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Homöopathie: Arnika-Globuli bei stumpfen Verletzungen von Weichteilen wirksam?

Bei Heilpflanzen-Anwendungen kommt es immer auch auf die Form an, in welcher sie eingesetzt werden. Dabei kommt es in den Medien oft zu verwirrenden bis irreführenden Aussagen. Auch werden homöopathische und phytotherapeutische Anwendungen oft verwechselt.

Schauen wir uns dazu ein Beispiel an:

Die österreichische „Kronenzeitung“, ein Boulevardblatt von fundamental fragwürdigem Niveau, berichtet über die Anwendung von Arnika-Globuli:

« “Arnika ist wohl eines der bekanntesten homöopathischen Mittel für Sportler. Es lindert Schmerzen, verhindert massive Schwellungen sowie Blutergüsse und beschleunigt den Heilungsprozess”, erklärte der Wiener Orthopäde und Sportmediziner Dr. Karl- Heinz Kristen auf einer Pressekonferenz. “Typischerweise zu verwenden bei stumpfen Verletzungen von Weichteilen mit Gewebeeinblutungen, Verschlimmerung durch Bewegung, Ruhelosigkeit und Verbesserung durch Kälte, z.B. bei Prellungen oder Zerrungen.” »

Quelle:

 

http://www.krone.at/gesund-fit/mit-homoeopathie-durch-die-warme-jahreszeit-ausflug-und-reise-story-562777

Kommentar & Ergänzung:

Interessant wäre zu erfahren, welche Firma die Pressekonferenz veranstaltet hat, doch leider hält die Journalistin das offenbar nicht für mitteilungswert.

Arnika-Globuli werden oft empfohlen bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen etc.

Die Schwierigkeit bei der Beurteilung von Behandlungserfolgen bei solchen Verletzungen liegt darin, dass im Einzelfall nicht gewusst werden kann, wie der Heilungsverlauf ohne Behandlung vonstatten gegangen wäre.

Aus diesem Grund macht man Studien, in denen die eine Gruppe mit Arnika-Globuli behandelt wird, und eine andere Gruppe mit einem Scheinmedikament (Placebo). So lässt sich unterscheiden, ob die Besserung mit Arnika-Globuli rascher eintritt als wenn man ohne Behandlung auf die natürlichen Selbstheilungskräfte setzt.

Solche kontrollierten Studien wurden mit Arnika-Globuli in namhafter Zahl durchgeführt.

Studien unterscheiden sich aber häufig stark in ihrer Qualität und nicht selten auch im Ergebnis. Wenn man eine verlässlichere Aussage bekommen will, fasst man daher die Resultate der qualitativ besten Studien in einer Metaanalyse zusammen. Das wurde für Arnika-Globuli bereits 1998 von Ernst & Pittler gemacht. Acht Studien wurden für die Metaanalyse ausgewertet:

Arch Surg. 1998 Nov;133(11):1187-90.

Efficacy of homeopathic arnica: a systematic review of placebo-controlled clinical trials.

Ernst E1, Pittler MH.

Die Autoren fanden keinen Unterschied zwischen der Placeo-Gruppe und der Arnika-Globuli-Gruppe:

„RESULTS: Eight trials fulfilled all inclusion criteria. Most related to conditions associated with tissue trauma. Most of these studies were burdened with severe methodological flaws. On balance, they do not suggest that homeopathic arnica is more efficacious than placebo.

CONCLUSION: The claim that homeopathic arnica is efficacious beyond a placebo effect is not supported by rigorous clinical trials.“

Quelle:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9820349?dopt=Abstract

Langversion hier.

http://www.crd.york.ac.uk/CRDWeb/PrintPDF.php?AccessionNumber=11998002055&Copyright=Database+of+Abstracts+of+Reviews+of+Effects+%28DARE%29%3Cbr+%2F%3EProduced+by+the+Centre+for+Reviews+and+Dissemination+%3Cbr+%2F%3ECopyright+%26copy%3B+2017+University+of+York%3Cbr+%2F%3E

 

Während also Ernst & Pittlersich auf die acht qualitativ besten Studien beschränkten, habe im Jahr 2005 Rainer Lüdtke und Daniela Hacke alle prospektiven, kontrollierten Studien ausgewertet, bei denen Arnika homöopathisch verordnet wurde (insgesamt 49 Studien). Lüdtke und Hacke arbeiten bzw. arbeiteten für die Carstens-Stiftung, die sich der Förderung der Homöopathie verschrieben hat. Die Studie mit dem Titel „Zur Wirksamkeit des homöopathischen Arzneimittels Arnica montana“  kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

„Eine Wirksamkeit homöopathischer Arnika ist statistisch nicht nachzuweisen, aber auch nicht auszuschließen. Die Ergebnisse weisen eine hohe Heterogenität auf, die auch durch die Meta-Regression nicht eliminiert wird.“

Quelle:

Wiener Medizinische Wochenschrift

November 2005, Volume 155, Issue 21, pp 482–490

http://link.springer.com/article/10.1007/s10354-005-0227-8?no-access=true

Oft zeigen sich in qualitativ schlechteren Studien positive Ergebnisse, die sich in gut gemachten Studien nicht reproduzieren lassen. Aber selbst mit Einbezug dieser schlechteren Studien konnten die Autoren, die zudem der Homöopathie zugewandten sind, keine überzeugenden Resultate finden.

Erstaunlich ist meines Erachtens, dass diese doch sehr eindeutige Studienlage in der Verordnungspraxis offenbar keine Beachtung findet. Arnika-Globuli gehören nach wie vor zu den am häufigsten angewandten Homöopathika.

Die Empfehlung von Arnika-Globuli bei stumpfen Verletzungen müsste eigentlich „tot“ sein, wenn aus der Studienlage Konsequenzen gezogen würden.

Passend zum Thema ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe.

Zitat des Tages von Johann Wolfgang von Goethe

Und wie sieht die Situation bezüglich Arnika in der Phytotherapie aus?

Die Phytotherapie-Fachliteratur lehnt die innerliche Anwendung von Arnika ab, weil die Sicherheit nicht ausreichend geklärt ist.

Phytotherapeutisch wird Arnika daher nur äusserlich angewendet – vor allem als Arnikagel oder in Form von verdünnter Arnikatinktur – zum Beispiel bei Verletzungs- und Unfallfolgen wie Hämatomen, Prellungen, Quetschungen; bei rheumatischen Muskel- und Gelenksbeschwerden und bei Entzündungen als Folge von Insektenstichen.

Schaut man sich hier die Studienlage an, ist das Fazit ebenfalls nicht so eindeutig. Das hängt auch damit zusammen, dass phytotherapeutische Arnikapräparate in sehr unterschiedlicher Qualität im Handel sind. Homöopathische Arnika-Globuli sind dagegen sehr eindeutig definiert, so dass Studienergebnisse gut auf die Arnika-Globuli aller Hersteller übertragen werden können.

