Borretsch (Borago officinalis) stammt aus dem Mittelmeergebiet und  gehört zur Pflanzenfamilie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

In der Imkerei gehört der Borretsch zu den Bienenweiden. Sein Nektar enthält zwischen 42 und 53 Prozent Saccharose. Jede einzelne Borretschblüte produziert in 24 Stunden durchschnittlich 1,1 bis 1,3 mg Zucker. Für Bienen und Hummeln sind sie bis in den Herbst hinein eine geradezu belagerte Nektarquelle.

Die Nektarproduktion hängt vom Alter der Blüte und von der Tageszeit ab. Junge Blüten stellen bis zur Vollentwicklung mehr Nektar zur Verfügung als alte im Verblühen begriffene. Am höchsten ist die Nektarproduktion und damit auch der Insektenbesuch in den Mittagsstunden (13 Uhr). Borretsch blüht vom Frühsommer bis zum ersten Frost und dient Bienen und Hummeln dadurch als wichtige Spättrachtpflanze.

Im Frühling und Sommer finden Bienen und Hummeln in der Regel nämlich ausreichend Nektar und Pollen. Obstbäume, Löwenzahn, Raps und Akazien bieten genug Nahrung, aber auch Gartenkräuter wie Thymian, Ysop, Oregano, Bohnenkraut, Lavendel und Salbei werden gerne angeflogen.

Ab Ende Juli wird es jedoch schwieriger für Honigsammlerinnen. Dann sind Borretschblüten sehr hilfreich, aber auch Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Tagetes und Zinnien. 

Quelle:

  • Wikipedia
  • Blütenpflanzen und ihre Gäste, von Helmut und Margrit Hintermeier, Obst- und Gartenbauverlag München 2002 (vergriffen)
  • http://phlora.de/spaetblueher-fuer-hummeln-und-bienen/

Ergänzung:

Borretschsamenöl enthält Fettsäureglyceride mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Gamma-Linolensäure (ca 20%). Es wird in der Phytotherapie vor allem bei atopischen Ekzemen (Neurodermitis) eingesetzt. Bekannter ist für diese Indikation allerdings Nachtkerzenöl, obwohl es nur etwa 10 % Gamma-Linolensäure enthält. Hanföl hat einen Gehalt an Gamma-Linolensäure von ca. 3 %).