An Kräuterkursen fragt manchmal jemand, wie man Kräutertees selber mischen kann. Die Antwort ist nicht einfach, weil es natürlich auf das konkrete Anliegen ankommt. Aber ein paar allgemeine Anmerkungen dazu kann ich hier schon formulieren.

Kräutertees selber mischen – wie geht das?

Der erste Punkt, der zu klären ist, wenn man Kräutertees selber mischen will:

Geht es um einen Genusstee oder um einen Kräutertee zur Linderung bestimmter Beschwerden?

Bei einem Genusstee ist die Sache ziemlich einfach, weil sich die Zusammenstellung hauptsächlich auf den angenehmen Geschmack ausrichtet. Zudem ist es empfehlenswert, wenn in einem Genusstee keine Heilpflanzen enthalten sind, die prägnante Wirkungen auf den Organismus auslösen, sondern eher milde wie zum Beispiel Lindenblüten.

Will man Kräutertees selber mischen, um bestimmte Beschwerden zu lindern, dann braucht man natürlich fundiertes Wissen über die verwendeten Heilpflanzen. Und eine möglichst genaue Vorstellung, welche Beschwerden damit behandelt werden sollen.

Zu berücksichtigen ist ausserdem, dass die einzelnen Heilpflanzen in der Mischung in ausreichnder Menge vorkommen, damit sie wirksam werden können. Das spricht dafür, die Zahl der zu mischenden Heilpflanzen stark zu begrenzen. Teemischungen mit sieben oder gar zehn Pflanzen sind in der Regel fragwürdig, wenn bestimmte Beschwerden behandelt werden sollen.

Eine Rolle spielt zudem, dass manche Wirkstoffe sich in einer Teemischung stören können. So ist zum Beispiel bekannt, dass Gerbstoffe Alkaloide binden und damit unwirksam machen können.

Auch wenn eine Teemischung bestimmte Beschwerden lindern soll, kann bei der Zusammensetzung mitberücksichtig werden, dass sie geschmacklich einigermassen tolerierbar daher kommt.

Wer sich für Wirkstoffe und Heilpflanzen-Anwendungen interessiert, kann dazu fundiertes Wissen erwerben in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.