Bei phytotherapeutischen Arnikapräparaten sind die Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Zubereitungsformen und Markenprodukten so gross, dass Studienergebnisse mit einem Präparat nicht ohne weiteres auf andere Präparate übertragen werden können. Das macht eine generelle Bewertung der Studienlage schwierig. Eine Studie gilt daher eigentlich nur für das Präparat, das gerade untersucht wurde.

Das Phytotherapie-Fachbuch „Teedrogen und Phytopharmaka“ schreibt zur Studienlage für die äusserliche Anwendung von Arnikapräparaten:

„In einer klinischen Doppelblindstudie zum Wirksamkeitsnachweis von Arnika-Salbe und Arnika-Gel bei chronischer Veneninsuffizienz konnten signifikant positive Effekte nachgewiesen werden. In einer klinischen Studie mit Patienten mit Osteoarthritis an den Händen konnte bei Behandlung mit Ibuprofen-Gel oder mit Arnika-Gel in beiden Gruppen eine vergleichbare Verbesserung von Beweglichkeit und Schmerzreduktion festgestellt werden. Eine systematische Auswertung von 11 Studien zur topischen Anwendung von Arnika-Zubereitungen in der Behandlung von Schmerzen, Schwellungen und hämatomen kommt zum Schluss, dass eine Tendenz zu Wirksamkeit gegeben ist, aber weitere Studien – eventuell auch mit höheren Dosierungen – wünschenswert wären.“

Klar ist: In der Phytotherapie braucht es ziemlich viel fundiertes Wissen, um ein geeignetes Präparat und eine geeignete Zubereitungsform auszuwählen.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Bei Wetterfühligkeit Kreislaufproblemen mit Weissdorn vorbeugen?

Viele chronisch kranke Menschen merken immer wieder, dass das Wetter ihre Symptome beeinflusst. Speziell bei Herz-Kreislauf-Patienten könne sich der Körper oft nicht schnell genug an einen Wetterwechsel anpassen, hiess es auf einer Presseveranstaltung der Firma Schwabe in Hamburg.

Dr. Rainer Stange, bis vor Kurzem leitender Arzt der Abteilung für Naturheilkunde im Immanuel-Krankenhaus Berlin, rät in solchen Situationen zu Abhärtung:

Zwar sollten Herz-Kreislauf-Patienten bei extremen Wetterlagen besser zu Hause bleiben.

Bei nassem, schwülem oder kaltem Wetter sollten sie sich jedoch durchaus bewusst mit moderater Aktivität draußen der Witterung aussetzen. Die Studienlage spricht laut Stange auch für Wärme- oder Kälte­-Anwendungen wie Kneipp-Kuren, Sauna oder Infrarotbehandlungen – jeweils nach Rücksprache mit dem Arzt.

Als phytotherapeutische Alternative zur Linderung von Wetterfühligkeit erwähnte Stange hoch dosierte Weißdorn-Extrakte (zweimal täglich 450 mg).

Diese Weissdorn-Extrakte »lindern bei Herz-Kreislauf-Patienten Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwellungen der Beine, die sich wetterbedingt verstärken können.«

Mit einem Wirkungseintritt sei allerdings meist erst nach vier bis sechs Wochen zu rechnen.

Wer bei Wärme unter Kreislaufproblemen leidet, soll laut Stange daher rechtzeitig mit der Einnahme von Weissdorn-Extrakt beginnen, also zum Ende des Winters beziehungsweise rechtzeitig vor einer Reise in warme Länder.

In Absprache mit dem behandelnden Arzt sei die Einnahme aufgrund kaum zu erwartender Wechselwirkungen auch zusammen mit einer bestehenden Herzmedikation möglich.

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=76455

 

Kommentar & Ergänzung:

Interessante Idee. Bisher gibt es keine gesicherten Erkenntnisse über günstige Wirkungen von Heilpflanzen bei Wetterfühligkeit.

Die ESCOP sieht die Wirksamkeit von Weissdornblättern mit Weissdornblüten als belegt bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzinsuffizienz) entsprechend Stadium II nach NYHA (New York Heart Association). Sie erkennt dieses Anwendungsgebiet jedoch nur für Fertigarzneimittel mit alkoholischen Extrakten als Wirkstoff an; für Teezubereitungen begrenzt sie das Anwendungsgebiet auf „nervöse Herzbeschwerden und Unterstützung der Herz- und Kreislauffunktion“.

Denkbar, dass diese stärkende Wirkung auf die Herzfunktion sich günstig auf die Beschwerden bei Wetterfühligkeit auswirkt. Aber eben nicht durch Studien belegt.

Rainer Stange ist ein anerkannter Experte in der Phytotherapie. Wir wissen allerdings auch, dass eine Expertenmeinung in der evidenzbasierten Medizin nicht hoch gewichtet wird und eigentlich nur gut gemachte klinische Studien zählen. Und die gibt es für Weissdorn zur Indikation Wetterfühligkeit nicht.

Die Firma Schwabe als Veranstalter der Pressekonferenz ist als Hersteller eines Weissdorn-Präparats mit 450 mg Trockenextrakt pro Filmtablette (Cardiplant 450) hier natürlich mit eigenem Interesse involviert. Weitere Extraktpräparate sind Faros 300 und Kardionin (450mg) von Zeller.

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Grüntee gegen Zahnfleischentzündung

Mundspülungen mit Grüntee schützen genauso effektiv vor Zahnbelag und Zahnfleischentzündung wie Chlorhexidin.

Chronische Gingivitis (Zahnfleischentzündung) infolge einer verstärkten Anlagerung von krankmachenden Bakterien an Zähnen und Zahnfleisch betrifft weltweit 50 bis 90 % der Erwachsenen.

Insbesondere bei Personen mit einer entsprechenden Anfälligkeit kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Konsequente, gründliche Mundhygiene kann frühzeitig der Entstehung von Plaques und Zahnfleischentzündung vorbeugen.

Dabei können ergänzend zur mechanischen Reinigung mit Zahnbürste, Zahnseide und Co. Mundspülungen mithelfen. Die Substanz Chlorhexidin gehört aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirksamkeit zur Standardlösung im Kampf gegen bakterielle Entzündungen im Mundraum. Allerdings wird Chlorhexidin nicht für eine Langzeitanwendung empfohlen und kann Nebenwirkungen wie Taubheitsgefühl, Schwellungen und Schleimhautreizungen bewirken. Zudem kann es die Zähne, Füllungen und die Zunge bräunlich verfärben. Es sind allerdings auch Produkte erhältlich, welche keine Verfärbungen verursachen.

Verschiedene Mundspülungen auf pflanzlicher Basis werden als Alternative zu Chlorhexidin bereits angeboten.

