Kurztipp:

Im „Handbuch der Arzneipflanzen“ von van Wyk / Wink / Wink wird empfohlen:

„Petersilienblätter können äusserlich als juckreizlindernder Umschlag bei Hautproblemen genutzt werden.“

Leider wird diese Empfehlung nicht weiter begründet. Petersilienblätter gelten aber als bewährtes Hausmittel bei Insektenstichen (Mückenstiche, Wespenstiche, Bienenstiche).

Der Insektenstich bzw. die Stichstelle wird mit Petersilienblättern eingerieben.

Die Petersilie ist eine Kulturpflanze, deren Heimat im östlichen Mittelmeergebiet bis Westasien vermutet wird.

Petersilie wurde im antiken Griechenland als heilige Pflanze angesehen, jedoch nicht deutlich vom Sellerie unterschieden. In der Odyssee wird Petersilie als Schmuck der Insel der Nymphe Kalypso angesehen. Petersilien-Kränze wurden den Siegern der Isthmischen und Nemëischen Spiele übergeben. In Mitteleuropa wurde Petersilie zunächst als Heilpflanze in mittelalterlichen Klöstern anpflanzt und daraufhin auch in der Küche eingesetzt. Um eine Verwechslung mit der giftigen, jedoch ähnlich aussehenden Hundspetersilie zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet.

Die Petersilie enthält ein ätherisches Öl mit Myristicin und Apiol. Petersilienöl ist in höheren Dosierungen giftig. Reines Apiol führt in hoher Dosis zur Abtreibung. Myristicin ist das anregende und halluzinogene Prinzip im Muskatnussöl aus der Muskatnuss (Myristica fragrans).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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