N-tv hat ein Interview veröffentlich mit der Hautärztin Yael Adler, an dem die Kosmetik-Industrie keine Freude haben wird:

Zitat:

“Quelle:

https://www.n-tv.de/leben/Tabus-sind-steinzeitliche-Reflexe-article20698837.html

Kommentar & Ergänzung:

Vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber im Grundsatz stimme ich dem zu. Weniger ist oft besser für die Haut.

Die Versprechungen der Kosmetik-Industrie sind meistens ziemlich faktenfrei und dienen nur dem Marketing.

In meinem früheren Leben als diplomierter Drogist habe ich mit den grossen Kosmetikmarken Bekanntschaft gemacht – Rubinstein, Arden, Ellen Betrix, Lancôme und wie sie alle heissen. Die meisten dieser Produkte sind nicht nur unnötig, sondern auch unverschämt teuer.

Aber eine sauteure Creme scheint halt ein besseres Gefühl zu vermitteln.

Auch bei den Naturheilmitteln könnte man auf viele Produkte einfach verzichten. Als Drogist würde ich heute wohl schnell pleite gehen, weil ich wohl jede zweite Kundin und jeden zweiten Kunden fragen würde: “Sind Sie sicher, dass Sie das wirklich brauchen?”.

Es werden unendlich viele unnötige Präparate vermarktet gegen irgendwelche unproblematischen Befindlichkeitsstörungen, die von selbst wieder vergehen. 

Meine Ziel in den Lehrgängen – der Phytotherapie-Ausbildung und dem Heilpflanzen-Seminar – ist es jedenfalls nicht, dass Sie die Apotheken und Drogerien leerkaufen. Es ist viel wichtiger unterscheiden zu lernen, was sinnvoll und und was überflüssig, was wirksam und was unwirksam. Und zentral wichtig für die Phytotherapie ist zudem die Frage, in welcher Form Heilpflanzen am besten zur Anwendung kommen – zum Beispiel als Kräutertee, als Pflanzentinktur, als Pflanzenextrakt. Zu den verschiedenen Arzneiformen in in der Phytotherapie habe ich hier einen Text veröffentlicht:

Arzneiformen in der Phytotherapie