Grüntee von der Teepflanze Camellia sinensis besitzt aufgrund seiner verschiedenen Inhaltsstoffe eine vielfältige gesundheitsfördernde Wirkung und kann auch als antibakterielles Mittel eingesetzt werden.

Eine iranische Wissenschaftlergruppe untersuchte nun in einer randomisierten Studie die Wirksamkeit einer Mundspülung auf der Basis von Grüntee gegen Chlorhexidin.

Die Studie umfasste 40 Teilnehmer, Medizinstudenten im Alter von 18 bis 25 Jahren. Sie wurden zu Beginn der Studie hinsichtlich ihres mundhygienischen Zustandes untersucht (Entzündungen des Zahnfleisches, Zahnfleischbluten, Ausmaß des Zahnbelags Plaque, Verfärbungen der Zähne). Danach wurden Zahnbeläge, Zahnstein und Verfärbungen entfernt und die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam eine Mundspüllösung auf Basis von Grüntee, welche speziell für die Studie mit einem Tanningehalt von 1 % hergestellt wurde, die andere Gruppe bekam eine Mundspülung mit Chlorhexidin (0,12 %).

Die Studie war doppelblind. Das heisst: Die Testpersonen beider Gruppen wurden nicht darüber informiert, welche Lösung sie erhalten hatten, und auch die untersuchenden Ärzte wussten nicht, zu welcher Gruppe die Probanden gehörten.

Die Teilnehmer bekamen die Anweisung, über einen Zeitraum von vier Wochen zusätzlich zu ihrer normalen Zahnreinigung zweimal täglich eine Minute lang mit 15 ml der jeweiligen Lösung den Mund durchzuspülen.

Nach einer Woche und am Studienende wurden wiederum die zu Beginn untersuchten mundhygienischen Parameter durch ein und denselben Arzt überprüft.

Zu allen drei Überprüfungszeitpunkten liessen sich keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen festgestellen. In beiden Gruppen fanden die Untersucher nach einer bzw. vier Wochen Anwendung der Mundspülungen weniger Zahnbelag, Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten im Vergleich zum Befund beim Studienbeginn. Das bedeutet, dass die Spülungen mit Grüntee genauso wirksam waren wie jene mit Chlorhexidin. Mit Grüntee-Spülungen kam es zudem weniger zu Zahnverfärbungen als mit Chlorhexidin.

Quelle:

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/gruener-tee-gegen-rotes-zahnfleisch.html

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26272266

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Studie ist mit 40 Probanden ziemlich klein und daher in ihrer Aussagekraft begrenzt. Es gibt aber weitere Hinweise auf eine günstige Wirkung von Grüntee bei Zahnfleischentzündungen, zum Beispiel die Beobachtungsstudie hier:

Grüntee fördert gesundes Zahnfleisch

Wobei Beobachtungsstudien nur Hinweise auf mögliche Wirkungen geben, aber nie solche belegen können.

Die Gerbstoffe machen eine Wirksamkeit des Grüntees bei Zahnfleischentzündungen auch plausibel. Dabei dürfte eine direkte entzündungswidrige Wirkung im Vordergrund stehen – im Gegensatz zum Chlorhexidin, das indirekt Entzündungen hemmt über die bakterientötende Wirkung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Was hilft gegen Krampfaderbeschwerden?

Die österreichische Kronenzeitung befasst sich mit dem Thema Krampfadern.

Dabei kommen auch pflanzliche Arzneimittel zur Sprache.

Ass.- Prof. Priv.-Doz. Dr. Stanislava Tzaneva von der Klinischen Abteilung für Dermatologie der MedUni Wien erklärt dazu:

“Das konsequente (!) Tragen von Kompressionsstrümpfen, -strumpfhosen oder Verbänden während des Tages fördert den Rückfluss des Blutes. In Kombination mit dieser Basistherapie kann der Betroffene auch venoaktive Medikamente, z. B. mit Rosskastanien oder Traubenkernextrakt einnehmen. Das Ziel ist die Linderung typischer Beschwerden wie Schwellungen, Schweregefühl und Schmerzen.”

Eine weitere Möglichkeit sei das operative Entfernen der Krampfadern (Venenstripping).

„Diese Methode wurde in den vergangenen Jahren aber mehr und mehr von der Radiofrequenz- und Laserbehandlung verdrängt, die nun erste Wahl sind“, erklärt die Fachärztin für Dermatologie und Venerologie. Als dritte Möglichkeit komme die Verödung mit Flüssigkeit oder Schaum zum Einsatz.

Quelle:

http://www.krone.at/gesund-fit/was-hilft-bei-krampfadern-zeigt-her-eure-beine-story-570161

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt bei Krampfaderbeschwerden wie Schwellungen, Schweregefühl und schmerzenden Beinen ist gut mit Studien belegt.

Es braucht aber einen Extrakt, der eingestellt ist auf eine Tagesdosis von 100 mg Aescin und die Einnahme über längere Zeit.

Tee aus Rosskastaniensamen ist keie praktikable Anwendungsform und Rosskastanientinktur enthält zuwenig Aescin. Beliebt sind Rosskastaniensalben, doch ist ungeklärt, ob dadurch eine Wirkung über die Haut erzielt werden kann.

Traubenkernextrakt ist reich an oligomeren Proanthocyanidinen (OPC), wirkt deshalb als Antioxydans und wird in Nahrungsergänzungsmitteln als Anti-Aging-Mittel propagiert. Studien, die diese Versprechungen belegen würden, fehlen allerdings.

Auch eine Wirksamkeit gegen Krampfaderbeschwerden ist nicht plausibel belegt. Daher würde ich bei Krampfaderbeschwerden auf Rosskastanienextrakt setzen.

Siehe auch:

Cochrane-Studie zu Rosskastanien-Extrakt bei Venenbeschwerden

Venenschwäche – hilft Rosskastaniensalbe?

Pharmawiki: Rosskastanien-Extrakt bei Venenleiden

Venenerkrankungen: Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt erneut bestätigt

 

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Kniegelenkarthrose: Injektionen und Spiegelungen häufig wirkungslos

Die häufig eingesetzten Injektionen und Spiegelungen bei Knieschmerzen sind einer Studie zufolge oft wirkungslos. Für den «Faktencheck Gesundheit» der Bertelsmann-Stiftung hat das Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut in Berlin aktuelle Berichte zu diesem Thema ausgewertet. Gelenkspiegelungen, Hyaluronsäure-Injektionen und Korticoid-Injektionen zeigten demnach bei Kniearthrose nur einen sehr begrenzten Nutzen, hieß es in der kürzlich publizierten Analyse. Risiken, die mit den Eingriffen verbunden sind, seien zudem häufig ungenügend erforscht.

 

Arthrose ist die weltweit am meisten verbreitete Gelenkerkrankung. In Deutschland ist etwa jeder dritte Mann und jede zweite Frau über 60 Jahre von Knieschmerzen betroffen, häufig leiden sie an Arthrose.

