Löwenzahnhonig ist eine beliebte Schleckerei. Und weil Löwenzahn gerade wieder am Aufblühen ist, hier ein Rezept:

Löwenzahnhonig-Rezept

Für die Herstellung von Löwenzahnhonig kocht man zwei grosse Hände voll aufgeblühte Löwenzahnblüten in 1 Liter Wasser etwa 15 Minuten lang. Nebenher wird in einer Eisenpfanne 1 kg Zucker braun geröstet. Der Löwenzahnsud wird in den Zucker gesiebt und anschliessend das ganze solange langsam gekocht, bis ein dickflüssiger Honig entsteht. Je rascher das geht, desto besser bleibt das Aroma erhalten. Deshalb kocht man diesen Honig am besten in einer grossen, flachen Pfanne.

Quelle:

Ernte am Wegrand, Christine Recht & Max F. Wetterwald, Ulmer Verlag 1997

Kommentar & Ergänzung:

Löwenzahnhonig gehört eher in die Rubrik Kulinarik und hat keine phytotherapeutische Bedeutung. Löwenzahn wird jedoch schon lange als Heilpflanze verwendet.

Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) zum Beispiel hat Löwenzahnkraut mit Wurzeln und Löwenzahnblätter als traditionelle pflanzliche Arzneimittel eingestuft. Basierend auf langjähriger Erfahrung kann Löwen­zahnkraut mit Wurzeln laut HMPC zur Besserung leichter Verdauungsbeschwerden (Völlegefühl, Blähungen, verzögerter Verdauung) und bei vorübergehender Appetitlosigkeit eingesetzt werden; außerdem zur Steigerung der Harnmenge und damit zur Durchspülung der Harnwege unterstützend bei leichten Harnwegsbeschwerden.

Wer sich für Wirkstoffe und Heilpflanzen-Anwendungen interessiert, kann dazu fundiertes Wissen erwerben in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.

Löwenzahn ist im Übrigen im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen und Wildbienen