Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist wichtig als Gewürz und als Heilpflanze. Doch was braucht das Gewächs als Gartenpflanze an Pflege? Hier gibt’s dazu Infos:

Der Rosmarin ist in allen Ländern rings um das Mittelmeer heimisch. Er gedeiht dort in verschwenderischer Fülle an sonnigen Felshängen. Vermutlich brachten ihn die Römer über die Alpen.

Rosmarin: Botanik & Sorten 

Der Rosmarin zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist immergrün und bildet holzige Halbsträucher, welche auch bei uns eine Höhe von 50-150 cm erreichen können. Die meisten Sorten sind in unserer Gegend nicht winterhart. In Spezialgärtnereien erhält man aber auch winterfeste Sorten, wie z.B. „Arp“, „Veitshöchheim“, „Salem“ oder „Französischen Rosmarin“. 

Rosmarin: Anbau & Standort

Der Rosmarin ist ausgesprochen wärmebedürftig. Er benötigt viel Sonne und einen durchlässigen, jedoch humusreichen Boden. Er verträgt nur völlig ausgereiften Kompost. Wo immer es machbar ist, sollte man ihn an eine Südwand pflanzen. In schweren Böden kann er nur gedeihen, wenn sein Pflanzplatz mit Hilfe von Sand und Kieselsteine aufgelockert wird. Ein erhöhtes Beet mit Drainageschicht oder der Steingarten sind empfehlenswerte Standorte für diesen faszinierenden Südländer. Nicht winterfeste Sorten überwintert man vorzugsweise an einem kühlen, jedoch belichteten Platz (Wintergarten, Kalthaus, Kellerfenster). 

Rosmarin: Ernte & Aufbewahrung: 

Triebspitzen und einzelne Blätter können während des ganzen Jahres gepflückt werden. Rosmarin lässt sich gut trocknen und behält dabei sein intensives Aroma. 

Quelle: www.natur-im-garten.at

 

Kommentar & Ergänzung:

Rosmarinblätter enthalten 1 – 2,5%  ätherisches Rosmarinöl mit den Hautbestandteilen Campher, 1,8-Cineol und alpha-Pinen. In der Phytotherapie gilt es als Analeptikum, das ist ein belebendes, anregendes Mittel. Äusserlich fördert Rosmarinöl die Durchblutung der Haut. Im Labor zeigt es gute Wirkung gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze

Ein weiterer Wirkstoff der Rosmarinblätter sind Gerbstoffe (Rosmarinsäure). Die Rosmarinsäure kommt auch in anderen Pflanzen vor, insbesondere in den Familien der Lamiaceae (Lippenblütler) und Boraginaceen (Borretschgewächse). Sie wirkt wirkt antiviral, antibakteriell und entzündungswidrig.

Siehe dazu:

Was ist Rosmarinsäure?

Ausserdem:

Rosmarin gegen Ängste, schlechten Schlaf und Depressionen wirksam?

Phytotherapie: Rosmarin zur Behandlung von Magenbeschwerden

 

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