Im Garten gilt Giersch (Aegopodium podagraria, Baumtropfen, Geissfuss) als lästiges „Unkraut“.

Giersch breitet sich wuchernd aus und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Er gehört zusammen mit Ackerschachtelhalm und Ackerwinde zu den problematischsten unerwünschten „Gastpflanzen“ im Garten. Daher wird in Kräuterkursen oft die Frage gestellt, ob sich der Giersch für irgendetwas verwenden lasse.

Und tatsächlich ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse.

Er kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden und erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Giersch enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten steht Giersch über eine lange Zeit im Jahr zur Verfügung steht und stellt nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung. Während der Weltkriege trug er in der Ernährung vieler Menschen zur Vitaminzufuhr bei.

Zur Zubereitung empfiehlt Wikipedia:

„ Als Salat eignen sich – wie bei anderen Wildpflanzen auch – vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter. Die rohen Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Wenn die Pflanze schon älter ist, sind die Blätter für einen schmackhaften Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen, etwa für Aufläufe oder als Tee. Die Blätter werden dann vergleichbar dem Blattspinat gekocht bzw. gedünstet. Die Gierschstiele aber können bitter schmecken und werden im Zweifel besser vor dem Kochen entfernt.“

(Quelle: Wikipedia)

Meerschweinchen und Kaninchen fressen Giersch = Baumtropfen = Geissfuss sehr gerne, so dass er auch als Kleintierfutter dienen kann.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde hat Giersch einen Ruf als Heilpflanze bei Gicht und Rheuma, doch ist bisher noch nicht geklärt, ob dieser Ruf auch berechtigt ist.

Giersch ist auch eine gute Nektarpflanze und Raupenfutterpflanze für eine ganze Reihe von Schmetterlingen. Aber das ist natürlich ein kleiner Trost, wenn die Pflanze den ganzen Garten zu erobern droht.

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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