„Die Presse“ veröffentlichte kurze Beschreibungen von verschiedenen Heilpflanzen. Untenstehend die Zitate mit Kommentar:

„Die Blätter der Birke enthalten Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Als Tee verabreicht erhöhen sie die Harnausscheidung, wirken blutreinigend und fiebersenkend.

Äußerlich finden Tinkturen aus Birkenblättern bei Haarausfall und Schuppen Anwendung. Die Frühjahrsblätter können auch einfach als Salat gegessen werden.“

Quelle:

http://diepresse.com/home/leben/gesundheit/series/game/vote.do?id=1492126

Kommentar & Ergänzung:

Birkenblättertee wirkt harntreibend – und dies ohne Reizwirkung auf die Nieren.

Für diese Wirkung dürften Flavonoide verantwortlich sein, die über eine ACE-Hemmung und eine Hemmung des Abbaus des Atrialen Natriuretischen Peptids eine verstärkte Natrium- und Wasserausscheidung induzieren.

Die Anwendungsbereiche von Birkenblättertee: Durchspülungstherapie als Begleitbehandlung von Harnwegsinfekten, bei Harnsteinen und Nierengriess.

Die erwähnte fiebersenkende Wirkung ist sehr fraglich und die Angabe „blutreinigend“ ist ist in diesem Zusammenhang eigentlich immer skurril, weil niemand genau und plausibel erklären kann, was damit gemeint ist.

Siehe dazu:

Naturheilmittel: Ärgernis Blutreinigungstee

Pflanzenheilkunde: Fragwürdige Blutreinigungstee

Fragwürdig ist auch die Wirksamkeit gegen Haarausfall.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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