Rosmarin ist zur Heilpflanze des Jahres 2011 erkoren worden. Diese Information gab der Naturheilkundeverein Theophrastus bei einem Heilkräuter-Fachsymposium im Kloster St. Marienstern in der Lausitz bekannt. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) sei im medizinischen und kosmetischen Bereich vielfältig anwendbar, hieß es in der Mitteilung. «Durch seine natürliche, aktivierende und tonisierende Wirkung ist er für eine immer älter werdende Bevölkerung ebenso hilfreich wie für jüngere Patienten mit Erschöpfungs- und Ermüdungszeichen.» Zudem wirke Rosmarin durchblutungsfördernd und krampflösend, bringe den Kreislauf in Schwung und stärke Herz und Verdauung. Seine «herausragenden gesundheitsfördernden und aromatischen Eigenschaften» entfalte der Rosmarin ebenso in der Küche durch gezielte Anwendung als Gewürz.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de

Kommentar & Ergänzung:

Diese Angaben zum Rosmarin lassen sich an einigen Punkten noch etwas präziser fassen.

Rosmarin enthält 1 – 2,5% ätherisches Öl. Dieses Rosmarinöl enthält hautreizende Komponenten, die als äusserliche Anwendung die Hautdurchblutung fördern und zur unterstützenden Behandlung von Muskelrheumatismus und Gelenkrheumatismus eingesetzt werden.

Rosmarinöl wirkt als Riechmittel auch reflektorisch kreislauftonisierend.

Rosmarinblätter verwendet man innerlich vor allem bei Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Verdauungsbeschwerden.

Rosmarinblätter enthalten Rosmarinsäure (Lamiaceen-Gerbstoff), die entzündungswidrige Wirkung zeigt.

Rosmarinblätter wirken zudem  – wahrscheinlich wegen des Gehaltes an antioxydativ wirksamen Diterpenen – ähnlich wie die Salbeiblätter als konservierendes Fleischgewürz.

Rosmarin gehört aber vor allem zu den Heilpflanzen, die auch als Gewürz grosse Bedeutung haben, in Italien und Frankreich hauptsächlich für Fleischgerichte.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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