Beiträge

Einige Gewürze senken Blutfettwerte und Insulinproduktion

Einige Gewürze reduzieren die Blutfettwerte und die Insulinproduktion. Das hat jetzt ein Wissenschaftlerteam der Pennsylvania State University herausgefunden. Vor allem die Triglyzeridwerte konnten nach einer fettreichen Mahlzeit durch den Verzehr von Gewürzen um 30 Prozent vermindert werden, schreiben die Forscher im “Journal of Nutrition”.

Entsprechende Resultate erzielten die Wissenschaftler durch Testessen, die von sechs gesunden, übergewichtigen Männern eingenommen wurden. Den Testpersonen wurde an einem Tag ein Drei-Gänge-Menü ohne Gewürze und an einem anderen Tag mit Kräutern und Gewürzen serviert. Bei den Gewürzen wurden Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzen Pfeffer verwendet, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Nach den Mahlzeiten wurde den Teilnehmern in 30minütigen Abständen sechs Mal eine Blutprobe entnommen, die auf ihre Werte untersucht wurde – mit dem Resultat, dass die Werte nach den gewürzten Speisen deutlich besser waren als bei den Mahlzeiten ohne diese Bestandteile. Neben der geringeren Zahl an Triglyzeriden wurde auch eine um 20 Prozent reduzierte Insulinausschüttung festgestellt. Ein Freibrief für den Konsum fettiger, wenn auch stark gewürzter Speisen, seien die Resultate allerdings nicht. Die Kalorien der Mahlzeiten setzen dem Organismus auch trotz der antioxidativen Wirkung einiger Gewürze zu (http://dx.doi.org/10.3945/jn.111.138966).

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/gegen-blutfettwerte-würzen-084928482.html

http://jn.nutrition.org/content/141/8/1451

Kommentar & Ergänzung:

Dass Gewürze wie Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzer Pfeffer nicht nur für den Gaumen gut sind, ist schon lange bekannt. Im Zentrum des Interesses standen aber meistens Wirkungen der Gewürze bei Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit. Deshalb ist es sehr interessant, wenn in dieser Studie nun günstige Wirkungen auf die Blutfettwerte und auf die Insulinausschüttung festgestellt wurden.

Gewürze stehen am Übergang zwischen Ernährungslehre und Kochkunst einerseits und Phytotherapie andererseits.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

Walnüsse reduzieren Stress bei Blutdruckspitzen

Walnüsse und Walnussöl vermindern den Blutdruck und kappen Blutdruckspitzen bei Stress. In einer US-Studie wurden 22 gesunde Erwachsene mit erhöhten LDL-Werten jeweils während dreimal zwei Wochen kontrolliert ernährt und im Anschluss an jede Phase der Blutdruck in Stress-Situationen gemessen. Das berichtet die Penn State University.

Die Teilnehmenden mussten dabei eine Rede halten oder ihre Füße in eiskaltes Wasser tauchen. Bei Ernährung mit neun Walnüssen plus 1,5 Teelöffeln Walnuss-Öl pro Tag war der Blutdruck deutlich tiefer.

Quellen:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/bluthochdruck/article/622261/walnuesse-kappen-stress-blutdruckspitzen.html?sh=2&h=1996075252

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-10/ps-wwo100110.php

Kommentar & Ergänzung:

In den letzten Jahren erscheinen auffallend viele Untersuchungen über Wirkungen von Walnüssen auf Krankheiten im Bereich von Herz und Kreislauf, eben beispielsweise auf Cholesterinspiegel und Blutdruck.

Zum Beispiel:

Nüsse reduzieren Blutfette und sind die Lipidsenker aus der Natur

Eine Metaanalyse von 25 Interventionsstudien belegt positive Effekte auf Cholesterin- und Triglyzeridspiegel

Regelmäßiger Konsum von Nüssen jeglicher Art trägt nicht wenig dazu bei, die Lipidwerte zu verbessern und so das KHK-Risiko zu vermindern. Diese Wirkung ist “dosisabhängig”, wie Resultate einer neuen Studienübersicht belegen.

Der Verzehr von Nüssen reduziert einer Meta-Analyse in den Archives of Internal Medicine (2010; 170: 821-827) zufolge die Cholesterin- und Triglyzeridwerte, wobei vor allem schlanke Menschen und solche mit hohen Cholesterinwerten besonders profitieren.

Zahlreiche diätbewusste Menschen meiden Nüsse, weil sie einen hohen Fett- und damit Energiegehalt aufweisen. Die meisten Fettsäuren sind aber ungesättigt und da selten größere Mengen verzehrt werden, hält sich die Kalorienzufuhr in Grenzen.

Nüsse werden darum von Ernährungswissenschaftlern positiv bewertet, zumal sie auch noch reich an Ballaststoffen, Spurenelementen und Vitaminen sind. In einer Reihe von epidemiologischen Studien war der Konsum von Nüssen mit einem deutlich reduzierten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Dies könnte mit den positiven Wirkungen auf die Blutfette zusammenhängen, die Joan Sabaté von der Universität in Loma Linda jetzt in seiner Meta-Analyse auf der Basis von 25 Interventionsstudien dokumentiert. An den Studien hatten 483 Männer und Frauen mit normalen Fettwerten oder einer Hypercholesterinämie teilgenommen.

Der Konsum von durchschnittlich 67 Gramm Nüssen täglich reduzierte das Gesamtcholesterin um 10,9 mg/dl. Der LDL-Wert verminderte sich um 10,2 mg/dl, und das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin besserte sich um 0,22 Punkte, das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin besserte sich um 0,24 Punkte. Bei Teilnehmern mit erhöhten Triglyzeridwerten kam es zu einer Reduktion um 20,6 mg/dl.
Dies macht Nüsse zu einer interessanten adjunktiven Therapiemöglichkeiten für Patienten mit erhöhten Lipidwerten. Besonders positive Wirkungen wurden bei schlanken Patienten und solchen mit deutlich gesteigerten Cholesterinwerten gefunden, ebenso bei Menschen mit einer sogenannten westlichen Kost (rotes Fleisch, Süßspeisen, gesättigte Fette und Weißmehlprodukte), denen die Autorin den häufigen Konsum von Nüssen empfiehlt.

Quellen:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41188/Nuesse_senken_Blutfette.htm

http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/170/9/821

http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/602445/nuesse-lipidsenker-natur.html

Kommentar & Ergänzung:

Während in den meisten „Nussstudien“ der letzten Jahre meinem Eindruck nach von Walnüssen die Rede war, wird in dieser Metaanalyse interessanterweise „Nüssen jeglicher Art“ ein günstiger Effekt zugeschrieben. Also auch Haselnüsse?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch