Während eine Erkältung lästig ist, aber meistens problemlos ausheilt, kann eine Grippe (Influenza) zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Die Beschwerden bei Grippe und Erkältung sind zu Beginn ähnlich. Unterschiede zeigen sich jedoch im Krankheitsverlauf und in der Schwere des Krankheitsbilds. Wie unterscheiden sich Grippe und Erkältung?
Unklarheit herrscht in der Bevölkerung häufig schon bei der Verwendung der beiden Begriffe: Was umgangssprachlich eine Erkältung oder ein grippaler Infekt ist, betrachten MedizinerInnen als banale akute Infektion der oberen Atemwege; anders die gefährliche Grippe (Influenza), für die es feste Kriterien gibt.

Symptome von Grippe und Erkältung

Charakteristisch für die Grippe ist ein heftiger und plötzlicher Krankheitsbeginn. Beschwerden wie Husten, Gliederschmerzen und hohes, über mehrere Tage anhaltendes Fieber treten gleichzeitig und intensiver auf, als man es von einer Erkältung erwarten würde. Weitere Symptome können Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Muskelschmerzen sowie Luftnot sein. Bis zur endgültigen Ausheilung dauert es oft mehr als drei Wochen.

Eine Erkältung fängt wesentlich unspektakulärer an. Typischerweise treten die Beschwerden nacheinander auf oder lösen sich ab. Häufig bleiben Personen mit Erkältung vom Fieber ganz verschont oder bekommen nur leicht erhöhte Temperaturen, die innerhalb weniger Tage zurückgehen. In der Regel sind sämtliche Symptome spätestens nach zwei Wochen ausgestanden.

Die Unterschiede im Überblick

Charakteristische Symptome und ihr Auftreten bei Grippe oder Erkältung

GRIPPE ERKÄLTUNG
Atemnot und Brustschmerz häufig sehr selten
Kopfschmerzen häufig selten
Muskel-, Rücken- und Gliederschmerzen häufig selten
Fieber meist hoch, über 39° C meist mäßig, unter 39° C
Müdigkeit und allg. Krankheitsgefühl ausgeprägt mäßig
Schnupfen selten häufig
Halsschmerzen selten häufig

Quelle: www.welt.de

Kommentar bzw. Ergänzung:

Die Unterscheidung zwischen Grippe und Erkältung ist wichtig, weil eine Grippe in der Regel sehr viel belastender für den Organismus ist und nach deutlich mehr Schonung und einer ausgeprägteren Rekonvaleszenz verlangt. Für kreislaufgeschwächte oder anderweitig angeschlagene Personen kann eine Grippe riskant werden.

Erkältungen dagegen lassen sich in der Regel einfach mit altbewährten Hausmitteln und Heilpflanzen-Anwendungen aus der traditionellen Pflanzenheilkunde behandeln. Dazu gehören zum Beispiel schweisstreibende Heilpflanzen wie Lindenblütentee, Holunderblütentee und Mädesüss-Tee (Spierstaude, Wiesengeissbart, Filipendula ulmaria).

Für Halsschmerzen gibt es die altbewährten Zwiebelwickel oder Gurgelungen mit Salbeitee.
Bei Schnupfen Inhalationen mit einer Mischung aus Kamillenblüten und Thymiankraut.
Oder als traditionelles Hausmittel die aufgeschnittene Zwiebel, die über Nacht neben das Bett gestellt wird.

In der Phytotherapie kennt man zudem einige immunstimulierende Heilpflanzen wie Echinacea (Sonnenhut) oder Umckaloabo (Kapland-Pelargonie, Pelargonium sidoides).
Bei den immunstimulierenden Heilpflanzen ist es aber wichtig, genaue Anwendungsregeln und Kontraindikationen zu beachten. Auch sind die angebotenen Produkte sehr unterschiedlich gut dokumentiert in ihrer Wirksamkeit.
Wer lernen möchte, einfachere Erkältungen mit Heilpflanzen sicher und wirksam selber zu behandeln, findet dazu Angebote für Kurse und Lehrgänge auf www.phytotherapie-seminare.ch. Das lohnt sich speziell auch für Leute mit einer hohen Krankenkassen-Franchise, die nicht schon wegen jeder kleineren Bagatelle ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen wollen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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