Widerstandskämpferin in den Zeiten des Nationalsozialismus in Österreich.

Geboren am 30. Januar 1905 in Hallein, Land Salzburg; gestorben 14. April 2007 ebendort.

„Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich wurde Primocic wegen ihres politischen Engagements von der Gestapo mehrfach verhört und bis 1945 weitere drei Mal inhaftiert. Als ihr Ehemann und der älteste Sohn zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eingezogen wurden, musste sie ihrem Mann versprechen, “politisch stillzuhalten”. Primocic blieb jedoch weiterhin aktiv, unterstützte Widerstandsgruppen und sammelte Geld für die Familien politisch Verfolgter. Obwohl sie für ihre beiden weiteren Kinder zu sorgen hatte, half sie dem oberösterreichischen Widerstandskämpfer Sepp Plieseis bei seiner Flucht aus dem KZ. Ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten begründete sie Jahre später damit, dass sie ihr Leben lang kein ruhiges Gewissen mehr haben hätte können, wenn sie einfach weggeschaut hätte, als Menschen in Not um ihre Hilfe baten. “Man muss anfangen, wenn Unrecht geschieht, denn nach dem Unrecht kommt die Gewalt”.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr eigenes Leben, als sie mit ihrer Freundin Mali Ziegenleder den Kommandanten eines Außenlagers des KZ Dachau in der Nähe von Hallein mit dem bevorstehenden Einmarsch der amerikanischen Truppen unter Druck setzte, und rettete mit ihrem Mut 17 bereits zum Tode verurteilte Gefangene vor der angeordneten Erschießung.“

(Zitat aus Wikipedia)

Im „cultural broadcasting archive“ gibt es ein interessantes Interview zu hören mit der 95 jährigen Agnes Primocic: http://cba.fro.at/5859

Kommentar:

In vielen Medien geht mir das seichte Geplapper von „People“, die eigentlich gar nichts zu sagen haben, zunehmend auf den Wecker. Daher hier quasi als „Gegenaktion“ ein Hinweis auf eine Frau, die etwas zu sagen hat.

Das „cultural broadcasting archive“ ist im übrigen eine Fundgruppe für anregende Sendungen.

P. S.: Zum Thema Naturheilkunde im Nationalsozialismus siehe:

Naturheilkunde und Nationalsozialismus – eine beinahe unbekannte, unheilsame Verbindung

 

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

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Inserat:

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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