eine Tasse Schwarztee je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg. Das im Tee vorkommende Koffein wurde früher Thein (von französisch thé) genannt, ist chemisch jedoch exakt der gleiche Stoff wie im Kaffee. Energy-Drinks wie “Red Bull” enthalten ca. 80 mg Koffein pro Dose.

(Quelle: http://www.chemie.de/lexikon/Koffein.html).

Fundierte Angaben finden sich im Standardwerk “Biogene Arzneimittel”:

“Bei einem durchschnittlichen Coffeingehalt von 60 – 100mg /Tasse (150ml)kann der Genuss von bis zu fünf Tassen Kaffee durch einen Erwachsenen als toxikologisch unbedenklich angesehen werden. Vorsicht ist geboten bei Personen mit labilem Herz-Kreislauf-System, Nierenkrankheiten, Magengeschwüren, Überfunktion der Schilddrüse, erhöhter Krampfbereitschaft oder bestimmten psychischen Störungen (panische Angstzustände). Schwangere sollten möglichst auf den Kaffeekonsum verzichten, zumindest aber eine Dosis von 300 mg /d nicht überschreiten (3 Tassen Kaffee, 9 Tassen Tee oder 7 kleine Gläser Colagetränk). Säuglinge, deren stillende Mütter viel Kaffee trinken, können Schlafstörungen zeigen.”

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Energydrinks: Zu viel Koffein für Kinder

Jedes fünfte Kind zwischen 10 und 14 Lebensjahren konsumiert zuviel Koffein, wenn es Energydrinks zu sich nimmt. Rechnet man auch Cola und Schokolade als Koffeinquellen dazu, konsumiert sogar jedes zweite Kind mehr als die zuträgliche Koffein-Dosis. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Technischen Universität Dänemarks. Pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht sollte man nicht mehr als 2,5 mg Koffein einnehmen. Wird diese Höchstmenge überschritten, kann es zu Schlafstörungen, Herzrasen, Nervosität und Angstzuständen kommen.

Quelle: NZZ am Sonntag, 4. Januar 2015

Kommentar & Ergänzung:

Der hohe Konsum von Energydrinks wie Red Bull (und anderen) vor allem bei Jugendlichen wird schon seit längerem aus medizinischer Sicht kritisch gesehen.

Dabei steht nehmen dem hohen Koffeingehalt auch die Menge an Zucker im Fokus, die mit solchen Getränken zugeführt wird.

Schokolade wird in der Meldung erwähnt, weil Kakao etwa 0,2 % Koffein enthält.

Als Koffeinquelle ist Schokolade allerdings von untergeordneter Bedeutung.

Siehe auch:

Energydrinks: Harmlos oder riskant?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Energy-Drinks verstärken Kontraktionen der linken Herzkammer

Energy-Drinks, die viel Koffein enthalten, können die Art und Weise beeinflussen, wie das Herz schlägt. Zu diesem Resultat kommt eine Studie der Universität Bonn. Die Forscher untersuchten die Herzen von 17 Personen eine Stunde nach der Einnahme eines Energy-Drinks mit bildgebenden Verfahren.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Kontraktionen des Herzens stärker geworden waren. Insbesondere Kinder und Herzkranke sollten die Energy-Drinks nicht konsumieren.

Insbesondere Kinder und Menschen mit einem unregelmäßigen Herzschlag sollten Energy-Drinks meiden, konstatiert Teamleiter Jonas Dorner.

Im Rahmen der Jahrestagung der Radiological Society of North America betont der Wissenschaftler, dass bisher noch nicht genau geklärt ist, welche Auswirkungen diese Getränke auf die Funktion des Herzens haben. Die Koffeinmenge sei bis zu drei Mal höher als bei anderen koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Coca-Cola. Es gebe zahlreiche Nebenwirkungen, die mit dem Konsum hoher Koffeinmengen in Zusammenhang stehen. Dazu zählen ein erhöhter Herzschlag, Herzklopfen, ein Anstieg des Blutdrucks sowie Krämpfe oder der plötzliche Tod.

