Die Eiche gilt seit der Antike als Symbol der Standhaftigkeit – näher an die Härte von Stein und Eisen schien ein Lebewesen nicht heranrücken zu können. Die Eiche ist jedoch zugleich ein durchaus flexibler Organismus. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Eiche (Quercus) vom Kuratorium Wald als Nachfolgerin der Weißtanne zum Baum des Jahres 2016 erkoren worden. Wegen ihrer charakteristischen ökologischen und physiologischen Eigenschaften zeige die Eiche “ein besonders hohes Anpassungs- und Regenerationspotenzial”, hieß es in der Erklärung zur Wahl. Im Zuge des Klimawandels komme der Eiche ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu, da sie in der Lage ist, flexibel auf sich verändernde Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden zu reagieren und diese gut zu überstehen. Am Internationalen Tag des Waldes am 21. März wird der Baum des Jahres noch einmal ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle:

www.derstandard.at/2000027752095/Keineswegs-unflexibel-Die-Eiche-ist-Baum-des-Jahres

Kommentar & Ergänzung:

In der Phytotherapie wird die Eichenrinde wegen ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen eingesetzt.

Charakteristische Anwendungsbereiche sind zum Beispiel nässende Ekzeme, nässende Wunden, entzündete Hämorrhoiden.

Die Eichenrinde wird gewonnen von Quercus robur (Stieleiche) oder Quercus petraea (Traubeneiche).

Eichen sind sehr wertvoll für die Artenvielfalt in der Tierwelt. Sie können sehr viele Insektenarten beherbergen und ernähren (bis zu 1000 verschiedene Arten in einer Baumkrone, wovon über 100 Schmetterlingsraupen-Arten). Nur die Salweide ernährt in Mitteleuropa mehr Raupenarten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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