 

Spritzen und Spiegelungen seien auf längere Sicht häufig wirkungslos, erklärte Professor Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrums. Ihr Nutzen werde allzu oft überschätzt und die verbundenen Risiken, wie etwa Entzündungen, Schwellungen oder die Verletzung von Gefäßen ausgeblendet. Die Studie rät dazu, zunächst konservative Maßnahmen anzuwenden wie Abnehmen, gelenkschonende Aktivitäten, Physiotherapie und Ergotherapie.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=53537

https://faktencheck-gesundheit.de/ueber-das-projekt/newsuebersicht/news/artikel/behandlung-gegen-kniearthrose-spritzen-und-spiegelungen-haeufig-wirkungslos/

 

Kommentar & Ergänzung:

Genau genommen stimmt es natürlich nicht, dass Kniespiegelungen und Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortikoiden wirkungslos sind.

Sie wirken wohl vor allem als Ritual, genauso wie beispielsweise Heilsteine.

Solche Rituale sind bei chronischen Krankheiten eine Möglichkeit, die Ohnmacht phasenweise zu lindern. Das ist nicht nichts. Injektionen und operative Eingriffe bringen im übrigen bekanntermassen starke Placeboeffekte mit sich – die aber oft nicht anhalten. Natürlich ist dann die Frage wichtig, welche Risiken und Kosten solche Rituale mit sich bringen.

Nach der Darstellung von „Faktencheck“ berichten bei Kortikoid-Injektionen eine Woche nach der Intervention 78 von 100 Patienten eine allgemeine Verbesserung (bei Placebo-Injektionen: 54 von 100). Es gibt also kurzfristig mehr Besserung als bei Placebo und auch die Schmerzen gehen in der Kortikoid-Gruppe stärker zurück als in der Placebogrupe.. Einen Monat nach der Kortikoid-Injektion ist allerdings keinerlei Unterschied zwischen Kortikoidgruppe und Placebogruppe feststellbar.

Siehe auch:

Arthroskopie bei Arthrose des Kniegelenks: therapeutischer Nutzen nicht belegt

Wenn immer wieder betont wird – und oft zu Recht – dass vielen Behandlungen der Komplementärmedizin und Alternativmedizin der Wirksamkeitsnachweis fehlt, dann kann man ganz nüchtern feststellen, dass das auch für eine ganze Reihe von medizinischen Massnahmen gilt. Darum ist es nötig, alle Behandlungsmethoden kritisch unter die Lupe zu nehmen – egal ob medizinisch, komplementärmedizinisch, alternativmedizinisch, naturheilkundlich…

Und auch Studienresultate müssen kritisch in Frage gestellt und diskutiert werden.

Nur so können sich Patientinnen und Patienten transparent und unabhängig informieren und eigenverantwortlich entscheiden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Vortrag in Zürich: Honig – begehrt von Mensch und Tier

Wer den Film „More than honey“ von Markus Imhoof über Honigbienen gesehen hat, möchte vielleicht mehr wissen über diese faszinierenden Tiere.

Die Entomologische Gesellschaft Zürich veranstaltet am Freitag  22. November 2013 einen interessante Vortag von Hans-Ulrich Thomas. Der Imker und Entomologe berichtet über verschiedene Arten der Honiggewinnung in Europa, Afrika und Asien, und über Tierarten, die den Honig ebenfalls nutzen und schätzen. Vorgestellt werden auch verschiedene Honigquellen in der Natur und deren Urheberinnen.

Zeit: 19.30 Uhr, Ort: ETH-Zentrum Hauptgebäude, Rämistrasse 101, 8006 Zürich,

Eintritt frei.

Kommentar & Ergänzung:

Die Entomologische Gesellschaft Zürich hat auch sonst ein spannendes Vortrags- und Exkursionsprogramm. Wer sich für Libellen, Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge, Wanzen, Schwebefliegen, Wildbienen, Hummeln und vieles mehr aus der faszinierenden Insektenwelt interessiert, wird hier viele Entdeckungen machen können. Auch die Spinnen, obwohl nicht zu den Insekten gehörend, gehören zu den Themen der Entomologischen Gesellschaft Zürich.

Siehe: http://www.insekten-egz.ch/www/index.htm

P.S. Die Bienen produzieren aber auch eine ganze Reihe von Substanzen, die als Heilmittel genutzt werden – interessante, aber auch fragwürdige. Darum hier noch ein kleiner Exkurs zur „Biene als Apotheke“:

In erster Linie natürlich kommt Honig zur Anwendung:

Erkältungen: Honig hilft gegen Husten

Honig lindert Erkältungen bei Kleinkindern

Hausmittel: Honig & Joghurt gegen Scheidenpilz

Honig zeigt Wirkung gegen multiresistente Bakterien

Naturheilmittel: Wundbehandlung mit Manuka-Honig

Honig als Wundheilmittel

Honig bei Mundschleimhautentzündung infolge Chemotherapie

Wundheilmittel: Honig gegen resistente Bakterien

Beruhigt warme Milch mit Honig den Hals?

Honig: Altes Wundheilmittel im Aufwind

Honig verkürzt Wundheilung bei Brandwunden

Dann gibt es noch Bienenkittharz (Propolis), das vor allem antimikrobiell wirkt  :

Kontaktallergien durch Propolis

Naturheilkunde: Was ist Propolis?

Generell zu Bienenprodukten als Naturheilmittel:

Bienenprodukte als Naturheilmittel

Bienen in der Homöopathie:

Die ganze lebende Biene wird zum Homöopathikum Apis mellifica verarbeitet.

Die Biene wird für dieses Mittel allerdings sehr stark verdünnt, oft  zum Beispiel Apis mellifica D12 ( = 1 : 1  000 000 000 000) oder Apis mellifica D 30, bei dem garantiert kein Molekül Biene mehr drin ist, was das Präparat vegetariertauglich macht.