Die Forscher verabreichten den Probanden ein Getränk, das 32 Milligramm Koffein auf 100 Milliliter und 400 Milligramm Taurin enthielt. Die Wissenschaftler konnten aufzeigen, dass die linke Herzkammer eine Stunde nach der Einnahme stärker kontrahierte. Sie ist dafür verantwortlich, dass das Blut durch den Organismus gepumpt wird.

Damit sei belegt, dass Energy-Drinks eine kurzfristige Auswirkung auf die kardiale Kontraktilität haben. Ungeklärt ist bisher allerdings, welche Auswirkungen das auf Alltagsaktivitäten oder die Leistungsfähigkeit beim Sport hat. Auch über allfällige Auswirkungen bei Menschen mit Herzerkrankungen gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Quelle:

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=42016

Kommentar & Ergänzung.

Energy-Drinks werden als Stimulantien bei geistigen oder körperlichen Anstrengungen eingesetzt und sind vor allem bei Jugendlichen beliebt.

Der bekannteste Energy-Drink heisst Red Bull® und ist in der Schweiz seit 1994 zugelassen. Energy Drinks sind Kalorienbomben, abgesehen von den Varianten, die statt Zucker künstliche Süssstoffe enthalten. Eine Dose Red Bull® enthält mehr als 27 g Zucker (11%) – das sind mehr als 6 Stück Würfelzucker – und 80 mg Coffein, was einer leichten Tasse Kaffee entspricht.

Energy Drinks sollen nicht oder nur mit Mass zusammen mit anderen Getränken eingenommen werden, die ebenfalls Coffein enthalten, beispielsweise mit Cola, Kaffee, Guarana oder Schwarztee.

Populär ist die Kombination von Energy Drinks mit Alkohol, zum Beispiel mit Wodka, was aber problematisch ist.

Das stimulierende Coffein und der süsse Geschmack können bewirken, dass der Alkohol und seine toxischen Effekte weniger wahrgenommen werden. Dadurch wird mehr getrunken, was die Gefahr für Alkohol-verursachte Gesundheitsprobleme und Unfälle steigern kann.

In der Literatur sind einige Fälle beschrieben, in denen die Kombination mehrerer Energy Drinks mit Alkohol zum Tod führte.

(Quelle: Pharmawiki)

Darüber berichtete unter anderem das „Ärzteblatt“:

“Im November letzten Jahres schlug die Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA) Alarm. Nach eine Studie der Behörde, die dem US-Gesundheitsministerium unterstellt ist, hat sich die Zahl der Notfallaufnahmen, die von den Ärzten mit dem Konsum von Energydrinks in Verbindung gebracht wurden, zwischen 2005 und 2009 mehr als verzehnfacht (DAWN-Report).

Im Dezember 2011 starb dann im US-Staat Maryland ein 14-jähriges Mädchen. Es hatte über zwei Tage größere Mengen Monster Energy getrunken, das pro Dose 240 mg Koffein enthält. Die Gerichtsmediziner diagnostizierten als Todesursache eine kardiale Arrhythmie durch Koffeinintoxikation auf dem Boden eines vorbestehenden Herzleidens. Das Mädchen litt laut Medienberichten an einem Ehler-Danlos-Syndrom. Die autosomal-dominante vererbte Bindegewebserkrankung geht in einer „vaskulären“ Variante auch mit Herzklappenfehlern und anderen kardialen Komplikationen einher. Das Mädchen habe von der Erkrankung gewusst, hieß es. Die Ärzte hätten ihr aber den Genuss von Koffein nicht verboten.“

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52145/Tod-eines-US-Teenagers-Wie-sicher-sind-Energydrinks

Eine Koffeindosis von 240 mg pro Dose ist allerdings auch ein Hammer.

