Manche Hebammen und Schwangere setzen auf Akupunktur, um die Geburt einzuleiten. Bisherige Studien zeigen aber, dass das wahrscheinlich nicht funktioniert. Zu diesem Schluss kommt das Portal Medizin-transparent nach der Auswertung der bisherigen Studien zu diesem Thema.

Auf die Frage, ob Akupunktur zur Geburtseinleitung das Einsetzen der Geburt anstossen kann, antwortet Medizin-transparent daher mit „wahrscheinlich Nein“.

Beim Durchforsten mehrerer Forschungsdatenbanken fanden die Forscherinnen und Forscher drei Studien mit knapp 500 Schwangeren, die diese Frage untersucht haben.

Die zusammengefassten Resultate zeigen, dass Akupunktur wahrscheinlich nicht wirksam ist, um eine Geburt einzuleiten. Die Studien ergeben, dass es nach einer Akupunkturbehandlung ähnlich lange dauert wie nach einer Schein-Akupunktur (Placebo), bis das Kind zur Welt kommt.

Folglich werden bei Frauen ähnlich häufig Wehenmittel und andere etablierte Maßnahmen zur Geburtseinleitung eingesetzt – ob mit oder ohne Akupunktur.

Zwei Studien untersuchten, ob Akupunktur die Dauer der Geburt verkürzen kann. Dabei ging es also nicht darum, eine nicht in Gang kommende Geburt zu „starten“, sondern die Dauer der Wehen einzuschränken.

Die zusammenfassende Analyse dieser beiden Studien deutet laut Medizin-transparent darauf hin, dass Akupunktur die Geburtsdauer möglicherweise nicht merklich verkürzt.

Unterstrichen wird die wahrscheinliche Unwirksamkeit der Akupunktur zur Geburtseinleitung dadurch, dass die Nadeltechnik die Notwendigkeit für das Wehen-fördernde Mittel Oxytocin nicht zu reduzieren scheint. Das zeigt eine Analyse in einer Übersichtsarbeit der Cochrane-Forschungsgruppe.

 

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