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Meerrettich zur Heilpflanze des Jahres 2021 gewählt

Phytotherapie

Avatar-FotoMartin Koradi20.08.2020

Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim (NHV Theophrastus) hat den Meerrettich zur Heilpflanze des Jahres 2021 gewählt. Als Heilpflanze komme er vor allem aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften seiner Senföle zum Einsatz, schreibt der Verein. Aktuelle Studien sollen die Wirkung bestätigen. Was davon meines Ansicht nach zu halten ist, beschreibe ich unten im Kommentar. Hier aber nun zuerst eine Zusammenfassung der Meldung.

Die Wirkungen des Meerrettichs liess sich mittlerweile in verschiedenen Studien belegen. Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Laborstudie der Universität Majmaah in Saudi-Arabien zeigte die Wirksamkeit gegen 15 verschiedene Krankheitserreger – darunter auch gegen den berühmten Keim Escherichia coli (E. coli), welcher als Auslöser für einen Großteil der Harnwegsinfekte von grosser Bedeutung ist.

Meerrettich und Kapuzinerkresse als Kombination

Insbesondere in Kombination mit Kapuzinerkresse, welche ebenfalls Senföle enthält, konnte der Meerrettich in verschiedenen Studien seine Wirksamkeit beweisen. Die beiden Heilpflanzen verstärken sich in ihrer Wirkung gegenseitig, wie Untersuchungen der Universität Freiburg zeigten. Die entzündungshemmenden, antibakteriellen und antiviralen Wirkungen der enthaltenen Senföle belegen auch andere Analysen und Übersichtsstudien.

Die Senföle sollen darüber hinaus die Bildung von bakteriellen Biofilmen hemmen können. Deshalb wurde die Kombination aus Meerrettich und Kapuzinerkresse, wie sie aus dem Präparat «Anocin» bekannt ist, schon 2017 in die Leitlinie für unkomplizierte Harnwegsinfektionen aufgenommen. Auch bei wiederkehrenden Infektionen (Rezidiven) wird die Anwendung empfohlen.

Der Meerrettich (lat. Armoracia rusticana) ist wegen seines scharfen, würzigen Geschmacks hauptsächlich aus der Küche bekannt. Doch auch in der Medizin kommt er seit Jahrhunderten zur Anwendung. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südrussland. Später wurde sie auch in Mitteleuropa heimisch. Schon soll Meerrettich in der Seefahrt angewendet worden sein, um die Passagiere aufgrund des hohen Vitamingehaltes vor Skorbut zu schützen.

Möglicherweise stamme auch der Name daher – schließlich sei die Wurzel „über das Meer“ nach Europa gekommen, schreibt der Verein Theophrastus. Denkbar sei jedoch auch die Ableitung vom Wort „Mähre“, was die frühere Bezeichnung für ein weibliches Pferd war. Denn im Englischen heisst der Meerrettich auch „horse radish“. Wahrscheinlich, weil entzündliche Huferkrankungen bei Pferden früher mit einer Paste aus zerriebener Meerrettichwurzel behandelt wurden.

Senföle gegen Bakterien und Viren wirksam

Mittlerweile habe sich der Meerrettich jedoch auch in der Humanmedizin bewährt. Er diene zur Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege, aber auch der Harnwege und gelte als natürliches Antibiotikum.

Der NHV schreibt, dass die enthaltenen Senföle entzündungshemmend wirken und Viren und Bakterien abtöten können. Meerrettich habe als Heilpflanze ein grosses Potenzial, das jedoch bisher zu wenig ausgeschöpft sei.

Quelle:

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/meerrettich-scharfer-entzuendungshemmer-heilpflanze-des-jahres-2021/

 

Kommentar & Ergänzung:

Meerrettich ist eine interessante Heilpflanze gegen Blasenentzündungen und Bronchitis. Allerdings ist es etwas irrführend, Senföle als entzündungswidrig zu bezeichnen. Senföle verstärken im Gegenteil Entzündungen auf Haut und Schleimhäuten. Wenn Meerrettich gegen Blasenentzündung wirkt, dann indirekt durch antibakterielle Wirkung. Geht der bakterielle Infekt zurück, klingt als Folge davon auch die Entzündung ab. Eine direkte entzündungswidrige Wirkung haben zum Beispiel Heilpflanzen, die Prostaglandine und/oder Leukotriene hemmen.

Zudem ist es wichtig sich klarzumachen, dass die Wirkung gegen Bakterien und Viren vor allem in Laborkulturen untersucht wurde. Im Reagenzglas ist es immer verhältnismässig einfach, antibakterielle und antivirale Wirkungen zu belegen. Ob und in welcher Form solche Wirkungen auch bei kranken Menschen zu erwarten sind, ist dann nochmal eine ganz andere Frage.

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