Das Magazin „Focus“ veröffentlichte vor kurzem eine Beschreibung der zehn schlechtesten Diäten. Zum Thema „Atkins-Diät“ schreibt Focus:

„Atkins – Risiko für die Leber“.

Die Grundüberlegung der Atkins-Diät:

„Der Körper benötigt Kohlenhydrate, um Fett zu verarbeiten. Stehen ihm keine zur Verfügung, wird Fett nicht in Depots angelegt, sondern verlässt ungenutzt den Körper. So lautet das Credo des amerikanischen Kardiologen Dr. Robert Atkins. Aus dieser Annahme heraus leitete er eine Diät ab, die Fett in jeder Form, also Fleisch, Eier, Käse unbegrenzt erlaubt. Kohlenhydrate und damit Brot, Pasta, Kartoffeln und Reis sind dagegen streng eingeschränkt.“

Die Atkins-Diät ist nicht ohne Risiken:

„Zwar kommt die Atkins-Diät Vielessern sehr entgegen, weil sie hemmungslos das schlemmen dürfen, was andere Diäten meist verbieten. Allerdings birgt der Fettüberschuss viele Risiken: Der Cholesterinspiegel erhöht sich, Abbauprodukte aus Fleisch und Wurst (Purine) sammeln sich und können Gicht auslösen. Zusätzlich überlastet das Fettangebot die Leber, die sich dadurch krankhaft vergrößern kann. Und der Verzicht auf Kohlenhydrate führt auf Dauer zu Ballaststoffmangel. Darunter leidet die Darmflora.

Der Jojo-Effekt sei dabei vorprogrammiert, schreibt „focus“:

„’Außerdem ist die Methode nicht erfolgreich, weil nach Beendigung der Diät das Gewicht wieder steigt’, ergänzt der Experte Andreas Pfeiffer.“

Er leitet als Direktor die Abteilung Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin an der Charité, Berlin und ist Leiter der Abteilung für Klinische Ernährung im DIfE  (Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Potsdam).

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/abnehmen/tid-20983/abnehmen-die-zehn-schlechtesten-diaeten_aid_589657.html

Kommentar & Ergänzung:

Schlankheitsdiäten werden immer wieder mit reisserischen Schlagzeilen propagiert und halten kaum je, was sie versprechen. Daher ist es auch immer wieder einmal nötig, sie kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Der Beitrag auf Focus-online gibt dazu eine gute Übersicht.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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