Im Internet wird dieses Mittel für eine wahnsinnig lange Liste von Beschwerden und Krankheiten empfohlen:

“Nagelumlauf,

Sonnenallergie / Sonnenbrand,

Allergien,

Angina ohne Eiterbildung,

Hautausschläge,

Augen – Netzhautablösung,

Klein- und Schulkinder – Fieberkrämpfe – gerötete Mandeln,

Windpocken,

Halsentzündungen,

Augenentzündung,

Fieberbläschen,

Schmerzen,

Bindehautentzündung – akut – Lichtempfindlichkeit – Augenlider und Bindehaut stark geschwollen,

Gelenkentzündung,

Fieber,

Verbrennungen – Auch Verbrühungen und Sonnenbrand,

Eierstockschmerzen,

Harnblasenentzündung,

Allergische Reaktionen an Augen Hals und Mund,

Juckreiz,

Gerstenkorn,

Furunkel – Im Anfangsstadium,

Nesselfieber, Nesselsucht,

Ohrenschmerzen – wundes Ohr,

Zahnen bei Kindern,

Insektenstichen,

Jugendliche – Menstruation – schmerzhaft,

Entzündung – Akut,

Allergien – Schwellungen,

Verbrennungen – Rötung der Haut,

Ohrschmerzen ohne Absonderung,

Darm – Blinddarmreiz,

Sonnenstich, Hitzschlag,

Insektenstiche – Bienen – und Wespenstiche,

Scharlach,

Gürtelrose,

Blasenbeschwerden – Harnwegsbeschwerden – Entzündungen der Blase – Stark brennende Schmerzen beim Wasserlassen,

Blinddarmbeschwerden,

Hautausschlag – Ekzem,

Augen – Lidschwellung,

Blasenentzündung – Stark brennende Schmerzen beim Wasserlassen,

Röteln,

Atemnot,

Menstruationsbeschwerden,

Lokale Entzündungen der Haut und Schleimhäute,

Lidrandentzündung – akut – Lichtempfindlichkeit – Augenlider und Bindehaut stark geschwollen,

Gelenksbeschwerden – Entzündungen, Rötungen, Schwellungen,

Arthritis – Gelenke sind blass und geschwollen,

Hautausschlag,

Plötzliche Atemnot – Allergie,

Impfreaktionen,

Knochenhautentzündung,

Entzündungen – Stich- oder Bisswunden,

Tierbisse,

Arthritis – Gelenk blassrot,

Schwellungen,

Verbrennungen,

Schlafstörungen,

Venenentzündung,

Sehnenscheidenentzündung, Sehnenverletzung,

Halsschmerzen – Stechend,

Schnittverletzung,

Frauen – Eierstockentzündung,

Sonnenstich – Kopf blassrot,

Abszess – blassrot,

Zahnfleischentzündung,

Insektenstiche,

Kehlkopfentzündung,

Blinddarmreizung,

Halsentzündung,

Gürtelrose – große Bläschen,

Blasenentzündungen,

Nesselsucht,

Mumps,

Frauen – Menstruation – schmerzhaft Dysmenorrhoe,

Kopfschmerzen,

Gelenkbeschwerden,

Arthritis,

Blase – Blasenentzündung,

Heiserkeit – Stimmverlust,

Blasenentzündung,

Stimmverlust”

Quelle:

http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de/homoeopathische-mittel/Apis-mellifica.shtml

Nur schon diese inflationär lange Liste sollte skeptisch stimmen. Es ist immer fragwürdig, wenn einem einzelnen Mittel derart viele Indikationen zugeschrieben werden. Und angesichts der Tatsache, dass für Apis mellifica keinerlei Belege für eine Wirksamkeit vorliegen – nicht für eine einzige der aufgeführten Krankheiten –  kann man eigentlich nur den Kopf schütteln ob dieser bodenlosen Aufzählung. Das ist auch ein Beispiel für die fehlende Qualitätssicherung im Internet, wo jeder und jede jeden Stuss publizieren kann.

Blütenpollen:

Dann gibt es bei den Bienenprodukten noch den Blütenpollen, der sehr eiweissreich ist. Die Bienen Nutzen den Pollen als Nahrung für die jungen Bienen.

Im Internet wird Pollen für alles mögliche propagiert: Als Kräftigungsmittel und Aufbaumittel, gegen Rheumatismus, Verstopfung, Krampfadern, Ekzeme, Depressionen, Anämie, Arteriosklerose…..

Auch hier kann man nur feststellen: Grosse Versprechungen, keinerlei Belege.

Gelée Royal:

Gelée Royale ist die dicke, milchig-weiße Substanz, die von Arbeitsbienen abgesondert wird. Sie füttern diesen „Königinnenfuttersaft“ einer Larve, die zur Königin werden soll. Auch hier im Internet grenzenlose Versprechungen: Osteoporose, Gedächtnisprobleme, Schilddrüsenerkrankungen, Arthritis….und natürlich als Anti-Aging-Mittel.

Sparen Sie sich das Geld. Bienenköniginnensaft ist gut für zukünftige Bienenköniginnen. Alles andere ist Spekulation.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Allergien durch Naturkosmetik

Hautreaktionen auf Naturkosmetik sind keine seltenen Ereignisse. Das zeigen die Resultate einer italienischen Untersuchung. 11 Prozent der befragten  Anwenderinnen und Anwender berichteten von Hautreaktionen wie Jucken, Brennen, Erytheme, Pusteln und Schwellungen oder von der Verschlechterung einer bestehenden Dermatitis. Das schreiben Wissenschaftler um Monica Corazza von der Universität Ferrara im Fachjournal »Contact Dermatitis« (doi: 10.1111/cod.12124). Die Forscher befragten für ihre Studie 2661 ambulante Patienten von Hautallergie-Zentren zur Verwendung von Naturkosmetik. 48 Prozent der Befragten erklärten, dass sie entsprechende Produkte verwenden. Ein Drittel von ihnen begründete diese Wahl damit, dass sie Naturkosmetik für verträglicher halten. Von den 11 Prozent der Befragten, die bereits einmal Hautreaktionen entwickelt hatten, musste die Hälfte wegen der Symptome sogar einen Arzt konsultieren. Bei allen Patienten mit Hautreaktionen wurde ein Epikutantest mit der in Italien üblichen Basisserie durchgeführt. Bei der Hälfte zeigte sich ein positives Resultat. 22 Prozent sprachen auf Stoffe wie Formaldehyd an, die üblicherweise in Kosmetika vorkommen. 16 Prozent reagierten auf pflanzliche Allergene, von denen Propolis (Bienenkittharz), Compositen-Extrakte und Teebaumöl am häufigsten Reaktionen auslösten.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=48615

Kommentar & Ergänzung:

Das Thema „Allergien durch Naturkosmetik“ sollte man meines Erachtens weder dramatisieren noch unter den Tisch wischen. Selbstverständlich können auch Naturprodukte Unverträglichkeiten und Allergien auslösen.

Wichtig scheint mir eine zuverlässige, vollständige Deklaration der Inhaltstoffe,  damit Allergikerinnen und Allergiker sich schützen können.

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Alternative Krebstherapie mit Benalu-Tee?

„Alternative Heilmethode hilft bei der Behandlung von Krebs – Benalu Tee tötet Krebszellen ab“ – so titelt ein Internetportal, das sich „Forschung und Wissen“ nennt, aber von einer Marketingagentur betrieben wird und daher wohl hauptsächlich Produkte verkaufen will.

Die Schlagzeile ist insofern manipulativ, als sie ein wesentliches Detail unterschlägt.

Vollständig müsste es nämlich heissen:

„Wirkstoffe aus der Benalu-Pflanze (Scurrula atropurpurea) töten Krebszellen im Labor“.

