Der Thymian war ursprünglich in den südeuropäischen Mittelmeerländern heimisch. Er wächst dort auf den Felsenheiden. Die Benediktiner brachten ihn über die Alpen und pflanzten ihn in die mittelalterlichen Klostergärten

Botanik / Sorten: 

Thymian ist ausdauernd und zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Neben dem Echten Thymian gibt es noch einige weitere Arten, die im Garten verwendet werden, wie zum Beispiel der Zitronenthymian, der Italienische Oreganothymian, der Kümmelthymian, der Orangenthymian oder der Lavendelthymian. Auch der bei uns heimische Feldthymian (Thymus serpyllum) kann als Gewürz oder Heilpflanze verwendet werden. 

Anbau / Standort: 

Thymian benötigt einen trockenen, sonnigen Platz, welcher gut wasserdurchlässig sein sollte. Er sollte nicht gedüngt werden! Sie können ihn ab April ins Freiland aussäen oder zuvor in Schalen auf dem Fensterbrett. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt, weil Thymian ein Lichtkeimer ist. Später lassen sich die Bestände durch Stecklinge vermehren und verjüngen. 

Ernte/Aufbewahrung: 

Einzelne Zweige können über den ganzen Sommer frisch verwendet werden. Kurz vor der Blüte ist das Thymiankraut besonders würzig. Vor der Mittagszeit ernten, weil dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Thymian eignet sich ausgezeichnet zum Trocknen und behält dabei sein Aroma. 

Quelle: 

www.natur-im-garten.at

Kommentar & Ergänzung:

Thymian wird in der Phytotherapie vor allem als Hustenpflanze eingesetzt. Dabei kommt der Echte Thymian (Thymus vulgaris, Gartenthymian) zur Anwendung.

Thymiankraut enthält 1-2,5 % ätherisches Thymianöl, das vorwiegend aus Thymol und Carvacrol besteht. Weil unterschiedliche chemischer Rassen vorkommen, ist das ätherische Öl je nach Herkunft unterschiedlich zusammengesetzt. Feldthymian (Thymus serpyllum, Bergthymian) kann auch gegen Husten eingesetzt werden. Er enthält allerdings nur bis etwas 0,6% ätherisches Öl, das ebenfalls vor allem aus wechselnden Anteilen Thymol und Carvacrol besteht.

Hier gibt’s weitere Infos zu Thymiankraut und Thymianöl:

Phytotherapie: Zum Thymian als Heilpflanze

Thymianöl: Thymianbad lindert Husten

Kräutertee: Quendel / Bergthymian

Heilpflanzen-Extrakte aus Schlüsselblume und Thymian helfen beim Abhusten

Wer sich vertieftes Wissen über die verschiedenen Zubereitungsformen und Anwendungsbereiche von Heilpflanzen erwerben möchte, kann das in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.