Bei einer Apfelallergie im Zusammenhang mit einer Birkenpollen-Allergie lässt sich durch allmählich erhöhten Konsum von Äpfeln eine Toleranz erzeugen. Zu diesem Schluss kommt eine Schweizer Studie, die in der Fachzeitschrift Allergy  (2012; 67: 280-285) publiziert wurde.

Von 40 Birkenpollen-Allergikern mit Apfelallergie verzehrten 27 täglich 1 bis 128 g Apfel – wobei der Konsum alle zwei bis drei Wochen verdoppelt wurde. Die anderen Probanden blieben unbehandelt.

Nach acht Monaten konnten 17 der 27 Patienten in der Interventionsgruppe eine Apfelmenge von mindestens 128 g vertragen, ohne Symptome zu entwickeln, jedoch keiner der Patienten in der unbehandelten Kontrollgruppe.

Quellen:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/803205/apfel-taeglich-allergie-bessert.html?sh=2&h=-299409981

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1398-9995.2011.02744.x/abstract

Kommentar & Ergänzung:

Das kombinierte Auftreten einer Birkenpollen-Allergie mit einer Apfelallergie ist eine Kreuzallergie, die nicht selten auftritt.

Von einer Kreuzallergie (Kreuzreaktion) ist die Rede, wenn Immunglobulin E-Antikörper, die gegen ein bestimmtes Allergen in einer bestimmten Allergenquelle gerichtet sind, auch andere Allergene in anderen Allergenquellen erkennen und somit auch bei Kontakt mit diesen anderen Allergenquellen eine allergische Reaktion auslösen können.

„Ein Beispiel ist das oral allergy syndrome (OAS) bei Birkenallergikern. Hier können IgE-Antikörper, die gegen das Hauptallergen im Birkenpollen, Bet v 1, gerichtet sind, ein ähnliches Protein im Apfel, Mal d 1, erkennen. Das führt dazu, dass Birkenpollenallergiker beim Verzehr von Äpfeln allergische Symptome, wie Anschwellen, Rötung und Juckreiz der Mundschleimhaut, erfahren können, obwohl sich ihre ursprüngliche überschießende Immunantwort nicht gegen das Apfel-Antigen richtet, sondern gegen das Hauptallergen Bet v 1 in Birkenpollen.“

(Quelle: Wikipedia)

Bei der Birkenpollen-Allergie gibt es bekannte Kreuzreaktionen mit

– Pollen von Hasel, Erle, Eiche, Buche, Esche, Sellerie / Beifuß;

– Nahrungsmittel wie Mandeln, Karotten, Nüsse (v.a. Haselnüsse; Walnüsse; Paranuss);

– Frischobst wie Kernobst und Steinobst: Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Zwetschgen / Pflaume, Kirschen, Mirabelle, Nektarine, Jack Frucht;

– selten ausserdem: Tomaten (roh), Kartoffeln (roh), Kräuter / Gewürze, Kiwi, Litschi und Avocado, Sellerie;

– vielen verschiedenen Gewürzen.

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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