Der gelegentliche und moderate Konsum von Energy-Drinks scheint unproblematisch zu sein. Exzessiver Konsum, die Einnahme zusammen mit Alkohol und bei vorbestehenden Herzerkrankungen könnte aber Risiken mit sich bringen. Kinder unter 12 Jahren sollten keine Energy-Drinks konsumieren.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Hohe Koffein-Mengen im Espresso bergen Risiko in der Schwangerschaft

Espresso kann hohe Koffein-Mengen enthalten, was vor allem in der Schwangerschaft problematisch werden kann.

Das berichten schottische Wissenschaftler.

Sie haben das Heißgetränk in 20 Cafés untersucht und pro Tasse Koffein-Mengen von 50 bis über 300 mg gefunden (Food & Function 2011, online 30. November).

Hoher Kaffeekonsum in der Schwangerschaft steigert nach Studiendaten das Risiko für Fehlgeburten und niedriges Geburtsgewicht, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Die DGE empfiehlt Schwangeren, nicht mehr als 300 mg Koffein pro Tag zu sich zu nehmen, was zirka drei mittleren Tassen normalen Filterkaffees entspricht.

Quellen:

http://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2012/fo/c1fo10240k

http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/681659/koffein-espresso-kann-schwangere-gefaehrden.html?sh=5&h=1820816682

Kommentar & Ergänzung:

Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, dass Koffein nicht nur im Kaffee vorkommt, sondern auch ein Bestandteil ist von Grüntee, Schwarztee, Cola, Mate, Guaraná, Energy-Drinks und (in geringeren Mengen) von Kakao.

Hier eine Aufstellung zum Koffein-Gehalt verschiedener Getränke aus Wikipedia:

„Gehalte in Lebens- und Genussmitteln sowie Medikamenten

Produkte mit natürlichem Coffeingehalt:

Eine Tasse Kaffee (150 ml aus 4 g Kaffeebohnen) enthält etwa 40 bis 120 mg.

Eine kleine Tasse Espresso (30 ml) etwa 40 mg Coffein.

Eine Tasse Schwarztee kann je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg enthalten, im Normalfall enthält eine Tasse Tee aus 1 g Teeblättern 20–40 mg. In 100 g trockenen Teeblättern ist mehr Coffein enthalten als in der gleichen Menge gerösteter Kaffeebohnen.

Guaraná enthält 40 bis 90 mg Coffein pro 1 g in der Trockenmasse.

Selbst Kakao enthält mit ungefähr 6 mg pro Tasse ein wenig Coffein, aber hauptsächlich Theobromin.

In Schokolade findet sich Coffein (Vollmilchschokolade etwa 15 mg/100 g, Bitterschokolade bis zu 90 mg/100 g) neben Theobromin und anderen anregenden Substanzen.

Den folgenden Produkten wird üblicherweise synthetisch erzeugtes Coffein beigemischt. Teilweise wird aber auch natürliches Coffein, gewonnen bei der Kaffee-Entkoffeinierung, verwendet. Besonders sogenannten Wellness-Produkten wird häufig natürliches Coffein als Guaraná-Extrakt zugesetzt.

Energy-Drinks wie „Red Bull“ (etwa 32 mg/100 ml), Lipovitan (etwa 50 mg/100 ml), Powersirup (etwa 68 mg/100 ml) oder Relentless Energy Shot (160 mg/100 ml).

„Club-Mate“ (20 mg/100 ml)

„1337mate“ (25 mg/100 ml)

Cola-Getränke (früher mit natürlichem Coffein aus der Kolanuss) „Coca Cola“ und „Pepsi Cola“: 10 mg/100 ml, „Afri-Cola“, „fritz-kola“ u. ä.: 25 mg/100 ml.

Kaffee-Bonbons (etwa 80 bis 500 mg Coffein pro 100 g, etwa 3,3 bis 8 mg Coffein pro Bonbon).

Coffeinhaltige Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol oder beiden enthalten jeweils 50 mg Coffein pro Einzeldosis.

