Stillende Mütter sollten ihren Koffein-Konsum begrenzen. Koffein geht nämlich in die Muttermilch über. Der Körper eines Babys kann Koffein jedoch nicht genügend rasch abbauen, so dass sich diese Substanz anhäuft. Ein Baby benötigt mehr als 3 Tage, um das aufgenommene Koffein wieder abzubauen. Das kann Unruhe, Bauchschmerzen und Blähungen beim Säugling auslösen. Darum rät man Müttern in der Stillzeit, koffeinhaltige Getränke nur in Maßen und möglichst nach dem Stillen zu sich zu nehmen. Koffein ist aber nicht nur im Kaffee enthalten, sondern auch in zahlreichen Soft-Drinks, Sportgetränken, speziell Schwarztee, Schokolade und einigen rezeptfreien Arzneimitteln.

Darauf sollten stillende Mütter achten, wenn sie ihren Koffeinkonsum auf die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 300 mg pro Tag beschränken wollen. Das entspricht rund zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag.

Es gibt keine Untersuchungen darüber, welche Koffein-Mengen ‚sicher’ für stillende Mütter und ihr Kind sind. Aus Erfahrung ist aber bekannt, dass viel Kaffee Schlafstörungen beim Baby verursachen kann.

Zum Koffeingehalt von Kaffee, Cola, Schwarztee

Ein Espresso (50 ml) beinhaltet zirka 50 mg Koffein, eine Tasse Filterkaffee (125 ml) zirka 80-120 mg.

Cola (200 ml) enthält etwa 20-50 mg und Milchschokolade (100 g) etwa 20 mg Koffein.

Je länger Schwarztee oder Grüntee zieht, desto mehr Koffein geht ins Teewasser über. Zucker und Milch verlangsamen die Aufnahme des Koffeins. Mit einer ‚normalen’ Tasse Schwarztee (125 ml) konsumiert eine Mutter 30-60 mg Koffein. Die tödliche Koffein-Dosis liegt beim Menschen bei 10 g Koffein.

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/koffeinhaltige-getränke-beim-stillen-nur-maßen-genießen-090000800.html

http://monks-aerzte-im-netz.de/app

Kommentar & Ergänzung:

Eindrücklich ist die hohe Halbwertszeit von Koffein bei Neugeborenen. Überhaupt ist die Halbwertszeit stark von verschiedenen Faktoren  abhängig:

„Die biologische Halbwertszeit von Coffein im Plasma beträgt zwischen 2,5 und 4,5 Stunden (andere Quellen sprechen von 3–5 h) bei gesunden Erwachsenen. Dagegen erhöht sich die Halbwertszeit auf im Mittel 80 Stunden (36–144 h) bei Neugeborenen und auf weit über 100 Stunden bei Frühgeburten. Bei Rauchern reduziert sich die Coffein-Halbwertszeit um 30–50 %, während sie sich bei Frauen, die orale Verhütungsmittel einnehmen, verdoppelt. Bei Frauen, die sich im letzten Trimenon der Schwangerschaft befinden, steigt sie auf 15 Stunden an. Ferner ist bekannt, dass das Trinken von Grapefruitsaft vor der Coffeinzufuhr die Halbwertszeit des Coffeins verlängert, da der Bitterstoff der Grapefruit die Metabolisierung des Coffeins in der Leber hemmt.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Wirkung von Grapefruitsaft auf die Metabolisierung von Medikamenten siehe:

Grapefruitsaft und andere Fruchtsäfte können Medikamenten-Wirkungen beeinflussen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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