Der Cannabis-Inhaltsstoff Cannabidiol (CBD) rückt in letzer Zeit zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit für eine ganze Reihe von Einsatzgebieten.

In Frankreich erhielt nun die CBD-Spezialität Epidyolex (oder Epidiolex® in den USA) von der ANSM eine temporäre, patientenbezogene Zulassung zum Einsatz bei bestimmten schweren Epilepsieformen.

Die ANSM warnt allerdings Epilepsiepatienten und Eltern betroffener Kinder vor dem Gebrauch von CBD-Produkten, welche nicht über die legalen Verkaufskanäle erworben wurden.

Obwohl ein gewisses therapeutisches Interesse bei gewissen schweren Epilepsieformen besteht, ist CBD potentiell hepatotoxisch (leberschädigend) und könnte die Konzentration bestimmter Medikamente im Organismus erhöhen. Vor allem bei Antiepileptika besteht damit das Risiko erhöhter Toxizität.

 

Zudem könne Qualität und Sicherheit von Produkten, welche im Internet gekauft wurden, nicht garantiert werden, insbesondere was den effektiven Gehalt an CBD und das Vorhandensein anderer aktiver Cannabiskomponenten oder toxischer Stoffe betrifft.

 

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5823&NMID=5823&LANGID=2

ANSM – online, Point d’information du 22.01.2019

ANSM = Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé 

Kommentar & Ergänzung:

CBD ist ein interessanter Wirkstoff der Cannabispflanze, der nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Deshalb sind CBD-Produkte gegenwärtig noch frei in verschiedensten Läden und im Internet erhältlich.

Das hat aber auch zur Folge, dass oft sehr unklar ist, wieviel CBD-Gehalt in einem bestimmten Produkt enthalten ist.

Das ist alles andere als befriedigend und eine stärkere Regulierung wäre wohl wünschenswert. Auch zu den therapeutischen Wirkungen und zur Sicherheit von CBD-Produkten sind noch viele Fragen offen.

Siehe auch:

Cannabidiol (CBD): Ein Wirkstoff im Trend

Cannabis-Wirkstoffe: Neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

Cannabidiol wirksam bei Reizdarm?

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