Coffeintabletten zur kurzfristigen Beseitigung von Ermüdungserscheinungen enthalten 50 bis 200 mg Coffein

„Scho-Ka-Kola“ enthält 200 mg/100 g natürliches Coffein aus Kakao, Kaffee und Kolanuss-Extrakt.“

(Quelle: Wikipedia)

Siehe auch:

Forscher warnen vor Koffein in der Schwangerschaft

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Studie: Koffein ungeeignet für Kinder

Eine amerikanische Studie, die im Journal of Pediatrics publiziert wurde, kam zum Ergebnis, dass 75% der untersuchten Kinder täglich Koffein zu sich nehmen. Je grösser die Menge an konsumiertem Koffein, desto weniger schliefen die Kinder demnach. Dr. William Warzak und seine Kollegen vom medizinischen Zentrum der Universität von Nebraska befragten Eltern von über 200 Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren während routinemäßiger klinischer Besuche bei einer städtischen Kinderklinik bezüglich der Ess- und Trinkgewohnheiten ihrer Kinder. Dabei zeigte sich, dass vor allem ältere Kinder oft Getränke mit Koffein wählten.

Nach Angaben von Dr. Warzak konsumierten jedoch auch einige Kinder mit zirk 5 Jahre etwa eine Dose Cola täglich. Kinder zwischen 8 und 12 Jahren verzehrten pro Tag den Koffeingehalt von annähernd drei Cola-Dosen. Die Autoren stellten fest, dass Koffein in keinem Zusammenhang zum Bettnässen stand, obwohl es harntreibend wirkt. Doch den Schlaf der Kinder beeinflusste Koffein ungünstig. Die Forscher ermahnen Eltern darum, darauf zu achten, wie viel Koffein ein Kind zu sich nimmt.

Versteckte Quellen für Koffein

In Deutschland existiert keine Richtlinie für die Grenzwerte von Koffein, die ein Kind maximal aufnehmen sollte, nur die Empfehlung, Koffein ganz zu meiden. In Kanada gilt als Regel, dass Vorschulkinder bis sechs Jahre nicht über 45 Milligramm täglich zu sich nehmen sollten. Eine Tasse Grüntee oder Schwarztee (125 ml) kann je nach Zubereitung zum Beispiel 20 bis 50 Milligramm Koffein enthalten, eine 0,33-l-Dose Cola rund 40 Milligramm. Industriell produzierter Eistee basiert meist auf Schwarzteeextrakt. Auch Kakao enthält Spuren von Koffein, eine Tasse Kakao in kalten Tagen ist aber unbedenklich. Auch in rezeptfreien Erkältungsmitteln kann sich Koffein verstecken. Zur Sicherheit sollten Eltern sich Medikamente von ihrem Kinderarzt oder Jugendarzt verordnen lassen.

Quelle: The Journal of Pediatrics

www.kinderaerzte-im-netz.de

http://de.news.yahoo.com/29/20110118/thl-studie-koffein-ist-ungeeignet-fr-kin-72610f6.html

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6WKR-51PY0RT-4&_user=10&_coverDate=12%2F16%2F2010&_rdoc=1&_fmt=high&_orig=search&_origin=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=ef9c8e4c229388280a5f061c72530cb1&searchtype=a

Kommentar & Ergänzung:

Es wäre interessant zu wissen, wie hoch die konsumierten Koffeinmengen bei Kindern in der Schweiz sind. Vor allem versteckte Koffeinquellen scheinen mir zunehmend problematisch zu werden. Hier fehlt oft das Bewusstsein dafür, dass mit Koffein eine pharmakologische aktive Substanz aufgenommen wird.

