Anfangs dieser Woche unterrichtete ich einen Tag beim Schweizerischen Berufsverband für Krankenpflege in Bern zum Thema «Heilpflanzen-Anwendungen bei Schlafstörungen, Angst und Niedergeschlagenheit». Dabei kam auch das Thema auf, dass ältere Menschen in Pflegeheimen oft einen nicht mehr durchschaubaren Medikamentencocktail bekommen. Was davon nötig ist und was weggelassen werden könnte oder sollte, bleibt dabei nicht selten zu lange ungeklärt. Als Orientierungshilfe ist in diesen Fragen die PRISCUS-Liste hilfreich. Sie kann zur Optimierung der Arzneimitteltherapie bei älteren Menschen zu Rate gezogen werden.

«Über das Projekt

Ältere Menschen leiden häufig an mehreren chronischen Erkrankungen und nehmen daher oft eine Vielzahl von Medikamenten ein. Sie sind durch Alterungsprozesse meist von einer höheren Rate an Nebenwirkungen betroffen. Zum Schutz von Patienten ab 65 existieren Listen auf denen „potentiell inadäquate Medikation im Alter“ (PIM) aufgeführt wird, die bei älteren Menschen vermieden werden sollte. Denn eine PIM-Einnahme erhöht beispielsweise das Risiko für eine Krankenhauseinweisung.»

Link zur PRISCUS-Liste