Tönt aber nicht so attraktiv.

Der entscheidende Punkt dabei: Es zeigen tausende von Naturstoffen im Labor eine Wirkung auf Krebszellen. Das bedeutet aber leider noch lange nicht, dass sie auch zur Bekämpfung von Krebs im menschlichen Organismus geeignet sind. Im Labor kann man die Substanzen nämlich höchst konzentriert auf Krebszellen loslassen. Eine ganz andere Frage ist jedoch, ob derart hohe Konzentrationen auch im Körper erreicht werden können. Dem steht unter Umständen eine eingeschränkte Aufnahme aus dem Verdauungstrakt entgegen. Und manchmal können Naturstoffe im Labor zwar isolierte Krebszellen töten, doch schädigen sie in der wirksamen Konzentration im Organismus gesunde Zellen genauso. Im Labor, wo man isolierte Krebszellen verwenden kann, spielt dieses Problem natürlich keine Rolle.

Im Beitrag von „Forschung und Wissen“ wird die Forschung mit Benalu Tee so beschrieben:

„In mehreren Arbeitsgruppen haben die Wissenschaftler verschiedene biologische und chemische Analysen an der Pflanze durchgeführt. Da die Pflanzenfamilie bereits in der traditionellen Medizin bekannt ist, sei der Gedanke, einen positiven Befund zu den heilenden Eigenschaften der Pflanze nicht unbegründet, so die Forscher. Die Wissenschaftler analysierten im ersten Arbeitsschritt alle chemischen Bestandteile der getrockneten Pflanze und der im Teewasser gelösten Stoffe. Die Auswertung der Untersuchung ergab, dass der Benalu Tee insgesamt 16 verschiedene Substanzen in unterschiedlichen Konzentrationen im heißen Wasser freisetzt.

Im letzten und wichtigsten Schritt haben die Wissenschaftler die Substanzkombinationen und deren Wirkung auf Krebszellen untersucht.“

Das ist klassische „In-vitro“-Forschung (Laborexperimente). Verschiedene Verkäufer von Benalu-Tee verweisen auf diese Arbeiten einer japanischen Universität, die allerdings nicht mehr ganz taufrisch sind und 2003 in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurden.

Das Fazit der Studie beschreibt die Marketingagentur so:

„Die Auswertung der Studie zeigte, dass der Benalu Tee tatsächlich eine unterstützende Wirkung bei der Behandlung von Krebs zeigt.“

Das kann eine Laborstudie gar nicht zeigen. Dazu wären Patientenstudien nötig. Ich finde diese Formulierung aber auch nicht in der Studie.

(http://www.mister-wong.de/doc/cancer-cell-invasion-inhibitory-effects-of-chemical-constituents-in-the-parasitic-plant_261020567/ )

Weiter:

„Über den Verdauungsprozess gelangen die Substanzen in den Blutkreislauf, von wo sie sich im ganzen Körper verteilen.“

Das haben die Forscher in Japan nicht untersucht. Dazu wäre eine Pharmakokinetik-Studie nötig (Wie passiert mit den Wirkstoffen im Körper? Aufnahme, Umwandlung, Ausscheidung).

„Unreife Krebszellen, die kurz davor stehen zu reifen Krebszellen zu mutieren, werden am Wachstum gehindert und sogar abgetötet, so die Forscher.“

Wie gesagt: Im Labor…..

Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie eine Laborstudie überinterpretiert wird, um eine Wirkung zu suggerieren.

Solche Einwände haben es allerdings schwer. Viele Menschen wollen beim Thema „Krebs“ lieber Erfolgsmeldungen hören, auch wenn sie mehr oder weniger gefaked sind.

Das lindert allemal die Angst.

Dass Benalu Tee als Antikrebstee vermarktet wird, hat bisher jedenfalls keinen realen Boden. In den neusten Fachbüchern der pflanzlichen Wirkstoffkunde ist Scurrula atropurpurea gar nicht aufgeführt (z. B. Teuscher / Melzig /Lindequist, Biogene Arzneimittel 2012; Hänsel / Sticher, Pharmakognosie, Phytopharmazie 2010).

Grosse Fortschritte wird die Forschung betreffend Benalu Tee seit 2003 also wohl nicht gemacht haben, sonst hätte die Fachliteratur das Thema aufgenommen.

Quelle der Zitate:

http://www.forschung-und-wissen.de/medizin/benalu-tee-toetet-krebszellen-ab-3572055/

In einer Propaganda-Broschüre für den Benalu-Tee wird er empfohlen gegen Krebs-Tumore, Schwellungen, Wunden, Blutungen, Geschwüre, Entzündungen, Asthma, Blasensteine, Hexenschuss, Hustenallergien und zur Kräftigung sowie Stärkung der Immunabwehr.

Wenn die Erfolgsversprechungen so umfassend werden, ist das immer ein Alarmsignal, das auf unseriöse Propaganda hindeutet.

Benalu-Tee unterbinde die Weiterentwicklung eines nach einer Chemotherapie verbleibenden Rezidivs (erneutes Krebswachstum), verspricht die Broschüre weiter. Und ein verbleibendes Rezidiv wie bei der Chemotherapie sei so gut wie ausgeschlossen!

Das sind wahnsinnig hochtrabende Versprechungen. Um auf einer seriösen Basis solche Aussagen machen zu können,  wären erfolgreiche Studien mit Patienten nötig.

Aber machen Kreisen reicht offenbar schon eine Laboruntersuchung, um einen Antikrebstee zu erfinden. Wir haben es hier meines Erachtens mit einem üblen Spiel von Fantasten oder Betrügern zu tun, die mit den Hoffnungen von Patienten fragwürdige Geschäfte machen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Venenerkrankungen: Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt erneut bestätigt

Venenleiden sind verbreitet auftretende Gesundheitsprobleme. Die Häufigkeit und der Schweregrad steigen mit zunehmendem Alter. Als zentrale Massnahme gilt in der Behandlung die Kompressionstherapie mit individuell angepassten medizinischen Kompressionsstrümpfen. Eine aktuelle Cochrane-Dokumentation zeigt nun jedoch erneut, dass auch die Einnahme eines Extrakts der Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum L.) eine wirksame Behandlungsmöglichkeit bietet.

Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie leiden
30 Prozent der Bevölkerung unter Symptomen wie Krampfadern, Ödeme oder offene Beine. Die schlechte Durchblutung der Beinvenen bei chronischer Veneninsuffizienz (CVI) führt oft zu Schmerzen, Schwellungen, Juckreiz, Müdigkeit und zu einer zunehmenden Verhärtung der Haut. Die Kompressionstherapie, die besonders wirksam den Abfluss des venösen Blutes anregt, ist jedoch in der Handhabung schwierig und führt im Sommer zu unangenehmen Wärmestaus. Zahlreiche Betroffene lehnen sie darum ab.

