Dass Positives Denken negative Folgen haben kann, vor allem wenn es zwanghaft wird,  dafür gibt es inzwischen viele Hinweise aus Psychotherapie und psychologischer Forschung.

Das Magazin „Focus“ hat sich diesem Thema angenommen mit einem Artikel unter dem Titel „Problematische Einstellung: Verdrängen, vergessen, verlieren: Wenn positives Denken zur Gefahr wird“.

Als Alternative empfiehlt uns die Autorin den „Lösungsdreiklang“:

„1. Jede Situation von verschiedenen Perspektiven betrachten, wahrnehmen was wirklich gerade passiert, anstatt zu interpretieren und optimistisch das Beste daraus zu machen.
2. Sich nicht länger mit einem Problem befassen, auf das wir keinen Einfluss haben.
3. Nach einer Lösung suchen, wenn wir Einfluss haben oder zumindest die negativen wie positiven Aspekte einer Situation sehen.“

Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gastkolumnen/buergel/mehr-realismus-zulassen-verdraengen-vergessen-verlieren-wenn-positives-denken-zur-gefahr-wird_aid_1082100.html

Kommentar & Ergänzung:

Es lohnt sich, diese drei Punkte genauer anzuschauen:

Zu 1.: „Jede Situation von verschiedenen Perspektiven betrachten“, das ist sinnvoll, aber nicht immer einfach. Je schwieriger die Lage, desto schwieriger ist es dummerweise oft auch, sie aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Irgendwie scheint das zusammen zu hängen.

„…wahrnehmen, was wirklich gerade passiert, anstatt zu interpretieren und optimistisch das Beste daraus zu machen.“

Hier scheint mir fraglich, ob wir überhaupt in der Lage sind wahrzunehmen, was gerade passiert, ohne zu interpretieren.  Es spricht jedenfalls viel dafür, dass wir aus dem Interpretieren gar nicht aussteigen können und die Welt letztlich daher nicht genau so wahrnehmen, wie sie wirklich ist. Wenn das stimmt, wäre es vor allem wichtig sich immer wieder bewusst zu machen, dass unsere Wahrnehmung immer einen mehr oder weniger grossen Anteil Interpretation enthält.

Zu 2 und 3.:  Das ist nachvollziehbar, hat aber den Haken, dass es in vielen Situationen nicht einfach ist, klar zu entscheiden, was zu Punkt 2 und was zu Punkt 3 gehört.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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