Zum Thema Koffein & Kinder schreibt Wikipedia:

„Coffein in Genussmitteln, wie z. B. in Schwarztee oder Schokolade, kann insbesondere für Kinder problematisch sein: so enthalten z. B. drei Dosen Cola und drei Schokoriegel etwa soviel Coffein wie zwei Tassen Kaffee (etwa 200 mg Coffein). Ein dreißig Kilogramm schweres Kind kommt somit auf eine Konzentration von 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht; eine Dosis, die ausreicht, Nervosität und Schlafstörungen zu verursachen.“

In höheren Dosen kann Koffein auch für Erwachsene problematisch wirken und beispielsweise Angstsymptomatik oder die Beschwerden beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) verstärken.

Wikipedia schreibt zu den Vorsichtsmassnahmen bei der Verwendung  von Koffein:

„Personen mit Leberzirrhose (mögliche Coffein-Anreicherung), Personen mit Herzarrhythmien, wie Sinustachykardien/Extrasystolen (mögliche Verstärkung), Personen mit Hyperthyreose (mögliche Verstärkung der Nebenwirkungen von Coffein) und Personen mit Angstsyndrom (mögliche Verstärkung) sollten Coffein nur in geringen Dosen (etwa 100 mg/Tag) einnehmen.

Von regelmäßiger Einnahme von hohen Dosen wird wegen des möglichen Auftretens von Coffeinismus abgeraten. In der Schwangerschaft sollte auf Coffein verzichtet werden.“

Und zum Koffein-Gehalt von Kaffee, Schwarztee und anderen Nahrungsmittel:

“Produkte mit natürlichem Coffeingehalt:

– Eine Tasse Kaffee (150 ml aus 4 g Kaffeebohnen) enthält etwa 40 bis 120 mg.

– Eine kleine Tasse Espresso (30 ml) etwa 40 mg Coffein.

– Eine Tasse Schwarztee kann je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg enthalten, im Normalfall enthält eine Tasse Tee aus 1 g Teeblättern 20–40 mg. In 100 g trockenen Teeblättern ist mehr Coffein enthalten als in der gleichen Menge gerösteter Kaffeebohnen.

– Guaraná enthält 40 bis 90 mg Coffein pro 1 g in der Trockenmasse.

– Selbst Kakao enthält mit ungefähr 6 mg pro Tasse ein wenig Coffein, aber hauptsächlich Theobromin.

– In Schokolade findet sich Coffein (Vollmilchschokolade etwa 15 mg/100 g, Bitterschokolade bis zu 90 mg/100 g) neben Theobromin und anderen anregenden Substanzen.

Den folgenden Produkten wird üblicherweise synthetisch erzeugtes Coffein beigemischt. Teilweise wird aber auch natürliches Coffein, gewonnen bei der Kaffee-Entkoffeinierung, verwendet. Besonders sogenannten Wellness-Produkten wird häufig natürliches Coffein als Guaraná-Extrakt zugesetzt.

– Energy-Drinks wie „Red Bull“ (etwa 32 mg/100 ml),

– Lipovitan (etwa 50 mg/100 ml), Powersirup (etwa 68 mg/100 ml) oder Relentless Energy Shot (160 mg/100 ml).

– „Club-Mate“ (20 mg/100 ml)

– „1337mate“ (25 mg/100 ml)

– Cola-Getränke (früher mit natürlichem Coffein aus der Kolanuss) „Coca Cola“ und „Pepsi Cola“: 10 mg/100 ml, „Afri-Cola“, „fritz-kola“ u. ä.: 25 mg/100 ml. In Cola sind in Deutschland maximal 25 mg/100 ml zugelassen.

– Kaffee-Bonbons (etwa 80 bis 500 mg Coffein pro 100 g, etwa 3,3 bis 8 mg Coffein pro Bonbon).

– Coffeinhaltige Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol oder beiden enthalten jeweils 50 mg Coffein pro Einzeldosis.

– Coffeintabletten zur kurzfristigen Beseitigung von Ermüdungserscheinungen enthalten 50 bis 200 mg Coffein.

– „Scho-Ka-Kola“ enthält 200 mg/100 g natürliches Coffein aus Kakao, Kaffee und Kolanuss-Extrakt.“ (nach Wikipedia).

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