Ein knapper Stellenschlüssel auf den Pflegeabteilungen und Burn-out beim Personal scheint das Risiko einer Krankenhausinfektion für Patienten zu erhöhen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie aus den USA.

Die Wissenschaftler führten eine Umfrage bei 700 Krankenschwestern durch.

Parallel dazu erfassten sie die Rate an Harnwegsinfektionen und Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen auf den von diesen Pflegenden betreuten Stationen. Bei Pflegefachkräften, die durchschnittlich 5,7 Patienten betreuen mussten, zeigte sich, dass jeder weitere Patient mit etwa einer zusätzlichen Katheterinfektion auf 1000 Patienten einherging.

Daraus errechneten die Wissenschaftler 1351 zusätzliche Entzündungen pro Jahr. Und eine zehnprozentige Vermehrung der Burnoutzahlen unter dem Pflegepersonal führte etwa zu einer weiteren Katheterinfektion plus zwei zusätzlichen Wundinfektionen (pro Jahr und 1000 Patienten). Würde es in den Kliniken gelingen, die Burnoutzahlen beim Personal um 30 % zu senken, ließen sich 6238 Infektionen verhindern und 68 Millionen Dollar pro Jahr einsparen. Zu diesen Schlussfolgerungen kommen jedenfalls die Wissenschaftler aufgrund ihrer Studienergebnisse.

Quelle:

http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/burnout-beim-pflegepersonal-mehr-infektionen-bei-patienten.html

Jeannie P. Cimiotti et al.,American Journal of Infection Control 2012;40:486-490

Kommentar & Ergänzung:

Gut zu wissen, dass der Abbau von Pflegestellen auch in Dollar bezifferbare Kosten verursacht. Das ist offenbar heutzutage das einzige relevante Kriterium.

Da kommen mir die XXXX-Milliarden Dollar / Euro / Franken oder was auch immer in den Sinn, die scheinbar locker aus dem Hut gezaubert werden, wenn es darum geht, Banken zu retten, die sich einfach grandios  verspekuliert haben nach dem fröhlichen Motto „Gewinne privat, die Risiken dem Staat“.

Wenn es um den Abbau oder Ausbau von Pflegestellen geht, soll dagegen angeblich wundersamerweise oft kein Geld vorhanden sein.

Wo Geld hinfliesst, das ist letztlich weitgehend eine politische Frage.

In diesem Zusammenhang ist es wirklich sehr problematisch, wie verhältnismässig wenige Pflegende Mitglied in einem Berufsverband sind, der ihre Interessen vertritt. Die Pflegebranche kann so praktisch nur den Kürzeren ziehen, wenn es um die Verteilung des Geldkuchens im Gesundheitswesen geht.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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