Als wirksame Alternative kommt in der Phytotherapie schon seit langem die Einnahme eines Extrakts aus Rosskastaniensamen zur Anwendung. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieses Naturheilmittels wurde vor kurzem erneut bestätigt (Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 11. Art. No.: CD003230. DOI: 10.1002/14651858.CD003230.pub4). Zur Auffrischung bereits vorliegender Erkenntnisse untersuchten die Wissenschaftler die verfügbare Fachliteratur aus den Jahren 2002 bis 2008 und forderten bei den Herstellern von Rosskastanienextrakten bereits veröffentlichtes und auch noch nicht publiziertes Material an. In die Analyse wurden so die Daten von total 17 randomisierten kontrollierten Studien einbezogen.

Die wichtigsten Resultate:

– Insgesamt erwiesen sich die Extrakte aus Rosskastaniensamen als wirksam in der Linderung von subjektiven Beschwerden und  objektiven Symptomen einer chronischen Veneninsuffizienz.

– In sechs von sieben Studien zeigten Messungen eine Reduktion des Beinumfangs verglichen mit Placebo.

– Ähnliche Resultate fanden die Forscher beim Symptom Juckreiz.

– Eine weitere Studie ergab sogar gleichwertige Effekte durch Rosskastanienextrakt wie die zum Vergleich ausgeführte Kompressionstherapie.

Vor allem im Sommer stellen deshalb gut dokumentierte Extrakte aus Rosskastaniensamen für die Behandlung von Venenproblemen eine wirksame Alternative dar.

Quelle:

http://www.phytotherapie-komitee.de/#Publish_PIR::Press_Release/show/press_release_id=100

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt bei venösen Ödemen ist tatsächlich schon seit langem ziemlich gut belegt.

Folgende Punkte würde ich aber noch festhalten:

– Bei allen Studien wurden Rosskastanienextrakte. Zur Wirksamkeit von Rosskastanientinktur fehlen entsprechende Studien.

– Die Wirksamkeit von Rosskastaniensalbe und Rosskastanienbädern ist fraglich. Studien dazu fehlen und es ist überhaupt nicht geklärt, ob der wichtigste Inhaltsstoff der Rosskastaniensamen – das Aescin – überhaupt in relevanten Mengen durch die Haut geht.

– Dokumentiert ist nur die ödemhemmende Wirkung, nicht aber eine vorbeugende Wirkung auf Krampfadern.

– Es ist nicht sehr angemessen, mit Rosskastanienextrakt gegen Kompressionstherapie zu argumentieren. In Ausnahmefällen mag Rosskastanienextrakt eine sinnvolle Alternative sein.  Im allgemeinen würde ich die beiden Ansätze aber lieber kombinieren.

– Die Verträglichkeit von Rosskastanienextrakt ist in der Regel sehr gut. Er eignet sich auch zur Anwendung über längere Zeiträume.

– Es gibt Rosskastanienpräparate, die von der Grundversicherung bezahlt werden, wenn ein Arzt oder eine Ärztin sie verschreibt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Schmerzmittel Diclofenac birgt Risiko

Der Wirkstoff Diclofenac ist populär, birgt jedoch Risiken.

Wissenschaftler fragen sich daher, weshalb Ärzte trotzdem häufig noch Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Diclofenac verschreiben, obwohl eine harmlosere Alternative verfügbar ist.

Diclofenac kann Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen. Harmloser sei dagegen der Wirkstoff Naproxen, der viel seltener verschrieben wird. Die Forscher aus London und Toronto stellten fest, dass Diclofenac in 74 Ländern der Erde auf einer Liste der unentbehrlichen Arzneimittel steht. Auf solchen Listen finden sich Präparate, die stets in angemessener Form und zu einem bezahlbaren Preis verfügbar sein sollten. Naproxen dagegen sei nur in 27 Ländern auf dieser Liste.
Weshalb das so ist, haben die Wissenschaftler nicht untersucht oder herausgefunden. Sie verlangen jedoch, Diclofenac von diesen Listen zu streichen und die Mediziner besser zu informieren.

Die Studie des William-Harvey-Forschungsinstituts in London und der Universität Toronto wurde im Fachjournal “PLoS Medicine” veröffentlicht.

(DOI: 10.1371/journal.pmed.1001388)

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=190393

Diclofenac ist in manchen Situationen zweifellos ein wirksames Medikament, doch sind auch die Risiken in den letzten Jahren zunehmend ins Blickfeld geraten.

Handelsnamen von Präparaten auf der Basis von Diclofenac:

„Das ursprüngliche Präparat der Firma Geigy trug und trägt den Namen ‚Voltaren’. Ferner sind im Handel: Agilomed (A), Algefit (A), Allvoran (D), Arthrex (D), Dedolor (A), Deflamat (A), Deflamm (A), Diclac (D), Diclo (D), Difene (A), Difen-Stulln (D, CH), Dolostrip (A), Dolpasse (A), Ecofenac (CH), Effekton (D), Effigel (CH), Fenisole (CH), Flam-X (CH), Flector (D, CH), Fortenac (CH), Inflamac (CH), Jutafenac (D), Monoflam (D), Olfen (CH), Pennsaid (A), Primofenac (CH), Relowa (CH), Rewodina (D), Sandoz Schmerzgel (D), Solaraze (D, A), Tonopan (CH), Tratul (A), Vifenac (CH), Voltaren (D, A, CH), Voltfast (CH), zahlreiche Generika (D, A, CH)“

(Quelle: Wikipedia)

Der Hinweis auf die weniger riskante Alternative Naproxen ist zwar interessant.

Ich bin aber auch immer ein bisschen vorsichtig, wenn für ein heikles Medikament eine angeblich weniger riskante alternative Angeboten wird. Ich erinnere mich noch gut daran, dass als Alternative zum nierenschädigenden Phenacetin über längere Zeit das „harmlosere“ Paracetamol empfohlen wurde. Es hat einige Jahre gedauert, bis auch das Risikopotential von Paracetamol – zum Beispiel Leberschäden vor allem bei Überdosierung – klarer wurde.

Vielleicht erwartet uns da bei Naproxen auch noch die eine oder andere Überraschung.

Zu den gegenwärtig bekannten möglichen Nebenwirkungen von Naproxen:

„ Nebenwirkungen können auftreten. Nachfolgend die wichtigsten:

Leber- und Nierenstörungen

Magen/Darm-Geschwüre

Übelkeit, Erbrechen

Hautreizungen (allg. Allergische Reaktionen wie beispielsweise Urtikaria)

Schwellungen im Gesicht

Asthma

Durchfall

Blutungen der Magenschleimhaut (können tödlich sein)

Zentralnervöse Störungen Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen (Blitze vor dem Auge) Schwindel

Erhöhtes Risiko für Schlaganfall“

(Quelle: Wikipedia)

Aber als Alternative zu Diclofenac ist diese Substanz trotzdem interessant.

