Die Staaten der Amazonas-Region wollen in Zukunft enger kooperieren, um illegale Rodungen im Regenwald einzudämmen.

Die acht Länder, über die sich die größte Urwaldfläche der Welt erstreckt, wollen unter anderem ihre Messmethoden aufeinander abstimmen, um eine globale Einschätzung der Abholzung zu ermöglichen.

Die regionale Organisation des Amazonas-Abkommens (OTCA) gab in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito einen gemeinsamen Plan bekannt, um die über 6 Millionen Quadratkilometer des Regenwaldgebiets gegen den zunehmenden Druck von Landwirtschaft und Bergbau zu schützen.

Die Amazonasregion sei nicht nur ein bedeutendes Schutzgebiet für die Artenvielfalt, sondern auch “ein Gebiet von großem kulturellem Reichtum, in dem etwa 420 indigene Bevölkerungsgruppen leben”, sagte OTCA-Sekretär Mauricio Dorfler.

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1685216/

Kommentar & Ergänzung: Amazonas-Abkommen

In der Organisation des Amazonas-Abkommens (OTCA) sind Bolivien, Brasilien, Venezuela, Equador, Kolumbien, Guyana, Peru und Surinam zusammengeschlossen.

Für Schutzbemühungen zugunsten der Regenwälder in der Amazonas-Region ist es allerhöchste Zeit. Es bleibt zu hoffen, dass es sich hier nicht nur um Lippenbekenntnisse handelt. In erster Linie geht es um den Schutz der Lebensgrundlagen für die indigenen Bevölkerungsgruppen und um den wichtigen Beitrag der Regenwälder zum globalen Klimaschutz.

Im übrigen sind die Regenwälder der Amazonas-Region auch eine Fundgrube für Heilpflanzen, von denen wohl erst ein kleiner Teil überhaupt entdeckt wurde.

Zum Thema „Artenvielfalt im Regenwald – die Apotheke der Welt“ heisst es in einem SWR-Bericht:

„Egal ob’s um Schmerzen, Husten oder Wundheilung geht: Weltweit haben bis zu drei Viertel aller Medikamente zumindest einen pflanzlichen Ursprung, auch wenn die Stoffe später im Labor nachgebaut werden……. Immer wieder wird Neues gefunden, wenn Wissenschaftler neue Pflanzen aus den Urwäldern genauer untersuchen. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken, erklärt der Biologe und langjährige Pharmaexperte Prof. Frank Petersen: ‚Wir wissen, dass etwa zehn Prozent aller Pflanzen, die wir heute auf der Erde kennen, chemisch untersucht worden sind. Nur ein kleinerer Teil davon wurde wirklich systematisch in der Wirkstoffforschung in der pharmazeutischen Industrie überhaupt untersucht. Was wir vermuten ist, dass wir in den Regenwäldern auf weitere Arten stoßen können, die ein medizinisches Potential haben werden. Davon bin ich wissenschaftlich überzeugt.’ Auch Wirkstoffe gegen Krankheiten, die wir heute noch nicht behandeln können, dürften hier zu finden sein: ‚Die Natur kann uns den Weg weisen, wie man in der Zukunft solche Erkrankungen effizient behandeln kann.’ Vorausgesetzt freilich, die Wälder bleiben erhalten.“

(Quelle: http://www.uni-tuebingen.de/uni/bzf/Presse/Lehre/SWR-Heilpflanzen-Okt-2010.pdf)

In diesem Zusammenhang wäre dann allerdings auch die Biopiraterie-Thematik zu beachten.

Heilpflanzen: Deutschland unterzeichnet Abkommen gegen Biopiraterie

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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