Das Landwirtschaftliche Wochenblatt Westfalen-Lippe empfiehlt Schwarztee-Anwendungen bei wundem Po (Windeldermatitis, CH: „Rotes Fudi“):

„Dazu übergießt man einen Beutel handelsüblichen Schwarztee mit heißem Wasser, lässt ihn lange ziehen und danach gut abkühlen. Anschließend betupft man die betroffenen Stellen mit dem kräftigen Teesud und wickelt den Säugling wie üblich. 

An günstigen Stellen kann der erkaltete Teebeutel auch direkt auf die Haut gelegt und die Windel einfach darüber angezogen werden. Die beruhigende und heilungsfördernde Wirkung der Gerbsäure ist oft schon nach wenigen Stunden zu sehen.“

Quelle:

http://www.wochenblatt.com/landleben/nachrichten/schwarzer-tee-bei-wundem-po-8445.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Guter Tipp. Den Schwarztee kennen viele Leute nur als leicht anregenden Genusstee, wobei für diese Wirkung das Coffein zuständig ist. Schwarztee enthält jedoch auch Gerbstoffe. Damit Gerbstoffe in relevanten Mengen ins Teewasser übergehen, sollte der Tee mindestens rund 10 Minuten ziehen. Dann wirkt Schwarztee aufgrund der Gerbstoffe auch gegen Durchfall. Diesen Anwendungsbereich kennen manche Menschen noch. Wenig bekannt ist aber, dass die Gerbstoffe im Schwarztee auch wirksam sind bei Entzündungen von Haut und Schleimhäuten, vor allem bei nässenden Hautentzündungen und bei Windeldermatitis. In der Regel sind das eher kurzfristige Anwendungen über ein paar Tage. Bei nässenden Ekzemen zum Beispiel setzt man die nassen Anwendungen wieder aus, sobald das Nässen abgeklungen ist.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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