Handelsnamen von Präparaten mit Naproxen:

„Alacetan (D), Aleve (D, CH), Apranax (CH), Dolormin für Frauen (D), Dolormin GS (D), Dysmenalgit (D), Miranax (A), Mobilat Schmerztabletten (D), Naprobene (A), Proxen (D, A, CH), zahlreiche Generika (D, A, CH)“

(Quelle: Wikipedia)

Ob Diclofenac oder Naproxen:

Bei Medikamenten dieses Kalibers sollte der Grundsatz lauten: Nur wenn nötig, nicht länger als nötig, nicht höher dosiert als nötig.

Zu Diclofenac siehe zudem:

Schmerzmittel steigern Risiko für Herz-Rhythmus-Störung

Entzündungshemmer Diclofenac mit ökologischen Nebenwirkungen

Diclofenac-Vergiftung: Geierbestand in Indien erholt sich leicht

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infoportal

Rosskastanie

ROSSKASTANIE

Rotes Weinlaub und Rosskastanien-Extrakt gegen Krampfadern – ja, aber in welcher Form?

T-online hat einen Artikel zum Thema „Venenschwäche“ veröffentlicht mit dem Titel „Krampfadern vorbeugen: So zögern Sie sie hinaus.“

Darin gibt es eine Reihe nützlicher, aber auch schon ziemlich bekannter Tipps. Beispielsweise zu Risikofaktoren für Krampfadern wie:

langes Stehen, langes Sitzen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Antibabypille, Hormonersatztherapien etwa in den Wechseljahren.

Auch wird auf die Bedeutung ausreichender Bewegung hingewiesen.

In einem Nebensatz kommt dazu noch netterweise eine Empfehlung zweier Heilpflanzen:.. Zum vollständigen Text hier…


Was hilft gegen Krampfaderbeschwerden?

 Die österreichische Kronenzeitung befasst sich mit dem Thema Krampfadern.

Dabei kommen auch pflanzliche Arzneimittel zur Sprache.

Ass.- Prof. Priv.-Doz. Dr. Stanislava Tzaneva von der Klinischen Abteilung für Dermatologie der MedUni Wien erklärt dazu:

„Das konsequente (!) Tragen von Kompressionsstrümpfen, -strumpfhosen oder Verbänden während des Tages fördert den Rückfluss des Blutes. In Kombination mit dieser Basistherapie kann der Betroffene auch venoaktive Medikamente, z. B. mit Rosskastanien oder Traubenkernextrakt einnehmen. Das Ziel ist die Linderung typischer Beschwerden wie Schwellungen, Schweregefühl und Schmerzen… Zum vollständigen Text hier…


Venenerkrankungen: Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt erneut bestätigt

Venenleiden sind verbreitet auftretende Gesundheitsprobleme. Die Häufigkeit und der Schweregrad steigen mit zunehmendem Alter. Als zentrale Massnahme gilt in der Behandlung die Kompressionstherapie mit individuell angepassten medizinischen Kompressionsstrümpfen. Eine aktuelle Cochrane-Dokumentation zeigt nun jedoch erneut, dass auch die Einnahme eines Extrakts der Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum L.) eine wirksame Behandlungsmöglichkeit bietet.

Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie leiden
30 Prozent der Bevölkerung unter Symptomen wie Krampfadern, Ödeme oder offene Beine… Zum vollständigen Text hier…

Pharmawiki: Rosskastanien-Extrakt bei Venenleiden

Im „Pharmawiki“ ist in der Rubrik Heilpflanzen ein neuer Beitrag über Rosskastanien erschienen. Hier ein paar Zitate aus dem informativen und fundierten Text (kursiv), jeweils mit Ergänzungen und Anmerkungen von mir:

„ Extrakte aus den Samen der Rosskastanie Aesculus hippocastanum haben gefässabdichtende und venenstärkende Eigenschaften. Die Arzneimittel werden hauptsächlich zur innerlichen und äusserlichen Behandlung von Venenleiden eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind Hämorrhoiden, Sportverletzungen und Wadenkrämpfe“

Rosskastanien-Extrakt sorgt durch die gefässabdichtende Wirkung vor allem für den Abbau von venösen Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe)… Zum vollständigen Text hier…

Venenschwäche: Hilft Rosskastanien-Salbe?

Die Österreichische Apotheker-Zeitung ( Nr. 16 / 2011) publizierte einen Beitrag über die Behandlung von Veneninsuffizienz (Venenschwäche, CVI). Ein Abschnitt drehte sich dabei um die Frage, ob die äusserliche Anwendung in Form von Venensalbe oder Venengel eine günstige Wirkung zeigt:

„Bei Schmerzen im Bewegungsapparat hat die Lokalbehandlung mit Externa einen traditionell hohen Stellenwert. Das gilt auch für die Varikosis. Während die Kunden beim Einreiben Erleichterung empfinden, steht für die Pharmakologen die Hautbarriere und die Molekülgröße einer perkutanen Aufnahme der Flavonoide und Triterpensaponine im Wege. Dies gilt nicht für Heparin und Heparinoide, die zur Behandlung oberflächiger Venenentzündungen eingesetzt werden… Zum vollständigen Text hier…

Venenmittel: Rosskastanie gewinnt Test

Die Zeitschrift Öko-Test hat Venentherapeutika sowohl zum Einnehmen als auch zum Einreiben unter die Lupe genommen: Von den 30 getesteten Produkten haben jedoch nur sechs mit „sehr gut“ bestanden; 17 sind mit „ungenügend“ und vier mit „mangelhaft“ durchgefallen. Jeweils ein Präparat wurde mit „gut“, „befriedigend“ oder „ausreichend“ beurteilt.

Nach Ansicht von Öko-Test haben sich für die Behandlung von Venenleiden orale Arzneimittel mit Rosskastanienextrakt bewährt: „Sehr gut“ sind gemäss Öko-Test Aescorin Forte (Steigerwald), Noricaven retard (Bionorica), Venen-Tabletten retard (Stada), Venentabs (Ratiopharm), Venoplant retard S (Dr. Willmar Schwabe) und Venoruton retard (Novartis)… Zum vollständigen Text hier…

COCHRANE-STUDIE ZU ROSSKASTANIEN-EXTRAKT BEI VENENBESCHWERDEN

Die Cochrane Collaboration hat eine Übersichtsarbeit veröffentlicht zur Wirksamkeit von Rosskastanien-Extrakt bei chronischer venöser Insuffizienz, also bei Venenbeschwerden wie Schwellungen, Schmerzen, Spannungsgefühl und Hautverdickungen.

Die Cochrane Collaboration fasst in ihren Arbeiten alle zu einem bestimmten Thema relevanten Studien zusammen und zieht daraus entsprechende Schlüsse…… Zum vollständigen Text hier…