Übelkeit, Kopfschmerzen, flaues Gefühl im Bauch: Viele Menschen sind anfällig für die so genannte Reisekrankheit oder Kinetose. Die Reisekrankheit tritt jedoch nicht nur auf Schiffen oder Segelbooten, sondern auch im Bus, Pkw und im Flugzeug auf – selten auf Motorrädern oder in der Eisenbahn.

Auslöser der Beschwerden sind ungewohnte Bewegungen und Beschleunigungen, die im Gehirn nicht mit den gleichzeitigen optischen Eindrücken übereinstimmen: Die Gleichgewichtsorgane in den Innenohren melden Alarm, zu dem aus Sicht der Augen jedoch kein Anlass besteht.

In der Regel sind die Beschwerden eher unangenehm als lebensgefährlich. Nur in Einzelfällen treten ernsthaften Herz-Kreislaufsymptomen auf.

Tipp: Nach vorne schauen

Das Risiko eine Kinetose lässt sich mit einfachen Maßnahmen deutlich vermindern. Wichtig ist vor allem die Wahl des Sitzplatzes. Auf Schiffen werden in der Schiffsmitte, im Flugzeug in Höhe der Tragflächen, im Bus hinter der Vorderachse und im Auto auf dem Beifahrersitz, die wenigsten Bewegungsreize übertragen. Darüber hinaus bewährt es sich, wenn die Fahrtbewegungen mit den Augen verfolgt werden können, darum lohnt es sich im Bus in den vorderen Reihen zu sitzen und den Blick während der Fahrt nach vorne zu richten. Ratsam ist es zudem, nächtliche Busfahrten zu vermeiden, speziell in bergigen Gegenden.

Empfindliche Personen sollten weder mit vollem noch mit nüchternem Magen die Reise antreten, sondern vorher leichte Kost zu sich nehmen.

Reisemedikamente können helfen, sind jedoch wegen möglicher Begleiterscheinungen nur in Absprache mit dem Arzt einzunehmen. Die Wirksamkeit von Akupressur-Armbändern soll auf einen Plazeboeffekt zurückzuführen sein. Völlig nebenwirkungsfrei und seit Jahrhunderten in Verwendung ist die Ingwerwurzel.

Quelle:

http://derstandard.at/1304552939230/Kinetose-Reisen-ohne-Uebelkeit

Kommentar & Ergänzung:

Ingwer ist in der Phytotherapie gut anerkannt als Heilpflanze gegen Reisekrankheit, aber auch gegen Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie und nach Operationen.

Wikipedia schreibt zum Thema Ingwer & Reisekrankheit:

„Ingwer hat eine antiemetische Wirkung. Er wird in Form von kleinen Scheibchen von der rohen Wurzel gekaut, als Pulver oder in Tablettenform eingenommen. Mit der Medikation kann schon am Vortag begonnen werden. Er gilt als nebenwirkungsarm, sollte jedoch von Menschen mit gleichzeitigen Magengeschwüren und Gallensteinleiden nicht verwendet werden. In einer kleinen doppeltblinden Studie, die an 80 Seekadetten durchgeführt wurde, reduzierte Ingwer im Vergleich zu Placebo signifikant das Auftreten von Erbrechen. 1982 erfolgte eine Studie mit Kandidaten auf einem Drehstuhl, mit einer Dosis von 940 mg, 20 bis 25 Minuten vor dem Test, mit erfolgreicher Reduktion von Übelkeit.“

(Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen zu Ingwer:

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbreche

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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www.phytotherapie-seminare.ch

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