Medizinische Kohle oder Aktivkohle ist eine aus Pflanzen gewonnene Kohle mit der Fähigkeit,  Substanzen und Gifte an sich zu binden und so zu neutralisieren. Sie wird zur Therapie von Vergiftungen angewendet. Kohle gilt ausserdem als altes Hausmittel zur Behandlung von Durchfall, wobei die Wirksamkeit allerdings umstritten ist.

Wer Aktivkohle einnimmt sollte Medikamente nicht gleichzeitig, sondern in einem Abstand von 2-3 Stunden einnehmen. Es kann sonst durch Bindung dieser Medikamente zu einer verminderten Aufnahme in den Körper und damit zu einer Abschwächung der Wirkung kommen.

Aktivkohle besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff (meist über 90 %) mit hochporöser Struktur, wobei die Poren wie bei einem Schwamm untereinander verbunden sind (offenporig). Die innere Oberfläche der Aktivkohle beträgt zwischen 300 und 2000 m²/g, damit entspricht die innere Oberfläche von vier Gramm Aktivkohle etwa der Fläche eines Fußballfeldes (Quelle: Wikipedia)

Diese hochporöse Struktur und die damit verbundene riesige Oberfläche sind Voraussetzung für die Fähigkeit der Aktivkohle, Giftstoffe und viele andere Substanzen zu binden.

In der Lebensmittelindustrie kommt Aktivkohle als Farbstoff E 153 zur Anwendung. E 153 wird in Fruchtsaftkonzentraten, Gelees, Marmeladen, Süßwaren und in schwarzen Wachsüberzügen bei Käse eingesetzt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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